Europa auf die Lange Bank

Unglaublich, was da am 19. September 2019 in Gladbach passierte. Der Wolfsberger AC besiegte die Borussia zum Auftakt der Europa-League-Gruppenphase nicht nur knapp und glücklich, sondern deutlich und absolut verdient mit 4:0. Schon in der ersten Halbzeit machten die Kärntner auswärts bei einem deutschen Topklub mit dem zwischenzeitlichen 3:0 – ein Rückstand, mit dem die Borussen international seit 1978 in der Pause nicht mehr konfrontiert waren – alles klar, die Ränge leerten sich frühzeitig und vielerorts warf man schließlich sehr neidvolle Blicke in das Lavanttal. Was machen die richtig, was Sturm, Rapid und die Austria – allesamt mit größerem Budget – nicht zustande bringen? Der Erfolg der Wölfe ist mittlerweile kein Ausrutscher mehr. Einer tollen Saison 2018/19 folgt eine jetzt schon legendäre und für den kärntnerischen Fußball geschichtsträchtige Spielzeit, obwohl das kolportierte Trainerwunder Christian Ilzer nach Wien Favoriten wechselte. Gerhard Struber folgte ihm nach und setzt nun fort, was schon lange vor Ilzer begonnen worden war: Der WAC legte all seinem Tun eine Spielphilosophie zu Grunde, plante den Kader dementsprechend und holte nun schon zum zweiten Mal in Folge den absolut richtigen Trainer.

(c) Martin Hirtenfellner Fotografie

Keine Ausreden mehr

Dass nur RB Salzburg noch für internationales Aufsehen sorgen kann, wurde eindrucksvoll widerlegt. Ein großes Budget braucht es dafür – dies bewiesen der WAC und auch der LASK – nicht! Die drei ehemals (!) Großen aus Graz, Hütteldorf und Favoriten laufen ihrem mittlerweile verstaubten Nimbus der „Eurofighter“ immer noch hinterher und ernüchtern dabei am laufenden Band. Breidablik, Larnaka, Haugesund … eine Anthologie des Scheiterns auf internationaler Bühne lässt einen schön langsam an der Sinnhaftigkeit der Zielsetzungen in Graz Messendorf zweifeln. Seit zehn Jahren gibt sich der SK Sturm selbst vor, sich für das internationale Geschäft qualifizieren zu müssen und seit zehn Jahren ist in der Qualifikation Schluss! Gerald Gossmann (Profil) fasste in einem Posting auf Facebook zusammen, was Kennern des österreichischen Fußball durch den Kopf geht:

„Ausgerechnet jene drei Mannschaften, die den klarsten Spielplan entwickelt und dazu passende Spieler verpflichtet haben, standen in der vergangenen Saison auf Platz 1, 2 und 3, stehen heuer auf Platz 1, 2 und 3 und geben international ein sehr beachtliches Bild ab.“

Auch die heimische Tabelle gibt also den Umstand wieder, dass gute Konzepte und die akribische Durchführung durchdachter Pläne finanzielle Diskrepanzen durchaus kompensieren können. Ausreden gibt es also spätestens jetzt keine mehr!

