Jauk: „Mein schwarz-weißes Herz leidet….“

Sturm-Präsident Christian Jauk, bekanntlich alles andere als ein Mann der lauten Töne und keiner, der sich – im Gegensatz zu einem seiner Vorgänger – gerne medial ins Rampenlicht drängt, hat dem Kurier ein ungewohnt offenes Interview gegeben. Darin geht er unter anderem auf die nach wie vor evidente Stadionproblematik in Graz und die Abhängigkeit des Sportklub Sturm von den Machthabern in der Grazer Lokalpolitik ein:

Darüber, dass in Wien und Linz sehr wohl Stadionprojekte umgesetzt worden sind:

„Mein schwarz-weißes Herz leidet darunter, dass wir in einem neutralen Stadion spielen müssen und unsere Chancen damit einschränken. Fußball braucht Emotion, Emotion braucht Heimat.“

Über den alten Sturmplatz und einen wiedererstarkten Lokalrivalen:

„Unsere Gruabn, die heuer ihr 100-Jahr-Jubiläum feiert, lehrt uns, dass die Entwicklung eines Vereins unmittelbar mit der Heimstätte verbunden ist. Daher waren wir in Liebenau immer an einer langfristigen Pachtvariante interessiert. Mit der Entwicklung des GAK ist das leider unwahrscheinlicher geworden.“

(c) Martin Hirtenfellner Fotografie

Über mögliche Alternativen und Wünsche an die Stadt- und Landesregierung:

„Graz hat Nachholbedarf, der mit einem Modernisierungsbeschluss der Stadt gelöst werden soll. Dennoch bleibt eine Lücke zu anderen Städten, etwa Linz. Dort gibt es zwei bundesligareife Stadien und eine neue Arena soll errichtet werden. In Wien kommt mit der Revitalisierung des Sportclub-Platzes eine gute Idee, die auch in Graz umgesetzt werden sollte: Ein kleineres kostengünstigeres Stadion, das auch für andere Zwecke genutzt werden könnte. So könnten Sturm und der GAK eine eigene Heimstätte bekommen.“

Über die Umsetzbarkeit dieses Wunsches:

„Wir sind in dieser Frage von der Politik abhängig. Dennoch bin ich überzeugt, dass wir so weit nicht entfernt liegen. Wir stehen zu unserer sozialen Verantwortung, haben deswegen auch ein starkes Frauen-Team und ein Special Needs Team gegründet. Die Stadt Graz hat in der Sportinfrastruktur viel unternommen. Aber wir brauchen eine langfristige Lösung.“

Über Sturm als „Anti-Zeitgeist“:

„Im Stadion kann man Gemeinsamkeit mit Leidenschaft erleben. Die persönliche Begegnung steht im Vordergrund. In einer digitalen Welt, in der es virtuelle Freundschaften gibt und oberflächliche Begeisterung für einen Augenblick, bleibt Sturm ein unabhängiger Verein der Mitglieder, wie eine Familie. Wir entscheiden selbst über unser Schicksal, auch wenn wir damit Gefahr laufen, die wirtschaftliche Seite nicht zu optimieren.“

Was meint ihr? Macht mit bei unserer Umfrage!

Braucht der SK Sturm ein eigenes Stadion?

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18 Kommentare

  1. schmitzi82 sagt:

    Jauk sollte selber das Heft in die Hand nehmen und seine Kontakte Spielen lassen …. um ein Stadion  zu hinstellen.

    Eine neues Stadio das wäre schon Sexy !!

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  2. Schworza99 Schworza99 sagt:

    Kleineres Stadion? Wenn muss man selbst die Initative ergreifen und eine Gruam 2.0 hinstellen mit 16-20k Plätze, um auch Nationalspiele abhalten zu können (wenn die Stadt die Steiermark nicht vertritt solltens wir machen).

    Ewig kannst ned in den Block hausen wo die Stadt ned mal gescheit renovieren will weils eh wissen des bringt eh nix mehr.

    Ka ob Crowdfunding, Investoren oder was weiß ich…es wird wirklich Zeit.

