He did it again

Spielercheck: WSG Wattens vs. SK Sturm Graz

Die SturmNetz-Leserbewertungen der einzelnen Spieler der Begegnung WSG Tirol vs. SK Sturm sind abgeschlossen und alle Einsendungen ausgewertet. Wir haben den Durchschnitt aus allen eingegangenen Benotungen zu jedem Spieler berechnet sowie eine (subjektive) schriftliche Beurteilung hinzugefügt. Nach jedem Match wollen wir nicht nur Noten, sondern auch den ehrenvollen Titel „Man of the Match“ an den Spieler mit der besten durchschnittlichen Gesamtbenotung vergeben.

Man of the Match

(c) Martin Hirtenfellner Fotografie

Philipp Huspek – Note 1,57

Nach seinem starken Startelf-Comeback gegen Rapid und dem wichtigen Treffer zum 1:1-Ausgleich durfte „Hussi“ auch gegen Wattens wieder von Beginn an ran und zeigte eine abermals starke Leistung. In Minute sieben verwertete er einen mustergültigen Konter nach Vorarbeit von Ljubic und Kiteishvili zum wichtigen 1:0 und sorgte damit für einen perfekten Auftakt in die Partie. Danach war der Flügelspieler stets bemüht, für Gefahr in der Offensive zu sorgen und tauschte auch immer wieder mit Despodov die Seiten. Schön, dass Nestor El Maestro wieder auf Huspek setzt und mit Leistungen wie in den letzten beiden Spielen empfiehlt sich der Oberösterreicher auf jeden Fall für weitere Startelf-Einsätze. Erst nach seiner Auswechslung in der 65. Minute hatten die Tiroler mit ihm keine Probleme mehr.

 

Jörg Siebenhandl – Note 1,58

Überzeugender Auftritt des Schlussmanns. Vor allem in der ersten Hälfte konnte sich Siebenhandl das ein oder andere Mal auszeichnen und seiner Mannschaft durch starke Paraden die Null halten. Beim Eigentor in der zweiten Hälfte war er ohne Schuld, ansonsten war er immer da, wenn er gebraucht wurde. Häufen sich Auftritte wie dieser, könnte Jörg in Zukunft auch ein Thema für die Nationalmannschaft werden.

 

Otar Kiteishvili – Note 1,62

Starke Partie des Georgiers. Der Dauerläufer im offensiven Mittelfeld des SK Sturm agierte auch gegen die Tiroler so, wie man es von ihm kennt: extrem laufstark und immer bemüht, für Kreativität zu sorgen. „Oti“ bereitete nicht nur das schöne 1:0 durch Huspek vor, sondern traf mit der letzten Aktion des Spiels nach einer Ecke auch noch selbst. Alles in allem ein überzeugender Auftritt des Georgiers. Dass er es vielleicht das ein oder andere Mal zu oft alleine versuchte, sei ihm verziehen.

 

Kiril Despodov – Note 1,75

Sturms bulgarisches Offensivjuwel überzeugte auch gegen die Tiroler mit starker Präsenz auf dem Platz und sorgte immer wieder durch gefährliche Freistöße für Gefahr im Wattener Strafraum. So auch in Minute 38, als einer seiner Freistöße von Balaj auf Dominguez verlängert wurde, der dann das 2:0 erzielte. Im Laufe des Spiels versuchte Despodov immer wieder, sich auf der Seite durchzusetzen und war mit einem spektakulären Dribbling auch am 3:0 durch ein Eigentor der Tiroler entscheidend beteiligt. In der 69. Minute krönte der Bulgare seine starke Leistung mit Saisontreffer Nummer sechs und stellte nach Pass von Balaj auf 4:1. Es ist einfach ein Genuss, Despodov auf dem Platz zu beobachten, kaum ein anderer Spieler in den Reihen der Blackys stellt die gegnerischen Verteidiger so vor Probleme, wie er es regelmäßig tut. Wurde in Minute 81 durch Jantscher ersetzt.

 

Juan Dominguez – Note 1,97

Wie sein Pendant Ljubic  zeigte der Spanier im defensiven Mittelfeld wieder eine gute Leistung. Dominguez schließt Lücken im Mittelfeld, geht oft auch weite Wege und agiert stets wachsam und routiniert. Dabei unterlaufen dem Routinier so gut wie keine Fehler und er hat immer wieder das Auge für seine Mitspieler. Dominguez stand nach einem Despodov-Freistoß, den Balaj mit dem Kopf verlängerte, goldrichtig und sorgte so für das wichige 2:0 vor der Pause. In Minute 53 musste er angeschlagen vom Feld und wurde durch Christoph Leitgeb ersetzt.

