Nothin‘ But A Good Time

Spielercheck: SK Sturm Graz vs. FC Admira Wacker Mödling

Man Of The Match

(c) Martin Hirtenfellner Fotografie – Vor allem in Halbzeit eins bewahrte unser Man Of The Match seine Mannschaft vor einem Rückstand

Jörg Siebenhandl – Note: 1,31

Den Titel des Man Of The Match hat sich der starke Torwart des SK Sturm redlich verdient, denn erneut blieb seine Weste blütenweiß – schon zum vierten Mal in Folge, wenn man auch den Cup berücksichtigt – und das, obwohl die Admira zwischendurch auch starke Angriffe vorzutragen wusste. So scheiterte zum Beispiel Marco Hausjell in der 32. Minute am bärenstarken Schlussmann der Grazer im Eins-gegen-eins-Duell. Siebenhandl kam perfekt getimt aus dem Tor heraus und nahm den Admiranern die Chance auf eine zwischenzeitlich sicher nicht ganz unverdiente Führung. Siebenhandl konnte sich stets auch als Aktivposten ins Aufbauspiel einbringen. Man merkt, dass der neue taktische Anzug vom Scheitel bis zur Sohle schon ganz gut sitzt.

Jon Gorenc Stanković – Note: 1,33

Wieder spielte Jon Gorenc-Stankoviić groß auf. Die Arbeit vor der Viererkette macht ihm viel Spaß und er zeigt ein ums andere Mal, dass sich seine Qualitäten nicht nur auf die Arbeit gegen den Ball beschränken. Nein, der Mann ist auch vorne brandgefährlich und so wie er das 1:0 erzielt hat, würde wohl auch so mancher Stürmer gerne vollstrecken können. Natürlich geht seinem Tor ein traumhafter Pass Otar Kiteishvilis voraus, aber man muss auch erst einmal in der Lage sein, den so zu verwerten. Es fällt aktuell sehr schwer, nicht ins Schwärmen zu geraten, wenn man seine Auftritte beurteilt. Er scheint eine anziehende Wirkung auf den Ball auszuüben. Wieder eine Leistung ohne Fehl und Tadel!

Gregory Wüthrich – Note: 1,44

Der Schweizer zeigte seinen Wert für die Mannschaft auch diesmal wieder eindrucksvoll. Hinten blieb er stets cool und vorne mischte er auch kräftig mit. Mit seinem Einsatz sorgte er dafür, dass es einfach kein Vorbeikommen an ihm und seinem Partner David Nemeth gab. Seine Spieleröffnungen ließen sich vor allem in Halbzeit zwei sehen. Seine tolle Leistung belohnte er schließlich mit einem Treffer im Stile eines echten Fünf-Meter-Raum-Brechers, der eine Slapstick-Einlage des Gegners eiskalt und mit Ferserl zu nützen weiß.

Otar Kiteishvili – Note: 1,52

Endlich kommt seine Finesse in einer zusammengewachsenen (oder noch zusammenwachsenden) Mannschaft zur Geltung! Mit gleich zwei Assists unterstrich Kiteishvili in der siegreichen Partie gegen die Admira einmal mehr seine Qualität. Insgesamt lieferte er vier Vorlagen ab und avancierte so einmal mehr zum Epizentrum des schwarz-weißen Angriffsspiels, auch wenn seine eigenen Abschlüsse gegen die Admira nicht besonders gefährlich waren. Egal! Mit seinem quirligen und angriffslustigen Auftreten legte er den Grundstein für den Sieg!

