Kaderplanung läuft auf Hochtouren

Wer bleibt, wer geht, wer kommt?

Nach der Transferzeit ist vor der Transferzeit. Nicht weniger als zehn Verträge laufen im Sommer aus, zusätzlich endet der Leihkontrakt mit Baris Atik. Für Geschäftsführer Sport Günter Kreissl laufen die Planungen für die neue Saison bereits seit längerem, in der Länderspielpause fanden Gespräche mit Spielern statt, deren Arbeitspapier ausläuft. Hier der derzeitige Status Quo:

Marko Stankovic

Die sportliche Situation von Marko Stankovic in dieser Saison beim SK Sturm ist durchaus als schwierig zu bezeichnen. Der in Krems geborene Offensivspieler pendelte im Herbst noch zwischen Ersatzbank und Tribüne, im Frühjahr schaffte er es bisher in noch keinem Spiel in den 18 Mann umfassenden Spieltagskader. Günter Kreissl vermerkt gegenüber der Kleinen Zeitung, dass Sturm nach jetzigem Stand den Vertrag mit dem 31-Jährigen nicht verlängern wird. Unter anderem darüber haben wir mit seinem Berater Max Hagmayr gesprochen, der uns wissen lässt: „Marko ist Sturm durch und durch, obwohl er derzeit nicht spielt, verhält er sich stets vorbildlich und trainiert gut. Er würde gerne weiterhin bei Sturm bleiben, sollte das nicht möglich sein, werden wir uns nach Alternativen umsehen. Man soll im Fußball aber niemals nie sagen.“ Besonders betonen möchte der Berater allerdings, dass „Sturm sich sehr vorbildlich verhalten hat. Man hätte uns absolut nichts in den Weg gelegt, wenn sich etwa im Winter eine Möglichkeit im Ausland ergeben hätte. Allerdings ist dies letztendlich nicht zustande gekommen.“

Einschätzung von SturmNetz: Die Wege des SK Sturm und Marko Stankovic werden sich im Sommer tendenziell trennen, die schon im Herbst ungünstige Situation hat sich im Frühjahr weiter verschlechtert. Aktuell spielt Stankovic in den Überlegungen von Franco Foda nur eine stark untergeordnete Rolle – sollte sich das in den verbleibenden Spielen nicht ändern, ist ein Abgang die für alle Seiten logische Folge.

Simon Piesinger

Auch die Zukunft des Linzers beim SK Sturm ist noch offen. Nach langen Verletzungsproblemen kämpft der Mittelfeldspieler aktuell mit einem Formtief. Nichtsdestotrotz ist Sturm daran interessiert, den Vertrag mit dem 1,94-Hünen, der im Mai seinen 25. Geburtstag feiert, zu verlängern, wie Günter Kreissl in der Kleinen Zeitung betont. Der Sportdirektor der Blackies vermerkt allerdings auch, von Seiten des Spielers noch keine Reaktion diesbezüglich erhalten zu haben. Max Hagmayr sagt hierzu gegenüber SturmNetz: „Wir haben vor einiger Zeit mit Günter Kreissl vereinbart, die Gespräche zu verschieben. Simon war lange verletzt, wichtig ist jetzt, dass er fit ist und wieder spielt. Für weitere Gespräche warte ich jetzt erst einmal auf ein Zeichen von Sturm. Simon spielt nach seiner Verletzung noch nicht das, was er kann. Das hat er in der Vergangenheit aber bereits bewiesen und das wissen auch diverse Interessenten.“

Einschätzung von SturmNetz: Simon Piesinger scheint unter Foda derzeit gesetzt zu sein. Sollte er weiterhin zu Spielzeit kommen und im Verlauf des Frühjahrs auch die Leistungskurve nach oben zeigen, tendieren wir dazu, von einem Verbleib auszugehen.

