Keine Punkte mehr zu verschenken!

Damen-Wochencheck nach Runde 7

Eine überraschende Niederlage später…

Es ist schwer abzuschätzen, wie schwer die verlorenen drei Punkte gegen Altenmarkt am Ende der Saison wiegen werden, aber die Enttäuschung war dem schwarz-weißen Team am Ende ins Gesicht geschrieben. Der ungünstige Spielverlauf samt Ausfall von Torfrau Gritzner – geschenkt. Die SK Sturm Frauen müssen dennoch in der Lage sein Gegnerinnen wie Altenmarkt mehr als ein Tor zu schießen. Bei tiefstehenden Gegnerinnen taten sich die Schwoazen in dieser Saison bisher ungleich schwerer als in der Vorsaison, was der Trainer auch mit einer leicht veränderten Spielanlage zu verbessern versuchte. Zusammen mit dem bereits angesprochenen Ausfall (Lang: „Bei Gritzner sind zwei Bänder an-, aber wohl nicht komplett durchgerissen. Mit Tape sollte das in 14 Tagen wieder gehen“) war aber die Überforderung mit den Veränderungen in Spielanlage und durch den Spielverlauf im jungen Team klar auszumachen. Das für Sturm-Fans schmerzhafte Highlightvideo auf ÖFB-TV kann man natürlich über den Hyperlink ansehen.

Die Tabelle sah schon einmal rosiger aus. | Screenshot: fussballoesterreich.at

Die Aufholjagd beginnt jetzt!

Christian Lang gab am Tag nach dem Spiel durchaus mit Nachdruck zu Protokoll: „Die kurzfristigen Ziele sind nun auf jeden Fall die nächsten zwei Spiele zu gewinnen und ordentlich Dampf zu machen.“

Ich will hungrige und bereite Spielerinnen sehen, die Leistung zeigen.

Das wird auch bitter nötig sein, denn sonst droht schon vor Halbzeit der Saison, dass man die Saisonziele, eine stetige spielerische Verbesserung des Kaders und ein Anschließen an den Aufwärtstrend bei den Leistungen aus den Vorjahren, verpasst. Diesbezüglich fand der Trainer auch ungewohnt klare Worte: „Wir sind nun schon ein wenig unter Druck, aber das müssen wir eben auch lernen.“

Mit ordentlich Zug zum Tor in die nächsten Spiele | (c) Martin Hirtenfellner Fotografie

Die sich durch die Saison ziehende Abschlussschwäche in der Offensive gepaart mit dem Pech mehrerer Stangenschüsse sorgt dafür, dass Sturm nun bereits sechs Punkte hinter dem zweiten Rang liegt. Spiel um Spiel betonen die Verantwortlichen, dass das junge Team rund um Kapitänin Celina Degen gute Leistungen bringt und für den niedrigen Altersschnitt erstaunlich viel Reife in den Zweikämpfen zeigt. Vom Einsatz kann man sich aber nur etwas kaufen, wenn am Ende auch die Punkte geholt und die Gegentore verhindert werden – und darum geht es nun in den kommenden Spielen auswärts gegen Horn sowie zu Hause gegen Vorderland.
Die Abwehr hatte ausreichend Eingewöhnungszeit. Jetzt, wo Torfrau Vanessa Gritzner zumindest das nächste Spiel verpassen wird, gilt es der Ersatztorhüterin Mariella El Sherif unter die Arme zu greifen und möglichst wenige Torabschlüsse zuzulassen. Ja, es handelt sich bei unserer Nummer zwei mit der 1 auf dem Trikot um die U17-Nationaltorhüterin, aber eben auch um eine hochveranlagte Spielerin, die noch immer in der U17 spielberechtigt ist. Die Gegnerinnen vom SV Horn werden auf jeden Fall alles daran setzen gegen unsere Schwoazen ordentlich Druck zu machen. Den gilt es zu unterbinden, denn Sturm kassierte (mit bisher elf aus sieben Spielen) zu viele Gegentore.

Bleibt zu hoffen, dass die schnelle, trickreiche Bella Habuda zurück ins Team kommt und wir uns am kommenden Wochenende über ein paar Tore und schöne Ballaktionen der Offensivabteilung rund um „Modi“ Uka, Wagner, Frieser und Cancienne freuen können. Mit der Niederlage gegen Altenmarkt steht fest: Im Kampf um den Vize-Meistertitel helfen dem Team nur noch Siege. Und die ersten drei Punkte sollen gleich in Niederösterreich mitgenommen werden. Der Kader hat es auf jeden Fall drauf.

 

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