Pläne in Frage stellen

Der SK Sturm rennt den unter anderem eigens an sich selbst gestellten Erwartungen hinterher. Die Erfolge der vergangenen Jahre (Top-drei-Plätze und Cup-Titel) trügen, denn bislang gelang es den Grazern auch unter Günter Kreissl kaum – in Wahrheit nur einmal – bisher geleistete gute Arbeit in der darauffolgenden Saison zu bestätigen und, noch viel wichtiger, zum Fundament essenzieller Weiterentwicklung werden zu lassen. Das neue uralte Credo des „Erfolgsfußballs“ soll es nun richten: Lösungen für Kaderprobleme werden in erster Linie auf dem Transfermarkt gesucht und da darf es auch schon einmal eine Leihe sein, die für kurzfristige Erleichterung sorgt. Despodov und Röcher heuer, Mensah in der vergangenen Saison – allesamt Spieler mit Qualität für die Stammelf, allesamt im schlimmsten Fall (wie mit Mensah erlebt) schon sehr schnell wieder weg. Die viel zu sehr auf „schnelles Umschaltspiel“ beschränkte Spielweise – hinten dicht stehen und kontern – mag ihre Berechtigung haben, wird allerdings wie schon unter Mählich auch jetzt wieder laufend zum Problem – gegen eine unterirdisch auftretende Austria zum Beispiel. Torreiche Ausnahmen, wie die erste Saisonbegegnung mit den Mattersburgern oder der Admira dürfen hierbei natürlich nicht unter den Tisch gekehrt werden, aber auch sie täuschen nur über eine aktuell prägende Schwäche hinweg: Attraktivität sucht man bei den Schwoazn vergebens! Ein Umstand, der wohl auch verziehen werden könnte, entsprächen die Erfolge den schon erwähnten Erwartungen. Das tun sie aber nicht.

Gesundschrumpfen mit Geduld

Was hat der SK Sturm davon, sich mit mittelmäßig erfolgreicher und wenig attraktiver Spielweise jedes Jahr irgendwie einen internationalen Startplatz zu holen? Ein paar Qualifikationsspiele vor nur selten ausverkauften Rängen und herbe Enttäuschungen nach dem beinahe schon unvermeidbar scheinenden Scheitern. Was hat uns Larnaka gebracht? Wo war der Mehrwert zweier Spiele gegen Haugesund? Was bringt das internationale Geschäft in der aktuellen Form?

Wer nun an einen Appell denkt, Europa aufzugeben, der irrt. Wer allerdings meint, dass Chancen und Ziele völlig neu evaluiert und ausgelotet werden sollten, dürfte eine Möglichkeit sehen, den SK Sturm als neue, wiedererstarkte große Kraft in Österreich zu etablieren. Würde ein Konzept erarbeitet, dem ein fundierter, vielleicht auch attraktiverer Spielplan zugrundeliegt und dem man in den kommenden Jahren konsequent folgt, ohne sich von Rückschlägen und zu erwartenden Störgeräuschen aus dem Vereinsumfeld zu fürchten, gelänge es wahrscheinlich, vor allem zum LASK, der auch in dieser Saison wieder sehr viel richtig macht, aufzuschließen. Gibt es einen solchen Plan, dem sämtliches Handeln untergeordnet wird, ist dem SK Sturm absolut zuzutrauen, zumindest drittstärkste Kraft des Landes zu werden.

Keine Angst!

Das wird allerdings nicht kurzfristig zu schaffen sein: Die Panik vor dem ominösen Strich in der Tabelle, der Trainer Heiko Vogel 2018 zum Opfer fiel, muss abgelegt werden. Vielleicht muss in Kauf genommen werden, sich durch die Untiefen der Qualifikationsgruppe zu wühlen, und auch der Mut aufgebracht werden, die Öffentlichkeit, vor allem den eigenen Anhang sowie Sponsoren und Unterstützer, um Geduld zu bitten. Europa muss als Ziel jedenfalls auf die Lange Bank geschoben werden, denn das, was der SK Sturm seit zehn Jahren in internationalen Spielen erreicht, rechtfertigt ein stures Festhalten am internationalen Startplatz um jeden Preis und als Lot für sämtliches Handeln einfach nicht mehr. 

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19 Kommentare

  1. bianco nero tifoso bianco nero tifoso sagt:

    Ja, des stimmt, da hast du vollkommen Recht, zurecht, WAC und LASK big respekt, perfekt, not bad, sad but true, i geh jetzt Lulu, ziehe meinen Hut, es tut weh und habe Wut, warum das nicht bei Sturm Graz, seit den Cupsieg 2018 funzen tut.

    Scheiss egal, wir sind das Grazer Original seit 1909, schau den GAK an, sorry, aber..

