Mr. Bright-Side bewies Killers-Qualität

Spielercheck: FC Admira vs. SK Sturm Graz

Die SturmNetz-Leserbewertungen der einzelnen Spieler der Bundesliga-Begegnung FC Admira vs. SK Sturm Graz sind abgeschlossen und alle Einsendungen sind ausgewertet. Wir haben den Durchschnitt aus allen eingegangenen Benotungen zu jedem Spieler berechnet, sowie eine (subjektive) schriftliche Beurteilung hinzugefügt. Nach jedem Match wollen wir nicht nur Noten, sondern auch den ehrenvollen Titel „Man of the Match“ an den Spieler mit der besten durchschnittlichen Gesamtbenotung vergeben.

Man of the Match:

(c) Martin Hirtenfellner Fotografie

Bright Edomwonyi – Note: 1,3

Zwei Torversuche, zwei Tore, „hundertprozentige Chancenauswertung“ sagt man auch dazu. Zwar blieb Edi in der Südstadt in der Luft zumeist nur zweiter Sieger, spielte einen Pass auf den aussichtsreich positionierten Zulj furchtbar lauwarm, alles andere klappte aber gegen die Admira ziemlich perfekt: Beim ersten Tor ließ er Goalie Leitner abgebrüht ins Leere grätschen und wäre bei seinem zweiten Treffer der gegnerische Torhüter – nachdem Edi Gegenspieler Strauss zuvor sehenswert verladen konnte – nicht noch mit den Fingern dran gewesen bzw. wäre dieses Tor im Camp Nou und nicht in der Südstadt gefallen, würde die Fußballwelt noch heute von einem echten Zaubertor sprechen. Aber nicht nur sein Doppelpack war ausschlaggebend für die Wahl zum Man of the Match: An Edomwonyi prallten die gegnerischen Spieler immer wieder ab, er konnte oftmals auch die Bälle halten und somit seinem Team Zeit zum Nachrücken verschaffen. Eines gelang ihm jedoch nicht: Sich nach seinem ersten Treffer die Kugel zum Torjubel zu schnappen und damit die baldige Niederkunft seiner Gattin zu symbolisieren. Nach dem zweiten Treffer jedoch ließ er sich diese Jubelgeste nicht mehr nehmen. Ein ganz starkes Spiel des Nigerianers oder wie Trainer Heiko Vogel nach dem Spiel meinte: „Hoffentlich trifft Edi weiterhin so gut – sowohl beruflich als auch privat.“

Thorsten Röcher – Note: 1,54

Keiner bestritt mehr Zweikämpfe (16) als der Niederösterreicher, doch noch überragender sind seine drei Assists: Erst der Zuckerpass auf Edomwonyi beim 1:1, dann die Kopfballvorlage erneut auf Bright vor dem 3:2 und zu guter Letzt die Vorarbeit zu Alars Last-Minute-Joker-Tor. Zudem zeichnete er sich dadurch aus, dass er die Dribblings stets suchte, diese zumeist auch erfolgreich für sich entscheiden konnte und somit immer für viel freie Fläche im Angriffsdrittel sorgte. Eine ganz starke Leistung des Ex-Mattersburgers. 

Marvin Potzmann – Note: 1,74

97 Ballaktionen (Top-Wert), 61 gespielte Pässe bei einer sensationellen Positiv-Quote von über 90 %, zudem auch den Rekordwert an Ballsicherungen aller Spieler (10) und sein sehenswerter Treffer zum 2:2. Auch wenn über seine Seite insgesamt mehr zugelassen wurde als über die andere, meinte sein Coach nach dem Spiel zu Recht, dass man „den Potzi überall hinstellen kann“, denn nur wenn man ihm die Torwarthandschuhe überreichen würde, wäre es überhaupt erst legitim, von einem Experiment zu sprechen.

Jörg Siebenhandl – Note: 2,20

Vier Bälle gingen in der Südstadt auf das Tor des Wieners, zweimal musste er die Kugel ohne vorherige Abwehrmöglichkeit aus dem Netz holen, zweimal bei harmlosen Versuchen der Gastgeber mehr oder weniger nur den Ball aufpflücken. Ein eher fader Tag für den Goalie in einem ansonsten doch alles andere als langweiligen Spiel. Bezeichnend vor allem, dass Siebenhandl bei keinem einzigen Flankenball reüssieren durfte/musste/konnte. 

