Einen Toten zum Leben erweckt

Spielbericht: FK Austria Wien vs. SK Sturm Graz (1:0)

„Wir stehen für Spielkultur – für schönen und intelligenten Fußball und Spielwitz auf höchstem technischen Niveau.“ Mit diesen Worten werden Pressevertreter beim FK Austria Wien begrüßt. In letzter Zeit schien dieser Satz allerdings nur äußerst bedingt seine Richtigkeit zu haben, die Veilchen zeigten in der laufenden Saison schwache Leistungen am laufenden Band und rangierten vor dem Spiel gegen den SK Sturm Graz folgerichtig nur auf Platz neun in der Österreichischen Bundesliga. Blackys-Coach Nestor El Maestro warnte seine Mannen vor der Auswärtsbegegnung in Wien-Favoriten aber dennoch vor dem angeschlagenen Gegner: „In solchen Matches spielen die Form und die Tabelle eine geringere Rolle.“

Dementsprechend vorsichtig las sich die Startaufstellung der Gäste: Mit Ivan Ljubic und Juan Dominguez setzte El Maestro vor der Verteidigung gleich auf zwei defensive Mittelfeldspieler, unter anderem mussten daher Stefan Hierländer, Philipp Huspek und Jakob Jantscher auf der Ersatzbank Platz nehmen. Die Grazer setzten sich in den ersten Minuten in der gegnerischen Hälfte fest, Chancen erspielten sich die Schwarz-Weißen zunächst aber nicht. Die erste Gelegenheit vergab Otar Kiteishvili in der zehnten Minute von der Strafraumgrenze nach einem Zuspiel von Kiril Despodov – der Schuss des Georgiers ging allerdings klar am Kasten vorbei. In der 16. Minute vergab Sturm dann die erste hundertprozentige Möglichkeit: Dominguez steckte perfekt auf Despodov durch, der das Leder zwar an Ivan Lucic, allerdings auch am Tor vorbeischob. Eine Minute später wurden die Wiener zum ersten Mal gefährlich, Anastasios Avlonitis rutsche aber ideal in den Schuss von Maximilian Sax und verhinderte somit den Einschlag. Dennoch war Sturm dem Führungstreffer näher – so auch in der 21. Minute. Despodov passte stark auf Thorsten Röcher, der Erik Ross Palmer-Brown mit einem Haken zunächst gekonnt aussteigen ließ. Sein Schuss klatschte aber nur an die Außenstange.

(c) Martin Hirtenfellner – Fotografie

Danach flachte die Partie etwas ab, die Austria erholte sich und konnte vereinzelt Nadelstiche setzen, ohne dabei nennenswerte Möglichkeiten zu kreieren. Aufregend wurde erst wieder in der 32. Minute, allerdings nicht vor einem der beiden Tore, sondern im Mittelfeld: James Jeggo trat Röcher auf den Brustkorb und durfte sich bei Schiedsrichter Markus Hameter bedanken, nicht mit Rot unter die Dusche geschickt zu werden. Zwei Minuten darauf trennte Lukas Spendlhofer Ausria-Verteidiger Florian Klein in aussichtsreicher Position fair vom Ball. In der 40. Minute kamen dann die Gäste wieder einmal vor das Gehäuse des Gegners, Röcher verpasste eine Hereingabe von Dominguez um Zentimeter. Kurz vor der Pause entschärfte Lucic einen wuchtigen Kopfball von Avlonitis nach einer Ecke von Despodov sensationell zur Ecke, Sekunden später faustete der 24-Jährige einen Schuss von Fabian Koch souverän weg. Gleich darauf war Halbzeit, Sturm war in einer schwachen Begegnung die bessere Mannschaft und hätte sich die Führung durchaus verdient gehabt. In den zweiten 45 Minuten musste gegen die sichtlich verunsicherten Hauptstädter aber dennoch mehr kommen.