    Die kämpfen seit 10 Jahren ums Überleben, zugegeben, ich bin ehrlich, Orschverein, kannst nicht erfinden, 4 x Konkurs.

    Die Niederlage gegen die hiniche Austria aus Wien geht ma vull am Orsch, Aufbruchstimmung, Euphorie is weg, was geht, Sturm Graz Buam, die Kings vom SK Sturm.

    Ich bin ehrlich, wir haben noch nie von der Sympathie her, lässige Leit bei Sturm gehabt, nur Fussball is leider kein Ergebnissport, sad but true, ich bin traurig….

    Präse Chris Jauk, Tebbich, Legende Gü Kreissl, Nestor El Maestro, beste Mann, verorsch bitte die ganzen Journalisten in Graz, du bist unser Mann, Neukirchner, Legende für die Jungen SK Sturm Buam.

    Scheiss egal was kommt, Sturm Graz ist unser Leben, es ist leider die Wahrheit, wir sind nicht normal, Sturm Graz Freaks, ein Leben lang, is so, sowieso.

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  2. scheno sagt:

    danke, endlich! man erinnere sich an die saisonen nach dem großen kartnig-crash mit viele jungen hungrigen und mischa petrovic auf der bank. von euroligue war damals keine rede, aber die begeisterung und indentifikation richtig groß.
    eine derartige aufbruchsstimmung brauchen wir auch heute!

    4+
  3. rio sagt:

    „Man“ hat schlicht und ergriffen eine Entwicklung verschlafen. LASK & WAC waren bereit „im Kleinen“ vom RBS zu lernen und unter wirtschaftlichen Gegebenheiten sich dem modernen, schnellen Fußball zu nähern. Ich gehe davon aus, dass es auch für uns jederzeit finanziell möglich gewesen wäre, jene Spieler, die jetzt in OÖ und Kärnten so erfolgreich „herumturnen“ nach Graz zu holen. Nur „man“ sah diese nicht, beurteilte sie vielleicht falsch oder strebte ein letztendlich falsches, veraltetes System an. Durch letztlich zwei (!) absoluten Glücksgriffen und Ausnahmekickern ( Matic & schönem Peter) konnten die jahrelangen Fehlplanungen abgefedert bzw. vertuscht werden. Leider hat aber jedes Glück sein Ende und so steht man nun mit einer Truppe da, die weder Fisch, noch Fleisch ist und sich auf dem besten Wege befindet bei Fans und Tabellenplatz ins Nirvana zu verschwinden.
    GK hatte seine Chancen und wird man doch nicht ernsthaft daran glauben, dass gerade dieser Mann seine Fehler erkennt und ab sofort die erfolgreiche Linie der „großen Drei“ zukünftig ins Auge fasst. Der, wie im obrigen Artikel (gratuliere!) beschriebene nötige zukünftige Weg wird, kann und muss nur ohne GK funktionieren. Schopp wäre dafür (für mich) die ideale Person, gelingt es ihm doch Jahr für Jahr ohne große finanzielle Mittel interessante Mannschaften zusammenzustellen oder auch ein Feldhofer, der stets ein konkurrenzfähiges Team „erspäht“. Stallgeruch hin oder her, wir brauchen ab sofort Sportdirektoren, die befähigt erscheinen neue, hungrige, unbekannte Spieler zu „erkennen“ und eine Vision von der Zukunft haben, unabhängig von einer „hoffentlichen Vertragsverlängerung“.

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    • Abo420 sagt:

      Ich sehe das großteils genauso. Nur würde ich zuerst einen Sportdirektor mit klarer Strategie und Spielphilosophie installieren und dieser soll danach den „richtigen“ Trainer und gemeinsam mit diesem die Spieler suchen.
      P.S.: der obige Artikel ist Spitze. Ein guter Ansatz zur kritischen Diskussion, welche zuletzt in diesem Forum nicht mehr gewünscht war. Jeder Ansatz von Kritik wurde Clubfeindlich oder als Majestätsbeleidigung abgekanzelt.