 

Anastasios Avlonitis – Note 2,09

Der Grieche in Sturms Innenverteidigung ist der Burgherr des Grazer Abwehrbollwerks und dirigiert seine Vorderleute bei der Verteidigungsarbeit immer wieder gekonnt. Dabei behält er immer die Ruhe und begeht sehr wenige Fehler. Kurzzeitig stimmte die Zuordnung in der Grazer Hintermannschaft nicht, was einige Chancen für die Tiroler zur Folge hatte. Beim Eigentor trifft ihn wohl keine Schuld. Alles in allem ein starker und grundsolider Auftritt des Griechen.

 

Bekim Balaj – Note 2,18

Es war eines dieser typischen Balaj-Spiele in den letzten Wochen. Der albanische Stürmer ist stets präsent auf dem Platz, sichert Bälle und schafft durch seine Fähigkeit, Bälle zu verarbeiten immer wieder Räume für seine Mitspieler. Diese Eigenschaft zeigte er auch kurz vor dem 2:0, als er eine Despodov-Flanke per Kopf verlängerte und damit maßgeblich an dem wichtigen zweiten Treffer vor der Pause beteiligt war. Kurz vor Schluss hätte Balaj nach Zuspiel von Sakic das fünfte Tor machen müssen, traf aber leider den Ball nicht, was wohl auch der Platzbeschaffenheit vor dem gegnerischen Tor geschuldet war. Solide Leistung des Albaners, der alles in allem unglaublich wichtig für das Offensivspiel von Sturm ist.

 

Emanuel Sakic – Note 2,23

Es war nicht die beste, aber auch nicht die schlechteste Saisonleistung des Emanuel Sakic. Er versuchte über die gesamte Dauer des Spiels, sich ins Spiel nach vorne einzuschalten, bis auf ein paar brauchbare Flanken war allerdings wenig Zählbares dabei. Immer wieder schlichen sich Fehler ein und es kam zum ein oder anderen Stellungsfehler. Beim Eigentor trifft ihn keine Schuld. Alles in allem war die Leistung in Ordnung, mehr aber auch nicht.

 

Lukas Spendlhofer – Note 2,32

Spendlhofer lief in diesem Spiel als Kapitän auf und lieferte wie die gesamte Defensive eine solide und unauffällige Partie ab. Über die gesamte Spielzeit versuchte Spendlhofer die Abwehr im Verbund mit Avlonitis zu dirigieren, was bis auf ein paar Unstimmigkeiten und Stellungsfehler auch gut gelang. Auch ihn trifft beim Eigentor keine Schuld. Grundsolide Vorstellung von „Spendi“.

 

Ivan Ljubic – Note 2,39

Der junge Ljubic durfte wieder von Beginn an ran und zeigte eine durchaus ansprechende Leistung. Ein starker Ballgewinn leitete den erfolgreichen Konter zum Führungstreffer ein. Ansonsten tat Ljubic im gesamten Spiel genau das, was von einem zentralen Mittelfeldspieler gefordert wird. Er beackerte zusammen mit Dominguez die Zentrale, zeigte immer wieder eine gute Übersicht und war sich für keinen Laufweg zu schade. Hin und wieder schlichen sich im Spielaufbau auch Fehler ein, die aber zum Glück ohne Folgen blieben, wie seine Kollegen im Mittelfeld agierte Ljubic dann und wann planlos, was sich zu oft durch lange Bälle nach vorne manifestierte. Beim Eigentor in Minute 56 sah er unglücklich aus. Alles in allem ein unauffälliges Spiel des Perspektivspielers.

 

Thomas Schrammel – Note 2,54

Der Außenverteidiger kam doch etwas überraschend anstelle von Kapitän Stefan Hierländer zum Zug. Leider konnte er das ihm entgegengebrachte Vertrauen nicht nützen und zeigte keine Leistung, die ihn dauerhaft in die Startelf führen wird. Schrammel machte zwar auch kaum Fehler, verstand es aber so gut wie gar nicht, auf seiner Seite für offensive Akzente zu sorgen. Alles in allem ein durchwachsener Auftritt des linken Verteidigers.