Austria kommt verbessert aus der Kabine

Mit einer Choreografie der Austria-Fans, die den Support in der ersten Halbzeit noch eingestellt hatten, ging es in die zweite Spielhälfte. Wirklich motiviert zeigte sich die Elf von Christian Ilzer dadurch aber nicht, die Partie verlief weiterhin auf eher bescheidenem Niveau. Die erste Möglichkeit in Hälfte zwei vergab Despodov in der 52. Minute nach einer hervorragenden Flanke von Ljubic. Zwei Minuten später segelte Bekim Balaj an einer Hereingabe von Röcher vorbei. Auf der Gegenseite wurden die Veilchen durch Maximilian Sax vorstellig, eine abgerissene Flanke der Nummer sieben strich aber hauchzart am Tor von Jörg Siebenhandl vorbei. In der 61. Minute verzog Sax erneut. Sturm verlor allmählich die Kontrolle über das Spiel und ermöglichte der Austria durch viele unnötige Ballverluste immer wieder Tormöglichkeiten. El Maestro reagierte und brachte Jakob Jantscher für den blassen Balaj ins Spiel, Röcher rückte für den Albaner an vorderste Front.

(c) Martin Hirtenfellner – Fotografie

In der 70. Minute trat dann wieder die Austria offensiv in Erscheinung, Siebenhandl lenke einen Schuss von Christoph Martschinko aus spitzem Winkel aber sicher zur Ecke. Der zuvor gewonnene Eindruck festigte sich immer mehr: Die Wiener waren jetzt die bessere Mannschaft und „drückten“ auf das 1:0. Zudem musste Sturm nach 75 Minuten verletzungsbedingt wechseln, Röcher machte für Stefan Hierländer Platz. In der Spitze agierte nun Despodov. Der Bulgare war es auch, der in der 79. Minute die nächste Gelegenheit für die Blackys vorfand. Der 22-Jährige wurde jedoch in letzter Sekunde von Tarkan Serbest gestoppt, bei der anschließenden Ecke verpasste Spendlhofer knapp. Auf der Gegenseite herrschte zunächst Aufregung nach einem Tackling von Spendlhofer gegen Christoph Monschein ob eines möglichen Elfmeters, Sekunden darauf durfte die Nummer 14 der Austria dann aber ohnehin jubeln. Jeggo bediente Florian Klein mustergültig, der volley auf Monschein legte. Der 26-Jährige hatte anschließend aus kürzester Distanz keine Probleme, die Austria in der 82. Minute mit 1:0 in Führung zu bringen.

Sturm warf danach noch einmal alles nach vorne, bis auf einen Kopfball von Kiteishvili in der Nachspielzeit schaute allerdings überhaupt nichts dabei heraus. Stattdessen verpasste der eingewechselte Alon Turgeman per Distanzschuss sogar noch die Chance auf das 2:0. An der Niederlage der Grazer änderte dies aber nichts mehr, Sturm musste sich den Veilchen nach einer teils erschreckenden Darbietung mit 0:1 geschlagen geben.

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21 Kommentare

  1. schmitzi82 sagt:

    Des is STURM

    1+
  2. Schworza99 Schworza99 sagt:

    Wir haben einfach das gleiche Problem wie die FPÖ…jahrelang einen starken Mann an der Spitze aufgebaut und wenn der nicht da ist läuft absolut nichts und es brechen Flügelkämpfe aus.

    Beweisstück A: Trainer
    – wie viele Trainer müssen wir feuern bis wir draufkommen dass das Problem nicht hier liegt?
    – Vogel, Mählich und NEM sind quasi 3 verschiedene Typen mit demselben Stammkader.

    Beweisstück B: Sportliche Führung
    – wir wurde der Versuch gestartet mit Kreissl einen neuen starken Mann zu installieren, nur der hat spätestens heute auch ein Ablaufdatum bekommen. Der muss sich natürlich auf der wirtschaftlichen Stagnation anpassen: 1 Stürmer im Profikader sagt genug aus bei einem Leitgeb.
    – Kader ist zu schwach. AVs Schrammel und Koch sind defensiv stabil, offensiv desolat.
    -totale Überalterung ohne Qualitätsgewinn

    Beweisstück C: Vorstand und Präsident
    – sportliche Kontrollfunktion ist hier keine gegeben. Eingegriffen wird nur beim Postenschacher: Ein Beispiel: Ehrenreich ist Video-Analyst…spielt der nicht noch bei den Amas? Lächerlich sowas.
    – Verantwortung wird ohne Ausnahme auf den sportlichen Bereich abgeschoben.
    – Infrastrukturell absolute Stagnation: 2 Trainingsplätze oder so in Messendorf das höchste aller Gefühlr
    – Lobbying in Politik: Katastrophal. Wirtschaftlich höchstens minimale Steigerungen.

