Hopeless Wanderer

Spielercheck: RB Salzburg vs. SK Sturm Graz (4:1)

Die SturmNetz-Leserbewertungen der einzelnen Spieler der Bundesliga-Begegnung RB Salzburg vs. SK Sturm Graz sind abgeschlossen und alle Einsendungen sind ausgewertet. Wir haben den Durchschnitt aus allen eingegangenen Benotungen zu jedem Spieler berechnet, sowie eine (subjektive) schriftliche Beurteilung hinzugefügt. Nach jedem Match wollen wir nicht nur Noten, sondern auch den ehrenvollen Titel „Man of the Match“ an den Spieler mit der besten durchschnittlichen Gesamtbenotung vergeben.

Man of the Match:

© Martin Hirtenfellner Fotografie

Peter Zulj – Note: 2,46

War der Akteur in Schwarz, der sich noch am ehesten gegen die mehr als verdiente Niederlage gestemmt hatte. Nicht nur, dass der Mittelfeldregisseur der mit Abstand gefährlichste Spieler der Gäste war und die meisten Torschüsse aller Spieler (4) abgegeben hat, war Zulj auch in einigen anderen Kategorien zumindest laut Statistik der aktivste Spieler am Feld. Euer Man-of-the-Match bestritt 28 Zweikämpfe, liegt damit vor Enock Mwepu (20) klar auf Platz 1, konnte mit vier Dribblings die meisten aller Akteure positiv absolvieren und hatte 75 Aktionen am Ball (Patrick Farkas 72). Mit dem ersten seiner vier Torschüsse konnte er die Führung der Blackys erzielen, zwei weitere konnten entschärft werden, einer wurde aus der Verzweiflung heraus geboren. Für einen Punkt gereicht hat es am Ende nicht, für die beste Performance einer geschlossen schwachen Mannschaft aber allemal.

Jörg Siebenhandl – Note: 2,75

Der Etatmäßigen Nummer 1 traf in diesem Spiel wohl die geringste Schuld. Vor dem dritten Gegentreffer durch Duje Caleta-Car rettete Siebenhandl in höchster Not vor Takumi Minamino, konnte den Ball aber nur zum Gegenspieler klären, der die Kugel völlig unbedrängt im Kasten unterbringen konnte. Wird beim Cupfinale am Mittwoch wohl noch öfters geprüft werden.

James Jeggo – Note: 2,92

Die Kampfsau der Grazer spielte eine brave Partie und konnte sogar die meisten Pässe aller Spieler spielen (52). Lies sich im Spielaufbau zwischen die zwei Innenverteidiger zurückfallen und erledigte seine Aufgabe als Ballverteiler gut. Konnte einmal in allerhöchster Not von der Linie klären, ansonsten blieb der Australier jedoch relativ unauffällig. Sparte seine Kräfte wohl etwas fürs Cupfinale am Mittwoch.

Dario Maresic – Note: 3,31

Schaute, wie alle anderen im Defensivverbund, beim 3:1 durch Jerome Onguéné nur zu, war eventuell vielleicht für ihn eingeteilt. War – dank einer grottenschlechten Vorstellung seines Nebenmanns – trotzdem der um Welten bessere Innenverteidiger an diesem Nachmittag. Eine hundertprozentige Zweikampfquote (ebenso wie Duje Caleta-Car) sind ein mehr als nur starker Wert, bringt dem jungen Verteidiger nach so einem Spiel aber auch nur ein leichtes Schulterklopfen ein. Sparte seine Kräfte erkennbar fürs Cupfinale am Mittwoch.

Sandi Lovric – Note: 3,32

Mit Lovric sorgte der dritte Zentrumsspieler im Verbund nicht groß für Aufsehen, spielte einige gute Pässe in die Tiefe und passte sich ansonsten der kollektiv unterdurchschnittlichen Leistung seiner Mitspieler an. Wurde nach einer Stunde durch Bright Edomwonyi ersetzt. Sparte seine Kräfte etwas fürs Cupfinale am Mittwoch.

Philipp Huspek – Note: 3,32

Der Wirbelwind auf der rechten Außenbahn hatte einige gute Ansätze zu zeigen, letztendlich versauerten aber alle gefährlichen Angriffe, bevor sie überhaupt zu solchen wurden. Sparte seine Kräfte fürs Cupfinale am Mittwoch.

Deni Alar – Note: 3,38

Viele Ballverluste im Spielaufbau und ein Torschuss stehen einem Assist nach toller Kombination gegenüber. Deni Alar hat eindrucksvoll bewiesen, dass er als alleinige Sturmspitze nicht das abliefern kann, zu was er abliefern im Stande wäre. So mancher Sturmknofel hätte in diesem Spiel wohl lieber einem Emeka Eze zugesehen oder hätte sich Bright Edomwonyi von Beginn an neben Alar gewünscht. Das hat es aber nicht gegeben und so bleibt eine schwache Leistung + toller Assist für Alar stehen. Wird im Cup wohl mit Edi eine Sturmpartnerschaft bilden und seine Leistung steigern. Sparte seine Kräfte deutlich erkennbar fürs Cupfinale am Mittwoch.

