JJ again

Spielercheck: SK Sturm Graz vs. SV Ried

Die SturmNetz-Leserbewertungen der einzelnen Spieler sowie des Trainers und des Schiedsrichterteams der letzten Partie sind abgeschlossen und alle Einsendungen sind ausgewertet. Wir haben den Durchschnitt aus allen eingegangenen Benotungen zu jedem Spieler berechnet sowie eine (subjektive) schriftliche Beurteilung hinzugefügt. Nach jedem Match wollen wir nicht nur Noten, sondern auch den ehrenvollen Titel „Man Of The Match“ an den Spieler mit der besten durchschnittlichen Gesamtbenotung vergeben.

Jakob Jantscher Jantscher wurde von euch erneut zum „Man Of The Match“ gekürt | © Martin Hirtenfellner Fotografie

Jakob Jantscher – Note: 1,67

Das Goldtor zum 1:0 Heimsieg. Was will man mehr? Jakob Jantscher will immer mehr. Nach dem Spiel meinte er sofort, „er hätte auch das ein oder andere Tor mehr machen müssen“. Aber am Ende steht ein Sieg und er kann sich mit seinen Kindern vor der Kurve Feiern lassen. Es war wohl die 17.Minute an die er im Interview sofort dachte. Eine schön herausgespielte Aktion, er musste den Stanglpass nur mehr aufs Tor bringen, vollendete er stattdessen mit einem Schuss auf die Anzeigentafel über dem Fansektor. Er steckte aber nicht auf und erzielte in Minute 32 das Führungstor und schlussendlich auch Siegtor der Grazer. Erst gewannen Jon Gorenc Stankovic und dann Kelvin Yeboah ihr Kopfballduell, dann nahm Jantscher den Ball perfekt in den Lauf mit und mit einem Haken im 16er ließ er den Verteidiger ins leere rutschen. Ried Goali Sahin- Radlinger konnte dann beim Abschluss nichts mehr machen und es stand 1:0. In der gesamten Offensive gab es am gestrigen Tag gute Ideen und auch der „Man Of The Match“ brachte sich immer wieder mit schnellen und gefährlichen Kombinationen ins Angriffsspiel ein. Das zweite Tor wollte nicht gelingen aber das hat er sich hoffentlich für Real Sociedad aufgehoben.

Jörg Siebenhandl – Note: 1,79

Er hatte nur selten die Möglichkeit sich auszuzeichnen und das ist, absolut ein gutes Zeichen. Die Rieder machten es ihm mit einem Schuss aufs Tor während des gesamten Spiels auch nicht schwer. Zu Beginn der zweiten Hälfte war er bei einer Aktion zur Stelle und im Laufe des Spiels immer hellwach wenn eine Situation gefährlich werden könnte. Suchte immer die spielerische Lösung und fand diese auch meistens, das Herausspielen funktioniert jede Woche besser.

Jon Gorenc Stankovic – Note: 1,83

Auf, die nicht herausragende Leistung in Hartberg, ließ Jon Gorenc Stankovic eine richtig starke Partie folgen. Ein kleiner Auszug aus der Statistik: Er hatte die meisten Ballaktionen (81), spielte die meisten Pässe insgesamt (56) und in der gegnerischen Hälfte (36), führte die meisten Zweikämpfe (24) und absolvierte noch dazu die meisten erfolgreichen Dribblings am Platz (3). Lenkte das Spiel in der Mitte genau wie man es sich wünscht. Ist fast immer anspielbar und bewegt sich perfekt in den Zwischenräumen. Das Kopfballspiel war an diesen Sonntag Nachmittag auch extrem gut. Und wenn er einmal nicht in den Luftzweikampf ging, sicherte er sich mit Seelenruhe die zweiten Bälle. Defensiv wie offensiv eine Top Leistung des Slowenen, wenn auch nach vorne noch mehr möglich gewesen wäre wenn er ab und zu eine Spur schneller gespielt hätte.

Stefan Hierländer – Note: 1,96

Ackerte auf der Seitenposition in der Raute wieder was möglich war. Fand sich auch teilweise auf ganz anderen Positionen wieder, aber blieb überall sicher am Ball und schmiss seinen Körper in jeden Zweikampf. Der Kapitän hat auch in einigen Aktionen eine sehr gute Übersicht bewiesen und kluge Pässe gespielt. Einige Flankenbälle von ihm führten auch zu gefährlichen Aktionen im gegnerischen Strafraum. In so einer Form ist er auch ein wichtiger Baustein in der Europa League am Donnerstag.

Gregory Wüthrich – Note: 2,01

Der Schweizer in der Innenverteidigung spielte ein starke Partie. Mit der gesamten Verteidigung probierte auch er immer wieder kurz von hinten herauszuspielen. Seine Zweikämpfe löste er sehr gut, wusste seinen Körper robust einzusetzen und ließ den Angreifern von Ried keinen Platz. Offensiv hatte er eine gute Kopfballsituation nach einem Freistoß, die er aber über das Tor setzte.

