ENDLICH: Sturm gewinnt im Happel-Stadion

Spielbericht: FK Austria Wien vs. SK Sturm Graz

Man mochte kaum glauben, dass am Sonntag im Ernst-Happel-Stadion tatsächlich ein Bundesligaspiel stattfinden würde, als man kurz vor Anpfiff des Spitzenspiels der Runde, FK Austria Wien gegen den SK Sturm Graz, die licht besetzten Tribünen in Österreichs größtem Stadion sah. Gut, bei über 45.000 Sitzplätzen verliert sich eine für die österreichische Bundesliga durchschnittliche Anzahl an ZuseherInnen von 6172 sehr schnell. Dennoch darf man sich für eine Begegnung zwischen dem Dritt- und dem Zweitplatzierten der jüngst vergangenen Spielzeit doch mehr erwarten.

Flotter Beginn

Der SK Sturm musste mit einer langen Verletztenliste anreisen: Marc Schmerböck, Christian Schoissengeyr, James Jeggo, Philipp Zulechner, Lukas Spendlhofer, Christian Schulz und Charalampos Lykogiannis (auf der Ersatzbank) waren allesamt nicht einsatzbereit. Dafür war die Ersatzbank, abgesehen von Christian Gratzei, außergewöhnlich jung besetzt. In die Innenverteidigung rückte Patrick Puchegger vor, der sein Bundesliga-Debüt geben durfte. Trotz der vielen Ausfälle ließ Sturm schnell erkennen, dass drei Punkte das Ziel waren. Schon in der 2. Minute kam Philipp Huspek aus aussichtsreicher Position zum Abschluss, nur wenig später verfehlte Thorsten Röcher den Kasten nur knapp. Die Gastgeber reagierten: Raphael Holzhauser sorgte mit einem gewagten Versuch aus sehr großer Distanz für ein Raunen der…naja…Menge. Der Blondschopf ertappte nämlich Jörg Siebenhandl dabei, wie er um einiges zu weit von seinem Tor weggelaufen war und entschied sich für einen Schuss aus der eigenen Hälfte. Der Grazer Keeper war allerdings schnell genug wieder gestellt und konnte den sehr präzisen Versuch zur Ecke klären. Wenig später versuchte David De Paula sein Glück aus kürzester Distanz, fand in Siebenhandl jedoch seinen Meister. Es entwickelte sich eine äußerst unterhaltsame und abwechslungsreiche Partie. Die Uhr zeigte die 15. Minute an, als Philipp Huspek schließlich einen idealen langen Ball hinter den violetten Defensivreihen herunternehmen und auf das gegnerische Tor zulaufen konnte, alleine hätte er Osman Hadzikic prüfen können, doch der Linienrichter hob zu Unrecht seine Fahne, Abseits. Ärgerlich! Die nächste Chance gehörte wieder der Austria: Erneut ist es Holzhauser, der mit einem guten hohen Ball, diesmal ruhend, für Gefahr sorgen konnte. Einen Freistoß brachte er perfekt für Heiko Westermann in den Grazer Strafraum, doch auch dieser konnte Siebenhandl nicht in Verlegenheit bringen. Nach 20 Minuten büßte diese anfangs aufregende Begegnung etwas an Tempo ein, beide Teams konnten die Räume eng machen und den Gegner so gut in Schach halten. Dann aber fasste sich Thorsten Röcher in der 33. Minute ein Herz, überspielte De Paula gekonnt per „Gurkerl“ und legte perfekt für Philipp Huspek auf, der zielsicher zum durchaus verdienten 1:0 vollstreckte.

