Hoffnung vs. Statistik

Spielvorschau: FC Salzburg vs. SK Sturm Graz

Der SK Sturm blickt mittlerweile auf einen weiteren erfolgreichen Grunddurchgang zurück. Mit drei Remis und einem Sieg seit der Winterpause im Gepäck starten die Grazer nun vom zweiten Tabellenplatz als erster „Verfolger“ des Serienmeisters Salzburg ins Meister-Play-off – ausgerechnet gegen ebenjenen, auswärts. Die bisherigen Begegnungen mit Matthias Jaissles durchwegs jungem Team endeten für sie nicht besonders gut: zwei Niederlagen (1:3 und 1:4) ergeben eine ernüchternde Bilanz. Diese gilt es zu verbessern. Das sieht auch Trainer Christian Ilzer so, der sich über die gute Ausgangslage für das Play-off freut: „So wie die Mannschaft viele Schwierigkeiten gemeistert hat, bin ich mit dem Grunddurchgang durchaus zufrieden. Wir gehen mit einer guten Position ins Rennen. Wir müssen schnell ein ausgewogenes Spiel zustande bringen und die ‚Anfangswut‘ abfangen.“ Ungeschlagen zu bleiben, wären für die Meistergruppe „Big Points“.

(c) Martin Hirtenfellner Fotografie

Was nicht von der Hand zu weisen ist

Die Statistiken dürften keinem Sturmfan Freude bereiten, denn kaum ein Gegner des SK Sturm füllt seine Favoritenrolle so überzeugend aus, wie es die Salzburger tun. Gegen die Grazer gewannen sie seit ihrem Bestehen bereits 69 Ligapartien – Bestwert. Sie sind seit 26 Pflichtspielen saisonübergreifend zuhause ungeschlagen (23 Siege, 3 Unentschieden) und „gewährten“ in dieser Zeit auf eigenem Rasen nicht einmal dem FC Bayern München einen vollen Erfolg. Zusätzlich sei man beim SK Sturm gerade in einer Phase, in der man für jeden Punkt besonders hart arbeiten müsse, gab Ilzer im Vorfeld der Partie zu verstehen. „Mir waren zuletzt auch zu viele Unentschieden dabei“, so der Coach. Allzu große Erwartungen, was den Auftakt ins Play-off angeht, hegt auf schwarz-weißer Seite kaum jemand. Hoffnung gibt es aber immer!

Was spricht für den SK Sturm?

Trotz aktueller Schwierigkeiten damit, das Tor hinten sauber zu halten – was unter anderem auch auf Zuordnungsschwierigkeiten bei Standards zurückzuführen ist und vor allem seit der Winterpause doch einige Punkte gekostet hat ­– verfügt der SK Sturm über eine qualitativ starke Defensivabteilung. Unter der Leitung von Jon Gorenc Stankovic, Gregory Wüthrich und David Affengruber zeigten die Schwoazen im erinnerungswürdigen Auswärtsspiel gegen Real Sociedad San Sebastián, dass sie einer überlegenen Offensive einiges entgegenzusetzen haben. Die offensiv potenziell schlagfertigen Außenverteidiger sind in der Lage, für den einen oder anderen schnellen Vorstoß über die Seiten zu sorgen. Vorne warten Jakob Jantscher, der keine Scheu hat, das Eins-gegen-eins zu suchen, sowie sein schneller Partner Rasmus Højlund, der auf kontrollierte lange Bälle aus der Defensive wartet, sie ggf. schnell mitnehmen oder auch seinen nachkommenden Kollegen abgeben und so für neue Räume sorgen kann. Dass die beiden Spitzen torgefährlich sind, beweisen die Statistiken. Insgesamt hat der SK Sturm in der aktuellen Bundesligasaison nur 4 Treffer weniger als der Ligakrösus erzielt.

