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Spielercheck: SK Rapid Wien vs. SK Sturm Graz

Die SturmNetz-Leserbewertungen der einzelnen Spieler der Begegnung SK Rapid Wien vs. SK Sturm sind abgeschlossen und alle Einsendungen ausgewertet. Wir haben den Durchschnitt aus allen eingegangenen Benotungen zu jedem Spieler berechnet sowie eine (subjektive) schriftliche Beurteilung hinzugefügt. Nach jedem Match wollen wir nicht nur Noten, sondern auch den ehrenvollen Titel „Man of the Match“ an den Spieler mit der besten durchschnittlichen Gesamtbenotung vergeben.

Man of the Match

(c) Martin Hirtenfellner Fotografie

Philipp Huspek – Note: 1,69

Durch den Ausfall von Thorsten Röcher rückte Philipp Huspek zum ersten Mal seit der fünften Runde wieder in die Startformation und konnte durchaus überzeugen. Mit seinem gewohnt schier unbändigen Willen wirkte er auch als Motivator für seine Teamkollegen. Durch seinen sehenswerten Treffer zum Ausgleich setzte der 28-Jährige seiner beherzten Leistung die Man-of-the-Match-Krone auf und empfahl sich bei Nestor El Maestro auf jeden Fall für weitere Einsätze in der Startelf. In der 85. Minute nahm der Sturm-Trainer den dieswöchentlichen Titelträger vom Platz und brachte Jakob Jantscher.

Anastasios Avlonitis – Note: 2,21

In seinem insgesamt 60. Pflichtspieleinsatz für Sturm zeigte der Grieche eine sehr starke Vorstellung. Der sich weiterhin in sehr guter Form präsentierende Avlonitis stand hinten meist bombensicher und konnte diverse Eins-gegen-Eins-Situationen, beispielsweise gegen Fountas, für sich entscheiden. Der 29-Jährige hatte in den Anfangsminuten durch einen Kopfball obendrein die Möglichkeit auf einen frühen Treffer.

Jörg Siebenhandl – Note: 2,32

Beim Gegentreffer war der Schlussmann ohne Abwehrmöglichkeit. In den meisten brenzligen Situationen war Siebenhandl aber hellwach und gewohnt sicher. In der 61. Minute hatte er allerdings Glück, als er einen Distanzschuss nach vorne abprallen ließ und damit die Kugel direkt auf Fountas legte, der allerdings im Abseits stand. In der Schlussphase landete eine Flanke von Arase auf der Querlatte – Glück oder gutes Auge von Siebenhandl, der in dieser Situation nicht eingriff. 

Emanuel Sakic – Note: 2,54

Kämpferisch abermals eine sehr gute Vorstellung von Emanuel Sakic: Mit 76 Aktionen am Ball war er nach Stefan Schwab der zweitaktivste Akteur am Feld. Auch war seine Vorarbeit, die schlussendlich zum Ausgleich führte, erwähnenswert. Dennoch waren in Hütteldorf doch einige Ungenauigkeiten dabei – viele seiner Abspiele und Flanken landeten bei Gegenspielern – das kennt man von ihm eigentlich durchaus besser. 

Isaac Donkor – Note: 2,55

Seit dem Heimspiel gegen Salzburg in der elften Runde ist Isaac Donkor nicht mehr aus der Stammformation wegzudenken. In seinem siebten Pflichtspieleinsatz für Sturm zeigte der 24-jährige Ghanaer abermals eine unauffällige aber insgesamt sehr annehmbare Leistung. Im Spielaufbau versuchte er seine Schnelligkeit immer wieder einzusetzen, manchmal aber zu überhastet. Vor dem Gegentreffer verlor er einen Ball, der schlussendlich zur Ecke führte, die Dibon zum 0:1 verwertete. 

