„Es fährt ein Zug nach Nirgendwo“

Spielercheck: SK Rapid Wien vs. SK Sturm Graz

Die SturmNetz-Leserbewertungen der einzelnen Spieler der Begegnung SK Rapid Wien vs. SK Sturm Graz sind abgeschlossen und alle Einsendungen ausgewertet. Wir haben den Durchschnitt aus allen eingegangenen Benotungen zu jedem Spieler berechnet sowie eine (subjektive) schriftliche Beurteilung hinzugefügt. Nach jedem Match wollen wir nicht nur Noten, sondern auch den ehrenvollen Titel „Man of the Match“ an den Spieler mit der besten durchschnittlichen Gesamtbenotung vergeben. Nach diesem haarsträubenden Auftritt sind wir aber der Meinung, dass keiner der Spieler diese Bezeichnung verdient hat.

Foto: Martin Hirtenfellner Fotografie

Vincent Trummer – Note: 3,46

Er sammelt aktuell seine ersten Bundesliga-Erfahrungen unter ganz schweren Bedingungen und dafür macht er seine Sache recht gut. Klar genießt er bei den Beurteilungen noch ein wenig den Bonus des Eigenbauspielers, aber das ist auch völlig nachvollziehbar. Trummer bringt alles mit, was ein moderner Außenverteidiger braucht, wobei vor allem seine Athletik und der Zug nach vorne positiv auffallen. Er geht in der gefährlichen Zone bis zur Grundlinie und versucht zumindest, für Zug nach vorne zu sorgen. Dabei gelingt ihm bisher jedoch eher weniger als mehr, wobei vor allem eklatante Fehlpässe ins Gewicht fallen. Das sind jedoch Dinge, die man beheben kann – vor allem mit Einsatzminuten! Deshalb ist es überhaupt nicht nachvollziehbar, warum El Maestro ihn nach der ersten Halbzeit ausgewechselt hat, speziell wenn man die Leistung Hierländers auf der gleichen Position als Vergleich heranzieht.

Otar Kiteishvili – Note: 3,83

Der Georgier kann einem leid tun, so ist er doch der einzige Offensiv-Akteur, der auch nur annähernd bei seiner Normalform ist. Man hat das Gefühl, nur durch ihn vermag der SK Sturm so etwas ähnliches wie Torgefahr auszustrahlen und verlaufen auch die nächsten Partien ähnlich, wird man den Spielmacher wohl nicht mehr lange in Graz halten können. Ihm gelingt es stets, mit seinen Dribblings wichtige Raumgewinne zu schaffen und auch mal einen Gegenspieler aussteigen zu lassen. Kiteishvili schafft so schmerzlich vermisste Überraschungsmomente und versucht selbst, das Zepter in die Hand zu nehmen. Dabei übersieht er jedoch häufig auch den besser postierten Mitspieler, verzögert und wird gefoult, was die Angriffe des SK Sturm oft unheimlich verlangsamt. Da der Zehner aber häufig über eine große Distanz mit dem Ball am Fuß rennen muss, ist dieser Umstand auch wenig verwunderlich. Trotz allem ist Kiteishvili der auffälligste Akteur in den Reihen des SK Sturm, was aufgrund der Leistung der anderen Spieler auch keine große Kunst darstellt.

Philipp Huspek – Note: 3,89

Neben Kiteishvili ist Huspek wohl der einzige Angreifer, der auch nur annähernd Akzente in der Offensive setzen konnte. Seine Einsatzbereitschaft ist sowieso stets vorhanden und diesmal gab er auch den einen oder anderen gefährlichen Torabschluss ab. Es war wahrscheinlich sogar Sturms beste Kombination, als er mit einer schönen Ballannahme einen Rapidler aussteigen ließ und dann wuchtig mitten aufs Tor abzog – wohlgemerkt beim Stand von Vier zu Null. Das war zwar eher harmlos, aber trotzdem ganz schön anzusehen. Er dürfte wohl einer der ganz wenigen Gewinner dieses Spiels sein, denn mit diesem Auftritt sollte einem Startelf-Einsatz gegen Salzburg wohl wenig im Weg stehen.

Kiril Despodov – Note: 4,00

Der Bulgare war Sturms auffälligster Akteur in Halbzeit eins, ließ hin und wieder seine technischen Fähigkeiten aufblitzen, brillierte ansonsten aber mit einer Reihe an Unsportlichkeiten. So etwas hat man von Despodov schon häufiger gesehen und bei ausbleibender Leistung rechtfertigt das einen Einsatz von Beginn an umso weniger. Spielerisch trug er nahezu nichts bei und wenn, dann war das weitestgehend brotlose Kunst. Als der rotgefährdete Despodov in Halbzeit zwei Sturms einzige ernstzunehmende Torchance stümperhaft vergab und dabei von Greiml abgekocht wurde, riss wohl auch El Maestro der Geduldsfaden und wechselte den blass gebliebenen Bulgaren aus. Nachdem es für die Schwarz-Weißen nun maximal um Platz Fünf geht, sollte man für den Leihspieler wohl keinerlei Verwendung mehr haben und eher manchen zukünftigen Kaderspielern ihre Einsatzminuten gewähren.

