Nullnummer in Pasching

Spielbericht: LASK vs. SK Sturm Graz 0:0

Never change a winning team. Christian Ilzer setzte bei der zweiten Begegnung innerhalb weniger Tage zwischen dem SK Sturm Graz und dem LASK auf die gleiche Mannschaft wie beim 3:1-Erfolg am vergangenen Sonntag. Nur auf der Ersatzbank gab es zwei Veränderungen, denn mit Dardan Shabanhaxaj und dem zuvor gesperrten Niklas Geyrhofer kehrten zwei Jungblackys zurück in den Kader. Mit einem Sieg über die Linzer hätte Sturm einen wichtigen Schritt in Richtung des begehrten Europa League-Startplatzes machen können.

© SturmNetz

Das Gegenstück zur letzten Begegnung

Beide Mannschaften versuchten von Beginn weg, die gewohnt intensive Gangart an den Tag zu legen. Die Linzer zeigten sich bereits in der dritten Minute durch Marvin Potzmann im Strafraum von Sturm, David Nemeth warf sich aber erfolgreich in seine Hereingabe. Wie so oft in der Anfangsphase entstand diese Situation durch einen weiten Ball in die Tiefe, der die Hintermannschaft der Grazer überbrückte. In der neunten Minute war es Lukas Grgic, der mit einem hohen Ball Husein Balic schickte und die erste Großchance der Partie einleitete. Balic überwand zwar Jörg Siebenhandl, Jusuf Gazibegovic konnte den Ball aber von der Linie kratzen. Auch der anschließende Kopfball von Gernot Trauner sorgte für Gefahr, der Kapitän der Linzer setzte den Ball aus kurzer Distanz am Tor vorbei. Die ersten zehn Minuten gingen somit klar an die Mannschaft von Dominik Thalhammer.

© SturmNetz

Es veränderte sich in der Folge nicht viel. Während fast jeder hohe Ball der Linzer für Gefahr sorgte, kamen die Steirer kaum aus der eigenen Hälfte. In der 20. Minute wurde es wieder gefährlich im Strafraum von Sturm, denn nach einem langen Einwurf und einer Kopfballverlängerung traf Johannes Eggestein die Latte. Der LASK zeigte sich weiter aktiv und kam in der 33. Minute durch Dominik Reiter zu einer weiteren guten Abschlusschance. Der Flügelspieler setzte den Ball aber deutlich am langen Eck vorbei. Wenige Minuten später war es wieder der stark aufspielende Grgic, der nach schöner Vorarbeit von Marvin Potzmann Siebenhandl aus kurzer Distanz prüfte. Nach dem darauffolgenden Eckball nebelte Potzmann einen Schuss aus gut fünf Metern in den Linzer Abendhimmel. Sturm konnte in der ersten Hälfte keinen Abschluss verzeichnen und war mit dem 0:0 somit bestens bedient.

© SturmNetz

Sturm kann mithalten

Die Linzer machten genau da weiter, wo sie nach 45 Minuten aufgehört haben. Balic kam zwei Minuten nach Wiederanpfiff aus 16 Metern zu einer guten Abschlusschance, sein Schuss fiel aber zu unplatziert aus. Sturm wirkte in den ersten Minuten jedoch um einiges aktiver als zuvor und konnte sich einzelne Aktionen im Offensivdrittel erarbeiten. Auch in der Defensive wirkte die Mannschaft viel sicherer als in den Minuten zuvor und so gestaltete sich die Partie etwas ausgeglichener. Es passierte lange Zeit nicht viel, erst in der 64. Minute sorgte der LASK wieder für etwas Torgefahr, es scheiterte aber am entscheidenden Pass. Die Linzer erkämpften sich im Anschluss wieder mehr Tormöglichkeiten und erhielten Freistöße aus aussichtsreichen Positionen, welche aber allesamt ungenutzt blieben. In der 72. Minute landete der Ball nach einer Hereingabe vom sonst unauffälligen Jakob Jantscher im Tor der Linzer, das Schiedsrichterteam entschied aber fälschlicherweise auf Abseits. Das Tor von Stefan Hierländer hätte zählen müssen. In der 75. Minute hatte der LASK neuerlich eine Chance auf die Führung. Nach einer Hereingabe von Andres Andrade sprang Reiter am Ball vorbei, Reinhold Ranftl traf in der Folge nur das Außennetz. 

