Matic Moments in Mattersburg

Der Spielercheck zur Partie SV Mattersburg gegen SK Sturm Graz

Die SturmNetz-Leserbewertungen der einzelnen Spieler der Bundesliga-Begegnung SV Mattersburg vs. SK Sturm Graz sind abgeschlossen und alle Einsendungen sind ausgewertet. Wir haben den Durchschnitt aus allen eingegangenen Benotungen zu jedem Spieler berechnet, sowie eine (subjektive) schriftliche Beurteilung hinzugefügt. Nach jedem Match wollen wir nicht nur Noten, sondern auch den ehrenvollen Titel „Man of the Match“ an den Spieler mit der besten durchschnittlichen Gesamtbenotung vergeben.

Man of the Match

Uros Matic – Note: 1,52

Der ehemalige mazedonische Nationalteamspieler wurde völlig verdient von unseren Usern zum besten Spieler der Partie gekürt. Es hat gegen Mattersburg wirklich sehr viel Spaß gemacht, ihm auf die Beine zu sehen. Enorme Ballsicherheit und Präzision im Passspiel zeichneten ihn gegen die Burgenländer aus. Zwar spielt er nicht die Zehnerposition, aber trotzdem ist er der Spielmacher des SK Sturm. Es mag noch sehr früh in der Saison sein, aber der Autor dieser Zeilen wagt zu behaupten, dass die Schwarz-Weißen endlich wieder einen Spieler in den Reihen haben, der den tödlichen Pass spielen kann. Außerdem sollte Matic in der Lage sein ein Spiel zu diktieren und bei Bedarf auch einmal das Tempo etwas zu drosseln. Vor allem sein Zuspiel auf Sascha Horvath in der ersten Halbzeit war eine Augenweide und ein typischer Matic- Moment. Wir hoffen in Zukunft auf mehr davon.

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(c) Martin Hirtenfellner – Fotografie

James Jeggo – Note: 2,06

Nachdem der Australier einen sehr schwierigen Einstand in Graz hatte, ist es umso erfreulicher, dass er nun zum Stammpersonal gehört. Um ehrlich zu sein, ist seine Lauf- und Kampfbereitschaft im Mittelfeld kaum wegzudenken. Er übernimmt überwiegend den defensiven Part und gibt seinem Pendant Matic somit die Möglichkeit sich offensiv zu entfalten. Manchmal verursacht er jedoch noch zu einfache Ballverluste und wirkt, speziell offensiv, nicht selbstsicher genug. Es wäre wünschenswert, wenn er sich noch mehr zutrauen würde, denn Potenzial ist zweifellos vorhanden. Alles in allem wieder ein überzeugender Auftritt.

Christian Schultz – Note: 2,08

„Schulle“, wie der neue Kapitän von seinen Mitspielern genannt wird, agierte gegen Mattersburg wie ein richtiger Leader. Sky-Kommentator Charly Leitner war schon nach einer halben Stunde von ihm dermaßen angetan, dass er ihm eine bessere Führungsfähigkeit als Avlonitis bescheinigte. Durchaus mutige Worte, aber die gestrige Leistung des Deutschen war ein klares Ausrufezeichen! Immer wieder glänzte er mit gut getimten Tacklings, beispielsweise kurz nach Wiederanpfiff, als er eine sehr brenzlige Situation klären konnte.

Lukas Spendlhofer – Note: 2,11

Der Kapitän-Stellvertreter zeigte sich gegenüber der Vorwoche stark verbessert und agierte sehr abgebrüht. Erwähnenswert sind auf jeden Fall seine enorme Zweikampfstärke und Robustheit. Wenn sich der Innenverteidiger in der Spieleröffnung noch mehr zutraut, steht einem baldigen Auslandsengagement wenig im Wege. Das Duo Schulz-Spendlhofer, könnte eines werden um das den SK Sturm in Zukunft einige beneiden.

Sascha Horvath – Note: 2,14

Der Wiener durfte aufgrund seiner zuletzt gezeigten Leistungen diesmal von Beginn an ran und konnte wieder einmal überzeugen. Bezeichnend für eine seiner großen Stärken ist eine Aktion aus der ersten Halbzeit: Horvath erkennt eine Lücke in der burgenländischen Abwehr und übertölpelt aufgrund seiner Schnelligkeit die oftmals behäbig wirkenden Gegenspieler. Matic erkennt diesen Laufweg und spielt den Ball perfekt in den Lauf des Wieners. Die Ablage fand zwar in der Folge keinen Abnehmer, aber aufgrund solcher Situationen ist ein Horvath sehr wertvoll für Sturm. Er erkennt die sich bietenden Räume und nutzt diese mustergültig aus. Erwähnenswert ist auch sein Stanglpass auf Edomwonyi, den dieser dann zum 2:0 verwertete. In dieser Form ist der flinke Wiener für den SK Sturm ein wesentlicher Baustein für eine erfolgreiche Saison.

Charalampos Lykogiannis – Note: 2,20

Gegen die Burgenländer zeigte sich auch der Grieche gegenüber der Ried-Partie stark verbessert. Defensiv ließ er wenig anbrennen und auch in der Offensive konnte Lyko einige Akzente setzen. Positiv anzumemerken ist, dass er immer wieder Eins gegen Eins Situationen sucht und mit großem Selbstvertrauen agiert. Dass dies nicht immer von Erfolg gekrönt ist, sei ihm zu verzeihen. Lykogiannis ist auf der linken Abwehrseite der Grazer eigentlich nicht mehr wegzudenken, dies konnte er gestern wiedereinmal untermauern.

