Kampf verloren!

Spielercheck: SK Sturm Graz vs. FC Red Bull Salzburg

Die SturmNetz-Leserbewertungen der einzelnen Spieler der Begegnung SK Sturm Graz vs. FC Red Bull Salzburg sind abgeschlossen und alle Einsendungen ausgewertet. Wir haben den Durchschnitt aus allen eingegangenen Benotungen zu jedem Spieler berechnet, sowie eine (subjektive) schriftliche Beurteilung hinzugefügt. Nach jedem Match wollen wir nicht nur Noten, sondern auch den ehrenvollen Titel „Man of the Match“ an den Spieler mit der besten durchschnittlichen Gesamtbenotung vergeben.

Man of the Match:

(c) Martin Hirtenfellner Fotografie

Peter Zulj – Note: 1,83

Peter Zulj, ein ständiges Auf und Ab, aber wenn man seine Leistung objektiv bewertet, so muss man jedenfalls einen Aufwärtstrend feststellen. Seine spielerische Performance lässt an alte Tage erinnern. Zulj arbeitet gut gegen den Ball und ist sich für keinen Zweikampf zu schade. Sein Spiel nach vorne funktioniert alles in allem auch sehr gut. Was unserem Zehner fehlt, ist ein richtiger Partner im Spielaufbau. Er scheint oft alleine auf weiter Flur, auf der Suche nach einem kongenialen Partner. Zu seinem Tor, welches kurzzeitig zum Ausgleich geführt hatte, gibt es nicht viel zu sagen. Es gehört eindeutig der Kategorie Traumtor an und es war dies sein zweiter direkt verwandelter Freistoß in der Bundesliga. Zuletzt gelang ihm dieses Kunststück im Februar 2014, als er noch im Dress des Wolfsberger AC auflief.

Stefan Hierländer – Note: 2,08

Stefan Hierländer tut das, was ein Kapitän tun muss. Er übernimmt Verantwortung. In der ersten Halbzeit trat er, wie auch die komplette schwarz-weiße Mannschaft, etwas gehemmt auf und war in erster Linie in der Defensive beschäftigt. Doch in der zweiten Halbzeit wurde Hierli immer offensiver und brachte die Bälle gut nach vorne, was mitunter auch der Grund war, warum er beim Gegentor nicht allzu gut ausgesehen hat. Die Rolle in der Offensive, für die er auch ursprünglich angedacht war, stand ihm sehr gut. Es bleibt zu hoffen, dass die Formkurve nach seiner Verletzung weiterhin nach oben zeigt.

Philipp Huspek – Note: 2,22

Philipp Huspek zeigt Woche für Woche, weshalb Heiko Vogel ihm den Vorzug gegenüber gelernten Stürmern gibt. Stets bemüht überläuft er ein ums andere Mal die Abwehr des Gegners, konnte aber leider im Abschluss nicht die richtigen Akzente setzen, um das wohlverdiente Tor zu machen. Er war jedoch sicher einer der bemühtesten Grazer am Platz, weswegen man ihn überall finden konnte.

Otar Kiteishvili – Note: 2,24

Der Georgier ist definitiv einer der besten Neuzugänge des Sommers. Spritzig, schnell und ballsicher – das sind einige Eigenschaften und so konnte man sein gestriges auch Spiel beschreiben. Er agierte im letzten Drittel immer aggressiv und zeigte sich kämpferisch. Vor allem seine Solo-Aktion in der zweiten Halbzeit, die nur aufgrund einer Glanzparade von Stankovic nicht mit einem Tor belohnt wurde, lässt darauf hoffen, dass Otar seine Torflaute bald überwinden wird.

Sandi Lovric – Note: 2,33

Sandi bildete mit „Lacky“ die Doppelsechs und konnte sowohl defensiv als auch offensiv einige Akzente setzen. Das Zusammenspiel mit Lackner funktionierte relativ gut und lässt auch darauf hoffen, dass das defensive Mittelfeld stabilisiert wird. Er wurde schließlich in der 84 Minute für Lukas Grozurek ausgewechselt.

Jörg Siebenhandl – Note: 2,52

Nachdem im letzten Spiel erstmals die Null gestanden war, konnte die Nummer 27 der Blackys wieder mehr Sicherheit im Kasten ausstrahlen. Er hielt seine Mannschaft über beide Halbzeiten mit mehreren spitzenmäßigen Paraden im Spiel. Einzig seine Ausschüsse, eigentlich eine seiner Stärken, weisen abermals Verbesserungspotential auf. Bei beiden Gegentoren war er chancenlos.

Anastasios Avlonitis – Note: 2,53

Der sympathische Innengrieche kommt immer mehr in Form. Was oftmals sauer aufstößt, sind die Kommunikationsprobleme in der Abwehr. Es entsteht der Eindruck, dass die sprachliche Barriere der Auslöser für den einen oder anderen Stellungsfehler sein könnte. Bei Standards ist er aufgrund seiner Kopfballstärke immer gefährlich, noch fehlt aber ein Tor. Die Defensivleistung von Avlo war in Ordnung – stets bemüht mit soliden Balleroberungen. Man darf sich für die Zukunft durchaus erhoffen, dass er die Bälle eher nach vorne bringt, anstatt selbige ständig zurück zu Siebenhandl zu spielen.

