Enttäuschend

Den Coach zu feuern, der in vierzehn Runden lediglich einen Sieg verbuchen konnte, erscheint im Fußball recht gewöhnlich. Das Wort Krise war am Ufer der Mur bestenfalls noch ein Hilfsausdruck. Denn ein Blick auf die aktuelle Tabelle genügt, um jedwede Diskussion über die sportliche Performance obsolet erscheinen zu lassen. Gerade in Graz sind Trainerdiskussionen allerdings immer, gelinde gesagt, speziell. So auch nun: Statt eines kollektiven Aufatmens nach dem Abgang jenes Herren, der sich zum Teil schon sehr heftiger Kritik und mangelnder Rückendeckung nicht nur seitens großer Teile des Anhangs ausgesetzt sah, hagelt es plötzlich von überall Unverständnis ob dessen Entlassung. Selbst die seit Ivica Osim vermutlich am wenigsten umstrittene Personalie in Schwarz-Weiß, Günter Kreissl, bekommt jetzt massig Gegenwind. Es war dies eine Entscheidung, dessen Wahrscheinlichkeit, noch nach hinten loszugehen, durchaus Grund zur Sorge bereitet. Der SK Sturm schlägt also ein weiteres, kurioses und vor allem hausgemachtes Kapitel auf, in dem man sich rund um den Trainerstuhl einmal mehr selbst das Leben schwer macht.

In Graz herrschte auf jenem ominösen Stuhl mit kurzen Abstrichen über ein Jahrzehnt Kontinuität. Das hat mal gut und mal weniger gut funktioniert. Der schwarz-weiße Anhang ist häufigere Trainerwechsel als Folge aber einfach nicht gewöhnt. Lieber ist Altbewährtes. Hinzu kommt, dass die wenigen Rotationen, die es dort doch gab, durchwegs – sehr gnädig formuliert – unglücklich verliefen. Eine Grundskepsis gegenüber neuen Spielleitern, vor allem, wenn diese nicht den leidigen Stallgeruch mitbringen, ist in Graz daher vermutlich deutlich größer als anderswo. All das gibt Diskussionen rund um den Coach stets zusätzliche Brisanz. Eine solche zu führen, ohne dabei mindestens 34 Mal den gegenwärtigen Teamchef zu erwähnen, ist sowieso nicht möglich. Und läuft es dann mal nicht, liegen die Nerven schnell blank und dann war früher eben einfach alles besser, was natürlich nicht stimmt. Es überrascht daher kaum, dass Heiko Vogel nach Fehlschlägen sehr rasch unverhältnismäßig in der Kritik stand. Eine halbwegs objektive, sachliche und sinnvolle Analyse des kurzen Engagements des Deutschen fällt aber tatsächlich nach wie vor schwer. Heiko Vogel versuchte im Laufe dieser Saison viel, sehr viel. Vermutlich versuchte er zu viel. Vor allem zu Beginn dieser Spielzeit waren es wohl aber eher grausame Formtiefs von Schlüsselspielern oder solchen, die es hätten werden sollen, die jedes Bestreben konterkarierten. Ob andere taktische Ausrichtungen oder das sture Beharren auf einer solchen, wie man das in Graz eigentlich gewohnt war, bessere Ergebnisse gebracht hätten, weiß man nicht. Zwei Dinge lassen sich aber nicht von der Hand weisen: Zum einen hat Sturm einfach viel zu wenige Punkte am Konto. Zum anderen zeigten die Blackys vor allem zuletzt aber immer wieder gute Leistungen. Ein Fortschritt, der von einem Trainer naturgemäß verlangt wird, war in keiner Weise abzustreiten. Kaum etwas deutete jüngst darauf hin, dass Heiko Vogel nicht doch noch die Wende gelingt. Es schien dies nur eine Frage der Zeit zu sein.