Stefan Hierländer – Note: 3,38

Der Kärntner wurde als Linksverteidiger aufgeboten und tat das, was er tun muss. Im Offensivspiel war Hierländer aber de facto nicht zu sehen, einzig seine flache Hereingabe auf Alar, welche zum 0:1 führte, darf hervorgehoben  werden. Spielte gen Ende der Partie einen sowohl unnötigen als auch unkonzentrierten Pass zurück auf Spendlhofer, der sein Übriges dafür tat, dass Sturm mit einer Klatsche nach Hause geschickt wurde. Sparte seine Kräfte sehr deutlich erkennbar fürs Cupfinale am Mittwoch.

Fabian Koch – Note: 3,41

Auch Fabian Koch hat keinen guten Tag erwischt, kam beim ersten Gegentreffer zu spät, nachdem er zuvor – im Gegensatz zu Spendlhofer – auf Abseits gespielt hat und konnte dann bei der Führung der Bullen die Hereingabe von Christoph Leitgeb nicht unterbinden. Eine schwache Partie des Rechtsverteidigers, aber das weiß er selbst wohl am Besten. Wurde 15. Minuten vor Schluss durch Marvin Potzmann ersetzt, ein seltenes Bild, dass Koch das Spielfeld vor der 90. Minute verlässt. Sparte seine Kräfte klar und deutlich erkennbar fürs Cupfinale am Mittwoch.

Jakob Jantscher – Note: 3,62

Wurde am linken Flügel aufgeboten und konnte praktisch nichts zum Offensivspiel der Grazer beisteuern. Hat das 1:0 mit eingeleitet, verhielt sich ansonsten jedoch wie John Cena. Ging im Doppelpack mit Sandi Lovric vom Feld und ging überhaupt nicht ab. Sparte seine Kräfte mehr als deutlich erkennbar fürs Cupfinale am Mittwoch.

Lukas Spendlhofer – Note: 4,19

Eine schlichtweg inferiore Leistung des ansonsten so souveränen Innenverteidigers. War in den wichtigen Situationen einfach nicht dort, wo er hätte sein sollen. Hebt beim Ausgleichstreffer das Abseits auf, obwohl dazu gesagt werden muss, dass der Lupfer von Enock Mwepu einfach weltklasse war. Reklamiert beim 2:1 auf selbiges, kommt gegen Minamino zu spät und muss dann zusehen, wie Caleta-Car zur Führung netzt. Zugesehen hat Spendlhofer auch beim 3:1, als Onguéné völlig frei einköpfen kann. Was der Defensivmann dann beim 4:1 veranstaltet, ist ihm wohl selbst auf FIFA noch nie passiert. Hierländer spielt einen – zugegebenermaßen mäßigen – Ball zurück auf Spendlhofer, der sieht sich in Bedrängnis und hält einfach den Außenrist hin. Der Ball springt vor ihm in die Luft, der Verteidiger bleibt weg und Munas Dabbur übernimmt die Kugel mit all seiner Klasse volley zum vierten Treffer der Salzburger. Kann beim Cupfinale am Mittwoch aus dem Vollen schöpfen, da bei Spendlhofer – mit Ausnahme von übermenschlichen – keine Kräfte im Spiel waren.

Wechselspieler:

Thorsten Röcher (60.) – Note: 3,31

Kam nach einer Stunde ins Spiel, mit der Hoffnung, offensiv etwas bewirken zu können. Röchers ansonsten so giftige Dribblings blieben jedoch aus, der Neunkirchner konnte keine Akzente setzen.

Bright Edomwonyi (60.) – Note: 3,59

Konnte gleich wie Röcher nicht das umsetzen, was Heiko Vogel vermutlich von ihm gefordert hatte – nämlich für Torgefahr sorgen. Bekam aber auch fast keine brauchbaren Bälle in die Spitze. Wäre die Tribüne hinter Cican Stankovic bei der Meisterschaftsvorentscheidung der Bullen nicht ohne Besucher gewesen, hätte Edi wohl selbige mit einem völlig verunglückten Schuss in Lebensgefahr versetzt. So ist nichts passiert – der Fanszene der Salzburger sei Dank.

Marvin Potzmann (75.) – Note: 3,65

Hatte 15 Minuten Zeit, sich zu beweisen und tat das nicht.

Das SturmNetz-Team bedankt sich für 91 eingegangene Bewertungen und widmet dem Man-of-the-Match Peter Zulj folgenden Song:

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