Im Ländle nichts anbrennen lassen

FC Hard vs. SK Sturm Graz – der Spielercheck

Die SturmNetz-Leserbewertungen der einzelnen Spieler der letzten Partie FC Hard vs. SK Sturm Graz sind abgeschlossen und alle Einsendungen sind ausgewertet. Wir haben den Durchschnitt aus allen eingegangenen Benotungen zu jedem Spieler berechnet, sowie eine (subjektive) schriftliche Beurteilung hinzugefügt. Nach jedem Match wollen wir nicht nur Noten, sondern auch den ehrenvollen Titel „Man of the Match“ an den Spieler mit der besten durchschnittlichen Gesamtbenotung vergeben.

Man of the Match

© Martin Hirtenfellner Fotografie

James Jeggo – Note: 2,03

Der Dauerbrenner im Sturm-Mittelfeld war auch dieses Mal Dreh- und Angelpunkt. Zwar versuchte er immer wieder das Spiel schnell zu machen, das Spiel gegen sehr tief stehende Gegner liegt aber auch ihm nicht besonders. Immerhin rackerte der Australier über 90 Minuten im Dienste der Mannschaft und wurde für seinen, wie immer,  bedingungslosen Einsatz gegen Hard von unseren Lesern zum Man of the Match gewählt.

Dario Maresic – Note: 2,06

Wieder eine tadellose Leistung des Youngsters. Die wenigen Situationen, in denen er gefordert war, meisterte der 17-Jährige fehlerfrei. Wenn die Harder zu Möglichkeiten kamen, dann am ehesten aus größerer Distanz, weshalb eigentlich die gesamte Abwehreihe einen relativ ruhigen Arbeitstag genießen konnte.

Fabian Schubert – Note: 2,08

Schubert, der vor der Saison aus Ried an die Mur kam, war eigentlich für die Amateure vorgesehen. Dennoch wurde der 22-Jährige im Spiel gegen Podgorica in der Schlussphase eingewechselt und zeigte eine relativ ambitionierte Leistung. Auch im Cup durfte er erneut ran, diesmal sogar in der Startformation. Zwar bot er auch dieses Mal eine ambitionierte Leistung, dennoch wirkte der Kärntner oftmals etwas behäbig und konnte sich gegen die dichte Abwehrkette zu selten durchsetzen. Trotzdem hatte er mit seinen beiden Toren beträchtlichen Anteil am Aufstieg in Runde zwei! Mit seinem Torriecher, den er vor allem beim zweiten Treffer unter Beweis stellte, könnte er noch zu einer guten und wichtigen Alternative in der Offensive werden.

Christian Gratzei – Note: 2,38

Nachdem im Europacup noch Jörg Siebenhandl zwischen den Pfosten stand, bekam dieses Mal Christian Gratzei das Vertrauen des Trainers – üblich im Cup, dass der zweite Goalie zum Einsatz kommt. Zu großen Paraden wurde er über die gesamte Spielzeit nicht gezwungen und er lieferte eine fehlerfreie Partie ab. In der Schlussphase hatte er nach einem Schuss von Ex-Blacky Matthias Koch Glück, dass der Ball das Tor um nur wenige Zentimeter verfehlte. Viel mehr kann man über das Spiel des Evergreens auch nicht mehr berichten. Dennoch hat man als Schlussman in solchen Spielen oft mehr zu verlieren als zu gewinnen.

Fabian Koch – Note: 2,38

Koch hatte in der Defensive kaum Arbeit und agierte nach vorne eher unauffällig. Trotzdem war er an einer vermutlich spielentscheidenden Aktion maßgeblich beteiligt: In der 32. Spielminute wurde er von Semih Yasar unsanft zu Boden geholt, wofür dieser die glatte Rote bekam und somit sein Team für über 60 Minuten dezimierte. Es war dies eine doch etwas harte, aber ebenso vertretbare Entscheidung des Schiedsrichters. Ebenfalls trat Koch in der ersten Hälfte als Flankgengeber auf Zulechner in Erscheinung, dessen Kopfball schlussendlich an die Stange klatschte.

Deni Alar – Note: 2,41

Deni kam in der 64. Spielminute für den weitgehend farblos agierenden Philipp Zulechner in das Spiel. Kein anderer Spieler wird so sehr an seinen Toren gemessen wie er, weshalb Erfolg und Misserfolg bei ihm sehr nah aneinander liegen. Diesmal sorgte der Goalgetter nach gut 90 Minuten für die Entscheidung, indem er das Spielgerät von der Strafraumgrenze in die Maschen schlänzte und Sturm erlöste.