Isaac Donkor – Note: 4,01

So paradox das vielleicht klingen mag, doch der Innenverteidiger lieferte in Hütteldorf gar kein so ein schlechtes Spiel ab. Er agierte weitestgehend kompromisslos und wusste die meisten Situationen gekonnt zu bereinigen. Vor allem körperlich wirkt er seinem Pendant Spendlhofer fast schon meilenweit voraus, so weiß Donkor etwa mit Spritzigkeit zu überzeugen. Er verfügt jedoch über Schwächen im Spielaufbau und agiert oft zu kopflos, so auch in einigen Situationen gegen Rapid, als er sich selbst unnötig in Bedrängnis brachte. Man hatte jetzt genug Zeit, um zu beurteilen, ob man den Weg mit Donkor weitergeht oder nicht. Trifft Letzteres zu, so sollten auch hier eher junge Eigenbauspieler die Möglichkeit auf zumindest einen Kaderplatz bekommen.

Jörg Siebenhandl – Note: 4,11

Wie auch gegen den WAC trifft die Hauptschuld bei zumindest einem der vier Gegentreffer den Schlussmann der Grazer. Ein viel zu kurz geratener Abschlag leitete das Führungstor der Wiener ein, bei dem Siebenhandl auch beim Herauslaufen keine gute Figur machte. Hier positioniert er sich schlicht und ergreifend sehr unglücklich. Bleibt er länger im Tor, so wäre die Situation wahrscheinlich anders verlaufen. Auch in den Folgeminuten machte der Torhüter nicht gerade den sichersten Eindruck, irrte er doch bei der einen oder anderen Hereingabe etwas unbeholfen durch den eigenen Strafraum. In der Folge stabilisierte sich Siebenhandl jedoch zunehmend und letztendlich ist es ihm zu verdanken, dass man nicht eine noch deftigere Niederlage davontrug. Beispielsweise parierte er in Halbzeit eins einen Knasmüllner-Schuss gekonnt und auch im zweiten Durchgang blieb er in einigen Eins-gegen-Eins-Situationen, vor allem gegen Kitagawa, der Sieger. Auch am von ihm verursachten Straßstoß ist er schuldlos und so zählt er, trotz vier Gegentreffer und einigen Unsicherheiten, zweifellos zu den besseren Spielern auf Seiten der Schwarz-Weißen und das sagt wohl schon einiges. Außerdem bereitet die Tatsache der Vertragsverlängerung einiges an Bauchweh, verfügt man doch, so möge man den Verantwortlichen glauben, über ausreichend Talent auf der Torwartposition. Warum bekommt dort keiner der jungen Torhüter die Chance? Vor allem da Siebenhandl jetzt schon in zwei Partien nicht den besten Eindruck hinterlassen hat.

Ivan Ljubic – Note: 4,21

Auch er erwischte einen eher gebrauchten Tag. Zwar ist Ljubic stets bemüht, aber unterm Strich ist das zu brav. Dass er offensiv nicht der auffälligste Akteur ist, sollte nichts Neues sein, doch auch defensiv war das gegen Rapid viel zu wenig. Bezeichnend dafür war die Szene vor dem 2:0 für Rapid, als er den entscheidenden Zweikampf gegen Fountas verliert und viel zu weit vom Gegenspieler entfernt steht. Der Sechser ist ein typischer Wasserträger, stopft Löcher im Mittelfeld, zeigt stets Laufbereitschaft und Kampfeswille – genau solche Typen braucht es. Wenn aber nahezu gar keine Kreativität in der Mannschaft vorhanden ist, dann bringen auch solche Spielertypen nicht viel, denn eine Säule, auf der kein Bauwerk steht, ist auch nur eine herumstehende Säule ohne Sinn und Zweck.

Juan Dominguez – Note: 4,28

Erwischt Dominguez einen schlechten Tag, so wirkt sich das fast immer erheblich auf die gesamte Mannschaft aus, was man auch gegen Rapid gut beobachten konnte. Erschreckend dabei die fehlende Intensität in den Zweikämpfen und das permanente Zurücktraben, da fehlt es ebenso wie bei Spendlhofer an der nötigen Grundgeschwindigkeit. Der Spanier spielt zwar immer wieder gute Pässe in die Vertikale, aber einen öffnenden Lochpass oder Schnittstellenpass sieht man selten. Die offensive Harmlosigkeit der Grazer lässt sich auch auf die beiden defensiven Mittelfeldspieler zurückführen. Es wirkt so, als würde der Spanier seine Arbeit erledigen, dabei vermisst man aber jegliche Leidenschaft und das Herz auf dem Platz.

Stefan Hierländer – Note: 4,36

Ein Kapitän muss stets vorangehen und seine Mannschaft mitziehen können – dieses Gefühl hat man beim Kärntner derzeit nicht einmal ansatzweise. Hierländer war mit der schlechteste Akteur am gesamten Spielfeld und das will bei dieser absoluten Arbeitsverweigerung auf Seiten der Schwarz-Weißen schon was heißen. Er galt nie als besonders schneller oder technisch starker Spieler, aber solch eklatante Probleme in der Ballverarbeitung hat man wirklich schon lange nicht mehr gesehen. Zwar sind seine Polyvalenz und Laufbereitschaft Attribute, die ihm keiner streitig machen kann, aber das genügt einfach nicht. Dieser Auftritt war wirklich erschreckend schwach und dass ausgerechnet Hierländer bei fünf verfügbaren Wechseloptionen durchspielt, ist ein Armutszeugnis für den SK Sturm.