Otar Kiteishvili – Note: 2,56

Der quirlige Georgier war wieder einmal einer der Aktivposten im Spiel der Blackys. Mit einer guten Zweikampfquote und drei erfolgreichen Dribblings war Kiteishvili der wichtigste Mann für das Umschaltspiel der Grazer im Zentrum, welches man aber leider viel zu selten zu sehen bekam. Offensiv darf man sich von der Nummer zehn allerdings weiterhin mehr erwarten. 

Lukas Spendlhofer – Note: 2,58

Rein optisch ein Spiel ohne nennenswerte Aktionen für den Abwehrchef – weder positiv, noch negativ gemeint. Zumindest die Zweikampfquote blieb makellos. Ganze 54 abgegebene Pässe waren zudem der Topwert aller Spieler am Platz. Ansonsten hatte die Innenverteidigung auch recht wenig Gelegenheit dazu, sich auszuzeichnen. Dass man beim Gegentreffer einen Gegenspieler gewähren ließ und auch den langen Pfosten nicht besetzte, kann man Spendlhofer alleine auf keinen Fall ankreiden; bei diesem folgenschweren Eckball haperte es in der Kommunikation der gesamten Defensivabteilung.

Juan Domínguez – Note: 2,66

An sich eine recht solide Vorstellung des Spaniers, mehr aber auch nicht. Den vielen langen Bällen war es geschuldet, dass er – ähnlich wie Kiteishvili – nicht sehr oft die Möglichkeit bekam, um wirklich spielerische Akzente zu setzen. Deshalb blieben besonders nennenswerte Aktionen von ihm leider Mangelware. Der 29-Jährige wurde in der Schlussphase durch Ivan Ljubic ersetzt.

Kiril Despodov – Note: 2,71

Der Doppel-Torschütze vom Sieg gegen Hartberg lieferte abermals eine ordentliche Partie ab und zeigte wieder, wie wichtig er im Moment für das Spiel der Grazer ist. Zwar gelang ihm in diesem Spiel bei weitem nicht alles, auch seine sonst meist gefährlichen Standards wollten nicht gelingen, allerdings fanden alle Zuspiele des Bulgaren einen Abnehmer – eines davon verwertete Huspek zum wichtigen Ausgleich. In der 68. Minute musste der Bulgare für Michael John Lema Platz machen.

Stefan Hierländer – Note: 2,91

Vor allem zu Beginn eine kämpferisch sehr starke Vorstellung vom Kapitän. Im weiteren Spielverlauf lief die Partie aber zusehends am gebürtigen Kärntner vorbei. Beim Gegentreffer stand er viel zu weit von seinem Gegenspieler entfernt, weshalb Dibon völlig unbedrängt zum Kopfball kam. Eine insgesamt eher durchwachsene Leistung des Publikumslieblings. Der 28-Jährige scheint sich in der Rolle des linken Verteidigers noch immer nicht wohl zu fühlen.

Bekim Balaj – Note: 2,98

Balaj war mit drei Abschlüssen der gefährlichste Mann am Feld, ein sechster Bundesliga-Treffer blieb ihm aber verwehrt. Dabei hätte er in der vierten Spielminute durchaus schon auf 1:0 für Sturm stellen können, doch der Albaner scheiterte nach starker Vorarbeit von Hierländer am glänzend reagierenden Richard Strebinger. In der Schlussphase antizipierte er eine lasche Rückgabe von Arase auf Strebinger – Balaj ging gut drauf, kam auch zum Abschluss, doch erneut fand er im Rapid-Schlussmann seinen Meister. Ansonsten war der 28-Jährige in der Spitze oft auf sich alleine gestellt und schien zeitweilig etwas in der Luft zu hängen.  Dafür konnte der Stürmer in der Defensive das eine oder andere Mal klären.

Einwechslungen

Ivan Ljubic (ab der 83. Spielminute) – Note: 2,89

Kam in der 83. Minute für Dominguez in die Partie. Der 23-Jährige interpretierte die Rolle des Sechsers etwas offensiver als zuvor Dominguez, viel sollte Ljubic in der Schlussphase allerdings nicht mehr gelingen.