© Martin Hirtenfellner Fotografie

Sturm legt drauf

Die Austria reagierte schnell: Kevin Friesenbichler heizte den Ball nämlich unmittelbar nach Ankick in das Außennetz des Grazer Tores – da fehlte nicht viel! In der 39. Minute rettete Röcher den Ball auf der Linie, Felipe Pires hatte ihn per Kopf dorthin bugsiert. Sturm ließ sich aber nicht lange bedrängen, denn Peter Zulj prüfte wenig später Osman Hadzikic aus gut 16 Metern.  Für einen Höhepunkt der unrühmlicheren Art sorgte Fabian Koch, der vor der Partie wohl das eine oder andere Stoßgebet gen Himmel geschickt hatte: Sein rüdes Foul an Pires in der 42. Minute hätte ihm gut und gerne auch glatt Rot einbringen können. Schiedsrichter Hameter zeigte jedoch nur Gelb. So konnten die Grazer nicht nur mit der Führung in die Pause gehen, sondern auch vollzählig. Nach Seitenwechsel wurde die Austria gleich einmal richtig gefährlich: Siebenhandl bringt einen Eckball nicht richtig weg und Alexander Grünwald kann so auf das fast leere Tor abziehen. Fast deswegen, weil die Grazer Verteidiger den Versuch noch entscheidend abblocken konnte. Die Austria kam deutlich frischer aus der Kabine als die Grazer und erarbeitete sich in den ersten Minuten der zweiten Halbzeit ein deutliches spielerisches Übergewicht. In der 55. Minute brachte Grünwald eine Holzhauser Ecke per Kopf sehr gut auf das Tor, lediglich Stefan Hierländer konnte den in der Luft liegenden Ausgleichstreffer auf der Linie noch verhindern. Im Gegenzug machten es die Grazer auf der anderen Seite des Spielfeldes erheblich besser: Huspek stieß schnell nach vorne vor, spielte einen optimalen Pass auf Deni Alar, der geistesgegenwärtig auf Peter Zulj durchließ, so dass dieser ohne Probleme zum 2:0 einnetzen konnte. Kleiner Schönheitsfehler: Huspek stand zuvor ganz leicht im Abseits, das der Linienrichter aber nicht anzeigte.

© Martin Hirtenfellner Fotografie

Hektik pur

Die Austria wurde danach erneut mit einer Standardsituation gefährlich, einen weiteren Holzhauser Eckball köpfelte Friesenbichler ganz knapp über das Tor. Die Austria ließ sich von dem Zwei-Tore-Rückstand nicht aus dem Konzept bringen: Grünwald konnte in der 65. Minute schnell bis an die Grundlinie im Grazer Sechzehner vorstoßen, sein Stangler verfehlte sein Ziel nur ganz knapp. In der 68. Minute befreite sich Sturm erneut: Philipp Huspek rannte alleine auf Hadzikic zu, doch sein Schuss aus großer Distanz brachte den jungen Keeper nicht in Schwierigkeiten. Sturm begnügte sich nun damit, den Vorsprung zu verwalten und auf Konter zu lauern, die Austria suchte ihr Glück in den Standards und, dabei ungleich erfolgreicher als die Grazer in ihrem Vorhaben, machten die Gastgeber den Anschlusstreffer nach einem weiteren Holzhauser-Eckball. Diesen lenkte Zulj unglücklich ins eigene Tor ab. Plötzlich war das nicht mehr anwesend geglaubte Heimpublikum doch wieder bemerkbar – 1:2, das Spiel nun wieder unnötig spannend! Aber (vorerst) nur bis zur 87. Minute. Der frisch eingewechselte Romano Schmid übertölpelte die gesamte Austria-Defensive und schob trotz Hadzikic-Foul an ihm, für das der Keeper auch Gelb sah, zum 3:1 und zu seinem ersten Bundesliga-Tor ein. Die Freude währte allerdings nicht lange. Denn eine Minute später zeigte Schiedsrichter Hameter auf den Elferpunkt, leider im Strafraum des SK Sturm. Raphael Holzhauser, eiskalt im Verwerten, verkürzte erneut: 3:2. Stefan Hierländer hatte Dominik Prokop zuvor regelwidrig gestoppt. Mehr gab es an diesem Nachmittag, abgesehen von feiernden Sturm-Spielern und Fans, dann aber (zum Glück) nicht zu sehen. Zum ersten Mal seit 17 Jahren (6.5.2000) holte der SK Sturm wieder einen Sieg im Happel-Stadion, durchaus verdient, um auch das noch anzumerken. 