Emanuel Sakic – Note: 4,37

Der Wiener hat wieder einmal eine schwache Vorstellung abgeliefert und in erster Linie ist er durch Stellungsfehler aufgefallen. Sei es bei der Hereingabe, die zum Eckball vor dem 2:0 geführt hat, oder bei diversen Aktionen in Halbzeit zwei. Sakic ist offensiv wohl einer der ungefährlichsten Außenverteidiger der letzten Jahre, aber seit einigen Spielen agiert er auch defensiv völlig desorientiert. Warum hat dieser Mann eine unantastbare Stammplatzgarantie? Das ist einfach nicht mehr nachvollziehbar. Mit Sakic ist ein geordneter Spielaufbau über die rechte Seite einfach nicht möglich, da jeder Ball mit dem ersten Kontakt blind nach vorne gespielt wird – ergo: Ballverlust. Das hat absolut nichts mit schnellem Umschaltspiel oder Ähnlichem zu tun! Ironischerweise führt sein blind nach vorne geschlagener, langer Ball zur Mittelauflage zu Sturms größter Torchance durch Despodov. Nach anfänglich guten Leistungen ist Sakic mittlerweile nicht mehr tragbar.

Kevin Friesenbichler – Note: 4,4

Friesenbichler wirkt eigentlich stets allein auf weiter Flur und versucht sein Bestes, aber das ist einfach viel zu wenig. Er bekommt von seinen Mannschaftskollegen auch kaum Bälle. Warum man ihn verpflichtet hat, verstehen wohl nur die wenigsten, vor allem wenn es doch bei den Amateuren genügend Optionen gibt.

Thorsten Röcher – Note: 4,4

Er wirkte über weite Strecken der Partie völlig verloren, hatte aber als Solospitze auch eine äußerst undankbare Aufgabe. Auch beim Festmachen des Balls, um damit schnelle Gegenangriffe einzuleiten, hatte Röcher häufig Probleme und somit war er ein Mitgrund für das schlechte Umschaltspiel der Grazer. Der Leihspieler hat seine Stärken mit dem Ball am Fuß, wenn er in eine Eins-gegen-Eins-Situation gehen kann oder viel Raum vor ihm liegt. Sein einziges Highlight: die Kopfballverlängerung auf Despodov, der die Chance zum Anschlusstreffer allerdings stümperhaft vergab. So blieb er leider völlig harmlos. Ob er zukünftig eine Option beim SK Sturm ist, sollte man sich langsam einmal überlegen und Klarheit schaffen. Denn auch ein Röcher ist nicht unantastbar und in der aktuellen Lage muss man ganz genau darüber nachdenken, ob eine eventuelle Ablösesumme nicht anderweitig besser investiert wäre.

Lukas Jäger – Note: 4,43

Kämpft immer brav, wirkt sympathisch, aber hat nicht mal ansatzweise das fußballerische Niveau, um bei einem Verein wie dem SK Sturm im zentralen Mittelfeld zu spielen. Das erinnert irgendwie ein wenig an Markus Lackner. Völlig unverständlicher Transfer, den man auf jeden Fall mit Spielern aus den eigenen Reihen hätte auffangen können.

Christoph Leitgeb – Note: 4,46

Dass Leitgeb so viel Einsatzzeit bekommt, ja geschweige denn überhaupt noch im Kader steht, ist eigentlich skandalös. Er hat dies noch in keinem einzigen Spiel auch nur ansatzweise rechtfertigen können und nimmt jungen Spielern den Kaderplatz weg. Ein Transfer, der von Anfang an zum Scheitern verurteilt war und einfach nur Kopfschütteln bereitet. Es gibt absolut keinen Grund, Leitgeb auch nur zu den Spielen mitzunehmen und dass El Maestro ein 2:0 auswärts in Wien drehen möchte, indem er Leitgeb und Jäger einwechselt, gleicht eigentlich einer Verhöhnung den eigenen Fans gegenüber!

Lukas Spendlhofer – Note: 4,63

Viel Schatten und ganz wenig Licht gab es beim Innenverteidiger zu bestaunen. Gute Abwehraktionen, wie das Verhindern eines Knasmüllner-Torerfolges in Halbzeit eins, als er den Ball noch von der Linie kratzte, wechselten sich mit eklatanten Stellungsfehlern ab. Dabei machte vor allem der flinke Fountas Spendlhofer Probleme und ließ hin und wieder an seiner derzeitigen Bundesligatauglichkeit zweifeln. Denn so gravierende Geschwindigkeitsdefizite, wie sie der Niederösterreicher aufweist, sind leider nur sehr schwer kaschierbar. Bezeichnend dafür war die Szene in Halbzeit eins, als der Grieche ihm locker vier bis fünf Meter abnahm und er den Ball in allerhöchster Bedrängnis und einer Portion Glück noch zum Eckball klären konnte. Einige Minuten nach dem Doppelschlag für Rapid rückte er zu spät aus der Abwehr heraus, bekam beim Pass auch noch ein Gurkerl und es war nur einem stark reagierenden Siebenhandl zu verdanken, dass es hier nicht schon 3:0 stand. Auch im zweiten Durchgang waren ähnliche Szenen zu beobachten, wobei man sagen muss, dass sich die defensive Stabilität bei Sturm generell komplett aufgelöst und die Innenverteidiger dabei als letztes Glied eine schwer zu bewältigende Aufgabe hatten. Trotzdem bleibt die Formkurve Spendlhofers sowie die Anzahl der haarsträubenden Fehler beängstigend.

