Lauer Sommerkick gegen slowenischen Rekordmeister

Testspiel: SK Sturm Graz vs. NK Maribor (1:2)

Vor fast genau einem Jahr, als das SturmNetz noch in den Kinderschuhen steckte, hieß der Gegner auch NK Maribor, der Spielort ebenfalls Gralla. Zur damaligen Sportplatzeröffnung titelte man beim 5:2 Sieg Sturms von einem qualitativ hochwertigen Spiel, ein Attribut, welches Sturm in den bisherigen Testspielen meist vermissen ließ. Den bekanntesten Namen bei den Gästen aus Marburg findet man neben Milivoje Novakovic zweifelsohne auf der Bank: Darko Milanic! Seit März dieses Jahres nimmt Milanic nach seiner wenig erfolgreichen Zeit in Graz und Leeds wieder das Traineramt des slowenischen Rekordmeisters ein. Für Sturm war es der sechste Test in der laufenden Vorbereitung auf die neue Saison, die am 15. Juli mit der ersten Cuprunde in Stadlau startet.

(c) SturmNetz.at

(c) SturmNetz.at

Beide Teams begannen bemüht, besonders Sturm versuchte mit viel Einsatz das Spiel gleich zu Beginn an sich zu reißen. Die erste große Möglichkeit fanden aber die Gäste vor, jedoch setzte Sandi Ogrinec den Ball nur an die Stange. Gleich im Gegenzug verfehlte Marc Schmerböck das Gehäuse nur knapp. Es ging recht munter hin und her, jedoch fanden die Gäste, bedingt durch zahlreiche Fehler in Sturms Defensive immer besser ins Spiel. Somit war auch die Führung für Maribor in der 20. Spielminute durch Sintayehu Sallalich nicht ganz unverdient. Besonders Charalampos Lykogiannis agierte in vielen Situationen auffällig fehlerhaft. In weiterer Folge verflachte das Spiel zusehends, erwähnenswerte Aktionen waren auf beiden Seiten Mangelware, ehe Neuzugang Uros Matic an der Strafraumgrenze zum Ball kam und mit viel Glück zum Ausgleich traf. Gegen den abgefälschten Schuss war Keeper Jasmin Handanovic machtlos. Mit einem 1:1 ging es auch in die Pause.

(c) SturmNetz.at

(c) SturmNetz.at

Vor der Kulisse eines traumhaften Sonnenunterganges begannen beide Teams die zweite Hälfte äußerst verhalten. Der doch recht guten Fußballstimmung auf ebenso gut gefüllten Rängen schuldete eher das sommerliche Wetter als der sommerliche Kick. Die erste nennenswerte Aktion im zweiten Durchgang verbuchten die Gäste. Lukas Spendlhofer verlor das Laufduell gegen den 37-jährigen Novakovic, doch dieser scheiterte mit dem Versuch Christian Gratzei zu überheben nur knapp.
Nach einem gegnerischen Einwurf ging es dann für Sturm viel zu schnell, nach einer schnellen Kombination verwertete Damjan Bohar zur neuerlichen Führung für die Slowenen. Sturm drängte in den Schlussminuten auf den Ausgleich: Ein gut getretener Freistoß von Geburtstagskind Andi Gruber fand seinen Meister in Schlussmann Handanovic, auch Sascha Horvath blieb bei einem Schuss aus gut 15 Metern glücklos. Nur eine Minute später scheiterte Marko Stankovic per Kopf nur knapp. Schlussendlich reichte es nicht mehr zu einem weiteren Tor, somit gewann NK Maribor als etwas besser eingespielt wirkendes Team knapp mit 1:2. Tobias Schützenauer musste heute 90 Minuten mit der Bank vorlieb nehmen.

testspiel_maribor

SK Sturm Graz – NK Maribor 1:2 (1:1)
Stadion Gralla, 29. Juni 2016, 19:00 Uhr

Tore: 0:1 Sallalich (20.), 1:1 Matic (42.), 1:2 Bohar (77.)