© Martin Hirtenfellner Fotografie

Spieldaten

 

 

Galerie:

 

39 Kommentare

  1. Schworza99 Schworza99 sagt:

    Geiler Sieg!

    Foda legt sich jetzt in jedem Spiel mit den gegnerischen Spielern an…Jeggo would be proud 😉

    Aber ernsthaft mit dem Kampfgeist ist am Do was möglich…

    1+

  2. Nimrod sagt:

    Jungs, ein bissi mehr als 6 Zuseher dürften schon dort gewesen sein 😉

    Das Spiel selber hat mich ein paar graue Haare gekostet. Siebenhandl einerseits mit geilen Saves, andererseits ist er stilvoll an einigen Flanken vorbeigesegelt. Maresic wieder 1A, Puchegger scheint noch Zeit zu brauchen. Zulj mit Treffern für beide Teams und auch sonst recht viel schwarz und weiß. Bei einem Konter viel zu eigensinnig! Schmid hätte schon viel früher eingewechselt werden sollen. Außerdem: warum wurde trotz Belagerung unseres Tors und einer Mannschaft, die stehend k.o. war, nur 2x gewechselt?

    im Großen und Ganzen bin ich aber mit allen Blackies (auch mim Lord) schon recht zufrieden. Weiter so!

    2+

  3. another sagt:

    Zusammengefasst

    aus meiner Sicht: Die Blackies wirkten sehr Müde, wussten aber, dass von der Austria aus dem Spiel wenig Gefahr droht. Die halbhohen Pässe von Holzhauser kann man natürlich so relativ leicht verteidigen. Nach vorne hin war das Spiel von Sturm schnell und zielgerichtet, hätte wohl auch 1-2 Situationen gegeben die nicht Abseits waren.  Dann bringt man eine Austria mit einem Eigentor zurück, spielt die Konter nicht gut aus (bis auf einen) und man merkt das die Mannschaft körperlich schon sehr zu kämpfen hatte mit der Hitze und dem Spiel gegen Fener. Dennoch – trotz Verletzungssorgen und extrem junger Mannschaft ein schöner Sieg für uns.

     

    Zu Deni Alar: Naja er wollte hier und da Pressing betreiben, hatte aber einfach niemanden vorne, mit dem er das ausüben konnte. Wirkte daher immer sehr verloren und das er nicht gerade unter die Kategorie Sprinter fällt wissen wir auch alle. Denke ebenso, wie wohl viele andere, dass man entweder Romano bringen hätte sollen für die 2.e Hälfte oder Huspek in die Mitte ziehen hätte sollen.

     

    Btw: Warum hat Hierländer heute eig. alle Einwürfe übernommen und nicht Koch?

     

     

     

    1+

    • Grazhopper sagt:

      @another – Den selben Text hab ich gerade im „der Standard“ Forum gelesen.

      Hast du den einfach mal 1:1 kopiert oder hast du den von einem anderen geklaut, weil dir selbst nix besseres eingefallen ist ?  LOL

      0

    • another sagt:

      Ich hoffe du steinigst mich nun nicht, weil ich in 2 Foren fast dasselbe Poste 😉 Ergänzt hab ich ihn ja eh 😛

      2+

  4. graz4ever sagt:

    Wahnsinn wie eiskalt+abgebrüht Romano das gemacht hat 🙂 🙂 🙂

    Hätt mmg a bissi früher kommen können, aber auch Allgemein die Wechsel, weil man zum Schluss echt gemerkt hat, daß die Mannschaft (besonders a Zujl) scho am Zahnfleisch krochen sind..

