Keine Punkte in Wildon

Spielbericht: SK Sturm Graz Amateure vs. TuS Union Gurten (0:1)

Heiß her ging es in der 14. Runde der Regionalliga Mitte im Heimspiel gegen die TuS Union Gurten. Das lag zunächst aber nicht am Spiel, sondern an den spätsommerlichen Temperaturen von über 20 Grad. Die Gäste aus Oberösterreich mussten punkten, um den Anschluss an das Mittelfeld der Tabelle nicht zu verlieren. Sturms Amateure kämpften dagegen um die Rückeroberung der Tabellenspitze, die man an den SV Lafnitz abgeben musste. Nach Verlustpunkten stand man aber trotzdem noch auf Platz eins, da das Spiel der 13. Runde gegen die Juniors Oberösterreich erst nachgetragen werden muss.

Biedere erste Hälfte

In der Anfangsphase war eine aggressive Wespe, die die Besucher und deren Getränke attackierte wohl noch das Erwähnenswerteste, denn am grünen Rasen tat sich derweil absolut gar nichts. Michael John Lema gab dann für Sturm in der 13. Minute den ersten Warnschuss ab. Doch sein Versuch aus der Distanz war kein Problem für Gurtens Schlussmann Julian Brunthaler. Nachdem wieder knapp zehn Minuten ohne nennenswerte Aktionen vergingen, vergab Sebastian Mann die Riesenchance auf die Führung: Nach einer schönen Kombination haute der 20-jährige die Kugel völlig freistehende über das Tor! Was war eigentlich mit Gurten? Die Gäste konzentrierten sich hauptsächlich auf die Defensive und versuchten Gefahr durch Konter zu erzeugen, scheiterten zumeist jedoch schon im Mittelfeld. Wirklich gefährlich wurden die Oberösterreicher aber in den gesamten ersten 45 Minuten nicht. Aber auch Sturm tat sich schwer und scheiterte mit der einzigen großen Möglichkeit kläglich. Die etwa 100 anwesenden Besucher im Ausweichquartier Wildon mussten sich zunächst mit fußballerischer Schonkost begnügen. Mehr als ein null zu null war in Halbzeit eins somit nicht drinnen.

(c) Martin Hirtenfellner – Fotografie

Wer die Chancen nicht nutzt…

Die Union Gurten benötigte ganze 53 Minuten für den ersten richtigen Torschuss: Nachdem Rene Wirth von Marco Gantschnig etwas unsanft gestoppt wurde, versuchte es der Gefoulte selber, sein Freistoß landete aber nur im Außennetz. Von den Sturm Amateuren kam in dieser Spielphase leider sehr wenig. Einzig ein Kopfballversuch von Gantschnig nach einer Ecke, der aber schlussendlich über die Querlatte ging, war bis Mitte der zweiten Hälfte die einzige Möglichkeit der Gastgeber. Sturm kam eigentlich nur noch durch Standards zu Möglichkeiten, vergab diese aber kläglich. Vor allem in Minute 75: Der wendige Lema tankte sich durch die gegnerische Defensive und konnte nur noch regelwidrig gestoppt werden. Schiedsrichter Marco Schlacher zeigte sofort auf den Punkt, doch der gelegte trat selber an und scheiterte mit einem eher schwachen Schuss an Torhüter Brunthaler. Und wer die Tore nicht macht, der bekommt sie bekanntlich selber. Diese alte Fußballweisheit trat auch heute wieder ein. Die Gäste aus Gurten nutzten eine Unachtsamkeit der Grazer Defensive und trafen mit einem ihrer seltenen Angriffe in den Schlussminuten durch den eingewechselten Ivan Grabovac zum 0:1. Nachdem im letzten Heimspiel der Schiedsrichter ersetzt werden musste, ging in diesem Spiel eine der Eckfahnen zu Bruch. Wieder unterbrach der Regelhüter die Partie, doch nachdem kein Ersatz parat war, reparierte Evergreen Martin Ehrenreich das Utensil notdürftig. Wildon scheint also kein guter Boden für die Grazer zu sein. Mehr als eine Gelb-Rote Karte für Gantschnig wegen Unsportlichkeit passierte dann allerdings nicht mehr. Sturm ging in einem großteils sehr zerfahrenem Spiel als Verlierer vom Platz. Zwar hatte man deutlich mehr Chancen, vergab diese aber äußerst billig.

Spieldaten

SK Sturm Graz Amateure – TuS Union Gurten 0:1 (0:0)

Schiedsrichter: Marco Schlacher

Assistenten: Stefan Grau, Karl Schlacher

Sturm Amateure: Ehmann; Wetl, Gantschnig, Ferk, Ehrenreich; Mann, Ostermann (81. Puster), Lema (75. Trummer), Sittsam, Steinwender (60. Krienzer); Schubert

Ersatzspieler ohne Einsatz: Giuliani, Fadinger

TuS Union Gurten: Brunthaler; Reiter, Schott, Feichtinger, Bajic, Toth, Wirth, Schnaitter, Hirsch, Zirnitzer, Burghuber

Ersatz: Wimmer; Grabovac, Belem, Hüttmair, Kolakovic

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