„Ich will einfach das nächste Spiel gewinnen“

Roman Mählich im Gespräch bei Talk und Tore

Neo-Sturm-Trainer Roman Mählich war am Montagabend in der Sky-Sendung Talk und Tore zu Gast. Was der 47-Jährige nach dem 2:0-Sieg beim SCR Altach zu sagen hatte, erfährt ihr in den nachfolgenden Zeilen.

(c) Martin Hirtenfellner Fotografie

Roman Mählich über…

… die ersten Tage als Chefcoach bei Sturm: Fünf Nationalspieler waren weg, das hat es etwas schwieriger gemacht. Dafür konnte ich die anderen Spieler gut kennenlernen. Wo ein Nachteil ist, ist auch ein Vorteil.

… sein Trainerdebüt: Es war lässig. Ich hatte das Gefühl, nach der kurzen Zeit gut vorbereitet ins Spiel zu gehen. Ich habe der Mannschaft gesagt, dass wir bei Null beginnen und ich bin froh darüber, mit einem Sieg begonnen zu haben. Zufrieden war ich natürlich mit dem Ergebnis. Insgesamt war es ein echt cooles Debüt.

… was gegen Altach gut bzw. schlecht funktioniert hat: Die Basics haben wir gebracht, wir waren mit Leidenschaft dabei. Wir haben ein System zum Einsatz gebracht, das funktioniert hat. Wir sind teilweise etwas zu tief gestanden, aber wir hatten auch zwei, drei richtig tolle Umschaltsituationen, die wir dann vergeben haben. Defensiv sind wir aber sehr gut gestanden. Ich will die Fehler im Spielaufbau minimieren, das war in letzter Zeit oft das Problem.

… das neue Ligaformat: Meine Arbeit erschwert es nicht besonders. Keiner weiß so recht, was es im Endeffekt bedeutet. Ich bin aber zu kurz dabei, um das zu beurteilen.

… Andreas Schicker als Chefscout: Mit mir persönlich hat die Entscheidung nichts zu tun. Das stand schon lange vor mir fest. Andreas ist sehr intelligent und investiert viel in seine Arbeit. Er ist sicherlich ein großer Gewinn für den ganzen Verein. 

… sein nächstes Ziel: Wir befassen uns ab heute mit dem kommenden Gegner. Heute absolvierten wir eine Trainingseinheit mit den Spielern, die gegen Altach nicht zum Einsatz gekommen sind. Morgen ist ein freier Tag und ab Mittwoch gibt es nur eines: Voller Fokus auf die nächste Partie.

… Gerüchte, dass er im vergangenen Herbst als Foda-Nachfolger im Gespräch war: Im vergangenen Herbst gab es Kontakt. Wir hatten ein Gespräch. Für mich war das damals aber auch keine Enttäuschung, da ich erst wenige Monate Trainer war. Zu diesem Zeitpunkt war nicht absehbar, wie Roman Mählich reagiert, wenn es schlecht läuft. Für mich war die Entscheidung pro Vogel daher verständlich.

… das Potential seiner Mannschaft: Ich bin überzeugt davon, dass wir in Zukunft noch Spiele gewinnen werden. Ich will mich jetzt aber nicht aus dem Fenster lehnen. Ich will nicht über das reden, was war und auch nicht über das, was sein könnte. Ich will einfach das nächste Spiel gewinnen.

… Peter Zulj und Stefan Hierländer: Bevor wir die Antritts-PK eingeleitet haben, war ich noch im Teamcamp der Nationalmannschaft, da Peter Zulj und Stefan Hierländer absolute Führungsspieler sind. Zulj ist im nächsten Spiel leider gesperrt. Hierländer ist durch seine Dynamik und Technik auf mehreren Positionen gut einsetzbar. 

… die Hierarchie innerhalb der Mannschaft: Es gibt eine gute Hierarchie, die vielleicht etwas flacher ist als noch vor 20 Jahren. Leider findet man die absoluten Führungsspieler nur mehr mit der Lupe. Aber die etwas flachere Hierarchie macht mir nichts aus, es ist so, wie es ist.