    Is aber Jammern auf höchstem Niveau und im Endeffekt gibts nur zu sagen:

    Gratulation Mannschaft und Trainer zum 3er in Wien 😉

    0

  5. Martin sagt:

    Um ehrlich zu sein, hab ich nach dem Ausfall von Lykogiannis gedacht, dass Sturm das Spiel nicht gewinnen wird. Nicht weil ich nicht an die Mannschaft glaube, sondern eher, aufgrund der vielen Ausfälle. Es ist fast schon unglaublich, dass der nächste „Innenverteidiger“ ausgefallen ist. Zum Glück hat mich die Mannschaft eines besseren gelehrt. 🙂

    Puchegger und Maresic haben ihre Arbeit sehr gut gemacht. Überhaupt die gesamte Defensive. Da ist die Austria fast nie durchgekommen. Die Wiener waren eigentlich nur bei Standards richtig gefährlich (Ausnahme der Schuss von De Paula in Halbzeit eins). Dass ein Gegentor aus einem Eckball fällt, war dann fast schon klar.

    Alle drei Sturmtore waren schön. Röcher und Zulj tun der Offensive und Kreativität vorne richtig gut. Schmids erstes Tor freut mich auch sehr. Die meisten Spieler wären hier liegen geblieben und hätten den Freistoß und die rote Karte für den Tormann akzeptiert. Schmid wollte dagegen unbedingt das Tor machen.

    Bei Alar merkt man, dass er sich ganz vorne nicht wohl fühlt. Er kommt viel besser zur Geltung, wenn er hängend spielt. Was hat Zulechner eigentlich und wie lange wird er noch circa fehlen?

    Im Endeffekt war aber auch etwas Glück dabei, da Koch in Halbzeit eins eigentlich Rot hätte sehen müssen. Dann wäre es wohl ein anderes Spiel geworden. Und in Halbzeit zwei hat man sich zum Teil auch zu sehr hinten reingestellt. Aber gut das ist meckern auf höchstem Niveau. 🙂

    Jetzt geht man mit breiter Brust und der Tabellenführung (Altach liegt ja gerade 0-3 hinten) nach Istanbul. Vielleicht kehren noch einige Spieler zurück und es gelingt wirklich das Wunder von Istanbul. Dagegen hätte ich nichts! 🙂

    1+

    • graz4ever sagt:

      Aber Austria hatte ja a Glück (zB ungerechtfertigtes Abseits gg uns HZ 1, wo er dann allein vorm Tor wär..)

      Aber bin mit allem anderen voll d’acord mit dir! Das mitm Reinstellen hat mir a garnet gefallen! Find a, daß wir da das Tor a richtig provoziert hatten+es nur Frage der Zeit war..Is aber echt, wie oben erwähnt Jammern auf sehr hohem Niveau 😉

      Schmid unglaublich wie unbekümmert+abgeklärt..

      Maresic ebenso und das nach seinem „Unglückl“ (für das er aba nix konnte)

      Siebenhandl hat teilweise a richtig clever gespielt..

      0

    • black_aficionado sagt:

      Sry, aber das war doch nie und nimmer ein Rot Foul vom Koch! Ja, er übernimmt den Pires aus vollem Lauf, aber in Wahrheit lässt er ihn nur drüberlaufen. Da war nichts brutales dabei (kein gestreckter Haxn, keine offene Sohle), wild ausgeschaut hat es weil halt beide im Vollsprint waren 😉

      Und zum Glück, ich habe 2 ungerechtfertigte Abseitssituationen gezählt, plus dass bei der 2. vermutlich ein Elferfoul am Schubert dabei gewesen wäre. Von dem her braucht sich die Wiener Austria sicher bei niemandem über fehlendes Glück beschweren (auch wenn sie noch einen Lattentreffer hatten)

      1+

  6. Ritter2016 sagt:

    Heuer hat man wirklich „Pech“. So viele verletzte, 9 an der Zahl … sind alle wieder fit, wirds aber wieder eng. Das Tor von Schmidt war toll. Jeder andere bleibt sterbend liegen, er steht auf und macht ihn rein. Ich hoffe sehr, dass er sich diese „Unbekümmertheit“ bewahrt, die Maresic auch noch hat. In der Vergangenheit gab es das öfter. Ganz am Anfang. Da war Beichler unbekümmert, Jantscher, Kainz, Schloffer, Klem … alle wurden hochgepusht, von den Fans gefordert. Und als sie die Unbekümmertheit verloren, ausgepfiffen und zum Teufel geschickt. … also. Dass Romano jetzt 10 -15 Minuten spielt passt gerade. Glanzlichter über 90 Minuten setzen ist schwer. Kurz rein und etwas bewirken bringt Selbstvertrauen, das er braucht … auch Leute wie Guiseppe Gianini, ein paar Leuten noch ein Begriff, begann damit, für ein paar Minuten eingewechselt zu werden. Das passt jetzt schon

