Niederlage der Amateure gegen Stadtrivalen

Spielbericht: GAK 1902 vs. Sturm Graz Amateure (3:2)

Endlich wieder Derby! Oder doch nicht? Heiß diskutiert wurde das Thema vor dem Spiel allemal. Was feststand: Unsere Jungblackys standen vor einer schwierigen Aufgabe, mussten sie doch als Auswärtsmannschaft gegen die Kampfmannschaft des Stadtrivalen GAK 1902 im Stadion Liebenau bestehen. Der Landesligameister des vergangenen Jahres konnte in der ersten Runde in der Regionalliga Mitte überzeugen, konnte doch der TUS Bad Gleichenberg zu Hause in Weinzödl klar mit 3:0 geschlagen werden. Unsere Amateure erwischten leider einen unglücklichen Start in die neue Saison, gegen Stadl-Paura aus Oberösterreich setzte es eine bittere 1:2-Niederlage. Auf einen starken Saisonstart in der vergangenen Spielzeit folgte ein vorrübergehender Leistungseinbruch, jedoch konnten die Sturmfohlen Runde für Runde wieder zu alter Stärke zurückfinden und ein gesicherter Tabellenmittelfeldplatz fixiert werden. Der Start der Partie verzögerte sich ein wenig, die Schlange an der Außenkassa zur regulären Ankickzeit war noch zu lange. Optimales Fußballwetter, gut gefüllte Tribünen und auch eine gewisse Rivalität ließen die Fans auf beiden Seiten auf einen tollen Fußballabend hoffen.

(c) SturmNetz

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Verpatzter Start

Um 19:12 Uhr war es dann jedoch so weit. Nach drei Minuten der erste Schussversuch der Roten, über die rechte Seite kam Dominik Hackinger zum Abschluss, Sturm-Goalie Christopher Giuliani konnte den ungefährlichen Ball aber festhalten. Nach nur sechs Minuten lagen die Schwoazen bereits im Rückstand, Alexander Rother setzte sich gegen die Abwehrreihe durch und vermochte den Ball am Tormann vorbeischieben. In den Anfangsminuten versuchte man mit Befreiungsschlägen den Druck der Roten etwas zu vermindern, jedoch ging das Spiel zumeist in der Hälfte von Sturm Graz zustatten. Eine verheißungsvolle Freistoßsituation nach einem Vorstoß durch Michael John Lema in Minute 13 brachte nichts ein. Christoph Urdl sah zwei Minuten später zurecht die gelbe Karte, nach dem er einem Gegenspieler relativ unnötig von den Beinen holte. Der GAK kam immer öfters über rechts zu Chancen, Hackinger wurde vermehrt als Unruhepol für die Verteidigung ausgemach. Innenverteidiger Florian Ferk kam nach einem gut getretenen Eckball zu einer Chance, sein Kopfball war jedoch zu unplatziert und ging am Tor von Patrick Haider vorbei. Die Jungblackys fanden nach der ersten halben Stunde immer besser in die Partie, konnte doch der GAK mittlerweile weniger gefährliche Vorstöße produzieren und der ein oder andere Entlastungsangriff gesetzt werden.

Blackys werden stärker

Immer stärker werdende Schwoaze belohnten sich selbst: Unsere Nummer 7, Michael John Lema, fasste sich ein Herz und sein Schuss kurz vor der Strafraumgrenze ging in die Maschen! Das bedeutete gleichzeitig den Ausgleich. Doch der Spielstand von 1:1 herrschte nur für rund 3 Minuten. Wieder kam der GAK über die rechte Seite zu einer Großchance, welche sich der Routinier Dieter Elsneg nicht nehmen ließ und den Ball gekonnt im Tor unterbringen konnte. Damit erlangte die Heimmannschaft erneut die Führung. Gegen Ende der ersten Halbzeit wirkte man wieder etwas verunsichert, der GAK konnte den Schwung aus dem Treffer mitnehmen und die Ballsicherheit wiedererlangen, welche sie zu Beginn des Spiels gezeigt hatten. Der pünktliche Pausenpfiff von Schiedsrichter Bernd Eigler gab Trainer Thomas Hösele die Chance, seiner jungen Mannschaft taktische Schritte für die zweite Hälfte mitzugeben.  

(c) SturmNetz

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Unverändertes Bild

Diese taktischen Anweisungen brachten auch einen Wechsel mit sich: Der bereits gelbverwarnte Christoph Urdl machte Platz für Winfred Amoah, der in der zweiten Hälfte für gefährliche Vorstöße sorgen sollte. Kurz nach Wiederbeginn setzten die Rotjacken auf ein altbewährtes Mittel und tauchten erneut durch Rother über die rechte Seite gefährlich vorm Tor auf. Dieser agierte jedoch nicht so stark wie beim 1:0 und damit blieb es bei der 2:1-Führung für die Heimmannschaft. Nach rund acht Minuten in Hälfte zwei ein erster Vorstoß unserer Mannschaft: Der Pass in die Spitze von Jörg Wagnes war jedoch zu ungenau und konnte zur Ecke geklärt werden. Dieser Eckstoß brachte zunächst nichts ein, doch nach einer erneuten Flanke in den Strafraum zappelte der Ball im Netz. Der Jubel der Schwoazen hielt aber nur kurz an, der Linienschiedsrichter hob die Fahne und entschied auf Abseits. Nach einer Flanke für den GAK lag Dieter Elsneg angeschlagen im Strafraum, nach kurzer Behandlung konnte dieser aber wieder ins Spielgeschehen eingreifen. Wie auch in der ersten Hälfte hatte man mit Andauer der zweiten Spielzeit das Gefühl, dass die Gäste besser mit der Spielweise der Roten zurechtkamen. In der 65. Spielminute versuchte es der eingewechselte Sebastian Zettl von der Strafraumgrenze, sein Schuss war jedoch zu unplatziert und ging am Tor vorbei. Dieser Zettl bewies kurze Zeit später ganz viel Selbstvertrauen und versuchte sein Glück mit einem Kunstschuss aus beträchtlicher Entfernung. Für seinen Mut wurde er jedoch nicht belohnt, denn der Ball ging weit über das Tor.