Dario Maresic – Note: 2,44

Konnte diesmal nur 50 % seiner Zweikämpfe gewinnen, acht Mal jedoch unterband er mit einer Ballsicherung die Angriffsbemühungen der Gastgeber. Mit Ausnahme der ersten Viertelstunde eine solide Leistung des Youngsters, der dieses Mal besonders dank seines umsichtigen Stellungsspiels zu glänzen vermochte. Wären da nicht die mittlerweile üblichen jährlichen Transferbewegungen, man könnte glatt in Anlehnung den weisen Prof. Johann K. zitieren und prognostizieren: „Um diese Innenverteidigung (Maresic – Spendlhofer) wird uns Fußball-Österreich noch jahrelang beneiden.“

Peter Zulj – Note: 2,46

Der Welser verlor in der Südstadt mehr Zweikämpfe als er gewann, zudem war auffallend, dass er in 95 Minuten nur zwei Mal den langen Pass versuchte, während er mit einigen gut angetragenen Flanken aus dem Spiel heraus zu glänzen vermochte. Auch bei seinen doch zahlreichen Torversuchen, wechselten sich Licht und Schatten gleichermaßen ab. Seine Eckbälle fanden zumeist keinen Mitspieler, einen Elfmeter – auch wenn halbhoch ausgeführt – haben schon größere, eventuell sogar noch schönere als der Peda, verschossen. 

Fabian Koch – Note: 2,49

Der 28-Jährige konnte 14 seiner 17 Zweikämpfe gewinnen und hielt den Laden auf seiner Seite zumeist dicht. Der Tiroler operierte in der Südstadt im Spielaufbau vermehrt mit langen Bällen, die jedoch zu selten auch einen Adressaten fanden. Erst in den letzten 30 Minuten sorgte Grozurek auf seiner Seite einige Male für etwas Gefahr, doch auch in diesem Abschnitt konnte der Rechtsverteidiger die wichtigen Duelle für sich entscheiden.

Stefan Hierländer – Note: 2,57

Zwar holte der Ersatzkapitän einen Elfmeter für sein Team heraus, jedoch blieb seine Seite über weite Strecken des Spiels ziemlich verwaist. Man hat schon weitaus stärkere Spiele des Kärntners im schwarz-weißen Trikot gesehen, seine derzeitige Form tröstet trotzdem nur etwas über die Gefahr seines Abgangs im Sommer hinweg. 

Jakob Jantscher – Note: 2,71

Der Winter-Rückkehrer konnte eine sehr starke Pass- und Zweikampfquote für sich verbuchen, er agierte bei den Pressingbemühungen der Sturm-Akteure zumeist an vorderster Front, jedoch wurde ihm in der Kreativ-Abteilung nur eine bescheidene Rolle zuteil. Mit Fortdauer des Spieles tauchte er immer mehr ab, seine Auswechslung in Minute 62 war nur noch die logische Konsequenz. Trotzdem ist es unübersehbar, dass Jantscher auf einem guten Weg ist, baldigst seinen körperlichen Topzustand zu erreichen.

James Jeggo – Note: 2,79

Der Aussie erreichte den Top-Zweikampfwert aller Spieler (87,5 % gewonnen), jedoch leistete er sich auch sein erstes Negativ-Assist nachdem er in der 21. Spielminute dem Admiraner Schmidt mittels unglücklichen Klärungsversuchs via Kopf die Kugel ideal präsentierte. Sichtlich geschockt dauerte es dann auch, bis er endlich in das Spiel fand, doch mit Fortdauer der Begegnung kamen wieder seine ureigensten Qualitäten zum Vorschein. Der Australier erstickte in Halbzeit zwei sehr viele Admira-Offensivbemühungen schon im Keim und kam dabei dieses Mal sogar ohne echtes Foulspiel aus.

Lukas Spendlhofer – Note: 2,81

16 Mal packte Spendi gegen die Admira den langen Pass aus – Höchstwert. Vor dem 0:1 verschätze er sich bei einer Flanke von Hausjell und erst so konnte Kalajdzic unbedrängt einköpfen. Nach diesem schnellen Führungstreffer der Gastgeber unterlief dem Innenverteidiger jedoch kein grober Patzer mehr. Vor allem nach Eckbällen der Admiraner und im zweiten Stock erwies sich Spendlhofer als äußerst solide.