    4+
  3. Jolosin sagt:

    Unbedingt braucht Sturm eine eigene Heimstätte ich hoffe man findet entsprechende Investoren. Linz holt uns ein

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  4. Ivaneijew sagt:

    Langfristig führt kein Weg an einem eigenen Stadion vorbei. Selbst wenn man Pächter wäre, ist man immer von der Stadtpolitik abhängig.

     

    Ich würde ein geeignetes Grundstück suchen (Preis, Verkehrsanbindung, Größe) anschließend dort ein kleines Stadion zuerst für die Amas, Testspiele und die Damen Bauen (Kosten 10 – 15 Millionen [siehe Stadion Wr. Neustadt]) welches dann nach und nach ausgebaut wird, wie in Altach zum Beispiel nur in größer. Sollte sich glaube ich eher realisieren lassen als von Anfang an eine 30k Arena.

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  5. Siro sagt:

    In Nagls Welt gibts in Graz halt nur den GAK.

    So lange er Bgm. bleibt, darf sich Sturm weiterhin hinten anstellen.

    Für Olympische Spiele wäre Knete da gewesen, für Sturm – seit 110 Jahren eines der Aushängeschilder dieser Stadt – gibts nicht einmal einen lauwarmen Händedruck anlässlich des Cupsiegs 2018.

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  6. Marchanno Diaz Rabihou sagt:

    bin dafür das wir wieder in die gruabn gehen. alles geld investieren, jeder fan ist eingeladen mitzuarbeiten oder zu sponsern etc. dann hamma wieder richtige heimspiele, unsere eigene heimstätte.

    und da nagl burli kann sein leeres neutrales stadion selber bezahlen und warten bis die toten roten wieder dort vor 4000 leut spielen

    7+
    • jott1976 sagt:

      Die Gruabn ist zwar Kult, hat aber keine gute Verkehrsanbindung, für die Nicht-Grazer. Es gibt kaum Parkflächen in der Nähe. Der Großteil unserer Fans kommen aus den Bezirken und nicht aus Graz! Somit kommt ein Stadion-Neubau nur irgendwo am Stadtrand in Frage. Natürlich müssten auch Strassenbahn/Busverbindung für die Grazer-Fans passen. Aber eben auch eine Autobahnabfahrt und Parkflächen für alle Nicht-Grazer!

      Da ein Stadionneubau sowieso nicht leistbar sein wird (es sei denn es gibt einen Gönner a la Stronach/Mateschitz etc.), sollte man sich evtl. mit der Stadt Graz bzgl. Übernahme des Liebenauer Stadion einigen. Natürlich nur zu einen vernünftigen Preis. Danach kann man das Stadion sinnvoll Schritt für Schritt aus eigener Kasse sanieren. Der Klub wäre weiterhin in der Stadt und die Stadt hätte auch weiterhin die Steuereinnahmen sowie Werbung bei internationalen Spielen.

      0
  7. Rusty sagt:

    Man kann sich zwar ein eigenes Stadion für Sturm wünschen, wie es hier im Forum sehr vehement gefordert wird. Nur, es wird nicht passieren. Sturm kann sich weder ein kleines und schon gar nicht ein Stadion in der derzeitigen Größe der Merkur Arena leisten. Dafür fehlt alles – die Einnahmen aus dem eigenen Budget sind viel zu gering, die Politik unterstützt Sturm dazu nicht, es fehlt in der Steiermark an Großsponsoren.
    Sollte sich ein Großsponsor finden, dann sollte dafür das Budget für den Spielbetrieb aufgebessert werden und nicht in ein neues Stadion investiert werden. Der finanzielle Abstand zu den Wiener Vereinen sollte beim Budget nicht jedes Jahr größer werden. Das, also das Finden eines Großsponsors, hätte für mich oberste Priorität. Dann gäbe es auch budgetär und nicht nur zuschauerbezogen die großen Vier.
    Die Merkur Arena war für mich nie eine Ruine, auch nicht vor den begonnenen Renovierungsarbeiten. Sie wurde und wird adaptiert, so dass das Stadion nach Abschluss der Renovierungsarbeiten in einem sehr guten Zustand ist. Stark verbesserungswürdig sind meiner Meinung nach die Kantinenleistungen, denn man wartet sehr lange dort. Hier muss mit der Gössinger KG geredet werden, um dieses Service dringend zu verbessern (Bezahlsystem, Warteschlangenpfosten um das lästige Vordrängen zu vermeiden, mehr Personal in der Kantine). Man sollte mal einen Ausflug zum Rapid Stadion machen – dort gibt es keine Bierträger, jeder muss sich seine Getränke an den Kantinen selbst holen und die Wartezeiten sind selbst beim größten Andrang ausgesprochen gering.
    Auch wenn schon wieder bald der Stadtkonkurrent in der Merkur Arena spielen wird, sollte man aus den oben erwähnten Gründen kein eigenes Stadion bauen. Dieses nebeneinander war für beide Vereine nicht gerade erfolglos – viele Meistertitel und Cupsiege hat Sturm in dieser Zeit erreicht (vom Rivalen möchte ich da gar nichts erwähnen), der Zuschauerschnitt war über die zwei Jahrzehnte in der Merkur Arena gerechnet deutlich höher als die zwei Jahrzehnte davor in der Gruabn oder im alten Liebenauer Stadion. Und die sportlichen Erfolge stellten sich auch erst seit der Übersiedlung im Jahr 1997 so richtig ein.