Sonstige Bewertungen:

Nestor El Maestro – Note: 4,88:

El Maestro ist zweifellos ein sehr intelligenter Mensch, verfügt über hohe taktische Kompetenz, Charisma und versteht es, Spielsituationen messerscharf zu analysieren. Er gesteht sich Fehler ein und ist sich nicht zu schade, etwaige Missstände anzusprechen. Jedoch wirkt der Cheftrainer derzeit rat- aber vor allem auch lustlos und so agiert auch seine Mannschaft. Schon seit einigen Spielen darf hinterfragt werden, weshalb Sakic und Spendlhofer über eine Stammplatzgarantie verfügen. Oder warum Akteure, mit denen man nicht mehr plant (Leitgeb, Schrammel) oder deren Zukunft ungewiss ist (Dominguez, Avlonitis, Donkor, Despodov, Röcher) auf der Bank sitzen beziehungsweise wertvolle Einsatzminuten erhalten, die unsere jungen Spieler auf jeden Fall eher benötigen würden. Man brüstet sich mit Vertragsverlängerungen von Eigenbauspielern, denen eine Zukunftsperspektive in Graz geboten werden soll und in beiden Partien ist nicht ein einziger dieser Akteure auf der Bank – wie passt so etwas zusammen? Wieder einmal eine sehr eigenartige Außendarstellung des SK Sturm Graz, die nur zu gut zur derzeitigen sportlichen Situation passt. Thorsten Röcher wirkte als Stürmer völlig verloren und verfügt nicht über die Fähigkeit, mit dem Rücken zum Tor einen Ball festzumachen und somit ein schnelles Umschaltspiel einzuleiten, welches man so gern praktizieren würde. Auch diese Tatsache ist zu hinterfragen. Warum versucht man nicht mal ansatzweise auf eine verunsicherte Rapid-Innenverteidigung mit Max Hofmann (!) und Leo Greiml (!) Druck aufzubauen? Die Fehleranfälligkeit dieser beiden Akteure konnte man in der Vergangenheit nur zur Genüge beobachten. Warum wird Vincent Trummer zur Halbzeit ausgewechselt? Genau jener Akteur, der die Einsatzminuten am ehesten braucht und seine Sache auch nicht schlechter als unzählige Mannschaftskollegen erledigt hat. Welches Signal wird einem jungen Spieler hiermit vermittelt? Aus welchem Grund darf ein völlig verunsicherter Stefan Hierländer durchspielen, obwohl er derzeit ein Schatten seiner selbst ist? Bezeichnend für die derzeitige Situation des SK Sturm Graz, dass er die Kapitänsbinde trägt. Ein Startelfeinsatz von Otar Kietsihvili war vor dem Spiel gegen den WAC fraglich, da er mit einer Verletzung zu kämpfen hatte. Weshalb steht er dann in beiden Partien über die volle Distanz am Rasen, obwohl es spätestens nach dem zwischenzeitlichen 3:0 nur mehr um Schadensbegrenzung ging? Warum agiert man in jeder Partie mit einer Doppelsechs, die absolut Null Kreativität in der Offensive ausstrahlt und die „Angreifer“ des SK Sturm völlig in der Luft hängen lässt? Würde ein alleiniger defensiver Mittelfeldspieler nicht reichen? Und zum Abschluss folgt die absolute Bankrotterklärung: ein Spielertausch in der 60. Spielminute, der den Zweck erfüllen sollte, auf totale Offensive zu schalten. Eingewechselt werden unter anderem Jäger und Leitgeb – es bedarf wohl keiner genaueren Ausführung mehr. Man muss sich nun also fragen, ob El Maestro unter all den angeführten Umständen noch tragbar ist und in diesem Absatz sind Dinge wie taktische Konzepte, die Spielanlage oder der Umgang mit den Medien noch nicht einmal berücksichtigt.

Das Schiedsrichterteam rund um Sebastian Gishamer – Note: 3,45:

Eigentlich hatte das Schiedsrichterteam bis zur 70. Spielminute einen guten Tag erwischt, mit den meisten Entscheidungen lag man weitestgehend richtig und vor allem bei knappen Abseitsentscheidungen wusste man zu überzeugen. Doch mit dem gegebenen Elfmeterpfiff für Rapid leitete Gishamer 20 nahezu schon skandalös anmutende Minuten ein. Es ist zwar nicht so, als hätte Sturm auch nur annähernd so etwas wie Torgefahr verkörpert, doch mit dieser völlig verpatzten Elfmeterentscheidung griff der Schiedsrichter in das Spiel ein und entschied es endgültig zu Gunsten von Rapid. Siebenhandl geht auf einen Schnittball mit Fountas, trifft ganz klar zuerst das Spielgerät und dann den Angreifer der Wiener. Ein Elfmeterpfiff darf hier unter keinen Umständen erfolgen. Als Draufgabe übersah das Schiedsrichterteam beim nächsten Treffer gleich zwei Abseitspositionen und machte sich somit einen bis dato durchaus positiven Auftritt völlig zunichte. Dass Sturm eine Niederlage in dieser Höhe kassiert hat, ist aber trotz allem ausschließlich sich selbst zuzuschreiben. Unterm Strich war man mit dem Ergebnis sogar noch gut bedient.