David Affengruber – Note: 2,06

Der Youngster dirigierte gemeinsam mit Wüthrich die Abwehr und erledigte seinen Job mehr als gut. Im Spielaufbau gewohnt stark, probierte er mit seinen Mitspielern auch oft den langen Ball in die Tiefe. Die Bälle kamen oft sehr schwer für die Rieder zu verteidigen und es entwickelten sich daraus einige gute Offensivaktionen bei denen das Mittelfeld schnell überbrückt wurde. Bei der Chance von Seifedin Chabbi zu Beginn patzte er ein wenig, wurde aber dann immer sicherer und zeigte im Laufe der Partie einige starke Tacklings.

Alexander Prass – Note: 2,17

Das Startelf- Debüt des Sommerneuzugangs ist gelungen. Machte seine Sache auf der linken Seite besser, als man es bisher in seinen Auftritten von ihm gesehen hat. War beweglich und versuchte oft anspielbar zu sein. Das Zusammenspiel mit Dante wird sich sicher auch noch bessern, die Abstimmung hat noch nicht immer gepasst. Er konnte sich auch offensiv in Szene setzen, nur war sein Abschluss etwas zu zentral auf das Gehäuse der Gäste. Insgesamt war es kein auffälliger Nachmittag von Prass, dem aber dieser Einsatz sicher wieder mehr Selbstvertrauen für weitere Aufgaben gebracht hat.

Jusuf Gazibegovic – Note: 2,45

Er versuchte über die Seite Druck zu erzeugen und schaltete sich immer wieder ins Offensivspiel ein. Er hatte zwei Abschluss, wobei einer das Tor traf und einer daran vorbei ging. Defensiv war er nicht so gefordert und hatte seine Seite unter Kontrolle. Versuchte gewohnt vieles aber es ging in diesem Spiel nicht so viel über seine Seite.

Kelvin Yeboah – Note: 2,58

Der Stürmer hatte einige Aktionen um ein Tor zu erzielen aber es wollte an diesem Abend nicht sein. Seine Abschlüsse fanden nicht den Weg ins Tor weil sie entweder zu schwach ausfielen oder weil sie es knapp verfehlten. Bei Steilpässen fehlten die berühmten Zentimeter um den Ball unter Kontrolle zu bringen und manchmal traf er den Ball nicht richtig. Eine wichtige Aktion löste er aber gut mit Köpfchen. Seine Verlängerung per Hinterkopf in den Lauf von Jakob Jantscher brachte die Führung. Schon zuvor legte er nach einer guten Kombination über links mit einem perfekten Pass in die Mitte für seinen Sturmpartner auf, der dann leider verzog. Er ging viele Weg und beschäftigte so die Rieder Abwehr das gesamte Spiel. Am Donnerstag wird seine Schnelligkeit gegen die Mannen aus San Sebastian sehr entscheidend sein.

Anderson Niangbo – Note: 2,59

Er traf nach einer Eckballvariante fast sehenswert zum 1:0. Den langen Ball auf die zweite Stange nahm er volley und verfehlte das Tor nur um einen Hauch. Sonst auch eine engagierte Partie des Ivorers der zum ersten Mal von Beginn an für Sturm in der Liga am Platz stand. Bei einer Chance von Yeboah wirkte er in der Entstehung gut mit und auch einige schnelle Bälle und Kombinationen gingen über den Offensivmann

Amadou Dante – Note: 2,62

Brachte sich sehr oft in den Spielaufbau ein, was auch die 72 Ballaktionen im gesamten Spiel zeigten (Zweithöchster Wert aller Spieler). Ging oft mit in die Offensive aber brachte dort keine gefährlichen Bälle an den Mitspieler. In der Defensive fing er oft Bälle ab und sicherte diese auch. International wird er es mit anderen Kalibern auf der Außenbahn zu tun bekommen. Ein wichtiger Job am Donnerstag.

Wechselspieler:

Niklas Geyrhofer – Note: 2,67 (ab der 84. Spielminute)

Kam am Ende rein um abzusichern. Kassierte sofort Gelb aber machte sonst alles richtig.

Ivan Ljubic – Note: 2,67 (ab der 66. Spielminute)

Kam ins Spiel um das Mittelfeld in der Schlussphase zu stabilisieren.

Manprit Sarkaria – Note: 2,72 (ab der 76. Spielminute)

Zeigte noch ein paar gute Dribblings und einen Abschluss der knapp übers Tor ging.

Lukas Jäger – Note: 2,82 (ab der 66. Spielminute)

Ersetzte Gazibegovic und ließ nicht mehr viel zu. Brachte sich auch offensiv ein, als am Ende Räume entstanden sind, gefährlich wurde es aber nicht.

Andreas Kuen – Note: 3,05 (ab der 76. Spielminute)

Konnte keine Akzente mehr setzen.