(c) Wikimedia Commons/Steindy

Inmitten dieser Phase setzt man nach einem noch dazu unfassbaren Spiel dann aber den Coach vor die Tür. Der Zeitpunkt überrascht und wirft so manch Frage auf. Die Entlassung wirkt darüber hinaus insgesamt erzwungen, wie ein Schnellschuss und einfach nicht ganz stimmig, ist man im Nachhinein außerdem voll des Lobes und der Wertschätzung, während man zudem nicht müde wird, den klaren Aufwärtstrend und die zuletzt schwer zu fassende Pechsträhne hervorzuheben. Es passt dies alles insbesondere nicht zum Geschäftsführer Sport, der sich bis dato stets dadurch auszeichnete, überlegt, besonnen und mit dem Auge für das große Ganze zu agieren. Denn einen Trainer zu feuern, weil die Leistungen vor Monaten so gar nicht passten, jetzt aber eh, ergibt so gar keinen Sinn. Es wird freilich auch andere Gründe geben, die man dann aber auch tunlichst kommunizieren sollte, will man glaubwürdig bleiben. Ein großer Pool an gesichtswahrenden Floskeln stünde dafür ohnehin zur Verfügung.

Günter Kreissl hat endlich die so lang ersehnte Professionalität innerhalb der sportlichen Führung etabliert und sich in kurzer Zeit in Graz ein Denkmal erbaut, Liebesbekundungen der Nord inklusive. Zudem genießt der Wiener trotz einer weniger zufriedenstellenden Transferperiode noch immer viel Vertrauen. Will er beides nicht demolieren, so muss Vogels Nachfolger höchstwahrscheinlich bereits funktionieren. Denn der Druck bei den Blackys wird jetzt wohl nicht geringer. Lediglich die dabei im Mittelpunkt stehenden Akteure werden andere sein. Und auf dem Spiel steht in nächster Zeit vermutlich sogar noch mehr. Denn einen Trainer auszutauschen, ist noch eine der einfacheren Aufgaben. Ist „In Kreissl We Trust“ aber einmal Geschichte, hat der Verein das weitaus größere Problem. Denkbar ist dieses Szenario allerdings. Wie in der Causa Vogel nun verfahren wurde, ist nämlich erstmals in der Ära Kreissl enttäuschend.

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32 Kommentare

  1. ciro1909 sagt:

    Stimme zu 100% mit diesem Artikel überein!

    Ich war mir in den letzten Wochen ganz sicher, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis endlich die Wende gelingt und hatte trotz Platz 8 momentan kaum Zweifel dass wir im oberen Playoff spielen. Die Mannschaft wirkte lebendig und intakt und man konnte klar erkennen dass HV die Spieler noch zu 100% erreicht.

    Die von Kreissl und Jauk erhoffte Reaktion geht nun nach hinten los, und anstatt Ruhe zu bewahren und den Grunddurchgang konzentriert zu Ende zu spielen und ich bin mir sicher dass der Knoten unmittelbar vorm Platzen war, ist jetzt Feuer am Dach und gewaltig viel Unruhe wird jetzt in den nächsten Tagen und Wochen auf den Verein zukommen.

    Bin auch gespannt auf die Reaktion der Spieler, ich kann mir vorstellen dass die durchaus enttäuscht von GK sind da sie sich ja ziemlich deutlich für einen Verbleib von HV ausgesprochen haben.

    5+
    • Grazer Fussballwunder sagt:

      Hast du schon mal gesehen, dass Spieler sich nicht für einen Trainer ausgesprochen haben, bevor dieser entlassen wurde? Wäre auch etwas dämlich vom Spieler, sollte der Trainer dann doch beim Verein bleiben.

      Bzgl. der Reaktion der Spieler auf den Trainerwechsel muss ich sagen, dass ich keine, zumindest keine intregante Reaktion erwarte, denn um mit schlechten Leistungen zu zeigen, dass der alte Trainer eh der richtige gewesen wäre, wäre auch etwas unklug, was sie ja nicht sind, womit wir wieder beim ersten Punkt wären.