Das SturmNetz – Team bedankt sich für 337 eingegangene Bewertungen und widmet dem Cheftrainer, den Spielern und allen Verantwortlichen, folgende Nummer:

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17 Kommentare

  1. zuderant sagt:

    es fährt kein zug nach eierbach

    0
  2. Rene90 sagt:

    @Kai
    absolut bzw 100% treffende Kommentare zu den einzelnen Spielern -> dann zähle bitte einmal alle unnötigen Verpflichtungen zusammen wo wir keine Eigenbauspieler (sage ja eh nur Akademie) als Alternative hatten -> es ist eben ein Spiegelbild bezüglich der Aussage von GK „ich will Erfolg mit Spielern haben die sich den ALLERWERTESTEN für den SK STURM GRAZ ausreißen und sofort helfen können“ und damit hat er sich schon damals klar von der EIGENEN JUGEND distanziert

    eines ist fix, sollte GK wirklich zu Sturm als SD zurückkehren und sein Milchbubi „Schicker“ im Amt bleiben, dann werde ich meine Mitgliedschaft solange kündigen, bis er nicht mehr am Ruder ist und mit einem offenen Brief an den Präsidenten mit Details seiner Machenschaften

    ich amüsiere mich jetzt noch über all jene die GK PUSHEN PUSHEN PUSHEN, nur man kann nichts mehr lesen von ihnen -> ich kann mich immer in den Spiegel schauen, habe meine Meinung immer vertreten und jetzt ist der Punkt gekommen, dass meine Einschätzung über das wahre Gesicht von GK nur bestätigt wird

    sein Erfolg war noch geblendet von der FF Arbeit , (auch wenn es sehr viele hier nicht wahr haben wollen) noch im Frühjahr, dann ging es stets bergab

    ich will mit diesen Clowens nichts mehr zu tun haben, wie man einen NEM überhaupt verpflichten kann, rein von der menschlichen Seite, ist mir ein Rätsel und solange dieser Typ noch auf der Bank sitzt, schaue ich mir kein Spiel mehr an (auch wenn es mir im Herzen weh tut) aber schade um den Strom

    10+
    • abisz sagt:

      Und das traurige daran ist, der neue starke Mann aka Andreas Schicker stellt jetzt auch noch den Spielern die Rute ins Fenster, die er federführend mit Kreissl seit mittlerweile 3 Spielzeiten selbst holte. Wenn’s nicht nur so traurig wäre.

      Ok, die Überforderung von Kreissl ist bei seinem fehlenden Netzwerk und Egotrips kein Wunder, aber jetzt auch noch den Lehrbua installieren, der fachlich genauso schwach ist, aber nicht einmal die Bauernschläue von Kreissl besitzt, setzt dem Ganzen die Krone auf!!!

      Den Bub nimmt doch intern nicht einmal die Putzfrau ernst, geschweigedem eine Mannschaft oder dieser Trainer inkl. Rapper-Bruder. Man hat sich da in eine Richtung begeben, die schlichtweg beschissen ist. Die Vertragsauflösungen, und es ist nur eine Frage wann die kommen, Minestrone bis 21, Schicker bis 22, werden viel Geld kosten. Alle drei, inkl. Kreissl, haben die Fliege zu machen.

      Für die Geschäftsführer Sport Position gehört eine Persönlichkeit her, meine Präferenz wäre hier ganz klar Willi Ruttensteiner, sollte man ihn irgendwie von Israel wegbekommen. Ausgezeichneter Fachmann des österreichischen Fußballs und ein perfekter Mann, der bei Sturm eine ganzheitliche Philosophie, von unten bis oben entwickeln und überwachsen könnte.

      Zusätzlich gehört ein motivierter jüngerer Mann her, der als Sportchef der KM agiert, jemand der gut im Fußballbusiness verankert ist. Klassisch ein Manuel Weber z.B., da hört man gute Sachen. Oder unkonventionell ein Ertl Johannes, sehr gscheiter Bursch.

      Am Trainersektor sollte man vielleicht mal in den eigenen Stall schauen. Thomas Hösele, Spitzenmann, nicht umsonst stehen die Amateure so da, ohne Rumpelfußball alá Standfest. Leider ohne Pro-Lizenz (Prilasnig darf den Kurs machen…), mit Strohmann natürlich möglich. Es schmerzt, aber in der ehem. GAK-Akademie, jetzt STMK-Sturm sind super Betreuer dabei. Wie eben Hösele, oder ein Böcksteiner. Fachleute mit jahrelanger Erfahrung.

      3+
  3. Rusty sagt:

