Langersehnte Blamage

Endlich erhält die Stadt Graz die überfällige Rechnung für jahrelange Vernachlässigung und Benachteiligung des steirischen Aushängeschilds des Sports. Während in Dörfern munter Bundesliga stattfindet und anderswo moderne Stadien entstehen, schafft es die ehemalige Kulturhauptstadt nicht, adäquate Rahmenbedingungen ausgerechnet für jenen Verein zu bieten, dem man so unermesslich viel zu verdanken hat. Es ist dies eine beispiellose Blamage. Eine Überraschung ist es hingegen nicht.

Etwaige wahnwitzige Bauprojekte und Bewerbungen für Olympische Spiele, die dem Bürgermeister mit dem Faible für einen semi-professionellen Verein im Grazer Norden so erstrebenswert erscheinen, können für den mit Abstand bedeutendsten Sportverein des gesamten Bundeslandes bestenfalls noch als Persiflage gewertet werden. Die überwältigende Ignoranz gegenüber Sturm seitens der Lokalpolitik ist freilich weder neu noch irgendeinem Anhänger fremd. Der Umstand, dass nun der Senat 3 der Bundesliga eingreifen musste und der Merkur Arena die Bundesligauntauglichkeit attestierte, sorgt allerdings für einen medialen Paukenschlag und liefert landesweit durchaus Schlagzeilen. Endlich. Denn ein Kleinreden der schier unfassbaren Situation, die Sturm nicht erst seit gestern schadet, geht plötzlich nicht mehr. Auch die Medien kommen nun nicht mehr umhin, sich dieser Thematik (viel zu spät) anzunehmen und etwas genauer hinzusehen. Immerhin wollte man im Zuge jenes Projektes, das Graz zur sportlichsten Stadt Österreichs verwandeln sollte und in wenigen Tagen beginnt, „Vereine ins Rampenlicht stellen.“ Zumindest das ist gelungen.

© Martin Hirtenfellner Fotografie

Kaum minder blamabel als die prekäre Stadion-Situation sind schließlich die ersten Reaktionen. Man würde den Rasen ohnehin im Sommer (!) tauschen. Zudem wolle man nun einen professionellen Greenkeeper beschäftigen, den es zuvor also gar nicht gab. Das erstaunt selbst dann, wenn man ohnehin nichts erwartet hat. Während andere Vereine – auch in Hinblick auf ihre gesellschaftlich essenzielle Funktion – saftige Förderungen erhalten und durchaus Zukunftsvisionen ermöglicht werden, kommt Sturm weiterhin keinen Millimeter vom Fleck, darf für diese skandalösen Umstände aber ordentlich Miete zahlen.

Den Verantwortlichen der Schwarz-Weißen sei daher einmal mehr geraten, sich diesem ausschweifenden Dilettantismus und der offensichtlichen, völligen Gleichgültigkeit nicht kampflos auszusetzen, stattdessen Alternativen zu erarbeiten und damit – wenn auch nicht realisierbar  – zumindest fortwährend aggressiv in die Öffentlichkeit zu drängen. Eine abermalige Verhöhnung in Form des einen oder anderen versprochenen, aber völlig bedeutungslosen Wahlzuckerls, das im nächsten Jahr kommen wird wie das Amen im Gebet, darf hingegen keinesfalls ein weiteres Mal passieren. Die zukünftig „sportlichste Stadt Österreichs“, die von U-Bahnen und Olympia fantasiert, wurde zurecht der Lächerlichkeit preisgegeben. Bis man einem verdienten Traditionsverein, der den Namen Graz in Europa und darüber hinaus bekannt machte, in der höchsten Spielklasse vernünftige Rahmenbedingungen bietet, muss das auch so bleiben.

(c) Architekturbüro Zinganel

Visionen aus 2015 entpuppten sich rasch als inhaltsleeres Wahlzuckerl (c) Architekturbüro Zinganel

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22 Kommentare

  1. gepi20 sagt:

    So lange die Vereinsverantwortlichen brav die Pacht bezahlen und nicht Druck auf die Stadt ausüben werden sich die Verhältnisse nicht ändern. Wer bezahlt Sturm die Kosten für das Ausweichstadion? Wer würde bei Zulassung von Zusehern den Entfall ersetzen? Die Stadt macht sich und den Verein als Mieter lächerlich.
    Sturm sollte schleunigst beginnen an einem Konzept zu arbeiten, das ein Stadion im Umland von Graz vorsieht. Stellen wir der Stadt die Rute ins Fenster.
    Herr Bürgermeister: Dieses Mal kommt die Abrechnung am Wahltag ganz sicher !