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    • Wistint sagt:

      Sehe ich auch so. Einen Neuanfang kann und darf es nur ohne Kreissl geben! Schopp und Feldhofer leisten wirklich gute Arbeit, und hätten sicher die Akzeptanz die es braucht. Die Zeit der erfolglosen Sprücheklopfer dauert bei Sturm schon zu lange.

      1+
  4. Jolosin sagt:

    Ich hab da jetzt eine vielleicht unpopulär Antwort aber ich habe mir gerade den BlackFM Podcast von Nestor El Maestro angehört und nachgedacht. Ich denke so eine offensive spielanlage wie der WAC derzeit hat passt gar net zu uns zu Sturm. Wir hatten im letzten Jahrzehnt mit 2 kurzen ausnahmen eigentlich immer nur trainer die mit einer defensiv kompakten spielweise aufgetreten sind ob es jetzt ein foda, ein milanic, ein mählich oder El Maestro war. Franco Foda hat es schon irgendwie als spielphilosophie im verein etabliert. Nur warum steht die Vereinsführung nicht dazu. Wieso sagt keiner was dazu das Athletico Madrid der Liga zu sein?

    2+
    • Abo420 sagt:

      Auch das wäre möglich, wenn ein klares Konzept dahintersteht und dieses auch durchgezogen wird. Derzeit hat man jedoch das Gefühl, dass das Pferd von hinten aufgezäumt wird:
      1. welcher Trainer ist günstig verfügbar
      2. Spieler (Söldner?) möglichst ohne Ablöse holen
      3. welchen Spielplan können wir zum aktuellen Kader den Fans verklickern

      2+
  5. Philipp sagt:

    Ich habe soeben gelesen, dass Sturm das Trainingszentrum in Messendorf um 1,2 Mio
    verkauft hat. Weiß wer etwas von einem Neubau oder fehlt schon wieder Geld in der Kasse?

    0
  6. pharao__77 sagt:

    Sehr guter Artikel. Es wurde in den letzten Jahren bereits mehrmals kritisch angemerkt, dass es keine durchgängige Philosophie gibt. Für einen Verein wie Sturm ist es wahrscheinlich nicht realistisch eine Formation von der Jugend über die Amateure bis zur Kampfmannschaft durch zu ziehen. Allerdings kann man sehr wohl eine Spielidee haben. Sei es dominanter Ballbeszitzfußball, schnelles Umschaltspiel aus einer gesicherten Defensive oder was auch immer. Jede Spielidee erfordert eine gewisse Art von Spielern und würde es uns Fans vielleicht ersparen bis zum letzten Transfertag auf die Lösung des Rätsels Namens „Transferpolitik“ zu hoffen. Bei NeM würde ich von den Ansätzen her am ehesten sagen es soll schnelles Umschaltspiel aus einer gesicherten Defensive werden. Vielleicht vergleichbar mit FF im Herbst 2017. Auch die Transfers von Röcher und Despodov lassen darauf schließen. Spieler wie Lema, Huspek, Kiteishvili oder auch Hierli würden auch dazu passen. Die Umsetzung ist derzeit leider bei weitem nicht erfolgt.

    Weiters ist es wieder nur die Idee des Trainers und vielleicht von GK. Richtig wäre es vom Verein die Richtung vorzugeben und der Idee entsprechend GF Sport, Trainer und Spieler zu verpflichten/auszubilden. Eine Chance diese Idee zu präsentieren wäre das Leitbild gewesen. Leider wurde hier mMn nur ein Wertbild erstellt, welches sich zu wenig mit der Art und Weise beschäftigt wie Sturm spielen sollte.

