Goldenes Händchen

Spielercheck: LASK vs. SK Sturm Graz

Die SturmNetz-Leserbewertungen der einzelnen Spieler sowie des Trainers und des Schiedsrichterteams der letzten Partie sind abgeschlossen und alle Einsendungen sind ausgewertet. Wir haben den Durchschnitt aus allen eingegangenen Benotungen zu jedem Spieler berechnet sowie eine (subjektive) schriftliche Beurteilung hinzugefügt. Nach jedem Match wollen wir nicht nur Noten, sondern auch den ehrenvollen Titel „Man Of The Match“ an den Spieler mit der besten durchschnittlichen Gesamtbenotung vergeben.

Manprit Sarkaria – Note: 1,18

Der Neuzugang schlug in dieser Partie so richtig ein und krönte seine Leistung mit einem Doppelpack. Nach seiner Einwechslung in der 61. Minute suchte er stets die Duelle mit den LASK-Verteidigern, die mit dem klaren Tempovorteil des 24-Jährigen überfordert waren. Besonders hervorzuheben war seine Einzelaktion in der 94. Minute, die schließlich zum 3:1 führte.

© Martin Hirtenfellner Fotografie

Gregory Wüthrich – Note: 1,48

Der Abwehrchef zeigte einmal mehr, dass auf ihn Verlass ist. Wüthrich ließ nichts anbrennen und führte viele intensive aber faire Zweikämpfe und war maßgeblich dafür mitverantwortlich, dass die Linzer ihr gewohntes Offensivspiel nicht durchziehen konnten.

Kelvin Yeboah – Note: 1,52

Yeboah suchte stets die Zweikämpfe und attackierte die ballführenden LASK-Verteidiger früh. Er hatte zwar kaum Toraktionen, aber er holte einige Freistöße aus vielversprechenden Situationen heraus. In der 66. Minute konnte er sich stark gegen Dario Maresic durchsetzen und anschließend souverän zum 1:0 einlupfen.

David Affengruber – Note: 1,55

Affengruber avanciert von Spiel zu Spiel zum perfekten Nemeth-Ersatz. Der Niederösterreicher zeigte mit Wüthrich eine beinahe fehlerfreie Darbietung in der Innenverteidigung. In der zweiten Hälfte erzielte er ein schönes Kopfballtor, welches allerdings aufgrund einer Abseitsstellung aberkannt wurde.

Jörg Siebenhandl – Note: 1,76

Der Wiener war auch gegen den LASK ein sicherer Rückhalt. In der neunten Minute hielt er seine Mannschaft mit einer starken Parade gegen Goigingers Schuss aus kurzer Distanz im Spiel. Der Schlussmann hatte aber auch zwei Mal Glück, denn bei den Stangenschüssen von Michorl und Flecker wäre er machtlos gewesen.

Jon Gorenc Stankovic – Note: 1,86

Gorenc Stankovic überzeugte nicht nur durch seine gewohnte Zweikampfstärke, sondern auch durch sein Stellungsspiel und seine Übersicht. Der Slowene leistete sich zwar einzelne Fehlpässe im Spiel nach vorne, aber er steuerte mit einem tollen Pass den Assist zum 1:0 bei.

Amadou Dante – Note: 2,18

Der Linksverteidiger konnte speziell in der Anfangsphase viele Akzente setzen, danach waren ihm offensiv etwas die Hände gebunden. Dante verrichtete viel Laufarbeit und zeigte vor allem defensiv eine starke Leistung.

Jusuf Gazibegovic – Note: 2,26

Der bosnische Jugendnationalspieler wirkte in der Defensive etwas verunsichert. Wenn der LASK in der ersten Hälfte gefährlich wurde, dann kamen diese Angriffe oft über seine Seite. In der zweiten Halbzeit zeigte er einige gute offensive Vorstöße. Er wurde in der 77. Minute durch Lukas Jäger ersetzt.

Stefan Hierländer – Note: 2,28

Der Kapitän zeigte das was man von ihm gewohnt ist. Hierländer fiel im Spiel zwar nicht immer auf, er spulte aber wichtige Kilometer ab. In intensiven Spiel wie diesen sind Spieler wie Hierländer unersetzbar.

Otar Kiteishvili – Note: 2,36

Kiteishvili wurde zwar auf der Zehnerposition eingesetzt, er übernahm aber im Laufe des Spiels viele Defensivaufgaben. In einzelnen Offensivaktionen sah man zwar seine Klasse, im Grunde gelang ihm in diesem Spiel aber nicht viel. Der Georgier wurde kurz vor Schluss ausgetauscht.