    +24
  2. LutzVoller sagt:

    Die Grazer Politik hat in den letzten Jahren mehrere Dutzend teure Prestigeprojekte angekündigt, passiert ist schlussendlich nichts. Die jüngsten utopischen U-Bahn Pläne sind an Sinnlosigkeit kaum zu überbieten (siehe mehrere Studien anerkannter Transportexperten). Ich bin ja klar pro öffentlicher Verkehr oder Radwegausbau, aber eine Summe in Milliardenhöhe kann eine Stadt von der Größe Graz echt besser nutzen.

    Wenn jetzt noch eines der zentralen Wahrzeichen der Stadt, nein, der Steiermark, und das ist Sturm einfach, knapp hinterm Uhrturm, wegen einer ungepflegten Wiese nach Klagenfurt kicken gehen muss (wo kürzlich noch ein Wald im Stadion war wohlgemerkt), dann ist das ein absolutes Armutszeugnis für das ganze Bundesland. Stelle sich einer vor was los wäre ohne Pandemie, die Nord würde vermutlich mit Heugabeln vorm Rathaus stehen. Aber Corona kommt wohl nur zu gelegen für vernachlässigende Freunderlwirtschaft und Schönrederei. Sturm ist ein armer Schlucker, sind Pläne für ein eigenes Stadion utopisch? Vermutlich. Wird sich durch einen Rant wie meinen was ändern? Sowieso nicht. Aber kein Grazer, Vereinszugehörigkeit egal, kann sowas noch gutheißen. Sturm ist Teil der Grazer Identität, die gerade erstickt wird, und das alles wegen einem Stück Wiese. Altach, Hartberg, Mattersburg, Grödig oder jeder andere Dorflückenfüller der Bundesliga schafft das. Heast, selbst in Abhängigkeit bis ans Lebensende gebührt dem Klub mit der zweitgrößten Fanszene Österreichs wenigstens ein Fußballplatz in der Heimatstadt.

    Der Weg in die Freiheit wirkt aussichtslos, aber alles was uns im Vergleich zu LASK, WAC und anderen aufstrebenden Aspiranten zurückhält, ist der Balken, der unserem Verein von oben vorgesetzt wird, immer und immer wieder. Wie der zu bewegen wäre, wurde hier ohnehin schon mehrfach postuliert. In diesem Sinne, danke fürs Lesen und auf die Schwoazn.

    +29
  3. Schworza99 Schworza99 sagt:

    Ich weiß nicht wie sehr sich die Miete von Klagenfurt und Liebenau unterscheidet, aber wenn wir nicht einen riesigen wirtschaftlichen Schaden davontragen sollten sollten wir in Klagenfurt fertig spielen.

    Nicht nur um dem Sigi richtig eine rein zu drücken sondern auch mit Blick auf unsere Verletzen…so kann es nicht weitergehen und keinem Wort was von der Stadt kommt ist zu trauen (Tor zur Stadt Graz).

    Gerade jetzt könnte man es machen da es für Fans wohl wenig Unterschied macht wo man spielt.

    +3
    • black_aficionado sagt:

      Das werden wir vielleicht ohnehin müssen?!
      Aber wenn die Sperre aufgehoben wird, dann wird man wieder in Liebenau auflaufen, kann mir kaum vorstellen, dass wir uns 2 Stadien parallel anmieten (und aus dem bestehenden Vertrag werden wir ohne Grund nicht so schnell rauskommen)

      Zum restlichen: Das Bild welches die betreibende Gesellschaft abgibt ist ein Graus. Die Aussendung der Messe Congress von vor 2/3 Tagen ein Hohn und fast schon ein mittelschwerer Skandal.
      Dass man sich dafür rühmt die Mindestanforderungen zu erfüllen, das ist an Schwachsinn und Blödheit nicht zu überbieten.
      Dass man sich Expertenrat u.A. aus Hartberg holen muss, wo das vermutlich irgendjemand ehrenamtlich und nebenbei, gegen die Übernahme von Kost und Logis, erledigt (wenngleich ich die Fähigkeiten des dortigen Kollegen nicht anzweifeln möchte), das ist ein Offenbarungseid der Sonderklasse!
      Die Begründung für den Acker seitens der Betreiberin sind nichts als halt- und hilflose Ausreden und ich persönlich zweifle daran, dass sich in Zukunft etwas an dem dilettantischen Zuständen ändern wird. Selbst wenn der Rasen künftig dank professionellem Greenkeeping in Ordnung sein mag, die Vorgänge in und rund um das Stadion spotten jeglicher Beschreibung und sind ein Affront.