    Mit dem Bewertungskommentar von Kiteishvili bin ich nicht ganz einverstanden. Es hilft nämlich gar nichts, wenn er sich von hinten den Ball holt, dann zwei bis drei Spieler überspielt und dann am nächsten Gegenspieler den Ball verliert, weil er zu eigensinnig ist, den Ball an besser postierten Spielern abzugeben. Dadurch schauen unsere Stürmer oder besser gesagt unser Einzelstürmer (super System gell NEM) schlecht aus. Dadurch habe ich von Kiteishvili nicht viel Torgefahr gesehen. Ein paar Schüsse weit über oder neben dem Tor sind zu wenig. Da mache ich mir (leider) gar keine Sorgen, dass wir so einen nicht mehr lange halten können. Der sollte sich mal die Spielweise von Liendl anschauen. Liendl spielt die Bälle wunderbar zu seinen Stürmern, die dann auch treffen und auch Liendl selbst schießt mehr Tore als unser Kiteishvili. Kiteishvili hat die Nr. 10, spielt aber den 8er. Er sollte weiter vorne stehen und auf Bälle unserer beiden Sechser hoffen – da kommt leider nichts, weil die nur absichern müssen. Schlechtes System, schlechte Umsetzung des schlechten Systems, durch schlechte Spieler, die bei Sturm nichts verloren haben.
    Warum also lt. Schicker noch zwei Spielrunden warten und ihnen noch eine Chance geben. Die Spieler hatten im letzten Jahr genug Möglichkeiten sich zu beweisen, die sind so schlecht, da wird nichts mehr besser. Gut sind sie nur, wenn es darum geht, einen Trainer (oder mehrere Trainer) abzuschießen. NEM gehört zwar auch weg, aber mit ihm müssen auch zahlreiche Spieler gehen, damit Sturm die von Schicker gewünschte langfristige Kontinuität erreicht.

    2+
  4. jackfrost99 sagt:

    Bei unserem Verein läuft alles in die falsche Richtung. In „Kleine“ und „Krone“ lobt Schicker den Trainer über den grünen Klee. Die Wahrheit ist, dass Kreissl seit dem Abgang von Foda fürchterlich versagt hat. Keiner seiner „Schnäppchen“-Einkäufe hat eingeschlagen, von Hosiner bis Pink und von Grocurek bis Schrammel (um nur ein paar zu nennen) waren alle völlige Fehlgriffe. Noch schlimmer war aber die Wahl von diesem Angeber als Trainer. Kein einziger Spieler hat sich unter Herrn Maestro verbessert. Nicht einer. Im Gegenteil. Wie oben in der Kritik ausführlich beschrieben, sind inzwischen alle völlig von der Rolle, haben sich das Fußballspielen unter diesem sportlichen Leiter verlernen lassen. Die Sturm-Tugenden wie Kampfgeist und Offensive (STURM!) sind abgeschafft. Der Trainer klopft weiter große Sprüche und tut immer so, als ginge ihn das alles nichts an. Schicker, der leider wie befürchtet, nur als Laufbursche von Kreissl agiert, ist viel zu schwach, um dem Trainer die Rute ins Fenster zustellen. Bei welchem Verein darf jemand mit so einer Bilanz weiter auf diesem Posten sitzen? Wäre Maestro mit seinen Bezügen Manager in der Privatwirtschaft , hätte er längst seine Koffer packen müssen. Ein Glück für den Vorstand und diesen „Trainer“ ist derzeit, dass die Fans nicht ins Stadion dürfen. Die Transparente wären bestimmt mehr als eindeutig ausgefallen. Und eines noch: junge Spieler, das weiß wohl jeder, der von Fußball auch nur irgend etwas versteht, kann man nur in eine funktionierende Mannschaft integrieren. Der ständiger Ruf hier nach dem Nachwuchs ist also falsch, da wir keine funktionierende Mannschaft haben. Trummer ist ein Beispiel dafür. Keine einzige seiner Aktionen konnte er zu Ende spielen, er braucht also eindeutig noch viel Zeit. Und die kann er nicht ausschließlich in der Kampfmannschaft bekommen. Wenn wirklich der radikale Schnitt mit den Jungen unter diesem „Trainer“ erfolgen soll, finden wir uns sehr schnell in der 2. Liga wieder. Daher: der Vorstand soll endlich Geld für einen guten Trainer in die Hand nehmen. Und für einen guten Sportdirektor. Wozu muss Kreissl nun auch noch Technischer Direktor werden? Das gibt es bei keinem anderen Verein in Österreich. Schade um das Geld.

    10+
  5. Schworza99 Schworza99 sagt:

    Wäre Kreissl nur wegen Foda erfolgreich gewesen, hätten wir unter Goldbrich die CL gewinnen müssen, weil GG mit Foda seeeehr gut konnte.

    0
  6. DerWurst sagt:

    lt. Kleine betreffend Schicker

    In Bezug auf die unmittelbar nach dem 0:4 bei Rapid getätigte Äußerung („Ich weiß, woran es liegt“) möchte der Steirer vorerst nicht ins Detail gehen. „Frühestens Sonntag gibt es dazu mehr, was ich aber nicht hoffe.“

    ???

    0
  7. dawuede dawuede sagt:

    Natürlich war ein Trümmer am Sonntag nicht sonderlich stark, wie auch ein T. Koch zum Auftakt gegen Mattersburg nicht. Aber die Frage ist, waren diese Spieler schlechter als die arrivierten Stammkräfte? Mitnichten. Beispiel Spendlhofer zb. Der war mal richtig gut. Unfassbar was aus ihm geworden ist. Sakic, alle 5 Spiele mal ein gutes. Balaj ebenso. Huspek sicher ein Spieler mit einer Top Einstellung, zeigt aber auch nur selten dass er eine Verstärkung ist. Das MF Zentrum mit Ljubic und Dominguez, beide können kicken aber ich meine dass sie nicht einmal zusammen auf den Aktionsradius eines zb Jeggo kommen. Wofür holt man Leute wie Friesenbichler oder Jäger? Und und und