© Martin Hirtenfellner Fotografie

Christian Schoissengeyr

Der derzeit verletzte Innenverteidiger konnte in dieser Saison mit starken Leistungen aufzeigen. Während der U21-Teamspieler in der vergangenen Saison lediglich bei den Amateuren auflief, kam er in dieser Saison bereits bewerbsübergreifend zu 14 Einsätzen, in denen er zwei Tore erzielen konnte. Aufgrund eines doppelten Bänderrisses im Sprunggelenk wird sich diese Zahl in dieser Saison nicht mehr erhöhen. Der in der Dominikanischen Republik geborene 21-Jährige hat jedoch eindrucksvoll bewiesen, dass er eine wertvolle Alternative im Kader ist. Nichtsdestotrotz musste sich der Rechtsfuß für gewöhnlich hinter Christian Schulz und Lukas Spendlhofer anstellen. Die Kleine Zeitung ließ heute mit der vermeintlichen Aussage aufhorchen, der Spieler sei derzeit nicht an einer Verlängerung bei Sturm interessiert. Eine Aussage, die sein Berater – auch in diesem Fall Max Hagmayr – so nicht bestätigt: „Es hat in diesem Fall bereits mehrere Verhandlungsrunden gegeben, die aber ergebnislos verlaufen sind. Es ist allerdings auf beiden Seiten kein großer Druck da, denn Sturm hat ohnehin eine Option, um den Vertrag ein weiteres Jahr zu verlängern. Sturm möchte Christian aber auch über diesen Zeitraum hinaus halten. Hier ist es keinesfalls so, dass wir von vorneherein Nein sagen, aber die Rahmenbedingungen müssen passen.“

Auch Günter Kreissl dementiert diesbezüglich auf Nachfrage von SturmNetz: „Dazu muss ich sagen, dass Herr Klimkeit mich falsch zitiert hat. Wir arbeiten sehr wohl an einer Verlängerung, nur sind wir noch nicht so weit, um die Gespräche zu einem Abschluss zu bringen. Der Satz, dass „derzeit kein Interesse von Spielerseite besteht, weiterhin bei Sturm zu spielen“, ist so nie gefallen.“

Einschätzung von SturmNetz: Grundsätzlich ist aufgrund der gezeigten Leistungen davon auszugehen, dass Sturm die Möglichkeit der Option wahrnehmen und den Spieler damit zumindest ein weiteres Jahr an den Verein binden wird. Was einen langfristigen Vertrag betrifft, dürfte es wohl eine Frage der sportlichen Perspektive sein. Schoissengeyr würde bei so manch anderem Bundesliga-Verein wohl ein Stammplatz winken. 

Sandi Lovric

Dieses Thema wurde medial bereits mehrfach behandelt, auch von uns. Fakt ist, dass der seit kurzem 19-Jährige sportlich einen sehr schweren Stand bei Franco Foda hat, derzeit nur bestenfalls vierte Wahl im zentralen Mittelfeld ist und im Sinne seiner Karriere definitiv den nächsten Schritt machen muss. Sturm betonte mehrfach in Person von Günter Kreissl und auch Christian Jauk, dass man den Osttiroler gerne behalten möchte. Unter anderem der Kronen Zeitung konnte man entnehmen, dass dieses Interesse wohl ein Einseitiges ist. Auch zu dieser Personalie hat uns Max Hagmayr umfangreich Auskunft erteilt:

„Diese Sache tut sogar mir persönlich leid, da ich mit Sandi vor drei Jahren, als wir bei Sturm unterschrieben haben, ein Projekt vorhatte. Wir hatten schon damals die Möglichkeit, ihn bei zahlreichen Vereinen im In- und Ausland unterzubringen, das wollte ich aber nicht, da er bei Sturm ein Spieler aus der eigenen Jugend ist und man uns versprochen hat, ihn zu fördern. Nun ist es natürlich so, dass Sandi sehr enttäuscht ist von dem, was in diesen drei Jahren passiert ist. Es ist aber nicht so, dass wir jetzt sagen, er möchte unbedingt weg, denn dann wäre das schon längst passiert. Wir hatten auch in diesen drei Jahren immer wieder die Möglichkeit, ihn zu transferieren. Unter anderem stand ein Wechsel nach Italien für eine kolportierte Ablöse von 800.000 € im Raum. Jedoch möchte ich einen so jungen Spieler nicht unbedingt zu einem Top-Klub transferieren, wo er dann wohl verliehen wird. Jetzt stehen wir vor einer Situation, in der man sich natürlich Gedanken darüber macht, was die Zukunft bringen soll, ob vielleicht für Sandi ein anderes Betätigungsfeld mehr Chancen zu spielen, ergeben würde.“