      +5
    • Schworza99 Schworza99 sagt:

      Der Vertrag ist ja sowieso ungültig wenn die Leistung nicht erfüllt wird für die man bezahlt.

      Stell dir vor deine Wohnung ist nicht bewohnbar und du sollst Miete weiter zahlen weil Vertrag…

      +4
    • black_aficionado sagt:

      That´s what I said -> wenn die Sperre aufgehoben wird

      Schon klar, dass der Vertrag aktuell sistiert ist, da das Mietobjekt nicht vereinbarungsgemäß nutzbar ist.

      +4
  4. B.Bakota B.Bakota sagt:

    Großartig, Frau Muhr!

    +3
  5. Ivaneijew sagt:

    Mich würde jetzt mal interessieren, ob der GAK auch von der Sperre betroffen ist, oder darf weiter 2. Liga gespielt werden?
    Das der Sigi einen faible für den GAK hat mag so sein, aber die Stadionpläne des GAK hat man ja auch zu grabe getragen, mit dem Argument der Stadt, Liebenau wäre doch so toll.
    Wenn man was besseres haben will, wird man was eigenes bauen müssen (vielleicht auch mit dem GAK zusammen, hat in München funktioniert, funktioniert in Mailand). Liebenau wird immer nur renoviert und angepasst, der Neubau ist nicht möglich (2 Jahre in einem anderen Stadion spielen, in Hartberg vielleicht? Echt jetzt?)

    +2
  6. blackfoxx sagt:

    lt. §7 Punkt 5 im Statut des SK Sturm können mind. 1/10 der Mitglieder eine außerordentliche Mitgliederversammlung beantragen. Ich finde es wäre Zeit dafür, den Vorstand zu fragen
    – wie der Mietvertrag bezüglich Stadion mit der Stadt geregelt ist
    – welche Maßnahmen man als Verein setzt um diese Situation nicht zu wiederholen (Imageschaden bis hin zu Auswirkungen auf das Lizenzierungsverfahren)
    – welche Pläne es bezüglich Stadion gibt
    – welche Zusatzkosten durch diese Situation auf den Verein zukommen und wie sich der Verein schadlos hält

    mir fehlt für so eine Aktion die „Reichweite“ würde aber sofort einen Antrag unterstützen – eventuell kann man einen „Sammelantrag“ über diese Seite (inkl. Facebook etc.) lancieren (vorgefertigtes Mail?) und was in der Richtung organsieren? – 350 Stimmen würd ma brauchen 🙂
    ich weiß, das wird an der Situation nichts wesentliches ändern, anders spüren aber unsere Verantwortlichen keinen „Schmerz“
    man stelle sich vor, es wäre nicht „Corona“ und Fans wären direkt davon betroffen – so blamiert haben wir uns noch nie!!!

    +12
  7. Arch Stanton sagt:

    Das System ÖVP wird auf Bundesebene gerade ein wenig ans Tageslicht gebracht. Um dieses System in Graz zu verstehen, braucht man nur offenen Auges durch die Stadt zu gehen. Ein Riesenapparat zur Selbstbeweihräucherung und dafür kaum Personal für die Umsetzung von längst beschlossenen Projekten.. So kann nichts weitergehn, und das scheint ja auch der Plan zu sein.

    +8
    • arrai sagt:

      @Sturmnetz Team: ich war vor ein paar Stunden online und da war der Beitrag von @bianco nero tifoso um Einiges länger als aktuell um 21:17 Uhr. Mir ist schon klar, dass ihr anstößige und beleidigende Posts entfernt, aber bei bianco nero tifoso sind es maximal übertrieben lange, vielleicht schon nervige, aber keineswegs Posts, die irgendjemanden beleidigen. Daher verstehe ich nicht, warum ihr diese willkürlich löscht und teilweise kürzt – mehr noch: ich finde das nicht in Ordnung. Ihr begebt euch damit in die Fahrwasser von Medien, die glauben, sie seien in der Position, entscheiden zu dürfen, wie sich Menschen ausdrücken dürfen. Ich hoffe, dass das nicht eure Absicht ist.

