Millionen für den Alpha-Mike?

Die Zukunft von Michael Madl

In der Rubrik „Heiße Aktien“ überlegen wir, mit welchen Spielern Sturm in der nächsten Zeit wichtige Transfereinnahmen generieren kann.

Unsere bis jetzt gesammelten Prognosen sehen folgendermaßen aus:

  • Sandi Lovric wechselt im Sommer 2016 zu Red Bull Salzburg. Einnahmen: 1.500.000€  (Wahrscheinlichkeit: 40%)
  • Michael Esser wechselt im Sommer 2016 in die deutsche Bundesliga. Einnahmen: 1.500.000 € (Wahrscheinlichkeit: 25%)
  • Anel Hadzic wechselt im Winter 2015/16 in die zweite deutsche Liga. Einnahmen, aufgrund der kurzen Restlaufzeit des Vertrags: 250.000 € (Wahrscheinlichkeit 30%)

 

Heute im Bild: Michael Madl
Position: IV
Alter: 27
Vertrag bis: 30.06.2017
aktueller Marktwert laut transfermarkt.at: 1.000.000 €

 

Auf Michael Madl kann der SK Sturm derzeit schwer verzichten. Sportlich ist die Nummer 15 neben der 77 und der 31 ohnehin einer der nur drei Spieler, die verlässlich ordentliche bis hervorragende Leistungen bringen. Noch viel wichtiger ist der gebürtige Murtaler aber als Kapitän, Motivator und Leithammel.

Der Alpha-Mike hat bei Sturm demnach ein ziemlich gutes Standing. Das könnte man als Grund sehen, dass er weit über den aktuellen Vertrag hinaus in Schwarz-Weiß auflaufen wird. Viele Fans sehen das jedenfalls so. Wenn da nicht das oftmals erwiesene Phänomen wäre, dass ein zünftiger Gehaltsscheck auch für ein sehr starkes Ego mehr bedeutet als eine Kapitänsschleife.

Daher haben wir unsere, auf ein nagelneues Betriebssystem upgegradete Kristallkugel aus Szeged befragt. Weil dieses Betriebssystem Windows-basiert ist, spuckt selbige die Antworten neuerdings tabellarisch aus:

Juni 2021: Michael Madl verabschiedet sich als Kapitän des Erste Liga Vereins SC Kalsdorf in den Fußball-Ruhestand. Neben der Trainerausbildung wird er sich nach eigenen Worten künftig noch intensiver um das Grazer Nachtleben kümmern.

Dezember 2019: „Da Mike“ wechselt von Salzburg zum Erste-Liga-Aufsteiger SC Kalsdorf, nachdem er seinen Platz in der Innenverteidigung der Bullen an ein 16-jähriges Jahrhunderttalent aus dem Tschad abgeben musste. Dazu werden vereinsseitig auch „difficultés de compréhension“ (Verständnisschwierigkeiten) mit seinen Mitspielern als Mitgrund für die Trennung angegeben. Madl war einzige verbliebene Kaderspieler der Salzburger, dessen Muttersprache nicht französisch ist.

Oktober 2017: Die Champions-League Gruppenspiele der Bullen gegen die Bayern gehen leider komplett in die Hose. Als Leithammel einer typischen „Bullenmannschaft im Umbruch“ mit einem Madl-bereinigten Altersschnitt von 18,3 Jahren trifft Mike noch die geringste Schuld am Ausscheiden aus der Eliteliga mit einem Gesamtscore von 1:15.

August 2016: Der Griss um den Alpha-Mike ist enorm. Nach seinem EM-Highlight gegen „Jogi’s Truppe“ aus dem Nordwesten klopfen Spitzenklubs aus ganz Europa an. Für viele überraschend machen dann doch die Salzburger Bullen das Rennen. Schlussendlich sickert durch, dass Didi M. jedes Gehaltsangebot von Konkurrenten umgehend verdoppelt hat und dem Mike einen Stammplatz als Alphatier garantiert. Der Sturm-Kontostand bei der Raika Jakomini steigt mit einem Schlag um vier Millionen Euro. Die Sektkorken fliegen tief im Grazer Süden.

