Mit breiter Brust den nächsten Sieg im Visier

Spielvorschau: SK Sturm Graz vs. FC Admira Wacker

Nach dem fulminanten 2:1-Triumph in Wien-Hütteldorf wartet am Mittwoch schon der nächste Gegner. Der SK Sturm Graz empfängt zuhause in der Merkur Arena den FC Admira Wacker.

20:30 Uhr. Mittwoch. 30. November. Tipico Bundesliga Runde 17.

Eine Rekordkulisse wird ob dieser Anstoßzeit an diesem Spieltag nicht erwartet, trotzdem erhoffen sich die Schwoazen natürlich viele Zuschauer. Was die Fans von Sturm imstande sind zu leisten, haben sie während und sogar schon vor dem Rapid-Auswärtsspiel gezeigt, als sie die Mannschaft in großer Anzahl im Trainingszentrum Messendorf gebührend in Richtung Wien verabschiedeten.

Nach diesem Spiel zollte auch der Goldtorschütze Marc Schmerböck den Anhängern seines Klubs Respekt. „Unsere Fans sind unglaublich, auch schon beim Training und bei der Abfahrt. Da bekommt man richtig Gänsehaut“, schwärmte der gebürtige Feldbacher.

Mit breiter Brust

Das erste Saisonduell der beiden Klubs entschieden die Blackies klar für sich. In Maria Enzersdorf konnte Sturm einen 3:0-Auswärtssieg bejubeln. Damaliger Doppeltorschütze: Deni Alar. Jener Deni Alar, der mit elf Toren die Torschützenliste der Tipico Bundesliga anführt. Mittlerweile wartet der 26-Jährige jedoch schon über einen Monat auf seinen nächsten Treffer. Zuletzt konnte er gegen den SV Mattersburg am 22. Oktober zum zwischenzeitlichen 1:1 einnetzen (Endstand: 2:2).

Dank des Erfolges über Rapid können die Schwarz-Weißen mit breiter Brust in das Duell mit der Admira gehen. Auch Sturm-Kapitän Christian Schulz weiß, dass sich so ein Sieg positiv auf die Stimmung im Team auswirkt. „Die drei Punkte verbessern unsere Situation, nachdem wir schon länger kein Erfolgserlebnis mehr gehabt haben. Es ist gut für die Mannschaft, das bringt ein bisschen Selbstvertrauen, gerade jetzt für die anstehende Englische Woche“, erläuterte der Deutsche die Bedeutung des Auswärtssiegs bei Rapid am vergangenen Sonntag.

Wundertüte Admira

Es ist nicht ganz leicht, die Niederösterreicher einzuschätzen. Auf der einen Seite mussten die Südstädter schon hohe Niederlagen einstecken, wie ein 0:5 gegen den WAC oder ein 0:4 jeweils gegen Rapid und RB Salzburg, auf der anderen Seite zeigten sie in jüngster Vergangenheit Formsteigerungen. In der vorletzten Runde konnten sie einen 4:1-Sieg gegen den WAC erringen und am vergangenen Spieltag sackte man sogar beim Meister in Salzburg drei Punkte ein. Als Admira-Gegner muss man durchaus Vorsicht walten lassen – ein Spaziergang zum Sieg wird das für Sturm selbst vor Heimpublikum garantiert nicht.

Vor allem müssen Christian Schulz und Co. auf Christoph Monschein Acht geben. Der Admira-Stürmer ist derzeit in bestechender Form und konnte in den letzten drei Spielen jeweils einen Treffer erzielen. Jener Monschein, der noch im Dienste des ASK Ebreichsdorf im ÖFB-Cup bereits gegen Sturm traf und danach kurzzeitig sogar zum Thema in Messendorf wurde. Dass die Admira in Graz durchaus immer für zumindest ein Tor gut ist, zeigt folgende Statistik: Der SK Sturm spielte in den letzten 12 Heimspielen in der Tipico Bundesliga gegen die Admira nie zu Null (18 Gegentore in 12 Spielen).

Ganz und gar nicht als Außenseiter sieht Admira-Trainer Oliver Lederer seine Mannschaft vor dem Spiel in Liebenau. „Der Dreier gegen Salzburg war zwar glücklich, kam aber nicht unerwartet, wir haben uns akribisch auf das Spiel vorbereitet und mit viel Leidenschaft den Sieg über die Runden gebracht.“ Nach dem Coup in der Red-Bull-Arena will der Coach mit seinem Team in Graz den vierten Auswärtssieg in dieser Saison einfahren.

© Martin Hirtenfellner Fotografie

© Martin Hirtenfellner Fotografie

„Natürlich wollen wir drei Punkte holen!“

„Natürlich wollen wir drei Punkte holen!“, plante aber auch Marc Schmerböck kurz nach dem Sieg am Sonntag schon die nächsten Punkte ein. So will Sturm natürlich den gestarteten Höhenflug fortsetzen, um weiterhin vom schönsten Platz der Tabelle lachen zu können.