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  8. GazzaII sagt:

    Kleineres/neues Stadion

    Das find ich mal ein spannendes Thema ob kleiner oder größer besser wäre oder ob die Kapazität eh passt/passen würde?

    Um das zu beantworten muss/müsste man meiner Meinung nach eine Menge Faktoren berücksichtigen kA im Zuge der Leitbilderstellung wurde ja eine große Umfrage durchgeführt, den Fragebogen kenne ich nicht (kennt den hier wer? Gibt´s da einen Link?) aber ich gehe davon aus, dass da schon viele Fragen drinnen waren mit denen man doch einiges beantworten könnte.

    Nach der Auswertung müsste man sich dann halt überlegen wo die Reise für Sturm langfristig hingehen soll, einen entsprechenden Plan entwickeln den man dann auch durchzieht wenns mal holprig wird bzw. gewisse Phasen länger dauern als erwartet.

    Kurz und bündig professionell arbeiten, dann könnte man auch die Stadionfrage seriös beantworten, nicht nur die Kapazität sondern vorweg mal ob ein neues Stadion überhaupt Sinn macht=>

    wie Eingangs geschrieben, wenn man sich überlegt was in dieses Thema alles miteinfließt, ein wahnsinnig spannendes Thema.

     

    2+
  9. Arch Stanton sagt:

    Auf die helfenden Hände des Bürgermeisters darf man nicht hoffen. Die schüttelt er lieber Hoteliers  und Schlagersängern oder ist damit beschäftigt, sie in Unschuld zu waschen..

    8+
  10. rio sagt:

    Schon lustig, wie geschickt Vorstand und Präsident Jauk medial den Ball der Politik immer wieder ins Gesicht schießt. Nicht eine wenig überzeugende Vereinsführung mit ungezählten verschossenen Elfmetern ist schuld an der Mittelmäßigkeit (auf Österreich bezogen, international darf ja von Letztklassigkeit gesprochen werden), nein, die öffentliche Hand, in Person des Bürgermeisters trägt die Schuld am Rückfall gegenüber Linz und Wien. Wie sollte auch in Liebenau, diesem überalteten Gebäude guter Fußball gespielt und wirtschaftliche Erfolge erzielt werden?

    Nur zur Erinnerung: Die Capital Bank – GRAWE Group AG, unter der Führung von Vorstand Mag. Christian Jauk hält sich bis heute vornehm aus jeglichen Sponsortätigkeit beim SK Sturm heraus. Eine der größten Privatbanken des Landes hat jedenfalls bis heute dem Präsidenten unseres Vereins eine Absage erteilt. Vielleicht, weil die Chemie zwischen Vorstand und Präsident nicht stimmt, nicht’s Genaues weiß man!

