Neues Amateure-Trainerteam bestätigt

Wie der SK Sturm Graz in einer Aussendung vermeldete, wird Joachim Standfest neuer Trainer der Sturm-Amateure. Der Eisenerzer, der am Dienstag seinen 37. Geburtstag feierte, unterschreibt einen Vertrag bis 2019. 

Standfest war noch in dieser Saison Stammspieler des Wolfsberger AC und durfte am Wochenende einen erfolgreichen Saisonabschluss gegen Sturm feiern. Nachdem WAC-Trainer Heimo Pfeifenberger nicht mehr mit dem routinierten Außenverteidiger plant, entschloss sich Standfest, seine lange Karriere als Profi-Fußballer zu beenden. „Ich hoffe natürlich schon, dass ich im Fußball bleiben kann. Fast 20 Jahre Berufserfahrung wegzuschmeißen, wäre glaub ich falsch für meinen Sinn“, so Standfest gegenüber SturmNetz nach dem vergangenen Spiel.

Und nun kehrt er zu Sturm zurück. Zu dem Verein, bei dem er „am liebsten seine Karriere beendet hätte“, wie er uns in einem ausführlichen Interview erzählte.

Joachim Standfest ist einer von drei Spielern (gemeinsam mit Samir Muratovic und Dominic Hassler), die mit beiden Grazer Vereinen österreichischer Meister wurden (GAK: 03/04, Sturm: 10/11). Zudem wurde „Jogi“ fünf Mal österreichischer Cup-Sieger (3x GAK, 2x Austria Wien). 

Zu seiner neuen Aufgabe, sagt der Neo-Sturm-Amateure-Trainer, der im Besitz der A-Lizenz ist, Folgendes: „Ich freue mich über meine neue Aufgabe bei den Schwarz-Weißen sehr und will mich beim Verein und den Verantwortlichen für die unglaubliche Chance bedanken. Ich will dem entgegengebrachten Vertrauen gerecht werden“.

„Joachim besitzt einen unglaublichen Erfahrungsschatz aus 645 Profispielen bei diversen Vereinen. Zusätzlich sammelte er internationale Eindrücke bei 34 A-Nationalteam-Einsätzen. Er weiß sehr genau, was nötig ist, um ein erfolgreicher Profi zu werden. Er hat in seiner Laufbahn die Arbeit von zahlreichen, sehr interessanten Trainern kennengelernt. Bei all seinen Stationen war „Joki“ ein Führungsspieler. Er brennt auf die Aufgabe Spieler beim SK Sturm zu entwickeln. Außerdem ist er ein extrem positiver Charakter“, wird Kreissl in der Aussendung zitiert.

© Martin Hirtenfellner Fotografie

Doch das Trainerteam der Sturm-Amateure bekommt einen weiteren Ex-Blacky als Neuzugang: Mario Kienzl. Der 33-jährige Grazer wird ab der kommenden Saison die Amateure als Co-Trainer betreuen. 

Kienzl verbrachte fast sein ganzes Fußballerleben bei Sturm (13 Jahre) und holte mit den Schwoazen den Cup- und Meistertitel. Er absolvierte 132 Spiele in der Bundesliga und konnte acht Tore und zehn Assists verzeichnen. Nachdem Mario Haas meist als Joker auf der Bank Platz nehmen musste, übernahm „Kienzi“ die Rolle des Kapitäns.

Nach der Meistersaison heuerte er in der zweiten Schweizer Liga beim FC Vaduz an, ehe der von Verletzungen geplagte Mittelfeldspieler im Winter 2012 beim SV Lannach seine Karriere beendete.

Danach begann seine Trainerkarriere beim SC Kalsdorf in der Regionalliga Mitte, wo er von 2013 bis Herbst 2016 als Co-Trainer tätig war.

Bereits im Dezember 2016 hat ihn SturmNetz befragt, ob er sich eine Rückkehr zu seinem Herzensklub Sturm Graz vorstellen könnte: „Aktuell ist es kein Thema für mich. Ich möchte versuchen meinen eigenen Weg zu gehen und wenn mich der irgendwann mal in ferner Zukunft zu Sturm führen sollte, wäre ich sehr glücklich.“

Nun ist es also so weit. 

„Dank seiner Vita kennt sich Mario sowohl beim SK Sturm als auch in der dritthöchsten österreichischen Spielklasse, in welcher unsere Amateure spielen, sehr gut aus“, zeigt sich auch Günter Kreissl erfreut.

Weiters bleibt Roland Goriupp den SK Sturm Graz Amateuren weiterhin als Tormanntrainer erhalten. Ein weiterer Assistenztrainer soll noch zum Team dazustoßen, die Gespräche laufen aber noch.

 

5 Kommentare

  1. Ranger sagt:

    Sehr gut. Haas passt noch als Assistenztrainer dazu. 😉

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  2. Ritter2016 sagt:

    Bin schon gespannt ob die Sturm Spieler sich bei den Flanken einiges von Standfest abschauen werden

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  3. wama sagt:

    sehr gute wahl. auch in zusammenarbeit mit neukirchner besteht nun berechtigt hoffnung, dass künftig mehr junge besser gefördert, begleitet und so schneller an die erste herangeführt werden. das sollte auch das klare ziel sein und nicht ob man eventuell 1,2 teure saisonen in liga 2 mitmischt, die man eh nur halten kann, wenn man zumindest ein paar rotinierte und teure ältere im team hat.

    schopp wollte den neuen weg nicht mittragen, sieht sich wohl nach einem job weiter oben um. bin gespannt, wohin es ihn verschlägt.

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    • GazzaII sagt:

      Und jetzt Mal ganz ehrlich Günther hätte Goldbrich, das gleiche Trainerteam eingestellt hätte man sich über mangelnde Erfahrung und darüber, dass ja nur auf Stallgeruch (wobei das beim Jogi eh relativ ist) geschaut wird beschwert…

      Obwohl ja der eigene Nachwuchs der sportlichen Führung bekanntlich nicht wichtig ist, wünsche ich dem neuen Amas Trainergespann trotzdem alles Gute!

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  4. graz4ever sagt:

    Voll arg… mitm Mario (Anmerkung: Kienzl) bin i Schule gangen (Anmerkung: [Sport]BORG Monsbergergasse)..eine Klasse unter ihm..

    Der war damals in der Schule scho so viel/oft verletzt: hat in der Pause immer von seine unzähligen Therapien erzählt (u.a. Elektrotherapie)! Is aber menschlich echt a irre lässiger Typ, wahnsinnig witzig, immer mit Schmäh unterwegs 😉

    Nur so a kleine Annektote am Rand (den es interessiert)

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