Ob Franco Foda Änderungen an der Aufstellung vom letzten Spieltag vornehmen wird, ist fraglich. Zum einen haben die aufgestellten Spieler gegen Rapid enormen Einsatz und Leidenschaft gezeigt, zum anderen steht am Sonntag bereits die nächste Partie am Programm. Eventuell gibt der Sturm-Coach so manchem Spieler eine Pause. Viele Alternativen gibt es jedoch nicht: Für den zuletzt erkrankten Stefan Hierländer ist ein Einsatz wohl noch zu früh. Sascha Horvath und Simon Piesinger befinden sich noch im Aufbautraining. Marvin Potzmann hat im Spiel gegen Rapid einen Schlag auf die alte Verletzung abbekommen und wird vermutlich auch kein Thema sein. 

Christian Schoissengeyr hingegen kehrt nach abgesessener Sperre zurück in den Kader. Eine Umstellung des Systems und eine Neuauflage der Dreierkette darf jedoch bezweifelt werden, auch wenn der Coach beim Media Briefing diese Variante nicht ausschließen will. „Es ist möglich, dass wir wieder mit Dreierkette spielen“, lässt Foda offen.

Wie auch immer das System und die Aufstellung aussehen mögen, gegen die Admira muss das Punktekonto weiter aufgestockt werden, denn es gilt eine Serie zu beenden: Die Blackies konnten nämlich keines der letzten drei Spiele an einem Mittwoch in der Tipico Bundesliga gewinnen (zwei Remis, eine Niederlage). Für den Trainer gibt es nur ein Ziel: „Wir werden mit aller Macht versuchen, dieses Spiel zu gewinnen!“

 

Spieldaten

SK Sturm Graz vs. FC Admira Wacker
Mittwoch, 30.11.2016, 20:30 Uhr, Merkur Arena, Graz

Schiedsrichter: Mag. Oliver Drachta

Mögliche Aufstellung: Gratzei; Koch, Spendlhofer, Schulz, Lykogiannis; Jeggo, Matic; Huspek, Alar, Schmerböck; Edomwonyi

Ersatz: Lück, Schoissengeyr, Lovric, Stankovic, Dobras, Kienast, Zulechner

Es fehlen: Piesinger, Horvath

Fraglich: Potzmann, Hierländer

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5 Kommentare

  1. Manuel Lampl sagt:

    Ich glaub das wird ne x Partie, hoff aber auf nen sieg

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    • graz4ever sagt:

      SIEG…what else???

      Wenn die Moral+Leidenschaft plus Einsatzwillen beibehalten werden kann, seh i äußert positiv ins Spiel 🙂 🙂 🙂

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  2. Supersturm sagt:

    Spielwitz und Kreativität vor dem Tor wird gefragt sein. Die Admira versteht es, gut zu verteidigen und schnell zu kontern.. – obwohl die Salzburger sehr viele Torchancen vorgefunden haben. Ich hoffe, wir werden auch zu Chancen kommen und wie immer wäre ein frühes Tor hilfreich!

    Aber ich bin zuversichtlich!

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  3. django sagt:

    alle ins Stadion , die Kälte und der späte Spielbeginn darf keine ausrede sein , zur Cl-Zeiten war um 20uhr45 die Hütte Voll ,es müssen 3  Punkte her sons Twar der Sieg bei Rapid Wertlos ; es wird schwer genug gegen Admira , hat man ja gegen Mattersburg und St Pölten .  volle Unterstützung Heute , AUF DIE SCHWORZEN !

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  4. wama sagt:

    heute zählen ganz einfach nur die drei punkte, wenn man sich eine perfekte asugangsposition für das frühjahr schaffen will.

    macht man gegen admira 3, auswärts beim wac ebenfalls 3 punkte ist man herbstmeister nach 18 runden, hätte sagenhafte 39 punkte am konto. schafft man dann gegen die dosen zuhause und im letzten herbstspiel bei ried noch weitere zumindest 3 punkte, ist man wohl auch winterkönig bei 42 punkten aus 20 spielen.

    sollte motivation genug sein, diese aussichten, denn mit so einer punktezahl ins frühjahr zu starten, bei noch verbleibenden 16 runden, läßt auf mehr hoffen…

    ich denke, unseren kickern ist das voll bewusst und sie werden, wie gegen altach und rapid um jeden zentimeter fighten, um eine schon bislang erfolgreiche herbstsaison noch zu toppen.

    ich erwarte heute trotz scheisskälte an die 9.000 und gegen die dosen in 10 tagen zumindest 12.000 fans, der schnitt nach 10 herbstrunden sollte also bei knapp 11.000 bleiben, derzeit sind kanpp 11.300.

    gemma schwarze, vollgas!!!

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