    5+
  8. Marchanno Diaz Rabihou sagt:

    die berichterstattung der kleinen zeitung über den sk sturm gleicht ja oft dem sportlichen inhalt eines mickey mouse hefterl… sollte aber der inhalt der heutigen ausgabe nur in bruchteilen ernsthaft von der sportlichen leitung kommen oder die einstellung/einschätzung der aktuellen sportlichen situation von seiten des herrn schicker wiederspiegeln… dann sind wir echt ein mickey mouse verein

    2+
    • Schworza99 Schworza99 sagt:

      Spoiler: Wir sind ein Mickey-Mouse Verein.
      Wir haben jetzt schon 2 Sportchefs durch Burnout verloren…
      Die Trainer sterben wie die Fliegen.
      Wenns nicht läuft wird sich immer der starke Mann gewünscht, alle Strukturen sind auch danach ausgerichtet.
      Finanziell ist man stabil, was man aber durch den Verschleiß an Trainern und durch die Stadion-Problematik ausgleicht.
      Der Kader ist irgendwas, die Spieler zeigen nach Abschluss eines langjährigen Vertrages nur mehr mittelmäßige Leistung etc…

      Ich hoffe zwar nie auf Niederlagen aber gegen RB wirds uns so wohl zerfetzen und dann rührt der Schicker hoffentlich wie angekündigt auch in der Mannschaft ordentlich um.

      0
  9. DerWurst sagt:

    Ob da rühren noch hilft – Warum hat vom Verein eigentlich noch niemand Stellung zu den in den letzten Jahren getätigten Spielerverpflichtungen, die allesamt ein Griff ins Klo waren, bezogen? Oder hab ich da was versäumt…

    3+
  10. rio sagt:

    Unser Problem begann mit der Meinung unseres Präsidenten, einen Fußballverein nach privatwirtschaftlichen Voraussetzungen führen zu können. Nackte Zahlenspielereien und Flipchartvorträge über Neustrukturierungen lassen sich nicht 1:1 in der Welt des Fußballs verwirklichen. Da sind Vernetzungen, Insiderkenntnisse, Mannschaftsgefüge und absolute Profis im Alltagsgeschäft (Fußball!) von wesentlich größerer Bedeutung, als irgendwelche 4-Augenstrukturen oder Firmengeflechte. Seit der Übernahme von Jauk werkte kein einzig international vernetzter SD, man begnügte sich mit Quereinsteigern (GG), Wr.Neustädter Ausschussware (GK) oder, eigentlich der Gipfel, sah im eigenen Co-Trainer den Messias. Jetzt wird auf einen „Zauberlehrling“ gebaut, der sein Wissen (?) rein vom gescheiterten „Meister“ übermittelt bekam. Man muss kein Pessimist oder Wahrsager sein: Der nächste verschossene Elfmeter!
    Trainerentlassungen, bevor nicht endlich der Posten des Sportdirektors mit einer tauglichen Person besetzt wird, sind für die Nüsse! Oder glaubt einer ernsthaft, dass Herr Schicker a) den Traumtrainer findet bzw. zu uns lotsen kann und b) diesem auch nur annähernd eine konkurrenzfähige Mannschaft zusammenbastelt? Nie und nimmer, vielmehr Schicker so von seinem wunderbaren Übungsleiter überzeugt ist. Wahrscheinlich auch der Einzige, von dem er eine Telefonnummer hat!

    4+
  11. Ranko Joda sagt:

    Übersetzung der Körpersprache von NEM bei der heutigen PK:

    —–Mir is alles scheißegal—-

    5+
  12. gepi20 sagt:

    Es begann 2015 sukzessive schlechter zu werden, da täuschen ein Cuptitel und ein paar gute Spiele nicht darüber hinweg.
    ad 1.) der Präsident: Ja, gesunde Finanzen sind wichtig, die Bilanz einer Bank birgt für die Investoren wichtige Kennzahlen um eine Dividende abzusichern bzw. weitere Investoren anzulocken. Allein die Marke Sturm zieht mit gesunden Zahlen keine Sponsoren an. Weit und breit ist außer PUNTIGAMER kein einziger Name auf dem Trikot mit nennenswertem Werbewert bzw. finanziellem Engagement zu erkennen. Damit Plan B (Spieler mit Potential als Aktie) aufgehen kann benötigt es einer durchgehenden Philosophie von Jugend an. Plan B? Fehlanzeige. Die wenigen Transfers mit Potential täuschen darüber hinweg, dass eigentlich die Grundbasis eines soliden Fundaments fehlt. Glücklicherweise zahlen die treuen Anhänger mit ihren Abos und einem Zuschauerschnitt von rd. 10k ordentlich in die Kasse ein, das war es aber schon. Spielraum für Transfers? NULL.
    Die Stadionfrage wabert seit 5 Jahren im Nirvana und wurde kurzfristig vor der Wahl des Präsidenten hochgekocht um dann nach der Wiederwahl schnellstmöglich schubladisiert zu werden.