Ersatzspieler:

Deni Alar (62.)  – Note: 2,05

Der Stürmer verlor alle seine vier Zweikämpfe, doch seine einzige echte dicke Torchance verwertete er, nachdem er von Röcher ideal bedient worden war, bombensicher. Dieses Treffer war auch Lohn für sein couragiertes Auftreten nach seiner Einwechslung. Alar startete zum richtigen Zeitpunkt, tanzte Posch aus und bezwang Admira-Torhüter Leitner äußerst souverän. Lang hat es gebraucht für seinen elften Saisontreffer, doch war dieser unter Garantie Balsam auf die zuletzt etwas geschundene Torjäger-Seele.

Emeka Eze (79. bis 87.) – Note: 2,06

Erst verfehlte ein entschlossener Kopfballversuch des Nigerianers nur knapp das Ziel, als er kurz danach einem Ball nachsprintete, einem, den eigentlich auch nur mehr ein Eze erreichen kann, diesen sich dann auch tatsächlich holte, wurde er vom Admiraner Strauss via Tackling am Standbein getroffen und musste nach nur acht gespielten Minuten wieder das Feld verlassen. 

Sandi Lovric (87.) – Note: 2,33

Der Lienzer kam in acht Minuten zu vier Ballberührungen und darf sich zumindest über die volle Siegesprämie freuen. 

Das SturmNetz – Team bedankt sich für 295 eingegangene Bewertungen und widmet Man-of-the-Match Bright Edomwonyi folgenden Song:

 

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14 Kommentare

  1. jorge72 sagt:

    freut mich besonders für edo. und es spricht auch für vogel, dass er seine qualitäten schnell erkannt hat und ihm das vertrauen geschenkt hat entgegen vielen anders lautenden meinungen auch hier im forum…

    10+
  2. Nock-74 sagt:

    Abgesehen davon, dass ich Bright gar nicht mal verkauft hätte, muss ich jetzt die Kaufoption im Sommer ziehen. Ich hoffe die Info stimmt, dass es eine Option gibt und hoffentlich ist diese nicht zu hoch. Hoffentlich sind mit dem zweiten Treffer die restlichen Kritiker verstummt die meinen er ist technisch zu schwach. Und körperlich gibt es in unserer Liga glaub ich momentan keinen stärkeren Sturm als Bright und Eze. Jeder Blinde muss sehen wieviel Raum die Beiden für die anderen Spieler schaffen indem sie meistens zumindest gedoppelt werden. Und für dieses Spiel ein Lob an die ganze Mannschaft und nochmals extra Lob für Potzmann, bitte verlängern.

    14+
    • MHD23 sagt:

      Für Edi gibt es keine Kaufoption.

      5+
    • schmitz sagt:

      Ist es nicht schon fix das Edi nach dieser Saison den Verein verlassen wird und das es  kein kauf Option gibt??????  So hab ich es gelesen.

      6+
    • Neukirchner sagt:

      Gerüchten zufolge hat Rizespor General Manager Gürhüt Gültprichoglu bei Edis Vertragsunterschrift eine 25.000-Euro-Ablöseklausel eingebaut.

      13+
    • Stefan Krainz Stefan Krainz sagt:

      Es gibt keine vertragliche Kaufoption bei Bright Edomwonyi, was allerdings nicht automatisch ausschließt, dass man sich im Sommer auf einen Transfer einigen kann. Jetzt heißt es einmal, die Leistung zu bestätigen und dann wird man sehen.

      1+
    • SKPSG sagt:

      Wenn man für Edi eine Million bekommt sollte man zuschlagen.. Wenn du das nicht verstehst dann überschätzt du die finanziellen Möglichkeiten von Sturm. Nix Bezahlt und eine Million Einnahmen, davon können die meisten Vereine in Österreich nur Träumen. Außerdem ist er ja jetzt wieder zurück und er hat uns Geld gebracht.

      Wenn Kreisel ihn damals nicht verkauft hätte, hätten wir keinen Gewinn und Edi wäre wsl. jetzt nicht bei Sturm.