Patrick Puchegger – Note: 2,62

Nachdem der Neuzugang von den Bayern-Amateuren zunächst mit der Bank vorliebgenommen hatte, profitierte er von Martin Ovenstads Verletzung und wurde bereits nach acht Spielminuten eingewechselt. Er versuchte sich immer wieder in die Offensive einzubringen, lange aber ohne Erfolg. In Spielminute 74 gelang dem 22-Jährigen allerdings eine scharfe und maßgenaue Hereingabe auf Fabian Schubert, der im Anschluss für die befreiende Führung sorgte.

Marc Andre Schmerböck – Note: 3,06

Durchschnittlich. Viel besser kann man die Leistung von Schmerböck im Ländle nicht beschreiben. Sein Bemühen konnte man ihm auf keinen Fall absprechen, beinahe sorgte er sogar für einen sehenswerte Treffer aus der Distanz, doch seinen wuchtigen Schuss in der 78. Minute konnte Dominik Lampert gerade noch aus der Ecke kratzen. Kurz darauf wurde er für Romano Schmid ausgewechselt.

Marvin Potzmann – Note: 3,25

Zwar war der 23-Jährige zu Beginn auf der Position des linken Außenverteidigers zu finden, wechselte nach dem verletzungsbedingten Out von Ovenstad in das defensive Mittelfeld. Potzmann konnte sich in weiterer Folge offensiv nicht wirklich in Szene setzten und bekam defensiv eher wenig zu tun. Er erledigte seine Aufgabe zufriedenstellend – nicht mehr und auch nicht weniger.

Christian Schulz – Note: 3,36

Gegen den FK Mladost Podgorica unterlief dem Kapitän bekanntlich ein haarsträubender und schlussendlich spielentscheidender Fehler, im Spiel gegen den FC Hard blieb er hingegen weitgehend fehlerlos. Wie auch sein Nebenmann Darion Maresic bekam der Deutsche dieses Mal kaum etwas zu tun. Sicher war dies ein angenehmer Arbeitstag für den zuletzt oft fehleranfälligen Innenverteidiger. Dass er seinen Kredit bei den Fans schon weitgehend verspielt hat, zeigt in diesem Fall die Benotung.

Philipp Huspek – Note: 3,36

Huspek leistete die gute Vorarbeit zum wichtigen 2:0, indem er sich körperlich stark durchsetzte und unter Bedrängnis für Deni Alar auflegte. Ansonsten war der unsiversell einsetzbare Mittelfeldakteur eher selten zu sehen. Wie auch viele andere seiner Teamkollegen zeigte auch Philipp Huspek gegen einen unterlegenen Gegner immer wieder technische Schwächen.

Philipp Zulechner – Note: 4,28

Das war nicht das Spiel des Philipp Zulechner. Er konnte gegen den Harder Abwehrriegel nur sehr selten Gefahr erzeugen. Dennoch gehörte ihm die größte Möglichkeit in Hälfte eins: Nach einer Koch-Flanke prallte sein Kopfball aus relativ großer Distanz an die Stange. In Minute 64 musste der gebürtige Wiener schlussendlich für Deni Alar Platz machen.

Kurzeinsatz:

Martin Ovenstad – Note: 1,65

Ovenstad war der Pechvogel bei den Grazern. Nach exakt 47 gespielten Sekunden verletzte sich der Norweger aufgrund eines Fouls an der Schulter. Zwar konnte er nach einer kurzen Behandlung vorerst noch weiterspielen, in der achten Minute war aber endgültig Schluss. Für ihn kam Patrick Puchegger auf das Feld.

Romano Schmid: – Note: 1,43

Das „Küken“ in Sturm Profikader gab sein Debüt im ÖFB-Cup. In Minute 79 für Schmerböck eingewechselt, blieben ihm rund 15 Minuten, um sich für weitere Einsätze zu empfehlen. Ließ wie das gesamte Team in der Schlussphase nichts mehr anbrennen.

 

Das SturmNetz-Team bedankt sich bei 110 eingegangenen Bewertungen und widmet dem Man of the Match, James Jeggo, folgenden Song:

 

4 Kommentare

  1. vampy99 sagt:

    Wir es wieder ein Tippspiel geben? Das erste BL Spiel steht ja bald ab.

    0

  2. Schworza99 Schworza99 sagt:

    Jeggo arbeitet in jeden Spiel wie ein Tier…normalerweise sollte er Kapitän sein. Schulz ist halt zumindest auf den Feld kein Führungsspieler…

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