Keine Champions League – Hymne in Graz

Sturm Damen erreichen den zweiten Tabellenplatz

© Martin Hirtenfellner Fotografie

In den letzten sieben Tagen waren die Damen des Sportklub Sturm im Auslandseinsatz auf Zypern, dem internationalen Geschäft wegen. Die Qualifikationsgruppe 5 der UEFA Women’s Champions League wurde in Nikosia ausgetragen, und die Schwoazen Damen waren mittendrin. Die Gruppengegner und den Modus haben wir bereits in einem vorigen Artikel vorgestellt, und der dort getätigte Ausblick sollte sich als weitestgehend richtig darstellen. Zwei deutlichen Siegen gegen Nimoreni und Sofia sollte das Finalspiel gegen Limassol folgen, dieses nahm am Montagnachmittag leider keinen günstigen Ausgang. Die Spiele im Detail:

Klub Siege Niederlage Torverhältnis Punkte
Apollon Ladies 3 0 13 9
SK Sturm Damen 2 1 3 6
NSA Sofia 1 2 -5 3
FC Noroc Nimoreni 0 3 -11 0

Spieltag 1, 22. August:
SK Sturm Graz Damen – FC Noroc Nimoreni (MDA) 4:0 (0:0)

© sksturm.at

Der moldawische Meister erwies sich über weite Strecken als ungut zu bespielender Gegner. Bis zur 60. Spielminute sollte es dauern, bis der Abwehrriegel geknackt werden konnte, die junge Kathi Naschenweng trifft von der Strafraumgrenze aus ins Kreuzeck. Mit der Führung im Rücken öffneten sich für die Sturmdamen nun mehr Räume die auch genützt werden, zwei Treffer von Julia Kofler und ein weiteres Tor von Naschenweng sorgten schließlich für einen verdienten 4:0 Sieg gegen kämpfende, spielerisch aber doch limitierte Moldawierinnen.

SK Sturm Graz Damen: Kristler – Wurzinger, Weilharter, Winter, Mak (Gatternig, 46.) – Cancienne (Starchl 72.), Malle, Degen – Kofler, Frieser (Wagner, 85.), Naschenweng

FC Noroc Nimoreni: Panova – Frunza, Prisăcari, Cerescu, Ursu – Topal, Toma – Miron, Chiper, Cereşnea – Țabur

Tore: 1:0 Naschenweng (60.), 2:0 Kofler (66.), 3:0 Kofler (70.), Naschenweng (81.)

Spieltag 2, 25. August:
NSA Sofia (BUL) – SK Sturm Graz Damen 1:3 (1:2)

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Im zweiten Spiel im Glutofen des Makario Stadium in Nikosia trafen die Grazerinnen bei offiziell 36°C Außentemperatur auf den letztjährigen bulgarischen Meister aus Sofia. Diesmal sollte die Ladehemmung nicht so lange andauern, bereits in der 21. Minute trifft Mittelstürmerin Jessica Frieser nach Assist von Julia Mak zur 1:0 Führung. Diese war allerdings nur von kurzer Dauer, nach einem Ballverlust im Mittelfeld greift Sofia an und deren Kapitänin Silvia Radoyska trifft mit einem Weitschuss, der sich über Torfrau Anna Carina Kristler ins Netz senkt. Der Schock sollte nicht lange andauern, gegen sehr defensive Bulgarinnen trifft Kathi Naschenweng nach 30 Minuten wie schon gegen Niromeni wieder ins Kreuzeck und zur erneuten Führung der Grazerinnen. Dies ist zugleich auch der Halbzeitstand. In der zweiten Hälfte standen die Bulgarinnen noch tiefer, Sturm fand kaum noch ein Durchkommen. Einmal gelang es aber doch, Naschenweng diesmal mit der Flanke, in der Mitte brauscht die US-Amerikanerin Emily Cancienne (die einzige Legionärin im Dress der Grazerinnen) herbei und köpft den Ball zum 3:1 Endergebnis ein.

SK Sturm Graz Damen: Kristler – Wurzinger, Weilharter, Winter, Gatternig – Cancienne (Posch 75.), Malle, Degen – Mak (Starchl, 63.), Frieser (Wagner, 89.), Naschenweng

NSA Sofia: Doneva – Razhgeva, Boycheva, Tsekova, Mitova– Radoyska, Nacheva – Penkova (Ivanova 59.), Gospodinova, Aleksandrova – Koshuleva

Tore: 0:1 Frieser (21.), 1:1 Radoyska (22.), 1:2 Naschenweng (30.), 1:3 Cancienne (56.)

Spieltag 3, 28. August:
SK Sturm Graz Damen – Apollon Ladies 1:4 (0:3)

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Die Ausgangslage war klar. Apollon hatte sowohl gegen Sofia als auch gegen Niromeni höher gewonnen als die Grazerinnen, somit musste ein Sieg her, um den Gastgeberinnen den Gruppensieg noch zu entreißen. Entsprechend motiviert starteten die Sturmdamen, eine erste Chance der erneut starken Naschenweng konnte Torfrau Elisabeth Stout parieren. Nach 16 Minuten durfte Limassol erstmals jubeln, die Schwedin Anna Molin traf zur Führung. Nachdem ein Lupfer von Naschenweng von einer Verteidigerin noch von der Linie gekratzt wurde, traf Limassol durch Kyriaki Kynossidou und Rosella Ayane vor der Pause noch zweimal. In der zweiten Hälfte erzielt die junge Naschenweng mit ihrem vierten Turniertor den Ehrentreffer, ehe die Rumänin Laura Rus eine Viertelstunde vor Schluss den Endstand fixierte. Damit steht Apollon Limassol mit neun Punkten aus drei Spielen unangefochten an der Spitze der Qualigruppe, hinter Sturm reiht sich NSA Sofia mit einem 1:0 Erfolg gegen Niromeni auf dem dritten Platz ein.

Damit wird es heuer also nichts mit der Qualifikation für die CL-Hauptrunde, Trainer Christian Lang blickt dennoch nicht unzufrieden auf die Woche in Zypern zurück, wie er gegenüber sksturm.at sagt: „Diese Woche auf Zypern war für uns wie ein Trainingslager mit drei starken Spielen. Wir haben uns mental und fußballerisch zusammengespielt und sind bereit für die Meisterschaft.“ Damit bleiben die Damen des SKN St. Pölten der einzige österreichische Vertreter in der Hauptrunde, sie werden u.a. von den Damen von Ajax Amsterdam, VfL Wolfsburg oder dem letztjährigen Sieger Olympique Lyon begleitet. Für die Sturmdamen geht es in der heimischen Liga am kommenden Sonntag in Bergheim weiter, das nächste Heimspiel findet am Samstag, den 9. September um 14:00 im Trainingszentrum Messendorf statt, Gegner ist der USC Landhaus.

 

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