    So einfach, wie es gesehen wird für Nagl öffentliches Geld in die Hand zu nehmen, so einfach müsste es ja auch für die Riesen GRAWE und Capital Bank sein, Sturm ein schmuckes Stadion hinzustellen, mit allen möglichen eigenen Immobilienverwertungen. Es war halt schon immer leichter mit dem Finger auf andere zu zeigen, vielmehr dieser auch noch gegen einen Politiker gerichtet werden kann, die, so meine ich, knapp vor oder knapp hinter der Popularität von Autoschnalzer in der Kärntnerstraße liegen.

    Ja, auch mein schwarz-weißes Herz leidet ………….

     

    6+
    • Arch Stanton sagt:

      Wenn man bedenkt, wofür in dieser Stadt Geld verbrannt wird, ist der Fingerzeig auf die Stadtpolitik schon auch berechtigt. Verfehlungen des Vorstandes entschuldigen sie natürlich nicht. Zudem glaube ich, dass hier die Begriffe populär und beliebt verwechselt werden. Zumindest mir jedenfalls sind keine populären Autoschnalzer bekannt..

      5+
  11. Provinciano Provinciano sagt:

    Liebenau soll in Sturm-Besitz übergehen, multifunktional genutzt werden dürfen. Der andere Klub, falls er irgendwann wieder erstklassig ist und das eh nur bis zum nächsten Konkurs, braucht kein Stadion mit mehr als 5.000 oder 6.000 Plätzen. Die hatten in der Meistersaison auch kaum mehr zahlende Zuschauer, da wurden die 50 Prozent oder mehr Restplätze ausverschenkt. Dafür können’s auch die Gstetten in Weinzödl mit Stahlrohrtribünen ausstatten. 

    4+
  12. fauli sagt:

    Bevor in Graz irgendwas gscheits bezüglich Stadion passiert, bauens in Wien das Nationalstadion und somit dritte neue Stadion innerhalb weniger Jahre
    Vielleicht sollte man vorschlagen, eine Gondel zum Stadion zu bauen, dann wird es den Nagl schon interessieren…

    7+
    • Siro sagt:

      Schon jetzt der SturmNetz-Kommentar des Jahres 2019.

      WeltklasseA Gondel zum Stadion

      Falls irgendein Fanklubvertreter das liest: Könntets das mal in eine Choreo einbauen?

      3+
  13. RAM6I sagt:

    Als Fan sieht man leider nicht Alles. Keine Ahnung, welch Gespräche/Projekte schon je im Gespräch waren, von unserem Vorstand mit der Landes/Stadtpolitik.

    Doch dürften Sie alle keine Früchte getragen haben. Den von einem neuen Stadion sind wir Lichtjahre entfernt nicht nur wegen eines roten Bgm.

    Kann nur sagen was meine Pläne, Träume, Projekte waren und noch immer sind. Man hätte vor Jahren ein riesen Projekt mit Haftungen, Investoren und Crowdfunding etc starten können und es hätte sich nach meiner Ansicht nach von Anfang an rentiert.

    Die Sturm-Stadt auf den Reininghaus-Gründen, ne Stadt in der Stadt.

    25k Stadion. Mit Trainingszentrum, Wohn/Büroimmobilien, kleine Mall, Park mit Sportplatz /(neben den Trainingsplätzen, Nähe zu den Fans)

    Und weiteren Kleinigkeiten, alles in Sturm Design/Verbindung…Wohnungen nur für Fans/Mitglieder ;))

    Ein Traum der leider geplatzt.. Euro-Millionen no immer net gewonnen und verdient a no net ;))

     

     

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  14. Sturm-Echo sagt:

    Frage 1: Ist es möglich in der Gruabn ein Stadion zu bauen das 15-20k fasst? Das wäre die Idealversion aber vermutl. leider net realisierbar…wo sind die Architekten und Statiker um diese Frage zu beantworten?

    Frage2: Wo ist der Investor für ein Stadionprojekt? Egal wo…

    Frage 3: Wollen wir echt zuschauen wie sie in ganz Österreich Stadien um- und ausbauen bis nach Klagenfurt…nur in Graz mach ma des erst wenn der GAK wieder in der Bundesliga spielt! Gehts noch?

    Wir Sturm-Fans sind offenbar solche Duckmäuser das mir graust…

     

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