(c) Martin Hirtenfellner Fotografie

Andauernde Rehabilitation

Weiterhin verzichten muss Christian Ilzer auf Otar Kiteishvili, der nach wie vor an seinem Comeback arbeitet, vor Ostern allerdings wohl nicht mehr zum Einsatz kommen wird. Ein Knochenmarksödem macht dem Spielmacher weiterhin zu schaffen. Vincent Trummer und Sandro Ingolitsch, der aktuell erkrankt ist und auch SK Sturm 2 im Spiel gegen den SC Weiz nicht unterstützen konnte, sind laut Ilzer noch nicht ganz auf Niveau der Startaufstellung. Da bedürfe es noch einiger Einsatzminuten in Sturms zweiter Mannschaft, ehe sie in alter Stärke zurückkehren können. Neuzugang Alexandar Borkovic hat im Moment immer wieder mit muskulären Problemen zu kämpfen.

Spieldaten

FC Salzburg vs. SK Sturm Graz 

Bundesliga, 23. Runde

Sonntag, 13. März 2022, 17:00 Uhr | Stadion Wals-Siezenheim

Schiedsrichter: Dieter Muckenhammer

Mögliche Aufstellung:

Siebenhandl; Gazibegovic, Affengruber, Wüthrich, Dante; Gorenc-Stankovic, Prass, Sarkaria, Hierländer; Jantscher, Højlund

Ersatz:

Schützenauer, Jäger, Kuen, Ljubic, Niangbo, Lang, Kronberger

Es fehlen:

Kiteishvili, Ingolitsch, Trummer

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8 Kommentare

  1. bianco nero tifoso sagt:

    Geh bitte, wir sind Sturm, der rote Stier wird bei uns zum kleinen Wurm, vulle Attacke, Kernöl Power im Discostadl, unser Vorbild ist sicher nicht der rote Verlierer Sigi Nagl, im Gegenteil wir san die Kings vom SK Sturm, geboren um zu siegen, lassen uns nie unterkriegen, so ein großer Verein wie Sturm muss immer, wir san der Stolz der Steiermork.

    Unterschätze Sturm nie, diese Leidenschaft und Energie, es werden Kräfte frei, dass glaubst du nicht. Zuwi steigen wie ein Peter Huberts in seinen besten Tagen, dann können wir die Bullen schlagen.

    Wir brauchen kein Zuckerl Energie Wossa, dieses Sorchwossa ist ein rotes Tuch wie der GAK, der sogenannte „erfolgreiche“ rote Stadtklub, sehr brav, nur weiter so, big respect, forever 2. Liga, sagt sogar die Frida, a Zuckerlmaus und im Fussball kennt sie sich auch gut aus.

    Wir haben keine Schulden, im Gegenteil uns geht es so gut wie nie zuvor, Rasmus schiess uns das Siegestor, per favor. Ausnahmetalent von einem anderen Stern, einfach zum haben gern.

    Sturm ist zur Ersatzreligion geworden, wir denken positiv und glauben an Morgen.

    Fussball Gott im Himmel schenk uns deinen Glauben.

    Beten für Proleten, das Sturm Leitbild sind unsre 10 Gebote.

    Fussball Gott, wir bitten dich erhöre uns, gib uns die Kraft für einen Sturm Sieg, steh uns bei bis in alle Ewigkeit. Amen

    Zentrales Monument unseres Glaubens ist die Andi Schicker Statue, Lorbeerkranz Niederlegungen und Blumenspenden sind jederzeit meglich.

    Pilgerstätte für alle Sturmfans, egal ob arm oder reich, bei Sturm sind alle gleich.

    Wir kommen hierher um danke Andi zu sagen und zu beten in diesen schweren Zeiten für unsere Brüder und Schwestern in der Ukraine, das nächste Heimspiel wird zur Spendenlawine.

    Wir kämpfen morgen gegen das Establishment, geben nie auf, RB ist reicher als reich, ist uns gleich, denn wir sind anders, besser als der Rest, es wird morgen ein Fussballfest, legendär, Dose leer.

    Sturm wird zum Pit Bull gegen Red Bull.

    Die Fanszene von Red Bull ist klein, aber fein, hier trifft sich die Elite von Soizburg, bekannt durch ihre Pyroshows und von Didi Mateschitz bezahlten Choreos, der harte Kern, die Mateschitz Buam haben sich einen Namen gemacht und sind gefürchtet.