Der Berater betont jedoch ausdrücklich, dass er in dieser Causa nicht dem Verein die alleinige Schuld gibt: „Es ist keinesfalls so, dass das nur am Verein festzumachen ist, es gibt immer zwei Seiten. Es hat oft einfach beidseitig nicht gepasst, warum auch immer. Gerade im letzten Jahr lag sein Fokus vielleicht eher auf seiner Matura, konnte er nicht immer seine Leistung bringen. Sturm hatte zudem stets ein starkes Mittelfeld. Ich verstehe auch grundsätzlich den Verein, da geht es ums Sportliche, da ist es nicht immer möglich junge Spieler einzubauen und zu entwickeln. Ich möchte aber auch sagen, dass Sandi in diesem Winter sehr enttäuscht war, als nach dem Matic-Abgang ein neuer Spieler (Anm. Martin Ovenstad) für diese Position verpflichtet wurde.“

Einschätzung von SturmNetz: Für Lovric kann in seinem Alter nur eines mehr zählen: Spielzeit auf möglichst hohem Niveau. Dies ist bei Sturm derzeit nicht möglich. Im Sinne seiner Karriere und Entwicklung wäre ein Abgang daher die einzig logische Konsequenz.

Zusammengefasst äußerst sich der Berater zu diesen vier Spielern (Anm: Stankovic, Schoissengeyr, Piesinger, Lovric) so: „Ich möchte betonen, dass ich grundsätzlich positiv gegenüber Sturm eingestellt bin. Das sieht man auch daran, wieviele Spieler ich immer wieder zu Sturm gebracht habe. Sturm Graz hat dabei sportlich und finanziell profitiert. Es ist daher keinesfalls so, dass ich meine Spieler jetzt hier wegbringen möchte. Bei allen vier Spielern ist Sturm ganz klar unser erster Ansprechpartner. Letztendlich ist es im Fußball immer eine Frage der Rahmenbedingungen, sowohl sportlich als auch wirtschaftlich. Und natürlich eine Frage der Alternativen.“

Christian Gratzei

Das 35-jährige Urgestein ist bereits seit 15 Jahren ununterbrochen bei den Blackies und hat in dieser Zeit bewerbsübergreifend über 300 Pflichtspiele für Sturm bestritten. Seit dieser Saison ist der Leobner wieder unumstrittene Nummer 1 bei Sturm und ist erst kürzlich mit seinem 93. „Clean Sheet“ in die Alltime-Top Ten der österreichischen Bundesliga aufgestiegen. Gratzei macht in dieser Spielzeit einen guten Eindruck und ist wohl ohne weiteres dazu in der Lage, seine Karriere trotz 35 Lenzen fortzusetzen. Es ist davon auszugehen, dass dies passiert – wenngleich Günter Kreissl gegenüber der Kleinen Zeitung betont, dass eine weitere Zusammenarbeit noch offen ist. 

Einschätzung von SturmNetz: Nur wenige haben erwartet, dass Gratzei noch einmal so stark zurückkommt. Aufgrund der aktuell gezeigten Leistungen wäre es daher auch absolut legitim, den Vertrag zu verlängern. Mittelfristig, und zwar eher früh als spät, wird Sturm eine neue Nummer 1 benötigen, ob man diese in Gratzeis derzeitigem Ersatzmann Daniel Lück hat, ist ungewiss. Bis man diese langfristige Lösung auf der Torwart-Position gefunden hat, steht aktuell mit Gratzei ein Keeper im Kasten, der „voll nice am been“ ist, wie es die heutige Generation ausdrücken würde. 