    Der derzeitige Weg, vielleicht als „Weg des kurzfristigen Erfolgs“ kann funktionieren, muss er aber keinesfalls. Dass GK und NeM ihn gehen wollen ist nachvollziehbar. Sie sind unter anderem auch wirtschaftlich vom Erfolg abhängig (Job, Reputation etc.). Solange dieser Weg vom Vorstand mitgetragen wird, werden die handelnden Personen (GF, Trainer) versuchen diesen zu gehen.

    Da sich die Erde weiter dreht und sowohl Trainer als auch GF Sport früher oder später getauscht werden, werden wir, solange es keine Idee gibt wie Sturm spielen soll, den nächsten GF Sport oder Trainer erleben, der diesen Weg gehen will.

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  7. joow 15 sagt:

    Lieber Herrr Pukl! Ausgezeichnete Analyse. Bitte den Artikel ausdrucken und eingeschrieben an die Klubleitung senden!

    1+
  8. joow 15 sagt:

    Mir liegt noch immer diese besch…eidene Vorstellung gegen die Austria im Magen. Es gab mal eine Zeit, da dachte oder sagte man vor einem Spiel: „Wirst sehen, die gewinnen das….“ Und wenns schief ging, dann hatte man mal Pech gehabt, kein Spielglück oder wirklich einen übermachtigen Gegner.
    Und heute: „Hoffentlich verlieren sie nicht wieder…“
    Mit anderen Worten: Das Vertrauen in die Mannschaft/Trainer/Klub ist verloren gegangen.
    Dann schadroniert Kreissl über irgendwelche Entwicklungen, der Trainer arbeitet wie ein Buchhalter und ärgert sich mehr über sich selbst und seine Rechenfehler als über die Mannschaft. Und die Spieler?
    Die irren zeitweise wie schwarz-weiße Schäfchen über die Wiese und fragen sich wo sie grasen sollen.
    Wie auch immer – es muss anders werden. Den Nimbus, der Klub hinter Salzburg und den Wienern den besten Fußball bieten, ist schon flöten.

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  9. schwoaza Peter sagt:

    so meine Herren,
    kann mir jemand die ach so tolle Philosophie des WAC oder LASK mal erklären, jeder plappert dem anderen nach was die zwei so super machen, ist für mich Populismus.
    Für mich braucht es keine durchgehende Spielgestaltung von der U14 bis zur KM1, wenn ein Spieler im Profi-Erwachsenen Fußball nicht in der Saisonvorbereitung (wenn er von der KM2 hochgezogen wird) das Spielsystem des jeweiligen Trainers intus hat dann wird es m.E. sowieso nichts.
    Wir sind glaube ich auch nicht in der Situation ein System (Ballbesitzfußball, Konterfußball , 1 Stürmer, 2 Stürmer) durchzuziehen, dafür ist die Spanne in der Liga zu groß.
    Irgendwie kommt es mir vor das die Erwartungshaltung für manche Spieler zu groß ist (z.B. de hiniche Austria muss ma von Platz schießen usw.)
    Für mich als Laien (ex-Gebietsligakicker) kommt es mir schon vor als würde der jetzige Trainer schon versuchen das Spielsystem dem Gegner anzupassen und wennst vorne an Knipser hast schaut alles andere auch schön aus.
    Jetzt indirekt schon wieder einen Umbruch heraufbeschwören finde ich Schwachsinn, für mich ist es kein großer Unterschied ob Legionäre spielen oder die eigene (dürftig nachkommende) Jugend, ich möchte Emotionen im Stadion. Ich kenne aber keinen momentanen Spieler im Kader der mir das nicht bietet.

