No Way Through

Spielercheck: SK Sturm Graz vs. SCR Altach

Die SturmNetz-Leserbewertungen der einzelnen Spieler der Bundesliga-Begegnung SK Sturm Graz vs. SCR Altach sind abgeschlossen und alle Einsendungen sind ausgewertet. Wir haben den Durchschnitt aus allen eingegangenen Benotungen zu jedem Spieler berechnet, sowie eine (subjektive) schriftliche Beurteilung hinzugefügt. Nach jedem Match wollen wir nicht nur Noten, sondern auch den ehrenvollen Titel „Man of the Match“ an den Spieler mit der besten durchschnittlichen Gesamtbenotung vergeben.

Man of the Match:

© Martin Hirtenfellner Fotografie

Jörg Siebenhandl – Note: 1,71

Wie so oft in dieser Saison gab es für den Gegner der Blackys wieder einmal „No Way Through“. Jörg Siebenhandl zeigte erneut, warum er zu den besten Torhütern der Liga zählt und seine Einberufung ins Nationalteam vollkommen gerechtfertigt ist. Mit Paraden gegen Honsak und Gebauer hielt er die drei Punkte fest und war somit der Garant für den Heimerfolg. Darüber hinaus baute er als letzter Mann das Spiel tief aus der eigenen Hälfte immer wieder sehenswert auf und wurde daher von euch vollkommen zurecht erneut zum „Man of the Match“ gekürt.

Thorsten Röcher – Note: 1,94

Der 26-Jährige wusste mit seinen tollen Dribblings, technischen Schmankerln und präzisen Hereingaben vor allem in der ersten Halbzeit zu gefallen. Röcher war wie ein Wirbelwind auf der rechten Außenbahn unterwegs und erledigte seine Aufgabe sowohl defensiv als auch offensiv enorm gut. 39 Pässe in der gegnerischen Hälfte, die zweitmeisten auf dem Platz, zeugen von seinem unglaublichen Offensivdrang und dem Willen, dem Spiel seinen Stempel aufzudrücken. Einzig und alleine ein Treffer fehlte zur Krönung seiner überragenden Leistung. Bei ähnlichen Leistungen in den kommenden Wochen dürfte aber auch dieser nur eine Frage der Zeit sein.

Lukas Spendlhofer – Note: 1,97

Der Neunkirchner verrichtete seine Defensivarbeit äußerst solide und ließ im Verbund mit seinen Kollegen kaum Chancen der Altacher zu. Eine Zweikampfquote von 100% sagt eigentlich schon alles aus. Zudem versuchte Spendlhofer immer wieder, kluge Pässe in die Spitze zu spielen, was ihm des Öfteren auch gelang. Erst nach Abpfiff des Spiels sorgte Spendi das erste Mal für Sorgenfalten bei den Grazer Zusehern. Nach einem Zusammenprall mit Grbic blieb der 24-Jährige am Boden liegen und musste mit der Trage abtransportiert werden. Heute gab Sturm dann glücklicherweise Entwarnung: leichte Gehirnerschütterung, der Innenverteidiger dürfte schon im Laufe der nächsten Woche wieder zur Verfügung stehen. Gut so, denn in dieser Form ist Spendlhofer für Sturm Gold wert.

Peter Zulj – Note: 2,02

In welcher Form befindet sich eigentlich dieser Peter Zulj? Der Welser zeigte erneut eine überragende Leistung, seine Ballsicherheit gepaart mit den klugen Pässen machen für die Schwarz-Weißen derzeit den Unterschied aus. Drei erfolgreiche Dribblings, 89 Ballaktionen und 49 Zuspiele in der gegnerischen Hälfte markieren allesamt den Topwert dieser Partie. Und wie heißt es so schön? Zahlen lügen nicht. In dieser Verfassung wird unsere Nummer 17 auch für das Nationalteam eine Bereicherung darstellen.

Dario Maresic – Note: 2,12

Das Juwel des SK Sturm Graz stellte erneut seine Bedeutung für den Verein unter Beweis. Defensiv ließ er so gut wie gar nichts anbrennen und im Spielaufbau überzeugte der 18-Jährige mit kontrollierten Pässen und einer genialen Übersicht. 67 Abspiele, die meisten aller Akteure, zeigen, wie wichtig Maresic für den Tabellenzweiten aus der steirischen Landeshauptstadt ist und wie schmerzhaft ein Abgang im Sommer wäre. Mit solchen Leistungen werden naturgemäß Begehrlichkeiten geweckt, dennoch bleibt zu hoffen, dass der gebürtige Grazer sich für einen Verbleib in der Murstadt entscheidet.