SK Sturm (4-4-2): Gratzei; Koch, Schoissengeyr, Spendlhofer (72. Maresic), Lykogiannis (46. Potzmann); Huspek (46. Dobras), Jeggo (46. Lovric), Matic (76. Gruber), Schmerböck (46. Horvath); Alar (62. Stankovic), Edomwonyi (62. Kienast)

NK Maribor (Startformation): Handanovic; Janza, Suler, Pihler, Sallalich, Teavares, Sunny, Ogrinec, Hotic, Sme, Pusaver

Franco Foda: „Wir müssen noch viel arbeiten, bis die Saison beginnt. Zwar hatten wir ein paar gute Chancen, sicher mehrere als der Gegner, haben aber zu langsam gespielt. Der NK Maribor war sehr defensiv eingestellt und hinten gut organisiert, da wäre schnelles Spiel das richtige Mittel gewesen. Außerdem müssen wir die Kontermöglichkeiten, welche wir in der ersten Halbzeit hatten, besser nutzen. Wenn wir in Führung gehen, läuft das ganze Spiel anders. Trotzdem war es bei dem ein oder anderen Spieler noch zu wenig.“

Darko Milanic: „Für uns war das ein wichtiges Vorbereitungsspiel. In Österreich wird schneller und aggressiver gespielt. Hinsichtlich der Qualifikation zur UEFA Europa League, war der SK Sturm somit ein idealer Gegner.“

 

7 Kommentare

  1. Supersturm sagt:

    Mein Kommentar nach dem Spiel gegen Astra Giurgiu:

    Supersturm sagt:
    23. Juni 2016 um 10:29
    schaut mir schon verdächtig (ev. Huspek anstatt Dobras) nach Startaufstellung bei Meisterschaftsbeginn aus – falls nicht noch jemand verpflichtet wird, der sofort überzeugen kann..

     

    -> man vergleiche die beiden Aufstellungen…unser Trainer ist derart leicht auszurechnen… das ist unglaublich!!

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  2. Dominik sagt:

    @Rene90
    Weißt du was über das Gerücht mit Erando Karabeci?

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  3. Nock-74 sagt:

    Also ich finde lieber Herr Kreissl schön langsam wird es Zeit uns zumindest einen neuen IV, wenn möglich auch Tormann, zu präsentieren. Cup und Meisterschaft stehen vor der Türe. Auch gestern hat man wieder gesehen, dass es defensiv doch eher düster ausschaut. Oder will der Franzl erst einen Tag vor Meisterschaftsbeginn einen neuen Verteidiger, dass er wieder eine Ausrede hat (Abstimmung, Laufwege, Integration….)?

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  4. Lukas sagt:

    Hallo Rene90 und andere User,

    welche Neuigkeiten gibt es punkto Transfer oder spielen wir mit dieser Mannschaft die gegen NK Maribor aufgelaufen ist ?

    Bitte um Info !

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  5. Rene90 sagt:

    ist jetzt keine und auch nicht zu vorstehende Kritik an Kreissl, aber einen Punkt hat Kreissl in seinem Konzept für sich falsch bewertet bzw eingeschätzt, nämlich das der Name bzw Adresse „Sturm Graz“ einen Stellenwert hat bzw bei seinen Verhandlungen ziehen wird und deswegen gestalten sich die Verhandlungen auch so schwierig bzw haben Spieler auch abgesagt. Diesen Punkt muss sich Kreissl selbst auf die eigene Brust heften.

    Die Liste von selbst angebotenen Spielern durch ihre Berater wird täglich länger und da kann man dann ganz schnell den Überblick verlieren weil einem der Kopf raucht von dem vielen Geschwafel der Berater. In dieses Dilemma ist Kreissl gekommen, da bis auf Koch keiner unterschrieben hat die auf Kreissl’s 1. Wunschzettel standen. Matic, Huspek standen dann auf dem 2. Wunschzettel.

    Ein weiteres Problem ist natürlich, ist aber bei jedem Verein so, Wunsch des Trainers und des Sportdirektors müssen im Einklang sein und alle angesprochen Punkte treffen nämlich jetzt beim Problem Torhüter zu
    Option 1 mir Deutschland gescheitert

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  6. Rene90 sagt:

    sorry verdrückt :-)))
    1. Option mit deutschen Torhüter fehlte schließlich neben dem Gehalt auch die Perspektive
    2. Option mit Siebenhandel scheitert an der Ablösesumme, jedoch noch nicht ganz vom Tisch wenn Admira nächste Woche in der EL Quali scheitert
    3. Option mit Dmitrovic ist der Trainer noch nicht überzeugt

    auch wenn die MS bald beginnt, muss man jetzt einen kühlen Kopf bewahren, dies bewerte ich bei Kreissl positiv, denn die Liste der vertragslosen Spielern wird immer länger und somit werden diese dann seitens der Kosten leichter zum verpflichten. Schnellschüsse gehen meistens in die Hose:-)))

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