Die Schlussphase gestaltete sich ausgeglichen und hart umkämpft, für beide Mannschaften ergaben sich Räume im Angriffsbereich. Richtige Topchancen kamen aber nicht mehr zustande und so musste sich der LASK – trotz der klaren Dominanz bei den Torschüssen – mit einem Punkt zufrieden geben. Sturm Graz kann mit dem Remis deutlich besser leben, denn die Steirer bleiben einen Punkt vor den Oberösterreichern.

Spieldaten

 

 

 

Anzeige

12 Kommentare

  1. elceezed sagt:

    4 punkte gg den lask nehme ich mit handkuss.
    Und dass wir 4 runden vor schluss auf el fixplatz, nämlich dem 3ten, stehen ist in der Umbruch saison noch viel höher einzuordnen

  2. Melvinuss sagt:

    Bis auf die ersten 10 Minuten gegen RB und das heutige Spiel waren die Leistungen heuer im OPO absolut in Ordnung bis hin zu teilweise sehr gut. Heute hatten wir Glück, nicht mit leeren Händen heimzufahren, so ehrlich muss man sein. Hinsichtlich 3. Platz bleibt es sicher bis zur letzten Runde spannend!

  3. Ennstaler sagt:

    Mit den 4 Punkten gegen den LASK – mit denen, so ehrlich muss man sein, keineswegs zu rechnen war – ist Sturms Brust deutlich breiter geworden, das wird die Mannschaft auch in den letzten vier Spielen – am Schluss endlich wieder mit Zuschauern – deutlich beflügeln. Dazu kommt, dass Yeboah deutliche Duftmarken gesetzt hat, das wird dem einen oder anderen gegnerischen Verteidiger schlaflose Nächte bereiten. Auch die Söldnertruppe der Bullen hat den Titel noch nicht fix, wäre schön, wenn Sturm ihnen zumindest in Graz ein Haxl stellen könnte.

  4. Nimrod sagt:

    Ich habe bis jetzt Gorenc-Stankovic als Verschwendung auf der 6er Position gehalten – ich wurde eines besseren belehrt! Nach der Einwechslung vom Geyr ging‘s merklich aufwärts. Mwepu war auch deutlich besser als Kuen.
    Das Abseits war natürlich eine Fehlentscheidung, aber ohne Pfiff wird’s wahrscheinlich auch kein Tor weil dan geht Schlager ordentlich hin…

  5. rio sagt:

    1 Punkt, aber der Rest eine Katastrophe! Nicht einmal 50% der Pässe kamen an, so wird Fußball SPIELEN schwer. Leider scheint Otar in ein Formtief geschlittert zu sein und wirkt mehr als Behinderung, denn als Stütze.
    Sammeln, dieses Spiel aus den Köpfen streichen und weiter geht’s!

  6. Harald sagt:

    4 Punkte aus zwei Spielen gegen den LASK!!!!
    Wäre vorige Saison eine Sensation gewesen, ein Jahr später ist`s so Manchem schon wieder zu wenig, geht`s eigentlich noch??!!
    Bleiben wir bei der Realität, wir spielen eine Saison, mit der niemand gerechnet hat.
    Freuen wir uns darüber, dass wir weiter als erwartet sind und „raunzen“ wir nicht schon wieder herum!!!!!!!!

  7. sturmgraz sagt:

    Andi Schicker hat auf Sky bestätigt das Balaj und Friesenbichler uns fix im Sommer verlassen.

  8. fid82 sagt:

    Ja. War zu erwarten. Mal schauen, ob noch ein 9er kommt.
    Yeboah, Jantscher und Krienzer sind mal da.

Schreibe einen Kommentar