Lukas Spendlhofer – Note: 2,64

Der immer bemühte Spendlhofer konnte auch in diesem Spiel seine Fähigkeiten unter Beweis stellen. Er klärte einige Male in höchster Not und zeigte auch ein bissiges Zweikampfverhalten. Vor allem in der 1. Halbzeit ließ er jedoch die wichtigen Pässe nach vorne vermissen. Auch bei einem Freistoß in Hälfte eins konnte er fast – wie schon gegen die Mattersburger – einnetzen.

Fabian Koch – Note: 2,82

Fabian Koch, der Dauerbrenner. Noch läuft es nicht ganz nach Plan für den Tiroler. Sein Spiel ist geprägt von vielen Fehlern bei der Ballannahme. Ebenso ist seine Passqualität eines Fabian Kochs noch nicht würdig. Was ihn jedoch von der restlichen Abwehr unterscheidet, ist der unbändige Drang nach vorne. Koch versucht immer wieder, über die Außenbahnen nach vorne zu kommen und es gelang ihm auch das eine oder andere Mal. Bei seinem Schuss fehlte etwas Präzision – vergönnt wäre ihm ein Treffer allemal gewesen.

Markus Lackner – Note: 3,1

Wie auch schon im letzten Spiel ist die Leistung des großgewachsenen Sechsers nicht gerade einfach zu bewerten. Seine Defensivarbeit ist durchaus kompakt und sicher, offensiv fehlen ihm oftmals die richtigen Ideen bzw. der Pass in die Tiefe. In der zweiten Halbzeit konnte er sich noch mit einem Gustostückerl auszeichnen, dem es an der notwendigen Vehemenz mangelte, um  Stankovic in Verlegenheit zu bringen.

Dario Maresic – Note: 3,17

Er zeigte eine solide Defensivleistung, vor allem wenn man die für die heimische Liga viel zu hohe Qualität der Salzburger in der Offensive bedenkt. Leider war er beim 1:0 der Bullen einen Schritt zu langsam, wodurch Frederik Gulbrandsen traumhaft abschließen konnte.  In der 2. Halbzeit sank der Druck auf die schwarz-weiße Hintermannschaft, da die Grazer mehr vom Spiel hatten und so für Entlastung gesorgt werden konnte.

Einwechslungen:

Emeka Eze – Note: 2,6

Eze kam in der letzten Viertelstunde als Joker für Dario Maresic ins Spiel. Er fiel immer wieder durch Einzelaktionen an den Flügeln auf und kämpfte so wie auch der Rest der Mannschaft bis zum Umfallen. Leider konnte sich abermals nicht mit dem so ersehnten Befreiungsschlag belohnen. Seine Spielweise erinnert nun aber schon wieder an seine Form der letzten Saison und lässt definitiv für die nächsten Wochen Hoffnung keimen.

Markus Pink – Note: 2,71

Der Stürmer aus Kärnten sollte in den letzten Minuten für mehr Schwung im gegnerischen Strafraum sorgen und die eine oder andere seiner Balleroberungen führte letztendlich zu einer gefährlichen Aktion. Sein Durchsetzungsvermögen und seine Zweikampfstärke im Strafraum waren grandios. Leider fiel ein vielversprechender Abschluss Pinks zu zentral aus. Auch ihm fehlen, so wie auch seinen Kollegen im Sturm, derzeit noch die Tore.

Lukas Grozurek – Note: 3,24

Als Joker hätte „Grozu“ für zusätzliche Torgefahr sorgen sollen, was ihm allerdings nicht gelang. Zugegeben, der Zeitpunkt des Wechsels hätte nicht ungünstiger gewesen sein können. Das Spiel war gerade schnell, rassig und körperbetont. Für Gorzurek eindeutig zu schnell. Er kam zu Beginn seines Auftritts leider überhaupt nicht damit klar.

Sonstige Bewertungen:

Heiko Vogel – Note: 2,84

Der Sturm-Coach hatte ganz offensichtlich einen Plan erarbeitet, mit dem die unglaublich starken Salzburger geschlagen hätten werden können. Dass dieser nicht zur vollsten Zufriedenheit aufgehen sollte, schmälert den positiven Gesamteindruck nicht. In der ersten Halbzeit versuchte er von der Coachingzone aus vor allem die Defensive zu stabilisieren. Häufiges Stirnrunzeln unter dem roten Haarschopf legte Zeugnis darüber ab, dass die ersten 45 Minuten nicht dem entsprachen, was er seinem Team tatsächlich aufgetragen hatte. In der zweiten Halbzeit hatte er kaum Zeit, sich hinzusetzten. Stand förmlich wie angenagelt in der linken Ecke der Coachingzone und dirigierte seine Mannschaft – meist nach vorne. Schon recht früh brachte er mit Markus Pink den ersten frischen Spieler in die Partie, was sich als sinnvoll herausstellte und mehr Schwung in die Partie brachte. Vogel hatte seine Truppe sehr gut auf das Spiel gegen die Salzburger vorbereitet, leider fehlte schlichtweg auch das notwendige Glück, um einem übermächtigen Gegner Punkte abzuringen.

