Eiskalt gegen Wiener Neustadt

Spielbericht: SK Sturm Graz vs. SC Wr. Neustadt (1:0)

Bei bitterkalten Temperaturen, kurz vor Beginn des Trainingslagers, durften sich einige Jungblackies beweisen, um noch das ein oder andere vakante Ticket für das Trainingslager in Belek zu lösen. Sturm versuchte von Beginn an, das Spiel zu diktieren und den Ball auf direktem Weg nach vorne zu tragen. Natürlich schlichen sich immer wieder Fehlpässe ein, aber besonders in den ersten 15-20 Minuten konnte man den Ball stets postwendend zurückerobern. Wirklich gefährlich wurde es bis zum 1:0 in Minute 34 jedoch nicht; einzig Schussversuche von Danijel Klaric und Marvin Potzmann könnte man an dieser Stelle erwähnen.

 

(© Martin Hirtenfellner Fotografie)

(© Martin Hirtenfellner Fotografie)

Das 1:0 entstand aus einer schönen Kombination über Testspieler William Opoku Asiedu, der einen guten Pass in die Tiefe auf Klaric spielte. Der Rückkehrer konnte sich gegen seinen Gegenspieler durchsetzen und spielte den Ball zur Mitte, wo Kristijan Dobras das Spielgerät durch die Beine von Neustadt-Keeper Martin Kraus im Tor versenkte. In den letzten Minuten versuchte Neustadt noch den Ausgleich zu erzielen, lief dabei aber immer wieder ins Abseits oder wurde von Sturms Abwehrverbund gestoppt. In der Pause wechselte Franco Foda kräftig durch. Die zweite Halbzeit begann mit einer tollen Parade von Fabian Ehmann. Nach einer ähnlichen Situation, wie bei Sturms Treffer zum 1:0, konnte der junge Torhüter den Ball noch von der Linie kratzen. Eine ganz starke Aktion; eigentlich hätte das der Ausgleich für Wiener Neustadt sein müssen. Das Spiel plätscherte infolge vor sich hin. Neustadt lief ein ums andere Mal ins Abseits, Benjamin Rosenberger schoss einen direkten Freistoß nur knapp am Tor vorbei und Philipp Seidl scheiterte nach guten Dribbling aus zu spitzem Winkel am leeren Tor. So gewann Sturm verdient mit 1:0, auch wenn Neustadt genügend Chancen vorfand, um das Spiel noch auszugleichen.

(© Martin Hirtenfellner Fotografie)

Kristijan Dobras erzielt den einzigen Treffer des Spiels (© Martin Hirtenfellner Fotografie)

Um einen kleinen Überblick auf alle möglichen Belek-Teilnehmer zu bekommen, haben wir folgende Spieler noch etwas genauer beobachtet:

Dario Maresic: Bildete mit Schoissengeyr das Innenverteidiger-Duo und hatte im Spiel so seine Probleme. Durch billige Ballverluste ermöglichte er den Neustädtern immer wieder gute Möglichkeiten. Zu hüftsteif und langsam agierte er in zu vielen Szenen. Leider keine gute Partie des jungen Blondschopfs.

Lukas Skrivanek: Kam für Klem in die Partie und blieb größtenteils unauffällig. Hatte mit Sauerer und Co. noch so seine Probleme. Im Spiel nach vorne konnte er sich nicht wirklich einbringen; zu viel ging über die rechte Offensivseite mit Ehrenreich und Seidl.

Peter Puster: Spielte eine unauffällige und solide Partie. Lies sich immer wieder zwischen die beiden Innenverteidiger fallen, um das Spiel zu gestalten und zu ordnen.

William Asiedu: Der zierliche Ghanaer durfte am rechten Flügel sein Können unter Beweis stellen. In direkten Duellen wirkte er noch etwas verhalten und zaghaft; viel lieber spielte er den sicheren Pass nach hinten. Alles in allem eine bemühte, aber nicht überzeugende Leistung. Das Zusammenspiel mit Potzmann funktionierte logischerweise noch nicht einwandfrei. Um einen der wenigen Legionärsplätze zu besetzen, dürfte es wohl nicht reichen.

Philipp Seidl: Zeigte wie schon gegen TSG Hoffenheim eine sehr beherzte Leistung. Mit viel Zug zum Tor war er definitiv eine Bereicherung für das Grazer Spiel. Im Zusammenspiel mit Schmid spielte er die Neustädter beinahe schwindlig. Leider konnte er seine große Chance nicht nutzen, aber nicht jeder Spieler kommt hier überhaupt noch zum Torabschluss.

Benjamin Rosenberger: Er war der offensiv auffälligste Spieler. Versuchte immer wieder das Spiel schnell zu machen und Bälle in die Spitzen zu spielen; leider kamen diese noch zu selten an, aber seine Risikobereitschaft ermöglichte zumindest einige Halbchancen.

Romano Schmid: Kam als letzter Grazer für knapp 20 Minuten aufs Feld und konnte noch einmal für ordentlich Schwung sorgen. Seine unbekümmerte Art gepaart mit einer wirklich jetzt schon herausragenden Technik machen ihn zum „Man to watch“ in den nächsten Monaten. Kein Wunder, dass an ihm auch schon Bayern München dran war.

Danijel Klaric: Versuchte alles, um ein Tor zu erzielen, ging weite Wege und schoss, wann immer er die Möglichkeit dazu bekam. Alles in allem konnte der Rückkehrer dem Spiel seinen Stempel zu wenig aufdrücken. Seine Zweikampfquote kann unter gar keinen Umständen positiv sein, aber er suchte auch jedes Duell und scheute keinen Zweikampf. Klare Torchancen fand er keine vor.

Spieldaten

SK Sturm Graz – SC Wr. Neustadt 1:0 (1:0)
Trainingszentrum Messendorf, 19.01.2016, 14:30 Uhr, ca. 150 Zuschauer

Sturm Graz: Christian Gratzei (C) (45. Fabian Ehmann) – Marvin Potzmann, Dario Maresic, Christian Schoissengeyr, Christian Klem (45. Lukas Skrivanek) – Peter Puster, Benjamin Rosenberger (60. Romano Schmid),  Kristijan Dobras, Sascha Horvath (45. Philipp Seidl), William Opoku Asiedu (45. Martin Ehrenreich) – Danijel Klaric

Wr. Neustadt: Kraus – Seebacher (68., Rusek), Mally, Sittsam (68., Pfingstner), Yavuz (68., Schicker) – Duran, Wolf (46., Saurer) – Hütter (68., Bachler), Fischer (68., Kindig), Takougnadi (46., Salamon) – Maderner (46., Egho)

Tore: 1:0 Kristijan Dobras (34.)

Den Liveticker zur Nachlese gibt es HIER!

 

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3 Kommentare

  1. Moe sagt:

    Klaric vielleicht besser auf der Außenbahn aufgehoben als im Zentrum, was meint ihr?

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  2. vampy99 sagt:

    Für mich heute Dobras der Auffälligste und Aktivste. Ehmann wieder stark. Wieso der Testling nur eine HZ durfte versteh ich allerdings nicht.

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  3. Schworza99 Schworza99 sagt:

    Ist Schützenauer jetzt 4. Tormann weil Ehmann nach Belek fährt?

    Und zum Testkanidaten: 45min und 1,2 Training sind zu wenig um einen Spieler zu beurteilen…

    Da er nicht im Belek Kader ist wird er wohl wieder nach Hause geschickt…

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