    FAZIT: Präsident und Vorstand inklusive Wirtschaft erhalten von mir die Schulnote NICHT GENÜGEND

    ad 2) Trainer, GK und Philosophie: Warum ist die (wenn auch mit Einkäufen und wenigen Jungen) Mannschaft nach dem CUPTITEL komplett auseinandergebrochen? Das werden wir wohl nie erfahren. Anstatt ein neues Konzept und mit jungen Spielern einen Neuanfang zu wagen: Fehlanzeige! Weder die Jugend wurde gefördert noch ein Konzept Spieler heranzuführen. Dass wir viel Qualität im Nachwuchs haben (wurde bislang vom sportlichen Team negiert oder bestritten) zeigen etliche ausgemusterte Jungspunde bei anderen Vereinen eindrucksvoll. An dieser Stelle wurden mit wenigen Ausnahmen Spieler ohne Philosophie und Trainervorgaben ablösefrei geholt, die sich allesamt als wenig tauglich für das System (?) oder punkto Einsatzwillen gezeigt haben.

    FAZIT GK: NICHT GENÜGEND

    ad 3.) die FANS: Geduldig, aufopfernd und besten in Österreich , wohl zahlenmäßig mit / hinter Rapid. Leider übersehen Schicker , GK und der Präsident, dass die Fans auf Dauer irgendwann genug haben. Und dieser Punkt ist mit Corona auch nicht mehr zu verstecken. Damit geht wohl auch der letzte wirtschaftliche Bonus (damit meine ich nicht die Emotion) verloren, die Basis des Vereins. Wenn wirklich so viele Fans und Freunde, die ich kenne, alle ihre Drohung wahrmachen und keine Spiele mehr im Stadion sehen wollen bzw. ihre Dauerkarten zurücklegen, dann wird der Verein ein böses Erwachen im Herbst erleben.

    Ohne Europacup, Sponsoren und Fans dreht sich die Spirale gnadenlos nach unten.

    FAZIT: FÜRCHTERLICH UND BEDROHLICH

    ad 4) Trainer: Ich kann mit NEM gar nichts, aber auch überhaupt nix anfangen. Jetzt bin ich kein Taktikprofi, aber habe selbst Fußball gespielt. Fehlende Technik wurde bei uns mit gnadenlosem Tackling und Kampfgeist ausgeglichen, Tugenden, die ich von STURM immer gewohnt war und vom Verein gelebt wurde. Heute? Kälte, Abgehobenheit, keine Fannähe, wir verlieren: EGAL, wird schon wieder. Das ist offen gesagt ein Skandal. Wer bezahlt schafft an. Es haben sich die Kicker verdammt noch mal für ihr Salär reinzuhängen.
    Und wenn ich dann Schicker höre: Ich werde mir die Spiele gegen Salzburg und WAC ansehen und dann gibt es Konsequenzen. Da haben die Spieler aber Angst. Echt jetzt?

    Wo sind Herr Jauk und Günther Kreissl? Herr Tebbich? Neue Sponsoren? Haben Sie gehört wie „emotional“ Herr NEM seine Burschen für Salzburg motiviert? Achselzucken. Passiert aj nix, keine Zuseher ist keine Schande ist keine Emotion ist keine Konsequenz weil Platz 6 sicher ist.

    So, jetzt höre ich auf sonst schreibe ich meinen Frust noch die ganze Nacht runter.

    Eines noch: Ich habe bei den schwächsten Spielen immer auf einen Sieg oder Punkt gehofft. Heute bin ich so weit, dass ich mir eine zweistellige Schlachtplatte für morgen wünsche, damit NEM und der Vorstand endlich Eier und Konsequenzen zeigen, aber ja ich hab s ja vergessen: WIR HABEN JA NUR EIN KLEINES FORMTIEF 🙁

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  13. Ritter2016 sagt:

    Also so richtig „draufhauen“ mag ich auf niemanden. Rene und Herr Kreissl sind ja einseitige Feinde. Is mir persönlich egal. Der Kreissl hat das ganze schon professioneller aufgezogen als der Goldi. Und einige Transfers haben auch gut funktioniert, wohl auch in Absprache oder auf Druck von Foda. Wobei: Es war halt immer ein „wurschteln“ bis zu Tag X, also „hier und jetzt“. Das ganze wird halt schon einmal getragen von der „Einstellung“ des Vorstandes, die in Naglrischer Art alles mögliche vorschlagen und es dann e nicht umsetzen können. Geld auszugeben für „das Tor zur Stadt“, das hätte man als Grazer Bürgermeister machen können. Nicht als Sturmpräsident. Er soll sich auf seinen Haufen konzentrieren.

    Es kann langfristig nur so gehen, dass Sturm bei der U16-Akademie mit einer Spielphilosophie beginnt und sich diese bis hinauf zur Kampfmannschaft zieht. Und sowohl Trainer als auch Spieler vom Akademie-Bereich bis zur Kampfmannschaft mitgezogen werden.

    Natürlich hat das auch viele Probleme. Sturm ist nicht Salzburg. Salzburg kann sich Spieler suchen, die in ihr System passen. Sowohl im Nachwuchsbereich, als auch im Profibereich. Und da können sie schon gewaltige Summen ausgeben. Sie können sich die Spieler aussuchen, mit einem riesigen Netzwerk. Sturm kann das nicht. Es ist kaum möglich, einen ablösefreien Spieler zu finden, der in ein vorgegebenes System passt. Man wird es sich nicht leisten können, einen jungen Spieler aus der Akademie zu schicken, weil er nicht ins System passt…. Mit diesen Problemen konfrontiert muss man eigentlich sagen, dass Kreissl schon auch viele gute Dinge gemacht hat in den letzten Jahren. Er muss mit dem arbeiten, was am Markt ist. Die Ausbeute ist da nicht immer gut …

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