    Sollte NEM vor Ablauf seines Vertrages gestanzt werden, müssten alle hohen Ämter außer Teppich mitgehen…es hilft nix bei totem Gewebe nur neues Blut zuzuschießen. Totes Gewebe muss raus aus dem Verein und das auch wenns weh tut.

    5+
  3. glockgame sagt:

    Einsatzwille, Laufbereitschaft, Kampfgeist, Motivation, Mut, Siegeswille, Selbstvertrauen, die Bereitschaft alles zugeben bis zum Schluss um zu gewinnen,…all das fehlt der kompletten Mannschaft. Nur lustloses herumtraben und hoffen auf Fehler des Gegners. Die Spieler wirken allesamt überbezahlt und übersättigt, es will keiner mehr tun als unbedingt erforderlich, keiner mit Ambitionen, mehr zu erreichen, einfach nur schwach.
    So kann es nicht weitergehen. Ab und zu ein Ausreißer nach oben (wie gegen Admira) ist zuwenig, will man ernsthaft vorne mitspielen. Wobei es hierfür mMn eh schon zu spät ist, wenn man sich die Abstände zu den Top 4 ansieht, und Platz 6 und 7 immer näher kommen….16 Punkte in 10, nein eigentlich 11 Spielen, weil gegen Salzburg verlier ma fix, ist äußerst bescheiden mit dem Kader!

    2+
  4. jott1976 sagt:

    Das war einfach zu Lustlos Heute. Der Kader und die Kicker sind gut genug. Wir haben mit zu wenig Nachdruck gespielt und es dann auch verabsäumt der Austria den Todesstoß zu setzen.
    Unsere Kicker sollten sich vielleicht mal ein LASK oder WAC Spiel ansehen. Die machen mit einem sicher nicht viel besseren Kader wesentlich mehr. Und warum? Ganz einfach erklärt, weil sie mehr Lauf- und Einsatzbereitschaft zeigen. Zudem spielen sie viel Schneller!

    Unsere Mannen haben Heute in HZ2 quasi Arbeitsverweigerung betrieben. In HZ1 war es trotz der 3 guten Chancen auch schon zu wenig.
    So hat man eine sehr biedere Austria die zudem noch total unversichert ist zum Leben erweckt.

    1+
  5. Jedes 2. Spiel dieselbe Kacke. Was macht unser Videoanalyst? 18 Rückspiele zu eigenen Tormann. Alle !! führen zum Ballverlust. Wie blöd muss ein Kicker sein, um das nicht zu kapieren. Under Trainer? Will eh lieber Urlaub machen als arbeiten. Die Mannschaft erreicht er nicht. So einen Kick hätten wir auch ohne Trainer abgeliefert.

    3+
  6. Luca1111 sagt:

    Das Positive ist aber dass der Trainer die richtigen Worte nach dem Spiel gefunden hat. Mit diesen Aussagen kann ich leben. Da kann man wenigstens noch ein wenig Hoffnung haben.

    1+
  7. joow 15 sagt:

    NEM kann eine Mannschat trainieren, sie positionieren – das klappt so einigermaßen. Er erfüllt seinen Job. Was er anscheinend nicht kann ist, die Mannschaft zu motivieren. Dieses bisschen mehr als ’nur‘ Trainer zu sein – das vermisse ich.
    Möglicherweise ist ihm schon seit längerem, als er erfahren hat, dass Sturm nur kleine Brötchen backen kann, selbst die Lust abhanden gekommen.

    2+
    • Rene90 sagt:

      sorry, welchen Kader hätte er denn gerne?
      welche Erfolge kann er vorweisen und somit Forderungen stellen? er muss 200% geben um diese Chance, bei Sturm Trainer sein zu dürfen, nützen zu können

      0
  8. mario no sagt:

    Warum spielen der LASK und der WAC momentan die halbe Liga schwindelig und sind die einzigen beiden, die den Bullen halbwegs Paroli bieten können?
    Warum ist der TSV Hartberg mit seinem „Mikro-Budget“ mitten drin im Kampf um die ersten 6 Plätze? Warum gelingt es solchen Mannschaften, trotz Trainerwechsel, die Qualität auf dem gleich hohen Niveau zu halten und sogar noch besser zu werden, ohne dabei Millionentransfers tätigen zu müssen? Warum bleiben Spieler wie Goiginger, Michorl, Schlager in Linz und nicht, so wie vor kurzem die halbe Sturmtruppe in Wien? Warum spielt ein Michi Liendl, der in jeder Mannschaft in Österreich spielen könnte, in Wolfsberg bzw. warum zieht es Spieler wie Schmid oder Weissmann dorthin? Diese und weitere Fragen müssten im Sturm-Vorstand nicht erst seit dieser Saison gestellt werden. Ich bin mir sogar sicher, dass dem so ist, nur findet man offensichtlich hier keine oder zumindest nicht die richtigen Antworten.