Jakob Jantscher – Note: 2,46

Der Routinier konnte seinen derzeitigen Lauf in diesem Spiel nicht fortsetzen und blieb über weite Strecken unauffällig. Einzig mit seinen Standards konnte er gelegentlich für Gefahr sorgen. In der 61. Minute wurde er durch Sarkaria ersetzt.

Andreas Kuen – Note: 2,83

Der Tiroler durfte gegen den LASK wieder von Beginn an ran. Kuen fand links in der Raute zwar solide ins Spiel, er konnte aber in weiterer Folge kaum führ Gefahr sorgen. In der 61. Minute wurde er durch Ivan Ljubic ersetzt.

Einwechselspieler:

Ivan Ljubic – Note: 1,94

Ljubic benötigte zwar einige Minuten um in die Partie zu finden, schlussendlich bewies Christian Ilzer mit seiner Einwechslung aber ein goldenes Händchen. Der 25-jährige Wiener eroberte viele Bälle und leitete unter anderem durch eine starke Einzelleistung den 2:0-Zwischenstand ein.

Anderson Niangbo – Note: 2,37

Der Neuzugang durfte in der 77. Spielminute sein Debüt feiern, als er für Kelvin Yeboah ins Spiel kam. Beim 2:0 durch Sarkaria bewies er Übersicht, als er im Abseits stehend einen Ball auf Ljubic durchließ. In der Nachspielzeit kam Niangbo zu einer guten Kontersituation, die er allerdings nicht verwertete.

Alexander Prass – Note: 2,41

Zu kurz eingesetzt.

Lukas Jäger – Note: 2,58

Jäger kam positionsgetreu für Gazibegovic ins Spiel und erledigte seinen Job in der Defensive bravourös. Offensiv war von ihm kaum etwas zu sehen, was auch daran lag, dass die Führung verwaltet werden musste.

Sonstige Bewertungen:

Christian Ilzer – Note: 1,44

Ein Auswärtssieg in Linz ist alles andere als eine Selbstverständlichkeit aber im Nachhinein gesehen hat Christian Ilzer wohl alles richtiggemacht. Speziell mit seinen Einwechslungen bewies der Steirer ein glückliches Händchen, denn mit Sarkaria und Ljubic brachte Ilzer die beiden Matchwinner ins Spiel.

Das Schiedsrichterteam um Gerhard Grobelnik – Note: 2,25

Dem Schiedsrichterteam unterliefen keine spielentscheidenden Fehlentscheidungen und die meisten Situationen wurden richtig beurteilt.

Das SturmNetz-Team bedankt sich für 238 eingegangene Bewertungen und widmet dem Man-Of-The-Match folgende Nummer:

 

 

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5 Kommentare

  1. Bozo Bazooka sagt:

    Das war diesmal wirklich gut. Und hatte mit Glück nichts zu tun. Nur so nebenbei. Geile Mannschaft!

    • Chris1909 sagt:

      Naja finde schon das der Spielverlauf zu unseren Gunsten ausgefallen ist. Der LASK hätte in der ersten Hälfte schon 2:0 führen können. Hätte zwar unserer Mannschaft zugetraut dann trotzdem noch was zu holen, aber gegen den LASK ist sowas halt schon verdammt schwer. Von daher wars dann nicht ganz so unglücklich, auch wenn die Leistung dennoch wieder stark war. Bin gespannt ob Sakaria gegen Mura in der Startelf steht. Nach diesem Zauberauftritt wäre es hochverdient!

    • TW1 sagt:

      @Chris1909
      Aber auch wir hätten nach 9 min. durch den Kopfball von Wüthrich schon in Führung gehen können (oder vielleicht sogar müssen), noch bevor der LASK überhaupt seine erste Torchance hatte.

    • Pata_Negra sagt:

      Und das ist unterscheidet eben ein Spitzenteam, dass eingespielt ist und wo jeder auch vom Kopf her daran glaubt, dass immer etwas zu Gunsten der eigenen Truppe passieren kann (trotz Doppelbelastung) vs. einer Mannschaft, die mit durchschnittlich guten Kickern planlos zusammengestellt wird, am Platz halt ihren Job erledigt und dem Trainer keiner vertraut (LG nach Hütteldorf)

    • Goe sagt:

      Natürlich hatten auch die Linzer (wirklich schade dass sie keine rosaroten Ärmel mehr haben…) gute Chancen und hätten in Führung gehen können. Das hast eh fast bei jedem Spiel…
      Aber generell muss ich mal festhalten dass es immer schwierig ist, gegen so aggressive Teams wie die Linzer zu spielen…und dann spielst auch noch auf einem Micky Mouse Spielfeld a la Pasching!

      Bei allem Respekt vor der Laufleistung der Spieler der beiden Teams…die meisten Meter spulte Michorls Mundwerk ab, wieder einmal…unglaublich…

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