„Es war viel Spaß dabei“

Die Blackys haben das Mannschaftstraining wieder aufgenommen.

Am gestrigen Tag kehrte auch in der Fußballwelt wieder ein kleines Stück Normalität zurück. Die zwölf Teams der ersten österreichischen Spielklasse durften wieder mit dem Mannschaftstraining starten. Zumindest für elf dieser Vereine ein Tag der Freude – Für den LASK geht es im Grunde weiter wie bisher. Einziger Unterschied: Nun sind die Mannschaftstrainings auch offiziell wieder erlaubt. Statt Shuttleläufen mit zwei Meter Abstand und monotonen Passübungen in Kleingruppen stehen nun für die Bundesligisten auch wieder Spielformen und Zweikampfübungen am Programm. Auch das obligatorische Abschlussmatch kann wieder gespielt werden. Man mag es kaum glauben, aber für viele Profis stellt dieses ein wahres Highlight im Training dar. Als wir heute beim ersten Mannschaftstraining der Blackys – nach dem Corona bedingten Trainingsstopp – zuschauten, bekamen wir den Eindruck, dass nicht nur das bevorstehende interne Abschlussmatch Freude bei den Kickern auslöste. Stefan Hierländer und Co. hatten während des gesamten Trainings ein Lächeln im Gesicht: Endlich wieder grätschen, endlich wieder Eins-gegen-Eins-Duelle, endlich wieder ein Fußballtraining, wie man es kennt.

Intensives Zweikämpfen ist seit dem 15. Mai wieder erlaubt. | © Martin Hirtenfellner Fotografie

„Hösche“ und Spielformen

Zu Beginn war lockeres Einlaufen mit Bewegungsaufgaben – auch Laufschule genannt – angesagt. Die Torhüter wärmten sich indes separat auf. Neben Siebenhandl, Schützenauer und Giuliani war auch der junge Luka Maric bei den Torhütern mit von der Partie. Nach einer kurzen koordinativen Einheit machten sich die Kicker ans „Hösche“ spielen – vielen auch bekannt als „Rondo“. Im Gegensatz zu den Spielern, wo der Schmäh von Beginn an rannte, entkam Coach Nestor El Maestro kaum ein Lächeln. Auffällig dabei: Vor allem die älteren Spieler schienen dieses klassische Aufwärmritual, welches lange nicht mehr stattfinden hat können, zu genießen – auch wenn die Passqualität noch nicht ganz stimmte. Nach einem „Gurkerl“ für Avlonitis von Despodov entkam dann auch dem Trainer ein Lächeln. Nikon, Maestros Bruder und Co-Trainer, rief die Truppe nach dem Aufwärmen zusammen.  „6 gegen 6, mit 2 Kontakten“, lautete seine Anweisung. Da war sie also, die erste Spielform seit dem 10.3.  Auf einem Feld Verteidiger gegen Verteidiger und am Anderen Offensive gegen Offensive. Dazwischen immer wieder kleine Sprints. Nach einer gewissen Zeit wechselten die Mannschaften die Felder, sodass jedes Team gegen jedes spielte. Viele Zweikämpfe und viele Dribblings wurden vom Trainerteam eingefordert – schließlich gilt es sich bis zum Wiederbeginn der Meisterschaft am 3. Juni wieder an die gewohnte Intensivität ranzukommen. Gegen 12:00 Uhr pfiff Maestro seine Mannen wieder zusammen. Was folgte war ein Abschlussmatch – elf gegen elf am halben Feld. Die Gesichter der Spieler strahlten. Nach 90 Minuten zogen die Protagonisten vom Platz. Umgezogen wird sich übrigens auch wieder in der Kabine – natürlich mit Abstand, ließ uns Neo-Geschäftsführer-Sport Andreas Schicker während dem Training wissen.

Die Spieler beim koordinativen Aufwärmen. | © Martin Hirtenfellner Fotografie

Nach dem Training stellte sich Nestor El Maestro noch den Fragen der Medien. Was der Trainer über die Wiederaufnahme des Mannschaftstrainings und den körperlichen Zustand seiner Mannschaft sagt, könnt ihr hier nachhören:

Wie war die Einheit, wie ist die Stimmung im Team und was konnten Sie daraus mitnehmen?

In welchem körperlichen Zustand befindet sich die Mannschaft?

Seine Meinung zum Vorfall beim LASK:

Was er zum Vorwurf des LASK sagt, dass auch noch andere Vereine so gearbeitet hätten:

Welcher Spieler hat am meisten verlernt?

Wie ist der körperliche Zustand von Kiril Despodov?

SturmNetz.at entschuldigt sich für die teilweise eher dürftige Tonqualität. Der fehlende Selfie-Stick machte es unmöglich, die Tonaufnahmen in gewohnter Qualität und unter Einhaltung des Sicherheitsabstandes aufzunehmen.

Der Coach beim Interviews geben. | © Martin Hirtenfellner Fotografie

 

Anzeige

Schreibe einen Kommentar