    Wenn man schaut, wo der LASK und der WAC noch vor 2-3 Saisonen waren und wo beide Vereine jetzt sind drängt sich natürlich die Frage auf, was haben die besser gemacht als fast alle anderen? Wie kann es sein, dass innerhalb einer Saison ein Aufsteiger und ein Fast-Absteiger mittlerweile in der Gruppenphase der EL spielen, Woche für Woche mit ihrem Fußball begeistern, während Vereine wie Sturm, die noch vor kurzem auf einem vermeintlich guten Weg waren, sich an der Spitze der Liga zu etablieren, inzwischen gefühlt um Lichtjahre abgehängt wurden?
    Man kann es sich einfach machen und die Schuld beim Trainer, bei den Spielern, beim Sportdirektor suchen, nur wird man das Problem damit nicht lösen.

    Was man bei den genannten Vereinen momentan zurecht in den Himmel lobt, das fehlt dem SK Sturm derzeit völlig, eine klare Spielphilosophie und Trainer, die Spieler weiterentwickeln und in diese Philosophie integrieren.
    Das Problem hat nicht nur der SK Sturm, in Wien ist das Bild trotz neuer Stadien und Geldpipelines noch erbärmlicher.
    Das was uns Salzburg auf hohem Niveau lehrt und inzwischen Vereine wie der LASK, WAC schonungslos vor Augen führen, dass man nicht zwingend Millionen sondern vielmehr eine klare Spielphilosophie braucht, nach der man auch die Trainerwahl und die Transferpolitik ausrichtet. Und dieser Trainer muss die Fähigkeit haben, Spieler wie Trauner, Ranftl, Frieser oder Rietzmaier, Leitgeb oder Sollbauer auf ein höheres spielerisches Niveau zu heben bzw. zu entwickeln.

    Ich bin mir sicher, dass Günter Kreissl eine grundsätzliche Spielidee im Kopf hat. Diese wurde vor allem am Beginn seiner Tätigkeit einerseits vom Trainer, andererseits von den Spielern auch umgesetzt und hat uns Sturmfans zum größten Teil begeistert. Was Günter Kreissl meiner Meinung nach dem Abgang von FF nicht mehr geschafft hat war einen Trainer zu finden, der diese Philosophie umsetzten bzw. weitertragen kann. Spätestens nach der Freistellung von Heiko Vogel wurde jegliche Philosophie über den Haufen geworfen und alles dem schnellst möglichen und kurzfristigen Erfolg untergeordnet.

    Das ist menschlich gesehen durchaus nachvollziehbar, spürte GK zum ersten Mal richtig wie groß der Druck und der Gegenwind auch bei einem vermeintlich familiären Klub wie dem SK Sturm werden kann, wenn man 4 Spiele nicht gewinnt, oder wenn keine Weiterentwicklung erkennbar ist.

    „Erfolg ist Alternativlos“ lautet ja einer der Leitsprüche von GK. Erfolg braucht aber auch eine feste Basis, ein Fundament, dass nicht nach jeder Saison niedergerissen und neu aufgebaut werden muss. Erfolg hauptsächlich von einer „magischen“ Trainerwahl oder von Spielertransfers abhängig zu machen, reicht, wie gesehen, nicht aus.

    Vielleicht ist eine entsprechende Umsetzung abseits großer Medienpräsents und starker Fan-Kultur einfacher, zumindest wohl rascher möglich, aber der SK Sturm muss jetzt die strategisch langfristigen, sportlichen Weichen stellen und endlich aufwachen und umdenken.
    Wie in Wien fehlt bei Sturm praktisch der sportliche Unterbau in Form von nachhaltiger Nachwuchsarbeit. Sich im Leitbild dazu bekennen ist das eine, es auch nachhaltig umzusetzen etwas ganz anderes.