    1+

    • GazzaII sagt:

      Wirklich? Ich habe schon vor der Saison gesagt, dass Schmid (im Gegensatz zu Lovric) FUER MICH wirklich ein Jahrhunderttalent ist und “so schlecht”;) war er bei seine Kurzeinsaetzen ja nicht=> in einer Kasperlliga wie dieser muss ein grosses Talent in dem Alter spielen und zwar am besten durch! Dann geht er in 2 spaetestens 3 Jahren um einen 2stelligen Millionenbetrag (ok da spricht vielleicht der Englaender in mir, aber sagen wir um eine aeusserst schoene Abloese) und der Verein und das Nationalteam freut sich! Halten koennen wir Ihn auf lange sicht sowieso nicht…

      0

  7. Fanatiker sagt:

    So retour aus Wien, die 380km haben sich gelohnt!

    Zum Spiel selber. KÄMPFERISCH einfach TOP!!!

    2+

  8. Jimmy sagt:

    „… Pass auf Deni Alar, der geistesgegenwärtig auf Peter Zulj durchließ, …“

    So kann man das natürlich auch ausdrücken. 😀

    1+

    • black_aficionado sagt:

      Stimmt, jemand anderer hätte vielleicht salopp gesagt, dass er einfach über den Ball gehaut hat 😀

      1+

  9. frankie roberts sagt:

    Endlich seit Jahren wieder mal ein bewerbsspiel live am Stream gesehen. Ich war positiv überrascht. Starke Leistung, tolles Ergebnis. Einziger Kritikpunkt: Ich denke, wir haben nach dem 1:0 zu tief verteidigt, das ist der einzige Kritikpunkt heute.  Und siebenhandl hätte sich mit seinen Abschlägen mehr Zeit lassen koennen, damit die Mannschaft nachrücken kann.Alar hing dadurch 60 Minuten in der Luft. das war mir alles etwas zu hektisch.

    Für mich war lovric man of the Match. Sehr viele Bälle abgefangen, starke ballbehandlung, gute, kreative Pässe. Röcher und huspek natürlich auch bärenstark. Die Innenverteidigung überraschend sicher. Potzmann wirkte auf mich defensiv wie offensiv überfordert.

    0

  10. black_aficionado sagt:

    Also in Anbetracht dessen, dass wir mit anderthalb Stürmer in die Saison gegangen sind, wovon der gefährlichste der letzten Saison überhaupt keinen Haxen auf die Erde bringt, sind 6 Tore in 2 Partien nicht so übel.
    Die Gegentreffer, jo mei. Wenn wir irgendwann wiedermal mit einer Abwehrreihe spielen können, die dafür auch gedacht war, dann wird auch das wieder besser werden (wenngleich von den bis dato erhaltenen Toren eine Menge unglückliche, respektive Nudeltore dabei waren: Schulz-Slapstick gg Podgorica, Jeggo Abfälscher gg St.Pölten, Maresic Pech gg Fenerbahce, Žulj Pech gg Austria; sprich 4 von 7 Toren waren vom Gegner maximal erzwungen, aber mit Sicherheit nicht herausgespielt oder ähnliches)

    Nach vorne macht das heuer teilweise richtig Spaß. Lovrić und Žulj verstehen es immer wieder gute, kluge Wechselpässe zu spielen und dadurch den Außen eine Menge Raum zu verschaffen. Röcher gefällt mir sehr gut, wenngleich er hie und da öfters abspielen könnte und nicht immer versuchen bräuchte allein in den 16er oder bis zur Grundlinie zu kommen (selbiges gilt für Žulj: Ball abdecken/halten und Körpereinsatz wunderbar, aber teilweise könnte er das Spiel noch schneller machen).