    Vielleicht sollte man einfach mal eine Saison nicht alles schlechtmachen sondern unterstützen. Das negative der letzten Zeit:
    1. Lord „Franggo“, Alleinherrscher, flaches 4-4-2 (was immer das ist), Gott sei dank weg.
    2. Goldbrich, General Gruselglatz, kann nichts, weiß nichts, Gott sei Dank weg.
    3. Darko Milanic, alle wollten ihn, Juhu Aufbruchstimmung, wurde von den Fans abmontiert, Gott sei Dank weg.
    4. Gludowatz, war mir auch suspekt, Gott sei Dank weg.
    5. Heiko Vogel, hat es meiner Meinung nicht schlecht gemacht, war der „wamperte“ , Gott sei dank weg.
    6. Mählich, war für mich Panik Entscheidung um die Gemüter zu beruhigen, Gott sei Dank weg.
    werde nie vergessen wie die Mannschaft nach dem Heimmatch im Play off gegen Rapid ausgepfiffen wurde, war ein scheiss Match aber der Trainer wollte es so und hat auch funktioniert.
    7. Kreissl, ist für mich ein emotionsgeladener Mensch der alles perfektionieren will, ist hoffentlich bald weg.
    8. Nestor, hab in meinem ganzen Leben noch keinen so geilen Menschen gesehen, hoffentlich bald weg.

    Als Abschluss Jauk, hat eigentlich einer von euch Hatern eine Ahnung was damals geleistet wurde (Jauk, Fedl, Rinner usw.) um den Verein zu retten.

    Ich bin für Pep Guardiola, Messi, Ronaldo, als Hauptsponsor Abramowitsch und noch irgendeinen Scheich dann bauen wir ein 70.000 er Stadion.

    swg

    PS: ich bin Gott behüte kein Kreisslverehrer, ich seh die Dinge halt nicht so emotionsgeladen

    3+
    • arrai sagt:

      Voll deiner Meinung! Es war eh wurscht, was in den letzten Jahren gemacht wurde, letztlich wars dann (zumindest nach Meinung des Gros der online aktiven Anhängerschaft) doch wieder schlecht. Und was man hier in den Kommentaren raushört, unten auch @brent_everett erwähnt hat, ist eine Sehnsucht nach dem Vogel-Wild-Spielstil von RB, Fever-Tree und Pellets. Als ob genau DAS nun DER Stil ist, mit dem man in den nächsten 10 Jahren alles gewinnen wird – wer weiß das schon? Ja, das mag recht attraktiv anzusehen sein, Nein, man wird damit nicht jedes Jahr die Championsleague gewinnen und noch mehr Nein, nicht jede Mannschaft wird so spielen können – oder soll jetzt jeder aus unserer 12-er Liga die Spielanlage von RB übernehmen, weils dort erfolgreich ist? Warum hat dann in den Jahren, in denen Pep Bazzelona trainiert hat, nicht jeder Tiqui-Taca von denen übernommen? Warum hat dann in den Jahren, in denen Mourinho mit Chelsea erfolgreich war, nicht jeder dessen Stil übernommen? Weil vermutlich nicht jeder das Gleiche kann und, nicht das Gleiche will und letztlich auch gar nicht das Gleiche wollen soll.
      Zweiter Punkt, der wohl von vielen herbeigesehnt wird (siehe wiederum @brent_everett unten), dass man doch mal einen fetten Investor an Land ziehen soll, damit finanziell endlich was weitergeht. Wäre das nicht genau das, was wir an RB so verabscheuen? Welcher Konzern à la Gazprom, RB oder VW wird schon was für lau geben? KEINER. Und bevor wir zu RB2 werden (in Bezug auf die Unabhängigkeit und in Bezug auf die Spielanlage), bleiben wir lieber mit weniger Marie auf Platz 5. Ich hoffe, dass ich nicht der Einzige bin, der so denkt.