Fabian Koch – Note: 2,16

78 Aktionen am Ball und eine Passquote von knapp 90% sprechen für sich. Koch schaltete sich auch immer wieder ins Spiel nach vorne ein, konnte hierbei aber nie den entscheidenden Assist geben. Dennoch war es wieder einmal eine mehr als solide Leistung des Dauerbrenners, der zudem jeden Zweikampf gewann und so auf seiner rechten Seite nie Gefahr aufkommen ließ. Im Großen und Ganzen war es wie gewohnt eine gute Darbietung des 28-Jährigen, auch wenn man sich in den nächsten Spielen vielleicht etwas mehr offensive Durchschlagskraft wünschen würde.

Marvin Potzmann – Note: 2,18

Der wohl variabelste Spieler in den Reihen der Blackys zeigte gegen den Tabellenachten wie das gesamte Team eine gute Performance. 78 Ballaktionen und 36 Pässe in der Hälfte der Altacher beweisen, wie wichtig er trotz seiner defensiven Position für das Offensivspiel der Grazer ist. Beinahe hätte er seine starke Leistung mit einem Tor gekrönt, in der 41. Minute setzte er einen Lupfer aus kurzer Distanz jedoch über den Kasten von Torhüter Kobras. Nichtsdestotrotz dürfte der Wiener mittlerweile auch Trainer Heiko Vogel überzeugt haben, was bei solchen Darbietungen kein Wunder ist.

James Jeggo – Note: 2,19

Der Dauerläufer aus Australien tat das, was man von ihm gewohnt ist: laufen, laufen, laufen. Eine Passquote von 89,6%, die zweitbeste aller Spieler, und 67 Zuspiele zeigen zudem deutlich, dass der 26-Jährige im Spiel gegen die Vorarlberger der Dreh- und Angelpunkt des Grazer Spiels war. Jeggo spielte zumeist den sicheren Pass und suchte selten die gefährliche Abgabe in die Schnittstelle. Das könnte sich in den kommenden Wochen noch verbessern, ansonsten war es eine grundsolide Leistung des Mittelfeldakteurs.

Deni Alar – Note: 2,21

Nachdem Alar in letzter Zeit nur spärlich zum Einsatz gekommen war, durfte er gegen Altach wieder einmal von Beginn an ran. Mit dem wunderschön herausgespielten Treffer zum 1:0 bedankte er sich bei seinem Coach artig für das Vertrauen und war somit auch der Matchwinner für den Tabellenzweiten. In weiterer Folge fand unser Goalgetter noch weitere gute Möglichkeiten auf ein Tor vor, seinen Kopfball in der 62. Minute konnte Kobras auf der Linie klären und in der Schlussphase traf er den Ball nach super Hereingabe von Spendlhofer nicht richtig. Dennoch dürfte ihm dieses Spiel enormen Auftrieb geben.

Bright Edomwonyi – Note: 2,31

Der Nigerianer bereitete den einzigen Treffer des Tages mustergültig vor und ebnete somit den Weg zum Sieg. Unsere Nummer 34 brachte 89,5% seiner Pässe an den Mann und war stets anspielbereit. Leider blieb ihm ein Torerfolg an diesem Abend verwehrt. Nach einem aufopferungsvollen Kampf wurde Edomwonyi in der 72. Minute ausgetauscht.

Stefan Hierländer – Note: 2,80

Irgendwie hatte man das Gefühl, dass Stefan Hierländer den ganzen Abend auf der Suche nach seiner Form war. Ihm gelang wenig und leider konnte der Villacher seine Mitspieler selten in Szene setzen. Aber gut, es gibt solche Tage und wir sind sicher, dass der 27-Jährige bereits im Spiel gegen den St. Pölten wieder zu seiner alten Form zurückfinden wird!

Ersatzspieler:

Emeka Eze – Note: 2,40

Es grenzte beinahe an ein Wunder, dass der Nigerianer bereits wieder im Kader stand, nachdem er vergangene Woche in der Südstadt übel gefoult worden war. Eze kam in der 72. Minute für Edomwonyi und brachte sofort frischen Schwung in die Mannschaft. Leider wurde er einmal von Netzer zurückgehalten, ansonsten hätte er mit Sicherheit für eine brandgefährliche Situation im Altacher Strafraum gesorgt. 

Jakob Jantscher – Note: 2,72

Wurde zu kurz eingesetzt.

Sandi Lovric – Note: 2,91

Lovric kam in der 82. Spielminute für Zulj aufs Feld und brachte die 1:0-Führung mit seinen Mannschaftskollegen trotz einigen Unsicherheiten ins Trockene.

Das SturmNetz – Team bedankt sich für 169 eingegangene Bewertungen und widmet Man-of-the-Match Jörg Siebenhandl folgende Nummer:

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