David Nemeth – Note: 1,91

Wieder glänzte die junge Leihgabe aus Mainz mit einer beeindruckenden Leistung. Eine extrem wichtige Ballsicherung bewahrte seine Mannschaft in der ersten Halbzeit vor einem sicheren Gegentreffer. Auf sehr abgebrühte Weise ließ er seinen Gegenspielern kaum Platz und wenn der Hut einmal brannte, was vor allem im ersten Durchgang doch auch vorkam, war er zur Stelle. Seine absolut tauglichen Offensivbemühungen zeigten, dass auch vorne mit ihm zu rechnen ist. Mit einem guten Abschluss hätte er schon früh im Spiel beinahe für die Führung gesorgt, wäre nicht Aluminium im Weg gewesen. Außerdem servierte er mit einem doppelten Übersteiger ein feines Gustostückerl, das beinahe zu einer weiteren Chance geführt hätte.

Kevin Friesenbichler – Note: 1,98

In der ersten Halbzeit konnte Friesenbichler mit Ball nicht viel ausrichten. Was man ihm allerdings zugutehalten muss, ist seine Laufarbeit. Mit seinem frühen Anlaufen ballführender Gegner weit in der gegnerischen Hälfte vereitelte er so manchen Konter und sorgte so dafür, dass sich seine Hintermannschaft formieren konnte. Nach der Pause machte er im Spiel nach vorne eine weitaus bessere Figur und erzielte mit einem unglaublich präzisen Schuss aus der Distanz auch das 2:0. Außerdem war er an weiteren erfolgversprechenden Offensivaktionen beteiligt. Am Ende finden sich auf seiner Abrechnung ein Tor, viele gelaufene Meter und eine starke Steigerung nach der Pause.

Amadou Dante – Note: 2,11

Unermüdliche Läufer und Zweikämpfer sind sicher die Quintessenz eines jeden Erfolgsrezepts im Fußball und mit Amadou Dante hat der SK Sturm einen „Turbo“ in den eigenen Reihen, dem diese beiden Attribute zuzuschreiben sind. Sein Einsatz galt gleichermaßen unermüdlich der Defensive wie auch dem Angriffsspiel. Immer wieder hatte er seine Füße bei zum Teil blitzschnell vorgetragenen Kombinationen im Zusammenwirken mit Kuen, Jantscher und auch Hierländer, der seine vor allem in Halbzeit eins eher verwaiste Seite für ein bisserl „Amtshilfe“ verließ, im Spiel. Mit einem Zuckerpass schickte er Stefan Hierländer in der zweiten Minute auf die Reise – eine Vorlage, die sich ein Tor verdient gehabt hätte.

Jakob Jantscher – Note: 2,11

Aggressiv und abschlussfreudig präsentierte sich Jakob Jantscher. Er selbst erzielte zwar kein Tor, spielte aber einmal mehr eine richtig gute Partie. Die Rolle des Stürmers steht ihm mittlerweile einfach. Mit viel Laufarbeit und Spielintelligenz erarbeitete er sich einige teils gute Chancen. Seine doch eher impulsive Wutbekundung kurz nach seiner Auswechslung lag hoffentlich nicht daran, dass er mit seiner Leistung nicht zufrieden war, denn dafür gab es keinerlei Anlass. Vielleicht ärgerte ihn einfach das Ausbleiben des Torerfolgs, den er sich durchaus verdient gehabt hätte.

Stefan Hierländer – Note: 2,13

Der Kapitän zeigte eine solide Leistung. Schon in der zweiten Minute hätte er seine Mannschaft nach perfektem Zuspiel durch Otar Kiteishvili in Führung bringen müssen. Leider schob er den Ball allerdings nicht nur an Tormann Leitner sondern auch an der linken Stange vorbei ins Toraus. Später im Spiel konnte er an einigen schnell gespielten Angriffen teilnehmen und so auch durchaus für Gefahr sorgen. Der Kapitän der Schwoazn trat auch wieder sehr mannschaftsdienlich auf, kam diesmal aber zu keinen nennenswerten Abschlüssen. Am Ende überwiegt der positive Eindruck.

