Munteres Spiel ohne Sieger

Spielbericht: SK Sturm Graz vs. SK Vorwärts Steyr

Gegen den Zweitligisten SK Vorwärts Steyr starteten die Blackys in die Frühjahrsvorbereitung. Während die Oberösterreicher um den Klassenerhalt kämpfen, geht es für Sturm bekanntlich um die Teilnahme am oberen Play-Off und in weiterer Folge um das Erreichen der Europacup-Ränge.

(c) Martin Hirtenfellner – Fotografie

Blitzstart mit Antwort

Schon vor Spielbeginn prangerte am Messendorfer Kunstrasenplatz ein Transparent, welches die Grazer Anhängerschaft auf den Auftakt in Mattersburg einstimmen sollte: „24.2. UND A JEDER SCHWOAZE IS DABEI!“ Den Auftakt in diesem Testspiel hätte man aber doch gerne anders gesehen. Es verging kaum mehr als eine Minute, da durften die Gäste bereits jubeln. Mirsad Sulejmanovic verwertete einen Freistoß direkt in die Maschen. Danach übernahm aber doch Sturm das Kommando und kam durch Philipp Hosiner und Sandi Lovric zu sehr guten Möglichkeiten. In der 18. Minute egalisierte Lovric per Nachschuss nach einem Elfmeter das Ergebnis und stellte auf 1:1. In weiterer Folge entwickelte sich ein schnelles, teils intensives Spiel, in dem sich der Zweitligist keineswegs versteckte und immer wieder den Weg nach vorne suchte. Die klareren Möglichkeiten hatten aber dennoch die Gastgeber, auch wenn es oft an der fehlenden Genauigkeit scheiterte. In der 40. Spielminute kam Hosiner nach einer guten Flanke unbedrängt zum Kopfball, scheiterte aber an einer Glanztat vom Steyrer Schlussmann Reinhard Grossalber. Genau zum Schlusspfiff musste dann noch Jörg Siebenhandl all sein Können aufbringen und bewahrte Sturm vor dem zweiten Gegentreffer in der Partie. Somit gingen beide Teams mit einem 1:1 in die Halbzeitpause.

(c) Martin Hirtenfellner – Fotografie

Spannung bis zum Schluss

Zur zweiten Spielhälfte schickte Trainer Roman Mählich eine gänzlich neue Elf auf den (Kunst)Rasen. Somit konnte man auch den von Hartberg zurückgeholten Ivan Ljubic zum ersten Mal im schwarz-weißen Trikot begutachten. Ähnlich wie in Hälfte eins, wenn auch nicht ganz so früh, sorgten die Gäste für den ersten Treffer in dieser Spielhälfte. Nach einem Eckball nutzte Jean Jordan Sanou die darauffolgenden Unstimmigkeiten in Sturms Hintermannschaft und sorgte für die Neuerliche Führung der Oberösterreicher. Sturm tat sich in dieser Phase sichtlich schwer und scheiterte immer wieder an ungenauen Abspielen. Positiv auffallend war allerdings Winfred Amoah, der in beinahe jede Offensivaktion eingebunden war und auffallend oft von seinen Teamkollegen gesucht wurde. Die größte Chance zum Ausgleich hatte allerdings Lukas Fadinger am Fuß, fand aber im Schlussmann der Gäste seinen Meister. Besser machte es nur wenige Minuten später Sebastian Zettl! Der 17-Jährige nahm sich an der Strafraumgrenze ein Herz und haute die Kugel trocken in die Maschen! Ausgleich! Beinahe machte Emeka Eze nach einer Einzelaktion Sturms dritten Treffer perfekt, doch auch für ihn war beim Keeper Endstation. Im Gegenzug bekamen die Gäste dann plötzlich einen Elfer zugesprochen – ein Handspiel ging diesem voraus. Doch Tobias Schützenauer entschied sich für die richtige Ecke und wehrte den satten Schuss von Michael Halbartschlager ab. Glanztat. Möglichkeiten waren in diesem Spiel alles andere als Mangelware. Kurz vor Spielende kam Vincent Trummer nach einer Ecke per Kopf zum Ball, setzte diesen aber knapp über die Querlatte. Danach beendete Schiedsrichter Alexander Harkam die Partie. Ein sehr unterhaltsames Spiel endete somit mit einem 2:2 Unentschieden, in welchem man vor allem den munter aufspielenden Gästen gratulieren kann. 