      2+
  2. graza7 sagt:

    Das die Wende eine Frage der Zeit ist hoffte ich leider schon zu lange. Fakt ist, dass HV eine intakte Mannschaft übernommen hat und die Saison (bis auf seine Experimente in den ersten drei Runden) erfolgreich beendet hat.

     

    Seit Beginn der Kreissl Ära wurden jede Saison – aufgrund diverser Abgänge – Spieler mit Potential geholt, die billig in der Ablöse bzw. „frei“ waren.

     

    Foda hat es jede Saison geschafft – mehr oder weniger zur Freude der Fans – aus diesen Spielern eine Mannschaft zu formen und die Spieler zu stärken.

     

    Was ist diese Saison?

    Vor der Saison, als ich den Kader gesehen habe, bin ich eine Wette eingegangen, dass Sturm Zweiter wird.

    Wenn kein Neuzugang (ausgenommen Kiteishvili der mir sehr gut gefällt) annähern sein Potential abrufen kann, was oder wer ist daran Schuld?

     

    Niemand befindet sich in der Form der letzten Saison

    Die halbe Herbstrunde wird mit 5 Mann verteidigt obwohl man jede Runde ein Tor nach dem anderen kassiert

    Was war die Taktik der Mannschaft? Das kämpferische, schnelle Umschalten – alles vergessen?

    Oder wurde eine andere Taktik vorgegeben?

    Vielleicht kann sie mir jemand erklären? Leider habe ich lediglich 30-40 Meter hohe Bälle nach vorne – auf völlig überforderte Solo Spitzen – als taktische Vorgabe wahrgenommen..

     

    Diese von vielen als „Säulen des Erfolges“ bezeichneten Abgänge kann ich leider nicht nachvollziehen…letzte Saison war die MANNSCHAFT eine MANNSCHAFT welche GEMEINSAM gekämpft hat.

     

    Das der Zeitpunkt in Frage gestellt wird ist auch meiner Meinung nach berechtigt – es hätte aber schon früher etwas passieren müssen. Ganz ehrlich – Zeit brauchen um ein Team zu formen ist logisch, mit diesem Kader im unteren Playoff – in dieser Liga mit der derzeitigen Verfassung der „großen“ – zu spielen, ist jedoch einfach nicht tragbar.

     

    Die Neuzugänge haben viel versprochen, die Leistung jedoch noch nicht abgerufen..deswegen ist für mich unverständlich wieso Kreissl diesbezüglich angekreidet wird?! Das die Spieler ihr Potential schon bewiesen haben in den letzten Saisonen sollte eigentlich jeder Fußballinteressierte mitbekommen haben…

     

     

    3+
    • jackfrost99 sagt:

      Ich stimme graza7  in jedem Punkt zu. Mehr noch: die Entscheidung, den Trainer dienstfrei zu stellen, ist völlig richtig und nachvollziehbar. 1 Sieg in 14 Pflichtspielen, 4 Niederlagen international, dabei 7:0 gegen einen Gegner wie Larnaka, Cup-Aus in Runde 2, (fast) jedes Spiel zumindest ein Gegentor, Spieler, die das Fußballspielen plötzlich verlernt haben und eine Mannschaft, in der zuletzt von allen Neuzugängen nur ein einziger in der Startaufstellung war, sprechen eine eindeutige Sprache. Bei keinem Fußball-Club der Welt, nicht einmal bei Mattersburg oder Guntramsdorf, überlebt das der Trainer. Hätte Vogel schon in seinen ersten beiden Bewerbsspielen Anfang des Jahres auf das Foda-System vertraut, wie er es dann in weiterer Folge der Saison – auch beim Cup-Sieg – getan hat, wäre für uns (zu dem damaligen Zeitpunkt war Sturm Tabellenführer und Winterkönig) sogar der Meistertitel greifbar gewesen. Hätte Vogel nicht im Sommer, als das Scheitern dieses Systems für jeden bei der WM bereits zu sehen war, auf Ballbesitz-Fußball umgestellt (aus welchem Grund???), wären wir mit Sicherheit weit besser in die Saison gestartet. Und dann möge man sich bitte vorstellen, was der Sturm-Anhang zu all den letzten Spielen gesagt hätte, wäre der so viel geschmähte Franco Foda an der Outline gestanden und für diese miserablen Auftritte verantwortlich gewesen. Günther Kreissl hat, was den Trainerwechsel betrifft – ERSTMALS – zu spät reagiert, okay. Er hat (in Abstimmung mit dem Trainer!) – ERSTMALS – vielleicht die falschen Spieler verpflichtet, okay. Aber er ist mit Sicherheit der richtige Mann, um Sturm aus dieser Situation wieder herauszuführen. Was er jetzt – ERSTMALS – braucht, ist die Unterstützung von uns Fans und nicht die an den Haaren herbeigezogene Verbreitung von provinziellen Halbfußballweisheiten. 

