„Jetzt gibt es noch ein großes Ziel“

Stimmen nach dem Spiel gegen die Admira

Dank dem 2:1-Heimsieg gegen die Admira, gelang es dem SK Sturm drei wichtige Punkte einzusacken und kann nun in der Tabelle nicht mehr überholt werden. Die Schwoazen liegen mit 60 Zählern auf dem dritten Tabellenplatz, die zweitplatzierte Wiener Austria weist die selbe Punkteausbeute auf. Auch die Tordifferenz der beiden Klubs ist ident (beide +17). Dass die Veilchen nach dieser Runde trotzdem vor den Grazern in der Tabelle stehen, ist dem Umstand geschuldet, dass sie insgesamt mehr Tore erzielt haben (Sturm: 55, Austria: 66). Somit geht es in der letzten Runde am kommenden Sonntag um nichts anderes als den Vizemeistertitel. Während die Austria auswärts bei der Admira zu Gast ist, muss Sturm in Wolfsberg bestehen. Sollten beide Klubs siegen, muss Sturm das eine Tor mehr als die Austria erzielen, um die bessere Tordifferenz aufweisen zu können. Hochspannung und Nervenkitzel sind somit vorprogrammiert!

Was die Spieler nach dem Erfolg gegen die Admira zu sagen hatten, könnt ihr hier nachlesen/nachhören:

Fotos: © Martin Hirtenfellner Fotografie

Deni Alar:

… fasst das Spiel zusammen:

In der ersten Halbzeit haben wir gut angefangen. Wir schießen das 1:0 und was dann passiert ist… keine Ahnung! Es war viel zu passiv von jedem Spieler. Es war viel zu wenig in der ersten Halbzeit, in der zweiten sind wir dann besser wieder rausgekommen, waren aggressiver und haben besser Fußball gespielt und machten noch das 2:1.

 

Baris Atik:

… über seinen Treffer:

Ja, einfach mal um die Drehung. Ich denke, dass dieses Tor viel schwieriger war als letzte Woche. Ich hatte das Tor hinter mir und es waren Gegenspieler da – letzte Woche hat es halt nicht geklappt und diese Woche war das Glück auf meiner Seite und der Ball war drin.

 

Du warst ziemlich unzufrieden bei deiner Auswechslung, oder?

Ja, definitiv. Ich meine, ich habe ein sehr gutes Spiel gemacht, war meiner Meinung nach der beste Offensivspieler und deswegen war ich ehrlich gesagt nicht zufrieden mit der Auswechslung.

 

Sascha Horvath:

Bist du trotz des Sieges auch ein wenig traurig?

Ja, ich bin schon ein wenig traurig, weil es mein letztes Heimspiel war. Aber ich freue mich natürlich auf meine neue Aufgabe in Deutschland – aber jetzt bin ich natürlich ein bisschen traurig, dass ich das hier mit meinen Mannschaftskollegen und den tollen Fans mit dieser Unterstützung hier nicht mehr haben werde. Aber ich glaube, dort wird es auch ganz gut werden. Mich freut es jetzt einmal, dass wir den dritten Platz nun fix haben und am Sonntag schauen wir, was rauskommt. Vielleicht schaffen wir noch den zweiten Platz.

 

Philipp Zulechner:

Fazit zum Spiel:

In der zweiten Halbzeit sind wir ganz anders aufgetreten als in der ersten Halbzeit. Ich glaube, da haben wir das Spiel ziemlich bestimmt. Zu richtig zwingenden Chancen sind wir vielleicht zu zwei, drei gekommen, die aber auch nicht so richtig 100%ige waren. Aber ich glaube wir können mit der zweiten Halbzeit zufrieden sein. Der WAC will nun gleich wie wir das letzte Spiel gewinnen. Dass sie den Klassenerhalt geschafft haben, ist kein Vorteil oder Nachteil.

 

… über seine eigene Leistung:

Ich bin froh, dass ich zum Schluss ziemlich gut in Fahrt gekommen bin. Das nehme ich mir natürlich auch für die nächste Saison vor, nur halt natürlich früher.

 

Lukas Spendlhofer:

… analysiert das Spiel:

Ich denke, dass wir recht gut begonnen haben und verdient in Führung gegangen sind. Dann haben wir 20, 25 Minuten vor der Pause alles vermissen lassen, was wir vorher schon gut gemacht haben. Und das haben wir in der Pause angesprochen: Wenn man in den Europacup will, muss man als Mannschaft Eier zeigen. Das haben wir in der zweiten Hälfte ganz gut gemacht und aufgrund der zweiten Halbzeit geht der Sieg in Ordnung.