Schiedsrichter-Team um Julian Weinberger – Note: 2,41

Das Schiedsrichterteam zeigte in einer vor allem in der 2. Halbzeit hitzigen Partie eine solide Leistung mit wenigen Fehlentscheidungen. Einzig und alleine ein Eckball, der wiederholt wurde, musste fälschlicherweise aufgrund eines vermeintlichen „Frühstarts“ wiederholt werden. Ärgerlich: Dieser hätte nach dem ersten Versuch wahrscheinlich zu einem Strafstoß für den SK Sturm führen müssen.

Das SturmNetz – Team bedankt sich für 188 eingegangene Bewertungen, widmet dem Man-of-the-Match, Peter Zulj, folgende Nummer:

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5 Kommentare

  1. Bozo Bazooka sagt:

    Auch wenn es jetzt besser zu laufen scheint, bin ich der Meinung, dass weder Huspek in den Sturm noch Hierländer in die Linksverteidigung gehört. Man beraubt sich damit eher der Möglichkeit, schnell über die Flügel zu kommen.

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  2. Supersturm sagt:

    Ich sehe die Bewertung des defensiven Mittelfeldes (Lackner u. Lovric) nicht so wie der Autor. Für mich waren die beiden leider entscheidend, dass RB in Hälfte 1 viel Druck aufbauen konnte. Sie stehen meiner Meinung nach zu weit auseinander und sind leider zu langsam. Daher hatte  Salzburg in der Mitte immer viel Platz – so ist auch das 1. Tor entstanden.. Ungehinderte Ballannahme von Junuzovic in der Mitte und Pass auf Gulbrandsen.

    Nach der Pause u. dem Austausch von Lackner wurden auf einmal fast alle Bälle im Mittelfeld abgefangen und konnten wieder gefährlich nach vorne gebracht werden…

    Ansonsten bin ich mit der Bewertung ziemlich einverstanden – mein persönlicher Man of the Match war aber der Kapitän – unglaublich, wie der vorangeht und versucht, seine Kollegen mitzureißen!

     

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  3. msonni msonni sagt:

    Für mich war das Spiel ein echter Balsam auf der Sehle.
    Viele Tugenden die lange Zeit vermisst waren, waren für mich wieder zu erkennen im Spiel meiner Blackys. Noch dazu musste man offensichtlich nur mit 10 Mann am Platz gegen den ungeschlagenen Tabellenersten antreten.

    Grundsätzlich empfinde ich die Bewertungen mehr oder weniger absolut in Ordnung,
    womit ich aber in keinster Form auch nur annähernd d’accord  bin, ist die Bewertung von Lackner.:

    Grundsätzlich widerspreche ich bereits dem 1. Satz, den seine Leistung ist meines Erachtens sehr einfach zu beurteilen –> UNFASSBAR SCHLECHT

    Sobald ein Ball aus der Verteidigung an Lackner ging, auf der Stelle zurück an den Passgeber, Kopf einziehen und schnell abtauchen.
    Das Stellungsspiel Defensiv war eine ABSOLUTE Katastrophe.

    In der gesamten ersten Hälfte hab ich keinen einzigen richtigen Zweikampf von Lackner in Erinnerung, verglichen mit gefühlten 15 von Sandi Lovric.
    Wobei ich mir im klaren darüber bin, dass die Leistung von Sandi Lovric als 6er vermutlich auch bei wenigen Zungenschnalzen verursacht hat, finde ich den direkten Vergleich so bezeichnend für meine Kritik.

    Lovric hatte bei Gott kein grandioses Spiel (wobei er mir als 6er immer besser gefällt), ihm seinen Kampfgeist abzusprechen fällt dennoch vermutlich jedem aufmerksamen Beobachter schwer.

    Vielleicht bin ich auch einfach angewidert in Bezug auf Lackner von Fußballern die in der höchsten Liga einfach mit so einer Lustlosigkeit wie ein Lackner kicken.
    Nach der 1. Halbzeit war es für mich wirklich ein Rätsel wie die Rücknummer 6 noch aus der Kabine kommen durfte und erst nach der 60. Minute erlöst wurde.

    Ein riesengroßes Lob an dieser Stelle aufjedenfall an die Kurve;die Stimmung in Graz ist für mich einfach alleine schon Grund genug immer wieder in das Stadion zu kommen.

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  4. SchwarzerRabe sagt:

    Spielercheck: SK Strum Graz vs…….

    ?

    😉

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  5. jorge72 sagt:

    ranko popovic heute als trainer in st. pölten vorgestellt worden – schade sag ich nur dazu!!!

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