      7+
    • 1909 sagt:

      @graza7: Dir ist aber schon klar, dass die Mannschaft in dieser Saison eine komplett andere ist als noch in der Saison davor? Und magst du mir bitte die vielen tollen Saisonen von FF aufzählen? Er war ja sehr lange hier, ich kann mich nur an eine gute Spielzeit erinnern. Was genau hat er also „jede Saison geschafft“, das so außergewöhnlich wäre?

      2+
    • graza7 sagt:

      und genau das sollte doch einen Trainer ausmachen?

       

      War Vogel ein guter Trainer weil er eine funktionierende Mannschaft übernommen hat und – nachdem er gemerkt hat das sein System nicht funktioniert – auch das System übernommen hat und eine Saison „fertig laufen“ hat lassen?

       

      Oder ist Vogel ein guter Trainer wenn er SELBST aus Spielern eine MANNSCHAFT formen kann und ein passendes System findet?

       

      Die Saisonen davor waren auf jeden Fall um einiges erfolgreicher als der bisherige Start 😉

       

       

       

      2+
    • 1909 sagt:

      @graza7: Ok, meine Fragen magst du nicht beantworten. Verständlich, ist es ja auch gar nicht möglich. Dass die bisherige Saison eine Katastrophe ist, darüber gibt’s eh keine zwei Meinungen. Aber das alles dem Trainer umzuhängen, da macht man es sich doch viel zu leicht.

      0
    • Schworza99 Schworza99 sagt:

      Foda hat funktioniert weil er unkündbar war und seine Spezies im Verein und der Presse hat.

      Vogel lässt Hierländer LV spielen: VOGEL RAUS!

      Foda lässt Ehrenreich gegen Kasan ran: Naja Kasan ist schon gut…

      Wer dem Foda nachtrauert, soll gscheiter das Nationalteam schauen und unsere tapferen Burschen zusehen wie sie gegen die Mächte Bosnien und Nordirland solala spielen…

       

      1+
    • graza7 sagt:

      @1909 natürlich, mach ich doch gern.. ich mag die Diskussion so lange sie mit Niveau stattfindet, dachte jedoch das mein erstes Posting, deine Fragen mehr oder weniger beantwortet..

       

      zur Mannschaft:

      es wurden einige Spieler – „Säulen“ – abgegeben.. jeder Spieler für sich ist jedoch meiner Meinung nach ersetzbar gewesen..was man nicht ersetzen konnte, war der GEMEINSAME Wille EINER MANNSCHAFT..

      Wer geht dir heuer ab?

      Alar auf der Bank? dafür das du ihn 4 Jahre zahlen müsstest?

      er hatte ein tolles Jahr, viele Tore, die ihm jedoch nur aufgrund der Mannschaftsleistung und Taktik möglich waren, da er so zu genügend Raum kam..

      Bright Edomwonyi? sry für seine Aussage alleine kann er mir nicht abgehen

      Jeggo, Potzmann nicht ersetzbar?

       

      Ich war weder Foda/Vogel Fan. ich betrachte sachlich das Spielgeschehen welches ich sehe. und mir fehlte unter Vogel leider eine taktische Spielausrichtung, außer Maresic – Spendelhofer, drei mal hin her, weiter Pass bis 20 – 25 Meter vors Tor.