Sonstige Akteure:

Christian Ilzer – Note: 2,0

Ließ sein Team sehr hoch anpressen und erzwang dadurch hohe Bälle der Rieder, die meistens einen Ballgewinn bedeuteten. Einige Eroberungen wurden auch sofort gefährliche Aktionen. Stellte die Mannschaft gut ein, ärgerte sich aber sehr über viele offensive Momente die nicht mit einem Tor abgeschlossen wurden.

Das Schiedsrichter-Team um Christoph Jäger– Note: 2,47

Es gab nicht viel Diskussionsbedarf. Die vielen Unterbrechungen führten zu viel Arbeit in Form von Schiedsrichterbällen.

Das SturmNetz-Team bedankt sich für 147 eingegangene Bewertungen und widmet der Mannschaft des SK Sturm und dem Man-Of-The-Match folgende Nummer:

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4 Kommentare

  1. bianco nero tifoso sagt:

    Wahnsinnsleistung unserer Burschen, die Rieder an die Wand gespielt, sowas verdient.

    Diese Mannschaft hat Charakter, die Rieder, harmlose Krieger, schon Andi Schicker sagte im Frühjahr 2020: an einem edlen Pferd schätzt man nicht seine Kraft, sondern seinen Charakter. Charakterstarke Spieler holen, hungrige, die immer alles geben für Sturm, es hat sich alles bewahrheitet, unglaublich, für unsere Sturm Graz Buam ist es das Grösste für Sturm einzulaufen, das Sturmdress zu tragen, auch ein Verdienst von unserem Trainer Chris Ilzer und seinem Motivationsteam, Stichwort: geht raus, die Wikinger sind zwar Krieger, aber wir sind alle Honigdachs, wüda Bursch, seine Farben sind schwarz-weiss, zfleiss, er scheisst sie afoch nix.

    Jakob Jantscher, Fussballgott

    Tor natürlich in feinster JJ Manier, a Hakerl, locker aussteigen lassen, da Rieder hüftsteif, wie ein olta Greis, lässig, cool abgeschlossen, feine Klinge, Pratzerl.

    A Gspür im Haxn, Naturtalent, Vorbild für unsere Sturmjugend, Legende, Mitglied der legendären 2007er Mannschaft, die jungen Wilden, nachdem Hannes Kartnig Konkurs, Kultmannschaft für die Ewigkeit.

    Es spielten: Chri Gratzei, Basti Prödl, Dani Beichler, Sandro Foda, Mario Kienzl, Klausi Salmutter, Leithammel Mura, Super Mario, Jürgen Säumel …

    14 Jahre, JJ, ein schwarz-weisses Urgestein, von der Wiege bis zur Bahre.

    Wir haben es geschafft 2007, Freiheit für Sturm, war eine geschlossene Mannschaftsleistung der gesamten Sturmfamilie.

    Die Sturmgeschichte geht immer weiter, weiter.

    Wir schreiben Mitte Oktober 2021, Graz, eine Stadt im absoluten Ausnahmezustand, die Euphorie, die Vorfreude auf Donnerstag ist spürbar, die Sensation zum greifen nah, endlich wieder Europa Liga daheim, zusammen sein für unseren Verein.

    Europaspiel, was willst du bitte mehr, dieses besondere Flair, Stimmung absolute Weltklasse, schwarz-weisse Masse, Hexenkessel, die Hittn wird brennen, Feier, es wird so geil, Sturm Graz, our desire. Wir sind in der Europa Liga dabei, ich sehr viel frei.

    Real Sociedad, sie san die Kings, Erster spanische Liga, bist du deppat, gratuliere, Glückwunsch, wir glauben an unsere Charakter Burschen, unsere schwarz-weissen Krieger, frag mi bitte net wie es ausgeht, bin net da Flo Rida, kenne keinen einzelnen Spieler von Real, scheissegal, Hauptsache international.

  2. fuchsrob sagt:

    Die beste Nachricht des heutigen Tages war definitiv die vorzeitige Vertragsverlängerung von Jon bis 2025!!!

  3. Chris1909 sagt:

    Immer wieder erstaunlich, dass JJ mit seinen Leistungen maximal auf Abruf im Nationalteam ist. In Dänemark hätte er sicher die lahme Offensive beleben können. Scheint so als wäre Foda auch schon stark von der Rapid Lobby beeinflusst worden. Schade!

  4. fid82 sagt:

    Auch wenn ich allen die Teamehren vergönne:
    Ich bin froh, über jeden der nicht nominiert wird und zu Hause bleiben darf. Gerade Jantscher und Hierländer, die ihren Verkaufswert durch Länderspiele nicht steigern können.
    Für uns ist es da so besser.

    Wir haben eh mit Gazi, Affi, Geyerhofer, Prass, JGS, Otar und Yeboah genug Spieler, die zu den Teams müssen.

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