      Deshalb ist Kreissl unser Sportdirektor und nicht Nock-74.

      Mit deren Qualitäten hast du natürlich recht.

      0
    • Nock-74 sagt:

      Lieber SKPSG (SuppenKasparPemp.rtSuperGoldbrich)! Wenn….und hättiwari….eh schon wissen! Ich habe niemals behauptet ich wäre gerne Sportdirektor aber so beschissene Verträge wie der General Glatze hätte ich sicher nicht abgeschlossen. Kurze Laufzeiten und wenn mal länger dann ja eine Ausstiegsklausel einbauen. Wenn man den Edi jetzt um 500k-1mio kriegt sollte man aus meiner Sicht zuschlagen. Und das liegt sicher im finanziellen Rahmen von Sturm. Oder etwa nicht, du scheinst ja Buchhalter beim SK zu sein?

      2+
  3. el fenomeno sagt:

    Finde die Bewertungen eigentlich recht gut getroffen, wobei sich Röcher mit Edi den Sieg teilen könnte. Edi hat mal 2 schöne Dinger gemacht, finde trotzdem das er noch viel an seiner Technik arbeiten muss. First touch, Ballannahme, Ballmitnahme, Ballführung sieht alles nicht so geschmeidig und meist etwas auf Zufall aufgebaut. Trotzdem eine sehr gute Leistung von Edi, vor allem das 2. Tor überragend. Potzi seh ich dann dahinter, aber hier hat man schön gesehen das Potzi eindeutig hinten bzw. in der Mitte aber auf jeden Fall am Flügel spielen muss und nicht in einer zentralen Position. Die einzigen 2 Spieler die hier nicht ganz ins Bild gepasst haben sind Hierländer und Jeggo. Beide mit einer eher durchwachsenen Leistung. Bei Jeggo auch verständlich da er jetzt länger nicht gespielt hat und auch krank gewesen ist. Darum vertstehe ich Vogel überhaupt nicht wieso man einen Lovric auf der Bank lässt? Der Junge steht voll im Saft und hat 3 gute Partien abgeliefert unter der Woche sogar ein Tor gemacht beim Testspiel…also der wird ziemlich angefressen sein das er nicht gespielt hat.
    Bei Hierländer hingegen sieht man das er einfach nicht in Form ist, da fehlt einiges bis er der Mannschaft wieder wirklich helfen kann. Die Pause letzte Woche hat nichts geholfen, vielleicht mal bewusst auf die Bank setzten damit er sieht: hoppala ich bin doch nicht immer gesetzt wenn ich Spielberechtigt und Fit bin.
    Was mich auch freut das Alar wieder mal getroffen hat und die Zeit genutzt hat. Es war ein typisches Alar Tor…wenig Zugriff im Spiel, wenig Aktionen aber dann in der einen Aktion trocken verwertet. Den werden wir sicher noch brauchen im Laufe der Saison.
    In diesem Sinne hoffen wir auf ein weiteres Erfolgserlebnis am kommenden Wochenende!

    13+
    • jorge72 sagt:

      „finde trotzdem das er noch viel an seiner technik arbeiten muss“ dazu frage ich dich – wer muss das nicht bei sturm? und ist es nicht auch ein unterschied, ob man wie edi alles mit ziemlich hohen speed macht oder eher so wie unser peda im stile eines schwimmbadkickers?

      3+
    • MHD23 sagt:

      Da Peda ist a eigene Hausnummer

      2+
    • flo1909 sagt:

      @jorge72
      Wenn da Peda a schwimmbadkicker ist; will ich auch unbedingt schwimmbandkicker werden!!!!

      3+
    • graz4ever sagt:

      Ein Ezomwonji im vorderen Sturm, mit Alar dahinter, sowie Huspek und Röcher aussen, wär mal interessant und krass Offensiv..

      1+
  4. B.Bakota B.Bakota sagt:

    Bei einer 87,5 prozentige Zweikampfquote von „durchwachsener Leistung“ zu sprechen, finde ich kühn. Ein Vergleich mit Lovric tut sich auch gar nicht auf, zu verschieden die beiden und ohne Berücksichtigung der Spielanlage, Formation bzw. Taktik im im Allgemeinen vollkommen nichtssagend.

    7+

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