    Schmied macht Lust auf mehr, der Junge kann mit dem Ball wirklich einiges. Dann noch gleich das Premierentor in sympathischer Manier (man stelle sich im Gegenzug vor, der violette Flyode wäre vom Siebenhandl so umgemäht worden…) draufgelegt, schön.

    Und zu Maresic ist bereist alles gesagt worden. Ein Wahnsinn wie der das runter spielt. 

    0

  11. rio sagt:

    Genial erkämpfter Sieg, wenn auch gegen mehr als harmlose Veilchen. Fink wird wohl bald die Schwalbe machen (müssen) und „heimfliegen“.

    Gefallen haben mir alle, bis auf zwei: Alar kommt einfach nicht in die Gänge (eine Verstärkung für die italienische Liga?) und Lovric. Ich weiß, er steht scheinbar bei den Fans unter „Welpenschutz“, aber für ein vielgelobtes Jahrhunderttalent kommt da mit Sicherheit zu wenig. Er wirkt auf mich, als ob er einfach kein 6er wäre. Also an Jeggo kommt er nicht annähernd heran, so zumindest meine Wahrnehmung.

    0

    • black_aficionado sagt:

      Er ist meines Erachtens auch kein reiner 6er, also Abräumer. Dafür ist er spielerisch stärker als Jeggo. So auch gestern, ja er hat hie und da vermeidbare, naive Ballverluste, aber das was da von ihm aus der Mitte kommt ist in Anbetracht seiner 800 min Bundesliga Erfahrung nicht so übel (zumindest meiner Meinung nach – und das hat wenig mit Welpenschutz zu tun).

      2+

    • Martin sagt:

      Jeggo und Lovric haben unterschiedliche Stärken. Jeggo ist Zweikampfstärker während Lovric spielerisch besser ist. Ich denke mal, dass zwischen den beiden Spieler immer wieder, je nach Gegner, variiert wird. Lovric wird wohl seine Chancen eher gegen jene Teams bekommen, die sich hinten reinstellen (zB. WAC), während Jeggo gegen die „besseren“ Teams ran darf (also Teams die sich nicht ständig hinten reinstellen, wie Salzburg, Rapid, Austria, Altach auswärts). Laut Foda hätte auch gestern Jeggo spielen sollen.

      Zu Alar: Der ist eben kein richtiger Mittelstürmer. Seine besten Spiele hatte er als hängende Spitze. Er braucht eben einen Sturmpartner, der ihm die Räume aufmacht, sonst taucht er oft ab. Mit Edomwonyi hat das ziemlich gut funktioniert und auch mit Zulechner sah das gegen Fenerbahce bis zur Verletzung nicht schlecht aus. Alar ist eher ein Typ der sich zurückfallen lässt (also ein Bindeglied zwischen Sturm und offensives Mittelfeld), von dort als weitere Anspielstation, die Bälle verteilt und sich dann sofort wieder nach vorne, Richtung Strafraum, orientiert. Es wurde mal von der Sky-Redaktion als „Schleicher“ bezeichnet, was seine Spielweise ziemlich gut beschreibt.

      1+

    • flo1909 sagt:

      Lovric hat bei mir keinen Welpenschutz; aber ich finde ihn viel besser als Jeggo, weil ich finde Jeggo hat spielerisch keine Berechtigung, der hat halt einfach neben Matic als Wasserträger funktioniert, aber sonst kommt da nix!!! Und Lovric ist ein schter Kicker!!

      Alar ist meines Erachtens unterschätzt; der weiß denn Ball schon gut laufen zu lassen, aber er ist halt kein MS; da werma einfach noch einen brauchen!!!

      1+

    • Flo1909, du hast keine Ahnung, was Jeggos Aufgaben im Spiel von Sturm sind oder? Jeggo ist ein genialer Spieler.

       

      Zwecks Alar hast du recht!