       

      Man muss als Trainer auch mal auf stärken/schwächen eingehen..ich weiß nicht wie lange wir noch mit 1 Stürmer gegen „schwächere“ Gegner antreten wollen, wenn in jedem Spiel zu sehen ist, dass ein Stürmer alleine keinen Ball sieht…

      meiner Meinung nach hat dieser Kader nach wie vor die Stärke zumindest in den Top 3 der Liga zu stehen.

      Das diese Spieler die Leistung nicht abrufen ist die eine Sache – stur mein Ding als Trainer weiter durchzuziehen die andere..

      2+
  3. Luca1111 sagt:

    Man sieht an den Kommentaren wie gespalten das Lager ist. Kreissl hat darauf auch hingewiesen. Es gab gute Gründe dafür Vogel zu entlassen und es gab auch gute Gründe dafür ihn zu behalten. Eine Entscheidung musste her. Sie ist nun mal so ausgefallen. Ich bin selbst hin und hergerissen und weiß nicht was ich gemacht hätte.wir wissen nicht was intern gelaufen ist und die Spieler sollen ganz schnell ganz ruhig sein. Denn sie haben den größten Anteil an dieser Misere vor allem mit lustlosen Trauerspielen am Anfang der Saison.immer noch die größte Frechheit wenn ich nur daran denke ärgere ich mich grün und blau. Es muss jetzt halt das Beste daraus gemacht werden. Ich schätze Kreissl nach wie vor aber er ist auf jeden Fall dazu verdammt dass dieses ganze  Theater jetzt schnell Früchte trägt. So ist Fussball Dankbarkeit gibt es auch für einen Sportdirektor nicht. Wer zu oft ins Klo greift wird ebenso Konsequenzen fürchten müssen. Und in dieser Saison gibt Kreissl wahrlich kein gutes Bild ab.

    2+
  4. Ranko Joda sagt:

    Ich gehöre zum Lager „richtige Entscheidung“. Wenn die Ergebnisse nicht passen, dann muss man Konsequenzen ziehen und das ist nicht nur im Fußball so. Erstverantwortlich ist nunmal der Trainer. Vogel bleibt mir bestimmt positiv in Erinnerung, er hatte zumindest kurzfristig Erfolge und er konnte polarisieren. Nicht abstreiten kann man seinen Einsatz und sein Kämpferherz. Ich persönlich fand ihn auch sympathisch und es gibt viele weitere Gründe, die dem Abgang einen traurigen Beigeschmack geben. Das ist auch der Grund, warum wir alle hin und her gerissen sieht. Das alles spricht für den Charakter von Vogel. Aber Fakt ist, dass die   Resultate nicht stimmen und da hat er nunmal die Verantwortung dafür, auch wenn ohne Zweifel auch andere Faktoren mitgespielt haben . Selbst wenn die letzten Spiele für viele gut waren – für mich lediglich gute Ansätze, aber nichts herausragendes und weiterhin unnötige Fehler – so waren genügend spiele dabei, die schlichtweg ein Skandal waren. Und da stimme ich auch Graza und co zu: Ein funktionierendes System mit einer entsprechenden Taktik war nicht erkennbar. Zu oft, gefühlt bei jedem Angriff, gab es diese weiten Verzweiflungspässe und ein Loch zwischen Mittelfeld und Sturm, dass nicht einmal eine Verkürzung des Spielfelds auf die Hälfte geholfen hätte. Das alles liegt jedenfalls in der Hand eines Trainers, auch entsprechende Reaktionen zu setzen, wenn Spieler nicht wollen. Daran ändern die letzen Spiele nichts, die punktemäßig Enttäuschend waren, womit die Trennung im gesamten gerechtfertigt ist.