© Martin Hirtenfellner Fotografie

Roman Kienast

Am Mittwoch feierte der Angreifer seinen 33. Geburtstag, sportlich hat er bei Sturm aktuell allerdings recht wenig zu feiern. Seit einiger Zeit macht dem Routinier auch sein Körper Probleme, immer wieder fällt er verletzt aus. Ansonsten gestaltet sich die Situation wie bei Stankovic. Kienast spielt derzeit sportlich keine Rolle und Sturm wird auch laut Günter Kreissl in der Kleinen Zeitung den Vertrag nicht verlängern. 

Einschätzung von SturmNetz: Es sieht nicht gut aus für Roman Kienast. Ein kleiner Hoffnungsschimmer bleibt, denn weder Philipp Zulechner, noch Seifedin Chabbi konnten sich bisher bei Sturm richtig in die Mannschaft spielen, daher ist nicht vollends auszuschließen, dass der Salzburger, wenn fit, noch die ein oder andere Chance bekommen wird. Nüchtern betrachtet stehen die Zeichen jedoch auf Abschied.

Marvin Potzmann

Sturm holte den Wiener im Sommer 2015 aus Grödig nach Graz, in knapp zwei Jahren konnte sich der 23-Jährige aber nicht durchsetzen. Während er in der vergangenen Saison noch in einem offenen Konkurrenzkampf mit Tanju Kayhan immer wieder auf seine Einsätze kam – dabei jedoch nur bedingt überzeugen konnte – bleibt in dieser Spielzeit die klassische Backup-Rolle. Fabian Koch und Charalampos Lykogiannis sind auf den Außenverteidiger-Positionen gesetzt, offensiv an den Flügeln herrscht ohnehin großer Konkurrenzkampf. Immerhin betont Kreissl gegenüber der Kleinen Zeitung, in Potzmann eine vielseitig einsetzbare Alternative zu haben.

Einschätzung von SturmNetz: Hier ist noch alles offen. Ein Wechsel zu einem kleineren Verein, bei dem der Rechtsfuß auf mehr Spielzeit kommt ist nicht auszuschließen. Von jenen Spielern, die in dieser Saison kaum bis gar nicht zum Einsatz kommen, dürfte Potzmann bei Sturm aber die besten Chancen auf eine Verlängerung haben. Sturm hat zudem eine Option auf den Außenverteidiger.

Charalampos Lykogiannis

Der Linksverteidiger hat sich im vergangenen Jahr als absoluter Goldgriff erwiesen. Ein echtes Kämpferherz, das seine Qualitäten sowohl in der Defensive als auch in der Offensive besitzt. Der Grieche ist ein moderner Außenverteidiger mit Durchsetzungskraft, der die Fans der Schwarz-Weißen als Bonus auch hier und da dank seiner überragenden Schusstechnik mit schönen Toren verwöhnt. Aus Sturm-Sicht ist die Sache klar, hier soll nicht nur die Option gezogen werden, sondern viel mehr ein langfristiger Vertrag darüber hinaus angestrebt werden. Die Schwierigkeit besteht darin, dass der Linksfuß das Interesse einiger Vereine geweckt hat und die Chance winkt, sich sportlich und finanziell zu verbessern. Die Hoffnung besteht unter anderem darin, dass der 23-Jährige sich bei Sturm und in Graz sehr wohlfühlt.

Während der Berater des Griechen, Fiorangelo Calima gegenüber SturmNetz keinen Kommentar in dieser Causa abgeben wollte, war Geschäftsführer Sport Günter Kreissl sehr wohl zu einer Stellungnahme bereit: „Unser Ziel ist den Vertrag mit Charalampos Lykogiannis zu verlängern, wir werden dafür aber unsere Schmerzgrenze nicht überschreiten.“ Auf Nachfrage bestätigt er, dass es bereits vor der Saison ein Angebot von Red Bull Salzburg gab, welches von Sturm abgelehnt wurde. Für den Fall, dass Salzburg – oder ein beliebiger anderer Verein – in diesem Sommer einen erneuten Versuch unternimmt, betont Kreissl, dass Sturm durch die Option in dieser Sache immer noch das Heft in der Hand hält. 