Sandro Ingolitsch – Note: 2,21

Seine Stärke in der Arbeit gegen den Ball zeigte Sandro Ingolitsch auch heute wieder. Mit dem spielstarken Maximilian Breunig hatte er hinten sehr viel zu tun – eine eher undankbare Aufgabe, die er allerdings zumeist sehr gut löste. Sein Spiel nach vorne legte er allerdings etwas bieder an. Das lag sicher auch daran, dass Angriffe des SK Sturm mehrheitlich über die Mitte oder eben die linke Seite vorgetragen wurden. Am Ende bleibt der Eindruck einer weiteren soliden Leistung.

Andreas Kuen – Note: 2,42

Kuen zeigt, dass sich der SK Sturm beim Mattersburger „Räumungsverkauf“ wohl das beste Angebot unter den Nagel gerissen hat. Er gehört in die Startelf und das beweist er im Laufe seiner Auftritte im Dress der Schwarz-Weißen. In der sechsten Minute bediente er Jakob Jantscher, der in weiterer Folge mit seinem guten Abschluss nur an Tormann Leitner scheiterte, auf mustergültige Weise. Sehr oft war er an schönen schnellen Kombinationen im Aufbauspiel beteiligt. Er und Dante scheinen auf der Seite sehr gut miteinander auszukommen. 

Einwechselspieler

Bekim Balaj – Note: 2,15

Diesmal blieb ihm ein Tor verwehrt. Nichtsdestotrotz konnte er seine Joker-Qualitäten zumindest andeuten. Recht kurz nach seiner Einwechslung prüfte er den gegnerischen Tormann mit einem wuchtigen Schuss aus der Distanz. 

Ivan Ljubic – Note: 2,46

Der mittlerweile etatmäßige Zehner wurde im Spiel gegen die Admira geschont. Dennoch kam er zu einigen Einsatzminuten, in denen er mithelfen konnte, den Sieg locker nach Hause zu spielen. Ein lockerer Einsatz für den erfolgreichsten Torschützen der Grazer.

Zu kurz eingesetzt: Philipp Huspek, Dardan Shabanhaxaj

Trainer Christian Ilzer – Note: 1,55

Sturm macht wieder Spaß – das ist natürlich nicht nur dem Weizer alleine zu verdanken, aber sein Anteil daran ist entscheidend. Das Spiel der Schwoazn trägt seine Handschrift! Auch in der vergangenen Partie gegen die Südstädter konnte man erkennen, dass die Mannschaft weiß, wie sie reüssieren kann. Luft nach oben gibt es natürlich – vor allem wenn den Grazern das Feld weitestgehend überlassen wird. Bei viel Ballbesitz Chancen herauszuspielen war vor allem in Halbzeit eins gefordert. Dies funktionierte in den ersten zehn Minuten hervorragend, danach bis zu Stankovics Treffer zum 1:0 nicht mehr. Ein Umstand, den er nach dem Spiel selbst bemängelte. Sein Kurs stimmt! 

Das Schiedsrichterteam um Josef Spurny – Note: 2,28

Das Schiedsrichter*innenteam blieb in einer sehr fair geführten Partie, von ein paar zu vernachlässigenden Hoppalas (Corner-Entscheidungen) einmal abgesehen, weitestgehend unauffällig und das ist gut so!

Das SturmNetz-Team bedankt sich für 232 eingegangene Bewertungen und widmet dem Man of the Match, Keeper Jörg Siebenhandl, folgenden Song, der uns daran erinnert, dass wir uns freuen sollen, wenn es gut läuft:

 

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6 Kommentare

  1. neubeginn sagt:

    Ein hungriges Woldrudel hat sich geformt.

    0
  2. Helmut Pilz sagt:

    Als 6er hätte Friese vermutlich eine steilere Karriere gemacht.

    +3
    • neubeginn sagt:

      😀
      Das letzte Spiel hat gezeigt welche Stürmer Attribute da Jon auch hat.
      Ungewöhnliche Rotationen im Spiel überraschen..
      Tarnen und täuschen

      +2
  3. flo1909 sagt:

    Otar ’nur‘ 3er – hätte ich anders gesehen.

    +1

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