Michael John Lema (ab der 68. Spielminute) – Note: 3,23

Es war der erste Einsatz des 20-Jährigen seit dem ersten September im Spiel gegen Altach. Er kam in der 68. Minute für Despodov in die Partie, zeigte viel Willen und Einsatz, ohne jedoch wirklich gefährlich zu werden. Er versuchte des Öfteren über die linke Außenbahn mit seiner Schnelligkeit an seinen Gegenspielern vorbeizugehen, Arase und zuvor Auer ließen dies aber kaum zu. Mit der fehlenden Spielpraxis war es für ihn mit Sicherheit nicht einfach, sich in ein eingespieltes Team einzufügen.

Jakob Jantscher (ab der 85. Spielminute) – Note: 3,42

Zu kurz eingesetzt.

Sonstige Bewertungen

Nestor El Maestro – Note: 2,44

Vor allem in der Anfangsphase schien der Trainer sein Team optimal auf den Gegner eingestellt zu haben. Die Gastgeber kamen kaum zu flüssigen Aktionen und wurden durch frühes Attackieren zu Fehlern gezwungen. Diese Dominanz gab man dann aber spätestens nach dem Führungstreffer für die Wiener aus der Hand und fand in der restlichen ersten Hälfte nicht mehr wirklich in die Partie. Mit Philipp Huspek, der in der 54. Minute für den Ausgleich sorgte, bewies NEM allerdings ein goldenes Näschen. Nach diesem Treffer agierte Sturm offensiv allerdings zu harmlos, dies änderte sich auch durch die Einwechslung von Lema nicht. Die beiden weiteren Wechsel in den Schlussminuten zeugten eher davon, dass man sich mit dem Punkt bereits zufrieden gegeben hatte. 

Schiedsrichter-Team um Walter Altmann – Note: 3,28

Das Schiedsrichter-Team hatte einige brenzlige Situationen zu meistern und stand vor allem in der ersten Hälfte bei einigen Situationen, in denen es durchaus mehr gelbe und eventuell sogar eine rote Karte gegen Barac hätte geben können, unter Kritik. Auch Ljubicic und Fountas hätten sich den gelben Karton verdient. Je nachdem, wie man die Situation von Fountas gegen Spendlhofer bewertet, womöglich auch mehr. Wirklich spielentscheidende Fehler unterliefen dem Unparteiischen jedoch nicht, was in der aktuellen Spielzeit bisher leider nicht so selbstverständlich war. Altmanns Assistent Santino Schreiner sollte hier noch erwähnt sein – abgesehen von einer falschen Abseits-Entscheidung, die jedoch ohnehin nicht entscheidend war, machte er an der Seitenlinie einen großartigen Job.

Das SturmNetz – Team bedankt sich für 156 eingegangene Bewertungen und widmet dem Man of the Match, Philipp Huspek, folgende Nummer:

 

 

 

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8 Kommentare

  1. Bozo Bazooka sagt:

    Bester Mann, mit Abstand, wie auch die Bewertung zeigt. „Hussi“-Chöre aus dem Gästesektor nach dem Abpfiff mit Solohussi am Feld sagen eh alles. Guter Mann, wie eigentlich immer.

    4+
  2. CrazyBusiness sagt:

    Toll, daß ihr den einen Assistenten so positiv erwähnt! War wirklich eine außerordentlich gute Darbietung, was ja in der grünen Höhle keine Selbstverständlichkeit ist. Leider nicht separat bewertbar

    3+
  3. jott1976 sagt:

    Der Hussi sollte viel öfters eine Chance bekommen. Wenn schon net in der Startelf, dann als Wechselspieler. Er ist einer der wenigen die in jedem Spiel 100% geben. Egal wie der Gegner heißt.

    6+
  4. Grazer Fussballwunder sagt:

    Huspek sollte man unbedingt verlängern. Gibt immer alles, gehört technisch zu den Besseren. Würde ich gerne öfters spielen sehen.
    Da fallen mir einige andere Namen ein, von denen wir uns eher trennen sollten.

    3+

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