Roman Mählich: „Leider haben wir das Spiel nicht gewonnen. Speziell die Jungen spieler haben gezeigt, dass sie sehr talentiert sind. Wir haben intensiv trainiert, aber das wird auch beim Gegner so der Fall gewesen sein.“

Spieldaten:

SK Puntigamer Sturm Graz gegen SK Vorwärts Steyr 2:2 (1:1)
Trainingszentrum Messendorf, 18. Jänner 2019, 17:30 Uhr, 400 Zuschauer

Tore: 0:1 Sulejmanovic (1. Minute/Freistoß), 1:1 Lovric (19./FE im Nachschuss), 1:2 Sanou (58.), 2:2 Zettl (73.)

SK Sturm 1. Halbzeit (4-1-4-1): Siebenhandl; Obermair, Ferk, Spendlhofer, Schrammel; T. Koch; Huspek, Lovric, Kiteishvili, Lema, Hosiner
SK Sturm 2. Halbzeit (4-1-4-1): Schützenauer; F. Koch, Avlonits, Maresic, Trummer; Ljubic; W. Amoah, Zettl, Fadinger, Jantscher; Eze

Vorwärts Steyr (Startformation): Großalber; Gasperlmair, Efendioglu, Wachter, Martinovic, Lichtenberger, Sulejmanovic, Gabriel, Dirnberger, Sanou, Halbartsschlager

Personalsituation:

Markus Pink hat im Training einen Muskelfasereinriss erlitten und Stefan Hierländer absolvierte ein Lauftraining. Weiterhin angeschlagen sind Markus Lackner und Lukas Grozurek.

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8 Kommentare

  1. schmitzi82 sagt:

    Sandi hat mir ganz gut gefallen ,in großen und ganzen war das Spiel net so schlecht.

    Ein Knipser wäre net so schlecht!!!

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  2. Luca1111 sagt:

    Ein Stürmer wäre notwendig. Hosi macht leider da weiter wo er aufgehört hat. Net wirklich gut.

    1+
    • schmitzi82 sagt:

      Es wird sicher net besser , was ich ihn Nicht wünsche .

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    • schmitzi82 sagt:

      Laut LAOLA hat Pink einen Muskelfasserris also muss jetzt ein Neuer Stürmer her, Bin schon neugierig was GK aus denn Hut zaubert,  €€ scheine gibs ja jetzt genug!!

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    • für das geld, das wir zur verfügung haben, kriegst keinen stürmer der dir garantiert 20 tore/saison macht – dann heißts wieder transferflop.. bin für amateure hochziehn. amoah, zettl fadinger.. da kann schon was werden.

      meiner meinung nach wärs sinnvoller, das geld in verträge von spielern zu stecken, um spieler langfristig an den verein zu binden. spendlhofer oder lovric würden mir da zb gerade einfallen. bzw kannst dann ev auch mit den wienern bezüglich gehalt mitmischen..

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    • Schworza99 Schworza99 sagt:

      Mit Zulj ist unser Topscorer weg…wer soll die Tore schießen?

      Schön wenn die null steht nur ist Eze kein Torjäger, Oti auch nicht, Pink verletzt und Hosiner ist auch nicht in der Form seines Lebens…irgendwer muss Tore schießen.

      Also es ist sehr gefährlich wenn man glaubt ohne Stürmer was reißen zu können…national wie international.

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    • GazzaII sagt:

      Wäre spitze wenn man zur Abwechslung wieder vermehrt auf den eigenen Nachwuchs setzen würde. International wär mah mit den Amas gleich weit gekommen

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  3. goodoldtimes sagt:

    Ich habe Kreissl bisher eigentlich immer in Schutz genommen, aber langsam werde ich auch skeptisch. Es scheint, als kann er niemanden schnell genug überzeugen, für Sturm zu unterschreiben. Und bei den Vertragsverlängerungen geht auch nix weiter.

    Übrigens: Was macht eigentlich unser neuer Chefscout die ganze Zeit? Wir haben doch kürzlich unsere Möglichkeiten im Ausländerkontingent erweitert. Es muss irgendwo irgendwelche halbwegs talentierte Verteidiger und Stürmer mit Entwicklungspotential geben, die wir uns jetzt leisten können.

    2+

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