    6+
  5. Schon an den ersten beiden Spielen unter Heiko Vogel’s Regentschaft konnte man deutlich sehen, daß die Spieler viel zu viel nachdenken. Wo lauf ich hin, wem passe ich, wir müssen in Ballbesitz bleiben. Also ca. 30 Rückpässe zum Torhüter. Somit blieb das Spiel an sich völlig auf der Strecke. Mit solch taktischen Vorgaben nimmst du den Spielern ihre eigenen Intuitionen. Wer auch immer der neue Trainer sein wird. Das Wichtigste wird sein, den Spielern auch Ballverluste zu erlauben. Nur so werden sie vieles versuchen, für den Gegner dadurch nicht berechenbar sein. Dazu Spieler auf den Positionen aufstellen, wo sie am stärksten sind. Und nicht Kreative in die Abwehr stellen und gelernte Verteidiger auf die Bank setzen oder gar aus dem Kader streichen (nur ein Beispiel). Dann kann man sicher mehr aus dem Kader rausholen. Dazu Stürmer stürmen lassen (wenigstens 2). Und mit den ersten Erfolgserlebnissen steigt sofort die Spielfreude und das Selbstvertrauen.

    Ich weiß, klingt sehr einfach und vor allem sehr obergescheit. Ich bin kein Trainer, sehe aber nun schon seit über 30 Jahren Sturm Woche für Woche auf die Beine. In so einem Zeitraum kann man doch einiges beobachten.

    Uns Sturm – Fans wünsche ich eine freudige Zukunft mit manchmal überragenden Spielen und daraus resultierenden Glücksgefühlen und hoffentlich seltener werdenden Auftritten mit Fußball- Schmalkost.

    8+
  6. Schworza99 Schworza99 sagt:

    Mählich oder Feldhofer?

    Alter Schwede warum ned gleich an Haas…

    Sollte ned Erfahrung in der ersten Liga (BUNDESLIGA) Voraussetzung sein? Würde behaupten heute Lafnitz morgen Cupsieger und Vizemeister ist ein großer Schritt…

    Bitte bitte….lasst das Kreissl Nebelgranaten sein. Weil wenn ich Standfest, Neukirchner, Feldhofer sehen will, gehi ins Wirtshaus.

    1+
    • GazzaII sagt:

      Hoffentlich hat das Wirtshaus kein WLAN dass wär echt eine Wohltat für diesen Blog!

      3+
    • Schworza99 Schworza99 sagt:

      @Gazall

      Also den Vogel stanzen weil Top 6 gefährdet sind und dann (vermeintlich, nehme alles zurück wenns Mister X wird) jemanden mit 0 Erfahrung holen…

      Wenn man sowas nicht kritisieren darf was dann? Was qualifiziert die beiden außer ihrer Vergangenheit für den Job? Fällt halt auf, die Externen die hier im Gespräch sind sind allesamt Fantasie Kanidaten (Stöger, Hasenhüttl…ja sicher vom BVB zu Sturm, wer kennts nicht). Ein Externer muss Deutsche Bundesliga Erfahrung haben, die Internen müssen nichtmal in der unsrigen 1. Liga tätig gewesen sein…

      No offence aber der Lask zieht davon, WAC und St. Pölten halten sich stabil, selbst Hartberg hat das Aufsteiger Glück. Wien wird durchs Geld auch wieder vorne dabei sein langfristig gesehen. Da kannst nicht jemanden mit 0 Erfahrung holen für einen mittelmäßigen Kader und dann erwarten: Jetzt bomb ma alles weg.

      Aber wenn dir ein Ilzer absagt weißt eh schon was los is. Kein Geld, kein guter Kader und vorallem keine stabile Führung.

      3+
    • GazzaII sagt:

      Nein nicht falsch verstehen, das wäre für mich das Positive falls ein Mählich oder ein Feldhofer Trainer werden würden.

      Von deinen letzten gefühlt 10000000 Postings die ich gelesen habe ist das nämlich mal eines der wenigen wo ich deiner Meinung bin;-)

      Generell bin ich bei den Name die durch die Gerüchteküche schwirren, von Mischa mal abgesehen, nämlich gegen Stallgeruch!

