Olympiakos lehnt Sturms Angebot für Avlonitis ab

Griechischen Medienberichten zufolge unterbreitete der SK Sturm Graz dem griechischen Meister Olympiakos Piräus bereits ein Angebot für den Verteidiger Tasos Avlonitis. Das vorgelegte Offert sei jedoch, wie newsnowgr.com berichtet, zu gering und wurde von den Griechen nicht akzeptiert. Allerdings wird vermutet, dass die Verantwortlichen aus Graz das Angebot für ihren ehemaligen Leihspieler nachbessern werden.

Weiters schreibt das griechische Medium, dass es zwischen Avlonitis und seinen Arbeitgebern schon in den nächsten Tagen zu einem Treffen kommen wird, bei dem ihm seitens des griechischen Meisters ein neuer Vertrag vorgelegt wird.

Tasos Avlonitis wurde im Jänner als Ersatz für den zum FC Fulham abgewanderten Kapitän Michael Madl ausgeliehen. Die Kaufoption haben die Grazer nicht gezogen. Der 26-Jährige, der von den SturmNetz-Lesern zum zweitbesten Spieler der Saison gewählt wurde, hat noch einen bis 2017 gültigen Vertrag bei Olympiakos Piräus.

Foto © Martin Hirtenfellner Fotografie

Foto © Martin Hirtenfellner Fotografie

Einem griechischen Sportportal gab Tasos ein Interview, in dem er sehr viel aus seiner Zeit bei Sturm verrät: Etwa, dass er sehr stolz darauf sei, in der SturmNetz-Leserwertung unter die besten fünf Spieler klassiert worden zu sein. Generell haben die Grazer Anhänger beim Innenverteidiger schon jetzt einen bleibenden Eindruck hinterlassen. „Die Fans bei Sturm sind sehr fanatisch, da gibt es schon gewisse Ähnlichkeiten mit jenen von Piräus.

Ihm war klar, dass sein Engagement bei Sturm ein Risiko war. „Ich war ein halbes Jahr praktisch ohne Einsätze und war in Graz gleich von Beginn weg in der Startelf. Das war schon heikel. Aber dieser Schritt war für mich unheimlich wichtig, um mich weiterentwickeln zu können. Es lief ganz gut und ich habe mich mit meinen Mitspielern in der Verteidigung gleich von Beginn weg verstanden. Ich bin mir sicher, wenn wir bereits länger zusammengespielt hätten, wäre sogar noch mehr möglich gewesen.“

Extrem wichtig für den Innenverteidiger war auch sein griechischer Mitspieler Charalampos Lykogiannis: „Er hat mir sehr geholfen, dank ihm hab ich mich in Österreich schnell akklimatisiert, er hat mir alles gezeigt und mich in vielen Lebenslagen unterstützt. Die deutsche Sprache war sicher ein Hindernis und mit meinen Englisch-Kenntnissen bin ich in Österreich nicht sehr weit gekommen.

Weiters erzählt Avlonitis, dass er in den beiden Ligen nicht viel Unterschiede erkennen kann: „Auch in Österreich gibt es eine Mannschaft, die über allen steht, der Rest ist ziemlich ausgeglichen. Vielleicht ist die griechische Liga ein bisschen besser als die österreichische. Gekämpft wird aber mindestens in der gleichen Intensität.

Auf die Frage, was er sich für seine sportliche Zukunft wünsche, meinte Tasos: „Obwohl ich mich in Graz extrem wohlgefühlt habe, Olympiakos ist und bleibt nun mal mein Verein. Wenn die Verantwortlichen meinen, ich hätte genug Qualität, um der Mannschaft zu helfen, würde mich das freuen. Die Konkurrenzsituation ist größer als in Graz. Wenn nicht, würde ich mir eine schnelle Entscheidung wünschen, denn in Österreich geht die Vorbereitung auf die neue Saison schon bald los und da braucht man eben die nötige Planungssicherheit.“

 

7 Kommentare

  1. luemitu sagt:

    Wieso kann man nirgends lesen wie hoch denn die Ablösesumme für Avlonitis war?

    Würde ihn wirklich umgehend verpflichten, viel was besseres in der Verteidigung findest in Österreich garantiert nicht…

     

    Also wenn uns AVLONITIS und KAMAVUAKA verlassen müssen, wäre das sehr, sehr schlecht für uns.

     

     

    0

  2. bako bozota sagt:

    ja, die Höhe der Kaufoption wäre interessant, wird anscheinend aber vom Klub nicht verraten… wenn Sturm nun die Kaufoption verstreichen lässt und dann den Griechen ein Angebot macht das wesentlich darunter liegt ist irgendwie klar, dass die da nicht mitspielen…

    0

  3. Duty Duty sagt:

    Was ist jetzt eigentlich mit Schick?

    0

  4. Rusty sagt:

    Ich finde, dass man Avlonitis und Kamavuaka verlängern sollte und die Ablöse für Madl teilweise in die beiden investiert. Sie waren im Frühling die Stützen von Sturm schlechthin. Ohne die beiden hätten wir nicht mal Platz 5 erreicht.

    Auch mit Schick würde ich verlängern, wenn auch im Frühling nicht immer gut, aber er hat immer 100% gegeben – und das sollte selbst Kreissl überzeugen. Bei der Austria scheint Schick nicht unterzukommen, denn dann hätte er schon einen Vertrag unterzeichnet.

     

    0

  5. Rene90 sagt:

    @Rusty
    man kann nur mehr neue Verträge mit deinen genannten Spielern vereinbaren, alle Optionen mit vorher fixierten und festgeschriebene Summen wurden nicht gezogen und somit haben sie keine Gültigkeit mehr. Da kann man dann nachher leicht sagen, die Forderungen waren überzogen, wenn keine Forderungen gestellt wurden

    Schick will angeblich innerhalb Österreich nicht wechseln und soll Angebote abgelehnt haben
    hoch im Kurs stehen Young Boys Bern (kein Wunder wo Ex Trainer Hütter und Amas Förderer Peintinger jetzt das Kommando haben) und 1860 München mit Kreuzer und Karlsruhe, sowie ein nordischer Traditionsclub

    0

    • Rusty sagt:

      Sorry Rene90, ich hab mich falsch ausgedrückt und meinte auch neue Verträge mit den Genannten abschließen. Sturm will halt die teureren Verlängerungskonditionen der alten Verträge nicht bezahlen – wird deshalb nichts werden. Schade um die zwei Spieler und um die Avlonitis´Fixverpflichtung.

      Lt. Kronen Zeitung soll sich in dieser Woche noch was tun. Es ist von 4 Neuverpflichtungen die Rede. Weißt du da was?

      0

  6. Rene90 sagt:

    @Rusty,
    was ich weiß, deckt sich aber nicht mit den Aussagen von Hr. Kreissl, dass diese Woche noch 4 Spieler präsentiert werden – wird schwer werden wenn 2 Spieler abgesagt gaben sollen – man kann sich alles wie im Laola1 Interview zurecht schneidern, manchmal kann dann aber der Schuss auch nach hinten los gehen, wenn er nicht 100% der Wahrheit entspricht

    0

Schreibe einen Kommentar