Avlonitis: „Es gibt nichts Größeres als die Nord“

Was wurde aus Tasos Avlonitis?

Er absolvierte in zwei Tranchen insgesamt 76 Partien für den SK Sturm und auch wenn er in Graz ohne Titel blieb (in Griechenland und Zypern fuhr er immerhin vier Pokale ein), denkt er heute noch gerne an seine Zeit bei den Blackys zurück. Wir haben bei Tasos nachgefragt, was er denn aktuell so treibt:  

SturmNetz: Tasos, wie verlief deine Karriere nach deiner Zeit bei Sturm Graz und wie geht es dir derzeit bei deinem Verein FC Panserraikos? Ist es schön für dich, wieder zu Hause zu sein?

Anastasios Avlonitis: Leider endete meine Karriere bei Sturm Graz, als der Corona-Virus in unser Leben trat. Und das ist auch logisch. Ich hatte ein sehr nettes Gespräch mit Herrn Schicker und er hat mir erklärt, dass er zwar einen neuen Vertrag mit mir machen wolle, aber die Situation mit dem Coronavirus war wirklich kompliziert. So landete ich letztendlich bei Ascoli Piceno in Italien. Das war eine tolle Erfahrung, denn dort arbeiten die Trainer ganz anders als in den anderen Ländern. Sie arbeiten viele Stunden auf dem Platz mit taktischen Details. Aktuell stehe ich beim FC Panserraikos aus Serres in der Alpha Ethniki (1. Liga in Griechenland) unter Vertrag. Ich weiß aber noch nicht, ob ich dort bleibe.

SN: Wie blickst du auf deine Zeit bei Sturm Graz zurück? Hast du schöne Erinnerungen an Österreich?

A.A.: Meine Zeit in Graz war wirklich sehr schön. Ich habe nur gute Erinnerungen daran. Ich habe Freunde auf und außerhalb des Platzes gefunden. Wenn ich mit meinen griechischen Teamkollegen spreche, rate ich ihnen, zu Sturm und generell nach Österreich zu gehen, wenn sie die Möglichkeit dazu haben. Es ist ein großartiger Ort , um Fußballer zu sein und sich zu verbessern.

SN: Hast du noch Kontakt zu ehemaligen Grazer Mannschaftskameraden?

A.A.: Ja, ich spreche immer noch mit dem „georgischen Lionel Messi“ – Otar Kiteishvili. Wir waren in Graz sehr eng befreundet, genau wie unsere Familien auch. Ab und zu telefoniere ich auch noch mit Jakob Jantscher

SN: Was war dein schönster Moment im schwarz-weißen Trikot?

A.A.: Mein Lieblingsmoment in Graz war es immer, vor der Nordkurve zu spielen. Es gibt nichts Größeres als das – die Fans in Graz sind einfach unglaublich.

SN: Hast du konkrete Pläne für den Rest deiner Karriere?

A.A.: Ich weiß noch nicht, was zukünftig kommen wird. Jedoch würde ich gerne etwas in die Richtung Sportdirektor oder Spielerberater machen.

SN: Kannst du dir vorstellen, noch einmal nach Österreich zurück zu kommen?

A.A.: Das würde ich gerne, aber ich denke, dass ich in meinem Alter nicht mehr in die österreichische Liga passe. Ich bin 34, und in diesem Alter sind nicht wirklich sehr viele Spieler in der Bundesliga aktiv.

SN: Griechenland wird leider nicht an der Europameisterschaft teilnehmen, da ihr knapp an Georgien gescheitert seid. Hast du einen Favoriten für das Turnier? Und was traust du den Österreichern zu?

A.A.: Zunächst einmal wünsche ich der österreichischen Nationalmannschaft viel Glück. Zudem hat uns Otar in der Qualifikation fast im Alleingang geschlagen. Natürlich ist es schade, dass Griechenland nicht dabei sein wird. Ich glaube, dass Frankreich die beste Mannschaft hat, aber auch England ist mit dem aktuellen Team einiges zuzutrauen.

SN: Vielen Dank für deine Zeit Tasos! SturmNetz.at wünscht dir alles Gute für deine Zukunft!

A.A.: Ich möchte mich bei euch – SturmNetz – für das Interview bedanken und würde gerne alle Sturmfans herzlich grüßen.

Link: SturmNetz-XXL-Interview mit Avlonitis, Dezember 2019, kurz vor der Pandemie

(c) Martin Hirtenfellner Fotografie

2 Kommentare

  1. gepi20 sagt:

    Sehr sympathischer Spieler, der mE noch immer als backup bei Hartberg oder WAC von der Klasse spielen könnte

  2. Duddy sagt:

    war auch ein ganz guter.

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