Geringfügig unkonstant

Spielvorschau: Wolfsberger AC vs. SK Sturm Graz

Sonntag, 27. November 2016: Auswärtssieg bei Rapid Wien, Euphorie, Extase, Glücksgefühle. Und: eine wirklich starke Leistung des SK Sturm.

Mittwoch, 30. November 2016: Heimniederlage gegen Admira Wacker, Verwirrung, Ärger, Wut. Und: keine wirklich starke Leistung des SK Sturm.

Sonntag, 4. Dezember 2016: Auswärtsspiel gegen den Wolfsberger AC. Na, schaumamal.

Der SK Sturm macht es einem momentan nicht leicht, eine Prognose über das kommende Spiel zu wagen. Vor der Begegnung mit Rapid war an dieser Stelle von einer lange andauernden Formkrise die Rede, die überwunden gehört und schon bewies die Mannschaft, dass diese Krise längst abgelegt war. Vor dem Spiel gegen die Admira hieß es dann, die Blackies würden mit breiter Brust ins Spiel gehen und die elendige Mittwochsserie beenden müssen. Das Resultat ist bekannt, das Ganze hat eher nicht so gut funktioniert.

Vor dem „Packderby“, das kein Derby und auch nicht zwangsläufig packend ist, hält der Autor es also besser mit Sokrates: „Ich weiß, dass ich nichts weiß.“ Der SK Sturm konnte in den letzten fünf Spielen nur vier Punkte holen, die dafür auswärts in Hütteldorf und beim aktuellen Tabellenführer SCR Altach. Der WAC konnte in der selben Zeit immerhin drei Partien gewinnen, ebenfalls in Hütteldorf (Rapid ist echt am Sand …), zuhause gegen Mattersburg und auswärts gegen St. Pölten. Dafür wurden die Lavanttaler von der Admira und der Austria jeweils mit drei Treffern Differenz geschlagen. Gegen die ganz kleinen Vereine läuft es in letzter Zeit also recht gut in Kärnten. Nun, zum Glück ist der SK Sturm kein ganz kleiner Verein, dieses Argument für einen möglichen WAC-Sieg fällt also schon einmal weg.

Die Bilanz in Wolfsberg ist ausgeglichen, achtmal trat der SK Sturm in der Bundesliga bisher auswärts gegen den WAC an, drei Siege und drei Niederlagen stehen zu Buche, die letzte Niederlage gegen die Lavanttaler datiert vom 16. Mai 2015, 1:0 lautete damals das Endergebnis. Das erste Duell in der aktuellen Saison fand in Graz statt, zweimal Alar und einmal Edomwonyi schossen den SK Sturm im September zu einem 3:0 Heimsieg.

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In der heurigen ersten Begegnung konnte ein 3:0-Sieg bejubelt werden. Foto © Martin Hirtenfellner Fotographie

Trainer Franco Foda erwartet ein „extrem wichtiges Spiel“ und will an die Leistungen der letzen Auswärtsspiele anknüpfen. Die Mannschaft habe gegen die Admira „nicht sehr gut gespielt, aber viel unternommen und versucht“, bei Auswärtsspielen tut sich die Mannschaft derzeit leichter, weil sich die Gegner in Graz „hinten reinstellen und man gezwungen ist, auf engem Raum Lösungen zu finden“. Generell versuche man aber immer, Spiele zu gewinnen. Der WAC sei „im Konter extrem gefährlich“, Sturm könnte daher „etwas defensiver agieren und selber die Räume eng machen“.

Kapitän Christian Schulz ärgerte sich beim Mediabriefing noch über die unnötige Niederlage gegen die Admira, obwohl man „kein so schlechtes Spiel“ gemacht hätte. Wichtig sei, „bis zum Ende der Hinrunde noch Punkte zu holen, um oben dabei zu sein“, obwohl die Leichtigkeit vom Saisonbeginn sicherlich nicht mehr da wäre.

Deni Alar fällt mit der gegen die Admira erlittenen Läsion am rechten Mittelfuß wohl aus, an seiner Stelle könnten Marko Stankovic oder Philipp Zulechner in die Startelf rutschen. Sascha Horvath wird noch nicht im Kader sein, Stefan Hierländer hat unter der Woche bereits wieder mit der Mannschaft trainiert, ob er die Reise ins Lavanttal antreten wird, konnte Franco Foda beim Mediabriefing noch nicht bekanntgeben. Ebenso abwartend war seine Antwort auf die Frage, ob Christian Schoissengeyr wieder in die Mannschaft rutschen würde, um in einer Fünferkette zu spielen. James Jeggo könnte eine Pause erhalten, ansonsten wird es vermutlich keine Veränderungen in der Startelf geben.

Spieldaten

Wolfsberger AC vs. SK Sturm Graz
Sonntag, 04.12.2016, 16:30 Uhr, Lavanttal-Arena, Wolfsberg

Schiedsrichter: Fedayi San

Mögliche Aufstellung: Gratzei; Koch, Spendlhofer, Schulz, Lykogiannis; Huspek, Jeggo, Matic, Schmerböck; Zulechner, Edomwonyi

Ersatz: Lück, Schoissengeyr, Lovric, Gruber, Dobras, Stankovic, Kienast

Es fehlen: Piesinger, Horvath, Alar

Fraglich: Potzmann, Hierländer

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6 Kommentare

  1. Ennstaler sagt:

    Wundertüte Sturm

    Seit gefühlen drei Saisonen das Konstante bei Sturm: wankelmütig wie eine launische Diva.

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  2. Manuel Lampl sagt:

    Ich befürchte ne Niederlage, leider

     

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  3. Ennstaler sagt:

    Sturm Herbstmeister?

    Ein ordentliches Packl für die Pack-Buam und Sturm ist Herbstmeister!!! Wenn das keine Motivation ist!

     

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  4. graz4ever sagt:

    @SturmNetz

    A kleine Besserwisserei am Rande:

    Bzgl. Sokrates: das Zitat is seinerzeit falsch übersetzt worden und heißt eigentlich: „..ich weiß, daß ich NICHT weiß..“! (Eigentlich nur a kleiner – aber feiner – Unterschied) 😉

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  5. Sturm-Echo sagt:

    Wenn ich mir die Tabelle am linken Bildschirmrand so ansehe fehlen mir 8 leicht verspielte Punkte…3 gegen St. Pölten, 3 gegen die Admira und 2 gegen Mattersburg…man macht sich halt selbst das Leben schwer…eigentlich schade…wirklich gute Mannschaften können eben auch zu Hause den Gegner dominieren…da fehlen uns noch 1-2 Klassespieler die den Unterschied ausmachen…wenn ich dann höre in der Wintertransferzeit sind keine Zugänge geplant fällts mir schwer an eine internationale Teilnahme im nächsten Jahr zu glauben…also Herr Präsident…der Kreissl wird schon wissen wo´s noch Verstärkungen braucht…

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  6. ds1909 sagt:

    Weiß jemand was die Tickets in Wolfsberg kosten?

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