      1+
    • rio sagt:

      „Und bevor wir zu RB2 werden (in Bezug auf die Unabhängigkeit und in Bezug auf die Spielanlage), bleiben wir lieber mit weniger Marie auf Platz 5.“
      Lustig, worin besteht „unsere“ Unabhängigkeit? Mit Puntigamer im Logo? Mit eigenem Stadion? In einem Präsidenten?
      Man kann ja zum Projekt RBS stehen, wie man will, unbestritten aber ist, es ist ein durchaus Erfolgreiches. Was letztendlich aber nicht nur mit „Geld“ zu tun hat, vergleiche dazu Stronach und die Austria oder auch die Anfangsjahre von RB. Zwischenzeitlich sehe ich RBS als willkommene Bereicherung des österreichischen Fußballs und gestehe gerne öffentlich, ihnen begeistert bei den internationalen Auftritten zuzusehen. Natürlich wird immer der SK Sturm die Mannschaft sein, die mein Herz, meine Emotionen bewegt, aber zu meinen Leidenschaften zählt eben auch „Fußball“. Dieser brachte mich zu den Schwarzen und dieser ist (für mich) die schönste Nebensache der Welt. Es geht mir nicht darum jährlich Meister, Cupsieger oder EL-Teilnehmer zu sein, nein, sicherlich nicht, aber ich will die Schönheiten dieses wundervollen Sports mit meiner Mannschaft erleben dürfen und nicht dieses, jetzt schon lange andauernde „90minutengequäle“ ohne jegliche Zukunft und Visionen. Mut, Aufopferung und „Verbeißen“ haben uns jahrelang ausgezeichnet und zur Marke werden lassen und genau davon ist kaum mehr was übrig geblieben. Dafür bedarf es aber keiner Millionen, siehe eben LASK & WAC, sondern befähigter, weitsichtiger „Planer“. Diese zu finden wäre wohl die Hauptaufgabe eines Präsidenten!

      1+
  10. brent_everett sagt:

    Wie oft wurde das hier schon thematisiert! Selbst ein Blinder mit Krückstock erkennt, dass wir mit diesem antiquierten Defensivkick aus dem vorigen Jahrhundert auf europäischer Ebene nur bloß Opfer für Superzwerge wie Breidablik und Haugesund sind. Man muss WAC u LASK gratulieren – sie haben die richtigen Schlüsse aus den RB Erfolgen der letzten Jahre gezogen und sind mit diesem RB Spielstil international erfolgreich. Und wir versuchen es irrwitzigerweise mit einem Gegenmodell! Für Platz 5 in Österreich wird es mit diesem Kick reichen, aber niemals für eine europäische Gruppenphase. Dabei bräuchten wir diese Marie so dringend! Und dann werden irrationale Ängste vor potenten Sponsoren geschürt, weil diese am Ende für Ihr Sponsoring vielleicht etwas als Gegenleistung bekommen möchten. Aber unser Motto lautet: Lieber klein und erfolglos als groß und erfolgreich. Diese Affinität zu Erfolglosigkeit wurde dann feierlich als neues Sturm Leitbild verkündet! Mir sind 3 Jahre in der Champions League und 1 Konkurs wesentlich lieber als Platz 5 und Prügel von Larnaca und Haugesund. Die Wahrheit ist: Hannes Kartnig war ein Gott! Von seinen Erfolgen lebt der Verein noch die nächsten 100 Jahre. Und: man kann sich über die derzeitige sportliche Verfassung der Wiener Grossklubs lustig machen – aber immerhin haben sie es geschafft, sich nigelnagelneue Superstadien hinzustellen. Und Sturm – liebe Sturmführung – wo ist unser Sturmstadion? Wo sind die Sponsoren, wo ist das Stadion, wo sind die Strategien für die Zukunft? Alles Fehlanzeige! Wir leben nur noch von der Vergangenheit. Daher sind wir jetzt zurecht da gelandet, wo wir sind: Im absoluten Fussballniemandsland!

    2+
    • der schwarze Hai sagt:

      @brent_everett
      wenn sie so ein schnösel sind und nur erfolge wollen, wechseln sie doch den verein.
      werden sie rb, bayern oder was weiss ich für ein fan, dann haben sie erfolge ohne ende, jede woche wie weihnachten und ostern.
      aber steirer-bluat ist kein himbeerwasser.
      und noch was: wenn sie konkurse so lieben, in graz gibts einen verein der ist konkurweltmeister !

      0

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