      Ich hab mein (persönliches) Anforderungsprofil und meinen persönlichen Favoriten (der meiner Erfahrung nach, mein Anforderungsprofil sehr gut erfüllt) schon an anderer Stelle geposted und weder ist da Stallgeruch drin, noch kommt mein Favorit aus Österreich oder Deutschland!

      1+
  7. RAM6I sagt:

    Am besten wir lassen echt gleich alle von der ehemaligen Championsleague Zeit mal Trainer sein, jeder für ein paar Wochen!

     

    ALTER SCHWEDE HAT UNSER VORSTAND; SPORTDIREKTOR NICHTS BESSERES ALS EINEN STALLGERUCH TYPEN!

    SCHEISS AUF MÄHLICH; FELDHOFER; HAAS etc…(sry aber es reicht mir endlich mit diesem Stallgeruch Mist)

    Da können gleich Neukirchner und Standfest weitermachen….oder man hätte eine Vogel behalten können!

     

    Echt a Witz sollte es wirklich einer von den Zweien oder Dreien werden!

    5+
  8. Luca1111 sagt:

    Ich fasse diese Namen die hier genannt werden eigentlich auch nur mehr als Witz auf. Sollte wirklich Vogel entlassen werden und durch irgendwelche 1.Liga Trainer mit Stallgeruch ersetzt werden dann kann Kreissl gleich sein Köfferchen packen. Ich denke aber dass wird nicht geschehen oder besser gesagt ich hoffe es. Dann kann man wirklich mit Neukirchner und Standfest weitermachen denn wo ist der Unterschied zu Mählich und Feldhofer? Kriegen wir jetzt dann alle ehemaligen Spieler als Angestellte oder was? Bald kommt noch Korsos, Reinmayr oder Minavand in Frage. Ich fürchte mich schon fast vor jedem neuen Namen der genannt wird.

    2+
  9. rio sagt:

    Schon beeindruckend, nach welchen Kriterien Trainer gewünscht bzw. verteufelt werden. Für mich ist jedenfalls jeder neue Trainer eine Wundertüte. Ganz einfach deshalb, weil vorab keiner definitiv sagen kann, wie Trainer, Mannschaft und Verein zusammenpassen. Wer einem Ilzer oder Barisic Vertrauen entgegen bringt, müsste es auch bei Mählich oder Feldhofer. Weil keiner, und wirklich keiner vorab beurteilen wird können, ob da jetzt ein „star is born“ oder „loser“ an Land gezogen wurde. Selbst bei einem Pep Guardiola würde ich mich nicht zu wetten trauen, weil mit unserem Spielermaterial seine Vorstellungen vom Fußball nicht umsetzbar wären.

    Also abwarten und erst nach einer gewissen Zeit beurteilen, alles scheint möglich!

    1+
    • Luca1111 sagt:

      Wundertüte hin oder her. Garantie gibt’s natürlich bei keinem. Aber Bundesliga Erfahrung sollte ein Trainer von Sturm Graz halt doch haben. Meine Meinung.

      3+
    • Schworza99 Schworza99 sagt:

      Ja sicher muss man dem Neuen das Beste wünschen nur kann ich halt ned sagen ich feuere den Trainer wegen der Ergebnisse und hol dann jemanden komplett ohne Erfahrung und hoffe es wird schon gut gehen.

      Der neue hat 0 Zeit zum Eingewöhnen und muss sofort liefern. Wenn wirs obere Playoff ned erreichen musst wennst konsequent bist den neuen auch gleich wieder stanzen, sonst führst deine eigene „Ergebnisse müssen passen“ Argumentation ad absurdum. Evtl. kann man dann noch aufs untere Playoff setzen, aber neue Spieler brauchen auch wieder Zeit bzw. Neuer Trainer #2 auch…

      Es ist einfach ein Teufelskreis der nicht notwendig war.

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    • GazzaII sagt:

      Stimmt den Teufelskreis hätte man sich erspart hätte man nach Foda gleich einen passenden Trainer geholt oder vielleicht auch wenn man rechtzeitig, für mich nach dem Larnaka Debakel, die Notbremse gezogen hätte!