Einschätzung von SturmNetz: Mit der Option in der Hinterhand kann Günter Kreissl nachts beruhigt schlafen. Sollte man zumindest meinen. Denn zieht Sturm die Option und man schaut ein Jahr in die Zukunft, ist dann wohl zu befürchten, einen absoluten Leistungsträger ablösefrei zu verlieren. Die Ideallösung wäre daher, sich mit dem Griechen auf einen neuen, längerfristigen Vertrag zu einigen. Dieses Unterfangen könnte an diversen Mitbietern scheitern. Das Szenario, die Option zu ziehen und Lykogiannis dann in diesem Sommer für gutes Geld zu verkaufen, muss daher wohl ebenfalls in Betracht gezogen werden. Auch zu bedenken gilt, dass Lykogiannis gehaltstechnisch sicherlich nicht günstiger wird. 

© Martin Hirtenfellner Fotografie

Andreas Gruber

Im Sommer wird er Linksfuß 22 Jahre alt, ob er dann noch bei Sturm ist, steht noch in den Sternen. In der Vorsaison kam der Eigenbauspieler noch regelmäßig zum Einsatz, der große Durchbruch blieb ihm aber versagt. Im Herbst war Gruber völlig abgemeldet und pendelte zwischen Tribüne und Amateurmannschaft. Im Frühjahr darf er zumindest regelmäßig auf der Ersatzbank Platz nehmen, ein Stammplatz ist dennoch in weiter Ferne. Sturm hat sich noch nicht festgelegt, wie es mit dem Flügelspieler weitergeht.

Einschätzung von SturmNetz: Auch Gruber ist in einem Alter und in einer Situation, in der er Spielzeit benötigt und den nächsten Schritt machen muss. Ob dies bei Sturm passieren wird, ist anzuzweifeln. Dazu kommt, dass Gruber ein naheliegender Pick wäre, um den aufgeblähten Kader zu reduzieren. Sollte Sturm dem Linksfuß jedoch noch eine Chance geben, ist alles andere als auszuschließen, dass er diese wahrnimmt. Und im Fußball kann es bekanntlich sehr schnell gehen. Außerdem hat Sturm auch in diesem Fall eine Option auf ein weiteres Jahr.

Lukas Skrivanek

Der etatmäßige Linksverteidiger der Amateurmannschaft bekam vor einiger Zeit ebenfalls einen Vertrag bei Sturm, darf sich zudem auch immer wieder einmal in Trainings, Testspielen und Vorbereitungen mit den Spielern der Kampfmannschaft messen. Den endgültigen Schritt in die Profi-Mannschaft hat der 20-Jährige jedoch noch nicht geschafft, zudem wird ihm nicht soviel Talent wie etwa seinen Kollegen Lovric, Ehmann, Schmid oder Maresic nachgesagt. In der Regionalliga kam Skrivanek in dieser Saison bisher auf zehn Einsätze und erzielte dabei ein Tor. 

Einschätzung von SturmNetz: Sturm hat eine Option auf den Linksfuß, sollte man sie ziehen, wird sich in der nächsten Saison entscheiden, ob Skrivanek bei Sturm eine Zukunft hat. Fakt ist: Mit 20 Jahren wären erste Einsätze eigentlich längst überfällig, an Lykogiannis führt jedoch kein Weg vorbei. Zudem wäre Marvin Potzmann erste Alternative, falls der Grieche einmal ausfällt. Insgesamt ist in diesem Fall die Zukunft zum jetzigen Stand noch völlig offen.

Baris Atik (Leihspieler)

Der 22-jährige Deutsch-Türke wurde für die Frühjahrssaison vom deutschen Bundesligisten Hoffenheim ausgeliehen. Atik, der in der Offensive jede Position bekleiden kann, hat sich rasch in die Mannschaft gespielt und zeigt große Qualität. Vergleiche mit Donis Avdijaj kommen nicht von ungefähr. Die Entscheidung, ob der Rechtsfuß ein weiteres Jahr in Graz bleibt, liegt nicht bei Sturm.

