Knappes Ding!

Spielbericht: SK Sturm Graz Damen vs. FK Austria Wien Frauen 2:1 (0:1)

Nach zwei Siegen in den ersten beiden Runden und dem zuletzt bitteren Remis in Neulengbach trafen die SK Sturm Graz Damen daheim im Stadion Liebenau auf die FK Austria Wien Frauen

Vor etwas dürftiger Kulisse, trotz freiem Eintritt, versuchten beiden Teams von Beginn an auf feuchtem Geläuf schnell auf die Spitzen zu spielen. Bis zur ersten richtigen Möglichkeit dauerte es allerdings einige Zeit. Und zwar bis zur 17. Spielminute: Zunächst konnte Mariella El Sherif einen zentral angetragenen Ball noch problemlos entschärfen, kurz darauf verschätzte sich Sturms Torfrau nach einer Flanke aber, wodurch die Austria beinahe zu einer sehr guten Einschussmöglichkeit kam. Wenig später folgte dann ein Freistoß für die Wienerinnen, den El Sherif mit etwas Glück noch auf der Linie klären konnte. Die Violetten waren in dieser Phase der Führung deutlich näher, wogegen Sturm zu passiv agierte. Die Blackys konnten erst in der 30. Minute so etwas wie Gefahr ausstrahlen. Nach einem Freistoß war es Julia Magerl, die mit dem Kopf an den Ball kam, diesen jedoch neben das Tor setzte. In der 33. Minute gingen dann aber die Gäste verdient in Führung. Nach einer Ecke kam Yvonne Weilharter zum Abstauber. Da hat die Grazer Defensive gar nicht gut ausgeschaut. Mit diesem enttäuschenden Zwischenstand ging es dann auch in die Halbzeitpause. 

Wenig zufriedenstellende Vorstellung in der ersten Hälfte (c) SturmNetz.at

In die zweite Hälfte starteten die Schwarz-Weißen deutlich aktiver, gefährliche Abschlüsse waren aber dennoch Fehlanzeige. Es war aber deutlich mehr Willen als noch im ersten Durchgang zu erkennen. Und das sollte sich bald bezahlt machen! Nach einem Freistoß in der 56. Min konnte Jasmin Dewein im Tor der Austria nur nach vorne abwehren, was Annabel Schasching dankend annahm und aus kurzer Distanz zum Ausgleich verwertete. In dieser Tonart ging es auch direkt weiter. Keine zehn Minuten später setzte die kurz davor eingewechselte Merle Kirschstein das Spielgerät nach einem Freist0ß gekonnt in die Maschen! Spiel gedreht! Sturm präsentierte sich im Gegensatz zur ersten Hälfte wie ausgewechselt und ließ die Austria kaum noch ins eigene Abwehrdrittel kommen. In der Schlussphase wurden die Wienerinnen doch noch gefährlich. Sie versuchten, die Gastgeberinnen hinten rein zu drücken, wodurch in der 80. Minute beinahe das 2:2 resultierte. Doch Sturms Defensive konnte den zweiten Gegentreffer noch irgendwie mit vereinten Kräften verhindern. Danach passierte nicht mehr viel und somit konnte Sturm mit den 842 anwesenden Fans den knappen 2:1 Heimerfolg feiern! 

 (c) SturmNetz.at

Nach einer wirklich schwachen ersten Hälfte bewiesen die Sturm Damen nach Wiederanpfiff ordentlich Moral und drehten die Partei innerhalb weniger Minuten sehenswert. Auch im weiteren Spielverlauf bis zum Schlusspfiff blieb der amtierende Vizemeister über weite Teile das tonangebenden Team. In der nächste Runde wartet auswärts der bisher noch punktelose FC Bergheim. 

Aufgrund technischer Probleme stimmen die Eintragungen bei der Austria leider nicht.

 

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7 Kommentare

  1. schwoaza Peter sagt:

    wow, do hot der harte schwoaze Kern wieder mal bewiesen was Sache ist !!!!

    Wäre wieder einmal eine Möglichkeit gewesen zu zeigen das die schwoaze Anhängerschaft was Besonderes ist !!
    Aber nein, die Hüpfburg (copyright Petzi H.) ist ja nur anwesend wenns ums ach so tolle große-ganze (Posing wie da Arnie) geht !!

    swg

  2. Schwarzer62 sagt:

    Stimme dir zu. Unsere Damen hätten sich beim nächsten Spiel im Stadion eine gut
    besuchte Nordkurve mit Support mehr als verdient.

    • ExSt sagt:

      Sie hätten sich generell mehr Support von allen verdient, auch von der Längsseite mehr Besucher. Immer nur von der Nord zu fordern und vermutlich selbst nicht hinzugehen ist dann schon etwas heuchlerisch. Ohne jetzt zu wissen ob du persönlich anwesend warsd, mein Kommentar auch generell an alle die gerne fordern, aber selbst Nichts unternehmen.

    • Melvinuss sagt:

      Das unterschreibe ich auch so, @ ExSt. Ich schaffs nebst Familie nicht mal zu jedem Herren-Spiel, und ich gehe davon aus, dass es sehr vielen ähnlich oder gleich geht. Neben allen anderen Themen, die uns aktuell umschwirren.

      @ schwoaza Peter/Schwarzer62: Ward Ihr selbst im Stadion? Bzw. wenn ja – und das ist absolut nicht bös gemeint – eventuell mit freundschaftlicher/verwandschaftlicher Beziehung zu einer der SpielerInnen/dem Betreuer-Team?

    • schwoaza Peter sagt:

      @Melvinuss: Nein ich war nicht im Stadion und ich habe auch keinen Bezug zu einer Spielerin und/oder Betreuer.
      Mit meinem zugegebenerweise bewusst süffisanten Kommentar wollte ich einfach mal eine kleine Retourkutsche zur Meinung vieler (sicher nicht aller) Nordkurvenbesucher geben, wir Längsseitensitzer sind keine wahren Fans weil wir nicht mithüpfen und mitsingen ! Als Schönwetter Fan lass ich mich auch nicht gerne bezeichen, bin bei jeden Match wenn es meine Zeit zulässt.

      Der unten geschriebene Kommentar von Siro ist für mich komplett richtig, es wird aber sicher der Großteil der Kurve auch von einem Match der 1er nicht viel mitbekommen (durch Choreos oder Dauergesänge), also ist es egal wenn man es mal für weniger Publicity macht.

      Und falls jetzt wer auf falsche Gedanken kommt, ich als Ü50er finde die Nordkurve toll (Gänsehautstimmung) und möchte sie nicht missen !!

      swg

  3. Siro sagt:

    Vielleicht finden ja Fußballanhänger die zum Herrenfußball gehen, Damenfußball einfach nicht spannend? Darf man das überhaupt noch sagen?

    Niemand macht ein Theater, wenn zur Herren-Baskettballbundesliga 150 Zuschauer kommen. Oder zur Damen-Volleyball 40. Wenn einem jedoch Damen-Fußball nicht interessiert, wird einem ein schlechtes Gewissen eingeredet.

    Ich bin schon sehr glücklich, wenn ichs drei Mal im Semester zu einem Sturmkick schaffe.

    • Beutelspecht sagt:

      Geb dir da absolut recht Siro. Habs mir im TV angesehen. Aber ehrlich, für so ein Spiel fahr ich net 100km nach Graz. Da ist jedes Spiel in der Gebietsliga hochwertiger.

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