    So wichtig es ist, dass der SK Sturm wirtschaftlich nicht den Anschluss verliert, so ist der drohende und bereits vorhandene sportliche Abstand wesentlich prekärer und deutlicher als es die Tabelle derzeit aussagt. Wie man in Wien sieht, reichen schöne neue Stadien nicht aus um diese zu füllen, wenn die sportlichen Leistungen ausbleiben. Der Blick sollte in diesen Tagen und Wochen viel mehr nach Linz, Salzburg oder Hartberg gerichtet sein als nach Wien.

    Wenn man sich bei Sturm dieser sportlichen Herausforderung nicht stellt, wird Sturm einerseits für Potentialspieler immer uninteressanter und zum anderen die Traineranzahl bald Wiener Verhältnisse annehmen und hier muss man die Bundeshauptstadt mit Sicherheit nicht als Benchmark nehmen.

    7+
    • blackfoxx sagt:

      Danke für diesen kommentar, wollte sinngemäß das gleiche posten…das gejammere um den kader mag letzte saison gestimmt haben (by the way, ich halte Mählich nach wie vor für einen guten trainer, er hatte einen wesentlich schlechteren kader als NeM), aber auch da musste man sich fragen, ob der Kader wirklich um so viel schlechter war und aktuell ist als der von WAC, LASK bzw. nicht besser als der von Hartberg…Die spielen tlw. halt modernen, kampfbetonten Fußball und achten bei ihren transfers inkl. Trainer auf umsetzung ihrer Philiosophie! Bei uns und bei den wienern wird halt immer nur nach „Namen gesucht, jeder will dann „seinen“ Fußball umsetzen. Das ist ja auch ein grund, warum aus dem nachwuchs nix kommt, da dort halt was andereres gespielt wird…langfristige strategie wär halt gefragt…ob NeM der richtige ist, weiß ich nicht, seine Philosophie erschließt sich mir noch nicht ganz, auf jeden fall sollte man es versuchen, schau ma mal…

      0
    • RAM6I sagt:

      @mario no:
      muss deinen Beitrag komplett übersehen haben.
      Top Beitrag! Meiner sollte auch diese Richtung einschlagen.
      Vereinsphilosophie nicht nur nach Außen kommunizieren sondern auch innerlich leben.
      U. sich wirklich zu den Jungen bekennen u. JA SIE INS KALTE WASSER SCHMEIßEN
      Hasse nichts mehr als wenn bei Sturm von einem talentierten jungen Spielern gesprochen wird der noch Zeit braucht, aber schon auf die 25 zugeht (überspitzt gesagt)
      Den blickt man in die Liga, findet man sehr viele Ex-Sturm-Spieler, selbst welche die angeblich nicht gut genug waren weder als Junger noch jetzt als etwas Älterer Spieler….komisch!
      Könnte es an der fehlenden Scouting-Nachwuchs-Arbeit liegen….?? 😉

      2+
  9. Ivaneijew sagt:

    Wie es gehen sollte, zeigt der LASK und der WAC.

    Beide haben im Sommer den Trainer verloren, was haben sie gemacht?

    Sie haben keine hoffnungsvollen, vielleicht Zukunftstrainer, guten Punkteschnitt im Ausland Trainer verpflichtet, sondern Trainer die sofort mit ihrem System und Vorstellungen dort weiter machen konnten, wo der Vorgänger aufgehört hat. Der Kader wurde punktuell verstärkt, oder erweitert, passt im großen und ganzen.

    Bei uns? Wir hatten einen Trainer, der sich über Jahre hinweg einen Kader aufgebaut hat, der sein System konnte und dazu passte. Was ist passiert? Wir haben 3 verschiedene Trainer angestellt, wobei jeder ein eigenes System spielte. In den Transferfenster wurde jedes mal versucht den Kader dahingehend anzupassen, was mehr schlecht als recht funktionierte.

    Was wir brauchen ist ein Trainer unabhängiges Spielsystem und daher auch einen entsprechenden Kader.

    Wird es in Graz nicht geben, da vermeintlicher kurzfristiger sportlicher Erfolg näher liegt als jegliche langfristige Aufbauarbeit. Rapid hat es langsam geschnallt und versucht es in die Richtung (obwohl es dort wegen anderer Dinge noch schwierig ist). Die Austria könnte unter Stöger den gleichen Weg gehen. Wir werden über kurz oder lang auf der Strecke bleiben, wenn sich daran nichts ändert, aber den Glauben daran hab ich bereits verloren.