Einschätzung von SturmNetz: Bei einem Leihspieler stehen die Zeichen naturgemäß immer auf Abschied. Nicht auszuschließen ist, dass – ähnlich wie bei Donis Avdijaj – Sturm den Kreativspieler ein weiteres Jahr leihen kann. Dies wird aber von den Plänen des Spielers und jenen von Hoffenheim-Coach Julian Nagelsmann, bekanntlich ein großer Förderer von Baris Atik, abhängig sein.

Und sonst so?

Es steht eine Sommer-Transferperiode an. Da werden Spieler bleiben und Spieler gehen. Natürlich werden auch Spieler kommen. Ein möglicher Neuzugang könnte Florian Flecker sein. Der 21-Jährige steht in der Obersteiermark zwar noch bis 2018 unter Vertrag, strebt aber, wie uns sein Berater Franz Masser vor kurzem gesagt hat, diesen Sommer den nächsten Karriereschritt an. Je nachdem wie es in Kapfenberg nach den jüngsten Turbulenzen weitergeht (Stichwort Lizenz), wäre der Steirer unter Umständen kostengünstig zu haben. Masser: „Hinblicklich diesem Sommer habe ich noch nichts gehört, was Sturm betrifft, weiß aber, dass im Vorjahr Imre Szabics öfter in Kapfenberg gesichtet wurde. Wechsel zu anderen Bundesligisten sind im letzten Sommer geplatzt, Florian ist Sturm-Fan, wohnt und studiert in Graz – selbstverständlich würde er für Sturm spielen wollen. Konkretes gibt es momentan aber nicht.“

Im gleichen Telefonat haben wir den sympathischen Manager auch zur Personalie Deni Alar befragt. Aufmerksame SturmNetz-Leser werden sich erinnern, dass im Winter ein Transfer zwar ausgeschlossen wurde, hinsichtlich des kommenden Sommers aber sehr wohl in Betracht gezogen wurde, bei einem guten Angebot – etwa einen Transfer ins Ausland – tätig zu werden. „Deni fühlt sich extrem wohl in Graz, mehr gibt es hierzu momentan auch nicht zu sagen.“ Hoffen wir mal, dass das so bleibt. 

Abschließend möchten wir noch anmerken, dass der im Winter gehandelte Norweger Ulrik Jenssen im Sommer wieder zum Thema werden könnte, je nachdem ob ein Legionärsplatz und ein Platz im defensiven Mittelfeld frei wird. Wir werden für euch weiterhin dran bleiben und euch eventuelle Neuigkeiten in gewohnter Manier verabreichen.

 

5 Kommentare

  1. graz4ever sagt:

    Mit Schoissi MUSS man einfach verlängern! DER IV der Zukunft für mi!

    Für Lovric muss ja net nur der Transfer a Schlag in die Fresse gewesen sein, sondern daß dieser mit viel weniger Vorbereitung+Praxis a no spielen darf..

    Piesinger, wenn er sich auf letztjähriges Niveu fängt: guter BackUp f. Jeggo (aber net!!! neben ihm)

    Skrivanek würd i a halten, Gratzei auch! Dazu glei Ehmann aufbauen u Lück tschüss..

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  2. RAM6I sagt:

    Nochmal drüber geschlafen nur um festzustellen dass sich nichts ändern wird. Solange ein Eh Schon Wissen, unser Trainer ist. Dachte mit Kreissl würde sich vieles ändern, doch dürfte er auch schon unter Drogen stehen, die ihm jede Objektivität nimmt.

     

    Natürlich gehören zu Transfers immer zwei Seiten. Doch der Sturm Jugend kam man nur raten so schnell wie möglich den Verein zu verlassen, solange unser Jugendförderer Trainer ist.

