Heim-Dreier in einer verrückten Partie

Spielbericht: SK Sturm Graz Amateure vs. SV Allerheilligen 3:1 (2:1)

In der 7. Runde der Regionalliga-Mitte-Saison 2020/21 trafen die SK Sturm Graz Amateure auf den SV Allerheiligen. In der noch jungen Saison lief es bisher für die Jungblackys nicht schlecht; drei Siege, zwei Unentschieden und eine Niederlage bedeuteten vor Ankick Rang Sieben, in einer sehr engen oberen Tabellenhälfte. Der SV Allerheiligen musste sich nach sechs Zählern aus ebenso vielen Runden eher nach unten orientieren.

(c) SturmNetz.at

Beinahe gelang den Gästen ein Traumstart, doch Peter Smoljan verfehlte aus aussichtsreicher Position den Kasten nur knapp. Nur wenige Momente später hatte die Nummer 28 die nächste Möglichkeit, scheiterte diesmal aber an Luka Maric. In der neunten Spielminute schlugen die „Gallier“ aus ihrer Überlegenheit Kapital: In Folge einer Ecke konnte Maric die Kugel nur kurz nach vorne abwehren, genau dorthin, wo Daniel Bernsteiner lauerte und ungehindert zur Führung netzte. Sturm tat sich in der Anfangsphase extrem schwer gegen engagiert auftretende Gäste und kam offensiv eigentlich überhaupt nicht zur Geltung. Nach etwa 20 Spielminuten konnte man sich zumindest etwas befreien, danach geschah hüben wie drüben nur wenig. Dann war plötzlich wieder Feuer in der Partie! Zunächst wurde Tobias Strahlhofer im gegnerischen Strafraum durch Bostjan Bizjak unsanft zu Boden gebracht, wodurch dieser die gelbe Karte sah. Den daraus resultierenden Strafstoß verwandelte der Gefoulte gekonnt und stellte mit dem ersten echten Torschuss auf 1:1. Der Applaus im gut besuchten Trainingszentrum Messendorf war noch kaum verhallt, da entschied Schiedsrichter Serdar Altun abermals auf Elfmeter! Diesmal aber auf der anderen Seite. Sandro Schendl stoppte Josip Eskinja „irreregulär“, Christian Berger trat an scheiterte aber an Luka Maric! Kurz vor Ende der ersten Hälfte kamen dann die Sturm Amateure erstmals aus dem Spiel heraus gefährlich vor das Tor und verwerteten eiskalt: Drini Halili hieß der Torschütze nach einer sehenswerten Ballstafette. Sturm drehte also im ersten Durchgang ein Spiel, in dem man zu Beginn beinahe überrannt wurde. 

(c) SturmNetz.at

Die zweite Hälfte begann genau so, wie die erste geendet hatte. Dardan Shabanhaxhaj bekam das Spielgerät mustergültig serviert, überhob Florian Schlögl im Tor der Gäste und stellte auf 3:1 nach nur 30 Sekunden im zweiten Durchgang. Kurz nach dem Treffer zum 3:1 gab es dann auch noch den dritten Strafstoß in dieser verrückten Partie. Die Chance auf den Anschlusstreffer verhaute Josip Eskinja aber deutlich, nur das meterhohe Netz hinter dem Tor verhinderte, dass das Leder am angrenzenden Acker gesucht werden musste. In weiterer Folge drehten die Grazer ordentlich auf und zeigten nun eindrucksvoll ihre Spielstärke, die man speziell in den ersten 30 Minuten noch vergeblich suchte. Doch auch der SV Allerheiligen gab sich nicht geschlagen und versuchte sich weiterhin in der Offensive, dies ermöglichte den Blackys aber auch mehr und mehr Räume und damit verbunden Möglichkeiten zur Vorentscheidung, welche aber zunächst nicht genutzt wurden. Ein weiterer Treffer blieb den Anwesenden an diesem Freitag Abend in einem kurzweiligen Spiel, in welchem noch weit mehr Tore hätten fallen können, dann aber verwehrt. Uns soll es egal sein. Am Ende waren die drei Punkte gegen starke Gäste durchaus verdient, auf den Tabellenführer FC Gleisdorf fehlt den Grazern nur noch ein einziger Zähler! Kommenden Samstag, den 3. Oktober könnte mit einem Sieg über den SV Spittal a. d. Drau die Tabellenführung übernommen werden. 

Spieldaten

SK Sturm Graz Amateure vs. SV Allerheiligen 3:1 (2:1)

Freitag, 26. September 2020, Trainingszentrum Messendorf, 250 BesucherInnen

Aufstellungen

Sturm Amateure: Maric; Fuchs, Nelson, Komposch, Stückler; Schendl, Shabanhaxhaj (90′ Grube), Lang (77′ Begic), Saurer, Halil (90′ Maslowski); Stralhofer (62′ Mwepu)

Allerheiligen: Schögl; Puster, Temmel (64′ Knez), Fauland, Koca, Bernsteiner, Kager, Bizjak, Smoljan, Berger (64′ Perger), Eskinja

Schiedsrichter: Serdar Altun Assistenten: Franz Josef Krainer, Mario Vonic

 

Galerie

Anzeige

Schreibe einen Kommentar