      1+

    • flo1909 sagt:

      @wenn wir hier stehen; das weiß ich bei keinem Spieler; wenn dass das Kriterium ist können wir alle keinen Spieler bewerten; Meines Erachtens ist Jeggo körperlich eine Maschine, aber ohne viel fußballerisches Talent, genaus das Gegenteil bei Lovric, mir ist zweiteres lieber, du hast ja das gute Recht das anders zu sehen!!!

      0

    • @flo1909

       

      Die unzähligen unnötigen Fehlpässe ohne Bedrängnis mal ausser Acht. Aber vielleicht übersiehst du sie ja alle.

      Versreh mich nicht falsch, ich hate Lovric in keinster Weise, ich versuche nur Objektiv meine Meinung einzubringen. Und da ist, Stand jetzt, Jeggo Lovric vorzuziehen.

      Natürlich kommt es wieder auf die Gegner an. Gegen Mattersburg oder Podgorica ist Lovric mit sicherheit die bessere Lösung.

      Jedoch kann ich mir nicht anhörn, dass Jeggo außer abräumen nichts kann…

      0

  12. fauli sagt:

    Starke, abgebrühte Leistung von den Schwoazen. Schiedsrichter habe ich recht schwach gefunden, einige gelbe Karten gegen Sturm komplett ungerechtfertigt (zB Alar)
    Die Neuzugänge, bei den ich zugegegeben anfangs skeptisch war, sind absolute Verstärkungen! Super Partie von Zulj und Röcher. Dazu dürfen mal endlich ein paar Junge ran (wenn auch aufgrund von Verletzungen), gefällt mir!
    Weiß eigentlich jemand, was mit Schulz los ist? Lt. Kleine Zeitung hatte er einen Insektenstich???

    0

  13. el fenomeno sagt:

    Also man muss schon sagen, im Vergleich zu letzter Saison, sind wir spielerisch sicher eine Klasse besser. Daran haben meiner Meinung nach vor allem Zulj und Lovric großen Anteil. Viele Situationen werden spielerisch gelöst und es kommen auch super Bälle in die Spitze. Gestern hat Lovric 3 fantastische Bälle gespielt die normal zu einem Tor führen müssen. 1 x Abseits gegeben (Das keines War) und 2x von Alar durch technische Mengel verstolpert. Mir persönlich hat Lovric Gestern auch besser als Zulj gefallen, Peter hat einfach mehr Fehlpässe und Ballverluste gehabt. Lovric Mit Jeggo zu vergleichen ist für mich Unsinn. Jeggo ist für mich ein reiner Abräumer und mehr nicht. Lovric hat da eine gute Balance drin und wird sicher auch noch eine Steigerung machen je mehr Spiele er macht. Er interpretiert seine Aufgabe anders und hat viel mehr Anteile am Spielaufbau als Jeggo. Die 4-Kette hat mir gestern auch gut gefallen, Koch nicht wie gewohnt nach vorne gegangen aber defensiv sehr brav. Röcher ist definitiv eine Verstärkung, hat einfach den technischen Vorteil gegenüber Schmerböck. Er trifft halt noch ab und zu die Falsche Entscheidung. (wann geh ich ins 1:1, wann spiel ich ab) Huspek hat gestern auch sehr brav gespielt. Einzig ALar und Hierländer sind mir gestern etwas negativ aufgefallen. Schmid natürlich sensationell, bringt den Tormann in Bedrängnis und macht sein 1. Tor. Und Siebenhandel macht auf mich einen sehr sicheren eindruck, spielt das wirklich sehr gut. (Vor allem bei hohen Bällen sehr sicher, und auch ein feines Füßchen der kann auch Kicken)…natürlich gibt es auch viele Sachen die man besser machen kann aber die Jungs haben ab der 70. Min. wirklich gepumpt und das Fener-Spiel gespürt. Es wurde trotzdem um jeden mm am Feld gekämpft, BRAVO. Wir sind auf keinem schlechten Weg, hier auch ein Lob an FF. (natürlich wird er momentan gezwungen mit einer jungen Mannschaft zu spielen, hoffe aber das die Jungen auch die Chance bekommen wenn alle wieder dabei sind) Es kommt mir aber vor als ob es Ihm doch große Freude bereitet mit den Young-Guns zu arbeiten, vor allem da Sie mit Leistung überzeugen….