       

      1+
    • Schworza99 Schworza99 sagt:

      Hyballa, Milanic, Vogel, Shopp…also die sind alle mehr oder weniger schief gegangen. Kein Trainer wird die Stellung von Foda in Verein und Umfeld nachahmen können…des geht einfach ned, sonst hätts der Vogel mit dem Cupsieg am ehesten geschafft. Die internen beschädigen nur ihren Ruf und die externen werden sowieso zum Einstand zerrissen.

      0
  10. Sturmmani sagt:

    Mich wundert ja, dass noch niemand den Ivo genannt hat. 😀

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    • Luca1111 sagt:

      Als 2. Co Trainer hinterm ferdl wird er schon noch kommen. Es soll ja ein ganzes trainer Team installiert werden da haben schon noch ein paar ehemalige Platz.

      1+
  11. ds1909 sagt:

    Zur PK nur ein Wort: Eigentor.

     

    Ich habs gestern schon gesagt: KEINER dieser Kandidaten würde für mich in Frage kommen, abgesehen Hasenhüttl – ist aber utopisch. Nicht mal Mischa in der jetzigen Situation.

    Aber jetzt geistert sogar der Födhofer Ferdl im Kandidatenkreis herum…

    Warum ist dann noch nicht Miro Klose im engen Kreis? Immerhin Tabellenführer mit Bayerns U17. *Sarkasmus off*. Wobei: Der letzte ehemalige Bayern Jugendtrainer hat uns immerhin Cupsieg und Vizemeister gebracht.

    Sind wir echt so arg am Sand, dass GK solche Trainer in Erwägung ziehen muss?  Deutschsprachig finde ich ja durchaus sinnvoll und ok, aber dann wenigstens einer der mit mindestens HV und FF auf einer Stufe zu stellen ist und kein Amateurtrainer.  Ich bin kein Verfechter von Stallgeruch, aber „Rot“ darf er nicht sein und „grün“ soll er nicht im Herzen haben.

     

    0
  12. GoogleUser2 sagt:

    Ich wüsste Einen der deutsch spricht, ordentlich Erfahrung hat, in seinem Trainerleben schon genug verdient hat und es deswegen eventuell auch zum Dumpingpreis machen könnte. Auch weiß man, das er schon oft in Österreich seine Schiurlaube verbracht hat. Fragen könnte man ihn ja mal. Das würde nix kosten, außer Überwindung. Die Sensationsschlagzeile hieße dann:

    Willkommen in Graz, Arsene!

    Aber wahrscheinlich holt Günther einen aus dem Karusell. Baumeister, Djuricin, Baumgartner und Lederer sind auch arbeitslos…

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  13. gepi20 sagt:

    Träumer! Abgesehen dass Du das hoffentlich nicht ernst gemeint hast 🙂 und Wenger bei Milan im Gespräch ist könnte auch dieser Trainer unsere aktuelle Mannschaft nicht zu Meisterehren führen. Da bräuchten wir wohl gleich ein paar Arsenal Kicker dazu……….. Sarkasmus off!

    1+
  14. Grazer Fussballwunder sagt:

    Kann mir jemand erklären warum in diesem Forum so oft der Name Lederer fällt? Der hat keinerlei Erfolge (der hat, übertrieben formuliert, beinahe soviele BL-Siege wie andere Trainer Titel gewonnen) und ist, meiner bescheidenen Meinung nach, unsympathisch noch dazu.

    Und bitte den Namen Lederer nicht mit der Nennung anderer Namen zu begründen, die auch (vielleicht unverständlicher Weise) gehandelt werden.

    Ich möchte einfach nur wissen warum speziell Lederer überhaupt nur eine Zehntel Sekunde eine Überlegung wert ist? Hat der irgendwelche Qualitäten, die mir völlig verborgen geblieben sind.

    0
  15. Sturmmani sagt:

    Den Lederer brauch ich auch so dringend, wie einen Kropf.

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