Juli 2016: Martin Hinteregger verschluckt sich ernsthaft an einem Red Bull Cranberry und wird ins Krankenhaus eingeliefert. Kurz bevor bei ihm die Lichter ausgehen, trifft ihn die Erkenntnis, dass ihm dieser ganze Kommerz im Fußball vollkommen zuwider ist. Er erholt sich zum Glück schnell und wechselt umgehend zum non-profit Fanprojekt al-Ahli aus Dubai. Dessen einziger wirklicher Fan ist übrigens gleichzeitig auch sein Eigentümer und hauptberuflich Kronprinz im Golf-Emirat: Scheich Hamdan bin Mohamed Al Maktoom. Hinteregger findet damit zwar seinen Seelenfrieden, hinterlässt in Wals-Siezenheim aber auch eine große Lücke – die Planstelle „Abwehr-Alphabulle“. Als einer der wenigen Ersatzkandidaten, die auch in der österreichischen Liga spielen wollen, bietet sich – no na – die Nummer 15 von Sturm an.

Juni 2016: Michael Madl startet das Turnier in Frankreich als dritter Innenverteidiger der neuerdings „Bundesadler“ genannten Nationalmannschaft. Prödl und Wimmer müssen sich mangels Spielpraxis hinten anstellen. Da Dragovic im Gruppenspiel gegen Deutschland ausfällt, bekommt der Grazer seine Einsatzchance. Er spielt staubtrocken, treibt seine Vorderleute an und erzielt per Kopf das entscheidende Tor zum 3:2 in der 89. Minute. Lyon wird das neue Cordoba und überall in der Alpenrepublik liegen sich wildfremde Menschen in den Armen. David Alaba, Schneckerl Prohaska, Arnold Schwarzenegger und sogar Ondrej Pukl bedanken sich persönlich beim Alpha-Ösi aus Kobenz.

(c) SturmNetz.at

(c) SturmNetz.at

Auch wenn so manche Idee der Kristallkugel natürlich pure Science Fiction ist: Ein Wechsel von Michael Madl in der nächsten Sommerpause ist durchaus realistisch. Für einen sehr soliden IV mit echten Leaderqualitäten und Nationalteamerfahrung gibt’s zweifellos einen Markt. Auch die Restlaufzeit des Vertrags dürfte kein gröberes Problem darstellen.

Die Variante als Hinteregger-Ersatz ist bei genauerem Hinschauen nicht wirklich abwegig. Der Kärntner kann im Aufstiegsfall schnell mal zu Leipzig beordert werden oder sich bei der Euro für einen Spitzenklub in einer Topliga empfehlen. Und dann dürften gerade die Führungsqualitäten von Madl ein interessantes Kriterium sein. Spätestens seit Paulo Miranda (27) und Pehlivan (26) wissen wir ja, dass die Bullen dafür mitunter auch ältere Semester einkaufen.

Mit all seinen Qualitäten und in seiner aktuellen Form wäre ein Michael Madl auch für so manchen renommierten deutschen Verein eine passable Verstärkung. Gestandene Bundesliga-Klubs wird wahrscheinlich der rein österreichische Lebenslauf eines 27-jährigen abschrecken, aber gute Angebote von – beispielsweise – Ingolstadt, Augsburg, Bochum, Freiburg oder Nürnberg sind durchaus realistisch.

Natürlich ist es denkbar – und aus sportlicher Sicht wohl wünschenswert – dass Michael Madl seinen Vertrag bei Sturm vorzeitig verlängert. Trotzdem geben wir dem Szenario eines mit, sagen wir 1.750.000 Mio Euro bezahlten Abschieds von Michael Madl im Euro-Sommer 2016 in Richtung Salzburg oder Deutschland  aktuell eine Wahrscheinlichkeit von 35%.

 

Wie siehst du, lieber SturmNetz-Leser, die Zukunft von Michael Madl?

  • wird er im EM-Kader dabei sein? Kriegt er dort Einsatzzeiten?
  • kann ihn Sturm für die Saison 2016/17 halten? Warum?
  • verlängert er seinen Vertrag und bleibt uns langfristig als schwarz-weißer Leithammel erhalten?
  • wenn nein: wohin wechselt er? Salzburg, Wien oder gar ins Ausland?
  • und was macht er nach seiner Fußballerkarriere?

 

1 Kommentar

  1. abisz sagt:

    „Der Sturm-Kontostand bei der Raika Jakomini steigt mit einem Schlag um vier Millionen Euro“

    Blöd nur wenn die richtige Hausbank dort keine Filiale hat.

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