    1+

    • another sagt:

      Also bzgl Siebenhandel und Sicherheit bei hohen Bällen, solltest du dir mM. nochmal das Spiel ansehen – sorry, aber das war gar nichts gestern von Siebenhandel, der war der Risikofaktor bei fast jedem Corner.

      1+

    • frankie roberts sagt:

      @another. Fairerweise muss man auch sagen dass wir aufgrund des tiefen verteidigens auch Corner am Fließband verschenkt haben. Da wird’s jedenfalls gefährlich. Aber ja, der siebenhandl ist in der Luft kein großes Upgrade zu gratzei – sagen wir es einmal so

      0

    • rio sagt:

      Lovric ist eben DER gehypte Wunderwuzzi, da reichen 3 (!) Pässe, um riesen Talent zu erkennen. Nein, nein, um an Jeggo (als 6er) vorbeizukommen reicht es einfach (noch) nicht! Und woher das G´schichterl, Jeggo ist „nur“ Abräumer herkommt wäre auch interessant zu erfahren. Immerhin hat er mit 78% Passgenauigkeit (16/17) keinen schlechten Wert. Ich gehe auch davon aus, das neben Jeggo ein Zulj wesentlich mehr für die Offensive tun kann. Persönlich würde ich Lovric gerne einmal an vorderer Front sehen, vielleicht ist er ja wirklich mit Auge und Technik ausgestattet, die beim „Abräumen“ verloren gehen.

      1+

    • el fenomeno sagt:

      Ich sage nicht das alles Perfekt ist und er ein Wunderwuzzi ist, aber um bei den 3! Pässen zu bleiben die hat der Jimmy, vielleicht in der gesamten letzten Saison gespielt! Im Herbst ist es nicht so aufgefallen da das Matic übernommen hat mit dem Pass in die Schnittstelle! Im Frühjahr als Piesinger neben Jeggo spielte hat man es einfach gesehen und gemerkt das solche Bälle selten bis gar nicht gespielt worden sind. Ich will hier niemanden etwas absprechen, Jeggo hat natürlich seine Qualitäten aber was das Spielerische betrifft ist ihm Lovric mit seinen 19 Jahren jetzt schon vor raus. Nicht mehr und nicht weniger. Das sich hier und da Fehler einschleichen ist auch klar, selbst bei erfahreneren Spielern wie Zulj. (zweite Halbzeit katastrophaler Fehlpass in die Mitte, dann hat er den Gegner 25m vor unserem Tor gelegt und Gelb dafür gesehen) Ich bin der Meinung das Jeggo und Lovric auf der 6 (wobei Jimmy den defensiveren Part spielt) und Zulj vor den beiden auf der 8 agiert auch sehr gut funktionieren würde bzw. Jeggo allein auf der 6 und Lovric+Zulj davor! Wir sind auf jeden Fall nicht so schlecht Aufgestellt mit den 3 Jungs!

      0

  14. brent_everett sagt:

    ja ich weiß, die vielen Ausfälle u 2 junge Innenverteidiger… Aber verteidigen beginnt sicher nicht bei den Innenverteidigern. Vor allem in der HZ 2 war man viel zu weit weg vom Gegner u hat zu tief verteidigt. Normalerweise geht sowas nicht gut! 15 Eckbälle wurden zugelassen! Grad bei Flanken wirkt Sturm unsicher. Man musste schmunzeln wie wenig die Austria daraus gemacht hat. Denen gelingt im Moment gar nix. Die beiden Tore aus einem Eigentor u 1 Elfer. Bitte nicht so gegen Fenerbahce sonst gibt´s eine Fenerwatsche.

    0

  15. Duddy sagt:

    Die Austria hatte null chance gestern, die Tore haben wir uns wieder selbst gemacht. Sturm hatte alles im griff und ließ die Austria halt probieren. Mit bissl Glück geh ma mit an 2-0 heim, so is eben a 3-2 worden. A egal

    0

Schreibe einen Kommentar