    Selbst für mich wäre Lovric die einzig vernünftige Nachfolge von Matic gewesen. Doch man geht lieber einen anderen Weg. Obwohl für einen rückständigen Spieler der noch nicht so weit ist. Lt. Trainer schon an die 800Tausend Euro geboten wurden. Was wäre er mit guter Spielpraxis bloss Wert?

    Dazu darf man sich gewisse Dinge auf der Zunge zergehen lassen. All die die bis Dato keine Leistung zeigten um überhaupt einen Platz in der Mannschaft zu gerechtfertigten. Könnten doch noch verlängert werden, sollte ihre Kurve nach oben zeigen?!

    Ernsthaft?! Kann dieser Verein endlich mal wieder normal denken, vorgehen wie ein Sportklub mit Ambitionen oder ist Sturm mittlerweile ein Reha_Verein!? Schutzzentrum vor der Arbeitslose?

    Aber da unser Trainer nicht nach Leistung sondern persönlichen Empfindungen aufstellt, könnte es durchaus sein. Das ein Kienast doch nicht so langsam ist oder ein Stanko doch in Topform ist.

     

    Sehe leider mehr schwarz als weiß. Und die kurzen Ausreißer nach oben werden die Fans auf Dauer nicht besänftigen.

     

    Mit Sturm muss einfach mehr möglich sein. Wie einmal geschrieben. Man sitzt eigentlich auf einer Mine voller Gold hat aber null Ahnung wie man diese schürft.

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  3. gepi20 sagt:

    Von allen Personalien würde ich Lyko am wichtigsten empfinden zu verlängern und auch Schoissi.Alle anderen Spieler (inklusive Lovric) würde ich nicht verlängern. Das Thema Jugend empfinde ich – unabhängig vom Trainer – als wichtig, aber wenn man sich die aktuelle Performance der Schopp Truppe ansieht gibt es einen Grund, warum man dieses Jahr ev. auch abstiegsgefährdet ist. Lassen wir uns überraschen, welche Spieler bereits im engeren Blickfeld stehen. Wir haben noch genügend Zeit.

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    • Gernot Hofer Gernot Hofer sagt:

      @gepi20: Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass beispielsweise Prödl, Jantscher und Beichler von der Landesliga aus, also eine Etage tiefer, kamen. Die Tabellenplatzierung der Amateure als einzigen Maßstab heranzuziehen, ist wohl zu wenig.

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  4. Schworza99 Schworza99 sagt:

    Tja wenn man den Vorstand im Rücken hat kann der Kreissl halt nicht viel machen…

    Frag mich wanns den Foda endlich im hohen Bogen raushauen…wenn Lovric mit Rapid Meister wird? Wenn er für einen 2stelligen Millionen Betrag ins Ausland geht? Wenn Sturm 6. Wird? 7? 8? 9? –

    Man hat eben mehrere Baustellen im Verein

    -Infrastruktur meilenweit hinter den Wienern/Rbs (is schwer was zu machen nur Hagmayer oder Foda sind halt nd da Öfb)

    -Es wird nicht nach Leistung aufgestellt, sondern nach Sympathie

    -Der Trainer hat den Vorstand in der Tasche

    -Umgang mit Medien ist katastrophal

    -Sportlich geht die Tendenz klar nach unten (ohne gutem Saisonstart wär ma im Abstiegskampf)

    -Auf die Jugend wird zu 100% gesch…

    -Fans können sich immer wenigen mit dem Verein identifizieren

    Kreissl hat man nur geholt um die Massen zu besänftigen. Würds nach dem Vorstand gehen würde morgen Ehrenreich, Offenbacher und Pisi in der Start 11 sein und der GG mit seinem Handy spielen während wir vom WAC zerlegt werden…

     

    Was für Rapid ein absolutes Horrorjahr ist ist für uns voriges Jahr laut Trainer das Maximum gewesen.

    Willkommen bei Sturm Graz. Ambition? Nope. Leistung? Nope. Kampf? Alle 5 Spiele, damit da Trainer nicht fliegt. Jugendarbeit? Prödlprödlprödl.

    2019 kann kommen.

     

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