 

… zur kommenden Begegnung gegen den WAC:

Beim Auswärtsspiel herangehen, wie wir es sonst auch getan hätten. Wir wollen jedes Spiel gewinnen in einer Liga, wo jeder jeden schlagen kann. Was am Ende rausschaut, das werden wir sehen. Wir müssen unsere Hausaufgaben machen und werden uns nicht mit der Austria beschäftigen. Wenn wir nicht gewinnen, ist das Thema erledigt, deswegen müssen wir uns auf uns konzentrieren.

 

Günter Kreissl:

Was kann man zum Spiel sagen?

Dass wir ab der 15. Minute, nach dem Führungstor, eine schlechte erste Hälfte gespielt haben, Admira besser war, wir Glück gehabt haben, dass wir mit dem Unentschieden in die Halbzeit gegangen sind. Der eine oder andere Aluminium-Treffer von der Admira war ja noch dabei. Der Trainer hat offensichtlich die richtigen Worte gefunden. Ich glaube, wir haben in der zweiten Hälfte eine ganz veränderte Mannschaft gesehen. Wir hatten sehr viele gute Chancen und waren spielerisch erfrischend, das was in der ersten Hälfte gefehlt hat. Wir haben es erzwungen. Es ist wunderschön, heute mit einem Sieg das letzte Heimspiel der Saison zu beenden. Jetzt gibt es noch ein großes Ziel: Wenn du genau gleich auf bist mit einem Konkurrenten um den Vizemeistertitel, werden wir alles versuchen, dass wir diesen Schritt auch noch schaffen.  

 

Ist im Saisonfinish eine größere Anspannung vorhanden?

Natürlich ist immer eine Anspannung da. Es liegt oft die Arbeit einer ganzen Saison in den letzten zwei, drei Spielen. Ich war natürlich angespannt, vor allem in der ersten Halbzeit, wie es nicht so gelaufen ist. Ich habe dann aber gesehen, die Mannschaft kämpft sich super zurück. Ich möchte noch korrigieren: Der Europacup war nicht das Saisonziel, es war der Wunsch, den wir gerne mitnehmen. Das Saisonziel war eine bessere Platzierung und Punkteanzahl als im letzten Jahr und die Leute so zu freuen, dass sie sagen, dass es eine geile Mannschaft in der Saison 16/17 war. Und damit das so ist, müssen wir noch ein starkes letztes Spiel spielen. Die Devise gegen den WAC ist, dass wir gewinnen wollen, ganz klar. Und wenn es geht, dass wir auf Platz 2 kommen. Es kann sein, dass, wenn beide Mannschaften (Sturm und Austria, Anm.), es um jedes einzelne Tor geht. Von da her gibt es eine spannende Ausgangssituation. Es ist schön, dass wir jetzt etwas in der Tasche haben, was einen großen Wert hat, aber jetzt geht es noch weiter und es ist noch nicht vorbei.

 

Christoph Monschein:

Fazit zum Spiel:

Es war kein verdienter Sieg für Graz. Es war ein gerechtes Unentschieden, denn in der ersten Halbzeit waren wir die ganz klar bessere Mannschaft. Wir haben Chancen kreiert, Fußball gespielt und haben sicher 60-70 % Ballbesitz gehabt. Wir haben eine Chance nach der anderen verhaut und sie haben genau eine Chance und machen’s rein. Dann haben wir noch den verdienten Ausgleich gemacht. In der zweiten Hälfte war es ein anderes Gesicht von uns. Wir haben Sturm spielen lassen, sie sind dann zu Chancen über Flanken gekommen, da sind sie sehr gefährlich. Es war dann nur mehr eine Frage der Zeit, wann sie das Tor machen. Wir haben in der zweiten Hälfte einfach aufgehört zu spielen.

 

Andreas Leitner:

Fazit zum Spiel:

Ich glaube, dass wir in der ersten Halbzeit das spielbestimmende Team waren. Da ist der Ball bei uns richtig gut gelaufen. In der zweiten Halbzeit war es klar, dass Sturm vor dieser Kulisse zu der einen oder anderen guten Chance kommt. Wir haben zum Schluss leider das zweite Tor bekommen, das wir nicht gut genug verteidigen konnten und deswegen haben wir verloren.

 

Daniel Toth:

Fazit zum Spiel:

Wir hätten aus diesen vielen Möglichkeiten, die wir gehabt haben, einfach mehr Tore machen müssen. Die haben wir leider nicht gemacht, da hätten wir das Spiel vielleicht schon vorzeitig in der ersten Halbzeit entscheiden können. Aus einer Möglichkeit haben die ein Tor gemacht und wir hätten locker drei, vier, fünf Tore machen können. In der zweiten Halbzeit haben wir leider aufgehört Fußball zu spielen und Sturm hat dann mehr Anteile gehabt. Sie haben viele Flankenbälle reingehaut und haben uns dann beim Gegentor blöd angestellt.

 

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