    Ein Prost auf unser Puntigamer, ein Bier so wie wir, unser Lebenselixier in guten und schlechten Zeiten.

    Prost auf die guten, alten Zeiten, als es noch keine Bullen gab, Sturm Graz ist ein Lebensgefühl, es ist zwar nur Fussball, aber Sturm ist soviel mehr, ich schwör.

    Viel hope, no fear, Punti is unser Bier, so sind wir und das ist unser Sturmleben.

    By the way, die zwara Partie von Sturm, die Sturmjugend, die Zukunft von Sturm, wir sind so stolz auf eich, soviel Freid, ihr habt das Sturmgen inhaliert, immer alles geben für Sturm, wenns laft, dann lafts, es passt einfach alles bei Sturm.

  2. Beutelspecht sagt:

    Wann erlöst uns Sturmnetz von diesen hirnbefreiten Beiträgen des Herrn Tifosi??? Jedesmal nur zum Kopfschütteln.

    • weizenheizer sagt:

      Ein freies Forum muss das aushalten. Finde es verglichen mit neubeginn/ivogo mit seinen absurden vehement vertretenen Thesen eigentlich fast nett. Und es löst keine inhaltlichen Diskussionen aus und ist damit für den skeptischen Leser leicht da drüberzuscrollen

    • ds1909 sagt:

      Stimme dir vollinhaltlich zu @weizenheizer.
      Bianca Nero ist hin und wieder amüsant, manchmal ist es besser man scrollt einfach weiter.
      Bei Neubeginn/ivogo frage ich, und das schon seit seinen Anfang hier, ob es sich dabei um ein Kunstprojekt handelt.
      Man kann aber auch völlig Sinn befreite Diskussionen in einem Forum vom Zaun brechen, siehe aktuell zur Performance vom Jörg 7handl.

    • Schworza99 sagt:

      7 hat halt leider z.B. die schlechteste Quote an abgewehrten Bällen aller (!) Torhüter in der ersten Liga…jaja Statistiken schön und gut, sagen oft nicht viel aus. Aber Letzter zu sein bei seinem Können ist jenseits jeder Schwankungsbreite.

      Man sollte halt auch mal die Schwarz-weiße Brille abnehmen. Warum ich hier so darauf beharre? 7 ist objektiv fehlerhaft.
      Belastungszeuge: Franco Foda. Abruf war das höchste der Gefühle, wenn überhaupt. Und Foda kennt 7 sehr gut. Also könnte man sich fragen warum der Torhüter des vorjährigen 3. bzw. jetzigen 2. nie nominiert wird…tja.
      Und man kann mir wohl nicht nachsagen dem Foda nach der Pfeife zu reden…

  3. Schworza99 sagt:

    Wir haben absolut nichts zu verlieren. Jeder Punkt ist Gold wert. Erwartungen sind logischerweise nicht sehr hoch also können die Burschen nur überraschen.

    Ist gar nicht schlecht gleich am Anfang gegen RB zu spielen so können wir die Tabelle beobachten und reagieren.

  4. Mat sagt:

    Ich muss ehrlich sagen, dass ich dies Punkteteilung richtig „bescheiden“ finde. Wieso erarbeitet man sich einen Vorsprung wenn man dann alles quasi „verliert“.
    Das Salzburg Meister wird, für das muss man keine Punkte teilen. Diese bescheuerte System gibt es auch nur bei uns in Österreich.

    • Tobias sagt:

      Play-Off-System kann grundsätzlich Sinn machen, sehe die Punkteteilung aber auch unnötig. Man hat sowieso nur mehr direkte Duelle und somit 6-Punkte-Spiele bei denen man auch ohne Punkteteilung schnell Boden gutmachen kann.
      Bei dem derzeitigen System ist es lediglich relevant, dass man über dem Strich ist, dann ist quasi alles egal, weil mit einem Spiel ist man wieder gleich auf mit allen anderen.
      Gerade aus diesem Grund verstehe ich die Aufregung um gewisse Spiele im Grunddurchgang gar nicht mehr, weil es meistens um eh nichts mehr geht. Oberes Playoff haben wir solide erreicht und das zählt.

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