Vorhandene Räume

Mit Anbeginn der letzten 20 Minuten im Spiel hatte man das Gefühl, die Amateure könnten noch den Ausgleich erzielen. Immer öfters kam die Defensivabteilung der Roten in Bedrängnis, vermehrt ließ diese den Angreifern von Sturm viel Platz. Mitgrund dafür ist für die Roten sicher die Umstellung von Landesliga auf Regionalliga. Die Mannschaft wirkte ab Minute 65 durch die Bank müde, die daraus resultierenden Räume wusste unsere Mannschaft allerdings zu selten zu nutzen. Mit Beginn der Schlussviertelstunde rollte wieder ein Angriff der Heimmannschaft auf das Tor von Giuliani. Florian Ferk wusste sich nicht anders zu Helfen und musste den Angriff mit unfairen Mitteln stoppen. Ein äußerst schlecht ausgeführter Freistoß brachte jedoch nichts ein. In Minute 84 wurde dann das Wechselkontingent der Schwoazen gänzlich ausgeschöpft, Kapitän Fabian Wetl machte für Martin Krienzer Platz. Danach die endgültige Entscheidung für die Heimmannschaft: Nach einem gelungenen Pass auf Hackinger stand dieser alleine vor dem Tormann und konnte trocken netzen. Nach 87 Minuten lag man mit 1:3 in Rückstand. Den Schlusspunkt setzten jedoch die Jung-Blackys, man konnte noch das 3:2 nach einem Geplänkel im Strafraum erzielen, der eingewechselte Martin Krienzer darf sich als Torschütze gegen den Stadtrivalen feiern lassen. Direkt zuvor hatte Ferk noch nur die Latte getroffen. Nach vier Minuten Nachspielzeit war dann aber pünktlich Schluss. Aus der zweiten Niederlage im zweiten Spiel kann man jedoch durchaus Positives mitnehmen, beschäftigte man die doch favorisierten Hausherren in der Defensive mehrmals.

Spieldaten:

GAK 1902 vs. Sturm Graz Amateure 3:2 (2:1)
2. Runde Regionalliga Mitte, Merkur Arena, 03. August 2018, 19:12 Uhr, 6118 Zuseher
Schiedsrichter: Eigler mit Feldbaumer und Schweiger

Torfolge: 1:0 Rother (6. Min), 1:1 Lema (31. Min), 2:1 Elsneg (34. Min), 3:1 Hackinger (87. Min), 3:2 Krienzer (94. Min)

SK Sturm Amateure: Giuliani; Wetl (84. Krienzer), Trummer, Ehrenreich, Ferk; Koch, Urdl (46. Amoah), Wagnes (60. Zettl), Lema, Ostermann; Bacher. 

GAK 1902: Haider, Elsneg, Hackinger, Pfeifer, Perchtold, Derrant, Graf, Kozissnik, Bauer (60. Berger), Prattes (90. Säumel), Rother (88. Pichorner).

Stimmen:

Thomas Hösele (Trainer Sturm Amateure): Unter dem Strich geht der Sieg für den GAK in Ordnung, wenngleich es für uns schon bitter war, wie die Tore zustande gekommen sind. Wir haben jetzt in dieser Saison zwei Spiele verloren, wo beide Male mehr drinnen gewesen wäre. Für uns gilt es jetzt das Spiel zu analysieren, die Fehler klar anzusprechen und zu lernen. Wir sind eine ganz junge Truppe, haben Spieler mit sehr viel Potenzial. Ich hoffe, dass sie aus dieser Partie einiges mitnehmen und es in den nächsten Spielen schon besser machen.

 

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4 Kommentare

  1. Strauss sagt:

    Wetl und Amoah im Team. Aber die Söhne! Oida bin i oid wuan…

    5+
  2. Arch Stanton sagt:

    Ich bin überrascht, wie gut unsere Burschen gespielt haben.

    Überrascht hat mich auch, dass der Gak2012 sich die vollen 90 Minuten in Liebenau hat leisten können.  Haben die eigentlich einen Masseverwalter auf der Bank?

    6+
  3. Billic sagt:

    Dürfen zu unserem Heimspiel die roten auch ins Stadion kommen?oder fällt es wieder jemanden ein,auch das zu boykottieren?andererseits,das Geld nehmen wir eh gern…

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  4. GazzaII sagt:

    http://www.kollektiv1909.at/wordpress/wann-derby-ist-bestimmen-wir/

     

    für mich macht das durchaus Sinn, aber es bleibt natürlich Euch überlassen dem Bankrottverein zu zusätzlicher Aufmerksamkeit & Publicity zu verhelfen!

     

    Aber dann BITTE net wieder jammern/kritische Artikel schreiben wenn Nagl einem Regionalliga Klub Geld in … schiebt, weil sonst werdet Ihr unglaubwürdig!

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