      +10
  8. rio sagt:

    Das Hauptproblem: Politik und Fachkräfte passen einfach nicht zusammen! Bei allen staatlichen Einrichtungen geht es ja hauptsächlich um Versorgungsposten, Proporzerhaltung, Freunderlwirtschaft und Unterbringung altgedienter Couleurkollegen. Nicht die beruflich Besten werden eingesetzt, sondern die am besten politisch Passenden. Aber ist ja alles kein Problem, bei Versagen bzw. Verplanung ist genügend Geld vom Steuerzahler vorhanden, Geld, das ja nie versiegt.
    Der zuständige Leiter des Stadion (gehe mal davon aus im Homeoffice) wird mit seinem, so es einen überhaupt gibt, Greenkeeper (ebenfalls im Homeoffice) via Webcam vom Stadion unermüdlich an einem grünen Rasen arbeiten. In Corona-Zeiten wurde das Maximum herausgeholt und ist es wohl nur der aufmümpfigen Bundesliga zu verdanken, so ungerecht ins schiefe Licht gerückt worden zu sein. Aber man reagiert, kauft Lampen, neue Rasenmäher und grüne Wiese ….. und dann hat sich bald alles beruhigt. Ja „man“ kauft und wir Trotteln zahlen. Altes Spiel, mit Geld von „anderen“ ist leicht umzugehen und Haftung zur Erhaltung von Investitionsgüter (Stadion) hat sowieso keiner, weil man ja eigentlich Geschäftsführer ohne jeglich Haftung eingesetzt hat.

    +8
    • black_aficionado sagt:

      Da ist wohl (leider) viel Wahres dran…
      Auch deshalb fehlt mir der Glaube, dass es künftig besser wird. Erst wenn es im eigenen Börserl brennt, rücken solche Gedanken wie Erhaltung, Sorgfalt oder Nachhaltigkeit in den Fokus.

      +4
  9. Moritz Lösch Moritz Lösch sagt:

    Es ist ja wirklich sehr bitter für die Stadt Graz. Wenn man aktuell normal vor Publikum spielen könnte, hätte es sich der Senat 3 wahrscheinlich eh nicht getraut, hier diesen Schritt zu setzen… Da kommen mir fast die Tränen – so ungerecht ist das gerade für die Verantwortlichen :(((

    +3
    • RAM6I sagt:

      Irgendwann kommt eben alles ans Tageslicht. Die Stadt Graz und ihre Männer und Frauen, glauben einfach mit Nichthinsehen ist auch schon viel getan.

      Es ist eigentlich mehr als peinlich, eher fahrlässig oder schon fast grob fahrlässig hier ein Stadion zu besitzen und sich nicht um das zu kümmern, besonders um das Spielfeld!
      Man hatte bis Dato keinen professionellen Greenkeeper, das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Man vermietet ein Fußballstadion mit natürlichem Rasen und verlangt ws von uns (GAK hat sicher Freunderlkonditionen) net grad a Taschengeld für die Benutzung. Macht sich aber keine Gedanken um das Spielfeld, das ist für mich eine fahrlässige Handlung Seiten der Stadt Graz, da wir alle wissen. Das bei einem nicht gepflegten Fußballrasen das Verletzungsrisiko erheblich erhöht wird. Und hier spielt dann der ArbeitnehmerInnenschutz eine Rolle!!!

      Deshalb hätte der Senat 3, selbst mit Publikum den Rasen sperren müssen sonst hätten Sie die Kosten der Verletzungen auf sich nehmen müssen und zum Teil die Mitschuld!

      Wie gesagt in Graz trifft man auf pure Realpolitik überall werden Lippenbekenntnisse gemacht und Zusicherungen aber passieren tut null komma null.
      Außer es geht um die Freunderl eines Hrn. Nagl und seinen persönlichen Prestige-Objekte, da sind selbst Milliarden an SCHULDEN kein Thema für diesen Mann.