… Dario Maresic: Über seine fußballerischen Qualitäten müssen wir nicht diskutieren. Er ist eines unser ganz großen Talente im Abwehrbereich und wird bei uns eine sehr wichtige Position einnehmen.

… Ivan Ljubic: Es wäre ungerecht, jetzt schon mit Vorstellungen über neue Spieler zu kommen. Aber er ist ein Spieler, dem ich zutraue, bei Sturm Graz zu spielen. Er ist ein richtig guter Spieler.

 

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7 Kommentare

  1. Melvinuss sagt:

    Fraglich, ob seine Aussage hinsichtlich Führungsspieler bei einem Zulj, Hierländer, Koch oder Spendi so gut ankommt…

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    • Schworza99 Schworza99 sagt:

      Soll er lügen nur damit sich die Spieler gut fühlen? Jetzt wo Mählich da ist weht ein anderer Wind, da werdens die Schuld nicht auf den Trainer schieben können wenns nicht läuft weil Mählich einfach eine Legende ist. Ich hoffe Mählich treibt die Jungs wie ein Magath mit den Medizinbällen den Schlossberg rauf…wenn die Kampfsau Nr. 1 Trainer ist färbt hoffentlich was vom Kampfgeist auf die Spieler ab.

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    • Melvinuss sagt:

      Nein, natürlich nicht. Aber vielleicht etwas anders umschreiben. Wenn ich wo anfang, und die Situation prekär ist, wie derzeit bei Sturm, dann versuch ich die Leute hinter mich zu bringen und nicht gegen mich auf…

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  2. Strauss sagt:

    Vor 20 Jahren hätte man daran gefeilt, ein Führungsspieler zu werden. Heute zieht man sich beleidigt zurück, macht sich ein Trostpeckerl und droht mit einem Angebot aus der Kreisliga.

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  3. gepi20 sagt:

    Jetzt darf es keine Wohlfühl – oder Wellness – Diskussionen geben. Egal ob dreckig oder spielerisch mies, egal ob Diva, Führungsspieler oder nicht: Mählich hat den richtigen Zugang.

    Es spielt, wer sich im Training aufdrängt, ohne Name , ohne Vergangenheit , es werden die besten 11 aufgestellt.
    System: Hinten dicht und vorne reinnudeln wenn es sein muss – in Schönheit und mit Pech sind wir genug gestorben
    Mentalität: Laufen , laufen , laufen, kratzen beißen und rutschen.

    Damit sollte das obere Play off erreicht werden können – schwer genug wird´s!

     

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    • frankie roberts sagt:

      Sorry, aber hinten dicht und vorne rein Nudeln ist Hartberg oder Wolfsberg aber nicht Sturm. Wir haben einen gewissen Anspruch an den Fußball. Mir ist lieber, wir verpassen das obere Play-off und es gibt eine positive mannschaftliche und spielerische Entwicklung auf Sicht als wir werden dreckig 5. Allerdings scheint das nicht die Priorität im Verein zu sein und das macht mir Sorgen.

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    • Athlan sagt:

      @Frank Roberts

      Was den Anspruch betrifft, bin ich grundsätzlich bei dir, ich glaube nur, dass damit er umgesetzt werden kann, das Selbstvertrauen da sein muss und vor allem auch Routine darin, mit Negativsituationen in einer Partie umgehen zu können. Das geht wiederum nur, indem man lernt, den Selbstzweifel zu verbannen und wenn man weiß, dass man auch im kratzen, beißen und kämpfen gut ist, dann stimmt die Moral und wir fallen nicht immer so tief runter. Die Schwankungen, denen Sturm innerhalb einer Partie immer wieder unterliegt, sind dann hoffentlich nicht mehr ganz so massiv. Mählich spricht immer von den Basics. Ich denke, er meint vor allem auch mentale Basics – und das sind sie.

      GLG

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