Fabian Koch – Note: 2,30

Beachtenswert ist auf jeden Fall die Schnelligkeit, die Fabian Koch mitbringt. Auch er lieferte ein gutes Match gegen Mattersburg ab, allerdings mit einem kleinen Schönheitsfehler. Kurz nach Wiederanpfiff leistete sich der Rechtsverteidiger einen bösen Schnitzer, den aber Kapitän Schulz souverän ausbessern konnte. Positiv in das Auge, sticht der 100-prozentige Wille den Koch mitbringt, dass er noch ein bisschen Eingewöhnungszeit braucht ist allerdings wenig verwunderlich.

Deni Alar – Note: 2,39

Es scheint so als hätte der Sportklub Sturm mit Deni Alar einen neuen Goalgetter verpflichtet, denn die Abschlussstärke des Neuzuganges ist wirklich beachtlich. Gegen Stadlau agierte er noch wie ein Fremdkörper, aber mittlerweile ist er schon gut in das Grazer Angriffsspiel integriert. Sein Torriecher, sowie die Kaltschnäuzigkeit im Abschluss sind wirklich beeindruckend und machen Lust auf mehr. In der 55. Spielminute wurde er von Schmerböck ersetzt, allerdings hatte es den Anschein, als würde ein Muskel etwas zwicken. Wir wünschen Alar auf diesem Wege gute Besserung und hoffen, dass nichts Schlimmeres passiert ist.

Bright Edomwonyi – Note: 2,40

Auch der verhinderte Olympionike trifft endlich wieder für den SK Sturm und straft seine Kritiker Lügen. Oftmals werden ihm technische Grundtugenden abgesprochen, dass der Nigerianer diese auf jeden Fall beherrscht, zeigte er gestern beim zweiten Tor, als er den Ball perfekt annahm und ohne zu zögern trocken im langen Eck versenkte. Edi legte wieder enorme Laufbereitschaft an den Tag und konnte außerdem viele Bälle gut behaupten. Im Moment dürfte er wieder die Nase gegenüber Roman Kienast vorne haben.

Christian Gratzei – Note: 2,59

Der Schlussmann des SK Sturm Graz wurde bis dato in der bisherigen Saison kaum gefordert. Gegen die Mattersburger konnte er erstmals in dieser Spielzeit seinen Kasten sauber halten. Auch seine oftmals bemängelten Abschläge konnte er stabilisieren und insgesamt vermittelte der ehemalige Nationaltorhüter einen sicheren Eindruck. Aufgrund der stabilen Abwehrleistung seiner Vorderleute durfte Gratzei einen ruhigen Arbeitstag verbringen. Möge es die restliche Spielzeit über so bleiben.

Marc Andre Schmerböck – Note: 2,68

Er wurde anstelle des Torschützen zum ersten Treffer eingewechselt und hätte selbst fast einen weiteren beisteuern können. Leider scheiterte er an einer tollen Parade von Kuster. Schmerböck brachte einiges an Schwung in die Partie und zeigte wieder einmal eine ordentliche Leistung.

Stefan Hierländer – Note: 2,85

Etwas überraschend kam das Startelf- Debüt von Stefan Hierländer gegen Mattersburg. Noch überraschender war dann allerdings die Tatsache, dass er auf der rechten Mittelfeldposition agierte. In der ersten Halbzeit wirkte er dort leider etwas deplatziert und nicht spritzig genug. Seine Kritiker strafte er dann aber Lügen als er zu Beginn der zweiten Halbzeit mit einem guten Pass Deni Alar mustergültig bediente und dieser in der Folge zur Führung einnetzte. Mit Fortdauer der Partie konnte er sich dann etwas stabilisieren und zeigen, dass er zukünftig sehr ernstzunehmende Konkurrenz für seine Mitspieler im Mittelfeld darstellt. Vor allem seine Polyvalenz könnte für den SK Sturm noch sehr wertvoll werden.

Zu kurz eingesetzt:

Christian Schoissengeyr – Note: 2,60

Kristijan Dobras – Note: 3,16

Das SturmNetz.at – Team bedankt sich für 343 eingegangene Bewertungen und widmet Uros Matic diesen Song. Mögen seine Magic Moments uns noch öfters erfreuen.

2 Kommentare

  1. Ennstaler sagt:

    Endlich gibt es wieder richtige Emotionen rund um Sturm! Und Schulz spielt mit einer ordentlichen Wut im Bauch, nachzulesen unter http://www.t-online.de/sport/fussball/bundesliga/id_78140416/hannover-96-christian-schulz-kritisiert-verantwortliche-scharf.html

    Lieber 4:5 verlieren und die Fans begeistern, als mit Sicherheitsfußball ein 0:0 verteidigen.

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  2. MadMax sagt:

    Und bitte hörts mir endlich mit dem Avlonitis auf, ok? Der war nicht „der Wunderwuzzi“ als der er hier von so Manchen gesehen wird. Ich nehm einen Schulz an jedem Tag weit vor einem Avlonitis. Der spielt nicht mehr für uns. Also ist es gut jetzt!

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