      Aber bei einer ordentlichen Neuinvestition in das Stadion, in die Aushängeschilde der Stadt! (Meine wirklich beide Klubs) da bekommst nur Ausflüchte, kein Geld, kein Verständnis etc…

      Hoffe so sehr drauf, das dieser Mann mit seiner Partei so untergehen wird bei der nächsten Wahl. (Doch leider trifft es nur die anderen Parteien, nie eine ÖVP, die kommt immer davon)

      +7
    • Schworza99 Schworza99 sagt:

      Die Schwarzen sind nicht das Problem sondern der Rote unter Ihnen…mir sei das Wortspiel erlaubt.

      Schau nach St. Pölten und du wirst sehen es ist möglich als ÖVP auch einen schönen Tempel des Fußballs hinzustellen. Es geht nur um den Willen.

      Wir sollten eher daran arbeiten keine eingefleischten Roten in dieses Amt zu hieven und nicht die ÖVP abzusetzen. Wenn der Nagel jetzt die Partei wechselt wäre uns wohl damit nicht geholfen wenn er als Grüner oder Kommunist weiterregiert 😉

      +4
  10. gepi20 sagt:

    Es geht mE darum ohne politische oder sportliche Befindlichkeiten einen Wirtschaftsfaktor für die 2. größte Stadt Graz (Sturm und GAK) entsprechend zu fördern. Graz braucht keine Ankündigungs- sondern Umsetzungspolitik.
    Wer sich klar als Sportstadt definieren möchte muss auch die Rahmenbedingungen vorgeben.
    Ich bezweifle auch, ob die Agenden des Stadions in einer Messeverwaltung richtig aufgehoben sind (Rasendesaster)
    Ein Teil der Mitschuld trifft aber auch den Verein. Wir reden medial seit Jahren über ein für 2 Vereine großes Stadion, das dringend auf den letzten Stand gebracht gehört.
    Und ja: Wirtschaftlich und sportlich machen in Zeiten knapper Budgets 2 Stadien keinen Sinn – aber ein modernes jedenfalls.
    So lange kleinkariert und ohne Plan über Seifenblasen diskutiert wird bleiben die Pläne liegen und werden nur auf Druck die größten Baustellen geflickt.
    Es wäre nunmehr höchst an der Zeit den Druck auf die Vereinsführungen zu erhöhen (Vorschlag a.o. HV finde ich gut) um gemeinsam auf Stadionfrage zu drängen.
    Genauso wie eine U-Bahn wahnwitzig ohne Gesamtkonzept und Einbindung der Umlandgemeinden ist, verpufft eine kleine Rute an das Rathaus ohne gemeinsames Statement beider Vereine.
    Vergesst die Mahnung an der Wahlurne, spätestens in ein paar Monaten nach Corona wird es ungemütlich, wenn die Sportfans vor dem Rathaus loslegen. Der Verein sollte für diesen Moment gerüstet sein.
    Allein: Ich zweifle an der Führung beider Vereine und höre das Kichern im Rathaus, die eine Mieterhöhung für die Vereine aushecken, weil der Rasentausch so teuer war.
    Gute Nacht Sportstadt Graz!

    +3
    • Arch Stanton sagt:

      Mit Verlaub, aber ich glaube, wir nehmen uns hier zu wichtig. Dem Nagl und seiner Partie sind Fußball und Sturm Graz einerlei. Denen geht es nur darum, Macht zu haben und zu erhalten. Die setzen sich und ihregleichen an die Hebeln der Macht und sehen die Stadt als ihr Eigentum, als Verdienstmöglichkeit und persönlichen Spielplatz. Die Allgemeinheit interessiert diese Leute nur vor Wahlen. Und gewählt wurden sie ja.
      Das ist es, wo wir eingreifen können.
      Also:
      Auf die Schwoazn!
      Nagl raus!

      +7
    • Schworza99 Schworza99 sagt:

      Nein der Nagl hat schon einen ideologischen Auftrag in seinem Kopf. Wir erinnern uns damals wo wir fast keine Lizenz bekommen haben weil angeblich die Verhandlungen so zäh waren mit der Stadt (als einziger Mieter damals!). Du schickst einen der größten Vereine Österreichs nicht nach Klagenfurt oder in den Zwangsabstieg wennst ned komplett zerfressen bist vor Abneigung.

      +1
    • Arch Stanton sagt:

      Abneigung vielleicht, aber Ideologie könnt ich hier keine erkennen. Bei den ÖVPlern allgemein nicht, außer Gier und Abgehobenheit.

      +1
    • Adrian Pennino sagt:

      Nagl raus passt scho ..

      +1

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