 

Einwechslungen

 

Christoph Leitgeb (ab der 53. Minute) – Note 2,95

Der Routinier kam für den angeschlagenen Dominguez ins Spiel, wahrscheinlich um für Stabilität zu sorgen. Leitgeb konnte allerdings keine Akzente setzen und blieb bis zum Ende unauffällig. Ein Auftritt, der El Maestro wohl nicht überzeugt hat, dem Ex-Salzburger in Zukunft mehr Einsatzzeit zu geben.

 

Stefan Hierländer (ab der 65. Minute) – Note 2,68

Der etatmäßige Kapitän musste diesmal überraschend auf der Bank Platz nehmen und kam für den starken Huspek in die Partie. „Hierli“ versuchte danach einiges, viel Zählbares schaute aber nicht heraus. Trotzdem braucht es den Kapitän in der Startelf.

 

Jakob Jantscher (ab der 81. Minute) – Note 2,78

Kam für den auffälligen Despodov in das Spiel und konnte in der Nachspielzeit zumindest einen Assist beisteuern.

 

Sonstige Bewertungen

 

Nestor El Maestro – Note 1,91

Wie auch schon im Duell gegen Rapid hatte der serbische Cheftrainer seine Mannschaft gut eingestellt. Immer wieder startete Sturm gefährliche Konteraktionen, die wie vor dem 1:0 auch oft zum Erfolg führten. NEM hat in diesem Spiel wieder sehr viel richtig gemacht und lag auch mit Philipp Huspek in der Startelf goldrichtig. Durch die überraschende Hereinnahme von Schrammel anstelle des Kapitäns Hierländer fehlte in einigen Situationen die Abstimmung und Ordnung in der Hintermannschaft, was vor allem in der erste Halbzeit zu durchaus großen Chancen für die Hausherren aus Wattens führte. Diese konnte aber ein sehr starker Siebenhandl im Tor entschärfen. Warum El Maestro in Minute 53 für den angeschlagenen Dominguez Leitgeb einwechselte, weiß wohl nur er selbst. Viel zu kritisieren gibt es nach souveränen drei Punkten aber nicht.

 

Schiedsrichterteam um Robert Schörgenhofer – Note 2,38

Ein unauffälliger Auftritt des Schiedsrichters und das ist in der österreichischen Bundesliga als durchaus positiv zu bewerten. In der ein oder anderen Situation hätte man vielleicht anders entscheiden können, aber alles in allem lagen Schörgenhofer und sein Team in den meisten Situationen richtig. Kein Grund für Schiedsrichter-Kritik in diesem Spiel.

 

Das SturmNetz – Team bedankt sich für 122 eingegangene Bewertungen und widmet dem Man of the Match, Philipp Huspek, folgende Nummer:

 

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11 Kommentare

  1. Supersturm sagt:

    Verdienter Man of the Match, durchwegs akzeptable Bewertungen – großes Lob an die mitgereisten FANS!!
    Sensationell wieviele sich zu dieser Jahreszeit diese Reise antun und für Mega-Stimmung sorgen!!

    1+
  2. Bozo Bazooka sagt:

    Zweimal Startelf, zweimal Man of the Match. Ab jetzt bitte immer Startelf. Und, once again: VERLÄNGERN!

    2+
  3. Gusi21 sagt:

    Was hat eigentlich Thorsten Röcher? Ist er verletzt?

    0
  4. Marchanno Diaz Rabihou sagt:

    Balaj tut mir fast leid, er wirkte so geknickt am Ende des Spiels. Unglaublich wie der arbeitet und kämpft. 16 Spiele 6 Tore liest sich nicht so überragend. Aber auch in Altach hätten wir ohne ihn zB noch verloren. Genau wie Sakic, immer Einsatz und Attacken 100%.

    3+
    • Lyrk sagt:

      Ja die beiden sind wahnsinnig wichtig, beim Sakic sieht man’s aufgrund der anderen Seite noch krasser

      0
  5. So müsste euer Satz bei 7Handl lauten: Häufen sich Auftritte wie dieser, MÜSSTE Jörg in Zukunft ein Thema für die Nationalmannschaft SEIN. Abgesehen davon bringt er saisonübergreifend sowieso schon hervorragende Leistungen.

    0
  6. fuchsrob sagt:

    Hussi, do it again tomorrow!!!
    Freu mich schon aufs letzte Heimspiel heuer!

    2+

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