    1+
    • RAM6I sagt:

      Genau auf den Punkt getroffen.
      Jahrelang waren wir in der Abhängigkeit eines bestimmten Trainers.
      Es gab in der ganzen Zeit nie eine Leitfaden.
      Es muss endlich damit aufgehört werden das sich der Verein dem Trainer anpasst! Wir brauchen als Verein eine Philosophie wie wir auftreten, kämpfen u. spielen wollen.
      Nicht der Trainer darf uns eine aufzwingen.

      0
  10. RAM6I sagt:

    Als langjähriger Fan hatte man schon eine Vorahnung wie das Spiel ausgehen wird. Den eine Tradition wird bei Sturm wirklich hoch gelebt u. das ist es einen Toten wieder zu Leben zu erwecken.
    Was mich gleich zur nächsten Tradition führt, kaum hat man die Möglichkeit sich von den unteren noch mehr abzusetzen u. mehr Richtung Internationale Startplätze zu kommen, leben wir wieder unsere Tradition.
    Oder die Tradition ein Sieg, eine Niederlage, ein Unentschieden, ein Unentschieden, eine Niederlage, ein Sieg. Konstanz ein Fremdwort!

    Weder bin ich Funktionär/Vorstand oder sonst eine leitende Position innerhalb diesen Vereins, doch so langsam müssen sich all diese Personen mehr als hinterfragen. Wenn uns sogar jetzt schon langfristig die Kärntner den Rang ablaufen u. das mit keinen Superstars in ihren Reihen.

    U. da ist der Punkt, unsere Vorstände-Funktionäre etc. haben sich jahrelang auf einen Herrn Foda verlassen. Nie innerhalb des Klubs wirklich Positionen mit Personen besetzt die wirklich was drauf haben, sondern eher die alte coole österreichische Tradition fortsetzen.
    Bist a Hawara hast auf Lebenszeit einen Job bei uns. (Siehe Ehrenreich)
    Sollten ehemalige Kicker wirklich was drauf haben nach ihrer Karriere, dann gerne.
    Doch können wir mit dieser Postenschacherei aufhören.

    Jetzt wo ein GAK nach X Jahren sich der Bundesliga nähert, werden die Rufe nach einem neuen Stadion laut, davor Funkstille bis gar nicht nach Außen kommuniziert u. erwartet sich jetzt Wunder! (Selbst Schuld) Hinzufügen möchte hier gleich den Punkt: Stadiongröße, sorry aber FANS die sich für ein schickes kleines Stadion (ca. 10-12tausend) aussprechen (ja es gibt sie) sollten ihr Stimmrecht verlieren.
    Heute über ein neues Stadion unter einer Kapazität von 25tausend zu sprechen ist nicht zukunftsorientiert u. gehört sollte es so weit kommen boykottiert. (Man muss ja auch an die Internationalen Auftritte denken)

    Wobei hier mehr der Eindruck bei Sturm herrscht, man will nicht so wirklich International spielen, bedeutet es doch Internationale Blamagen u. Mehr Aufwandskosten, mehr Zeitaufwand für die Vorbereitungen, mehr Verhandlungen, einfach verdammt viel mehr Arbeit!
    Ja genau, diesen EINDRUCK hinterlässt der gesamte Verein, wenn es darum geht International dabei zu sein. (Was auch die Auftritte der Mannschaft widerspiegeln)

    Kann es sein, das sie am liebsten in die zweite Liga würden mit de Gruabn als Heimstätte u. jedes Wochenende a Sturm-Familienfest daraus machen könnten mit Puntigamer als Aushängeschild.

    JA GENAU DIESEN EINDRUCK HINTERLASSEN DIE VERANTWORTLICHEN DES SK STURM

    1+
  11. Ich, auch jahrzehntelanger Sturmfan, stimme all meinen Vorpostern zu 100% zu + möchte was hinzufügen:

    Vielleicht ist es ja gerade der Präsident, der gebetsmühlenartig bei jeder Gelegenheit seine stetige Angst predigt das Sturm von irgend jemandem übernommen wird, potentiellen Sponsoren, die kein Interesse an einer Übernahme aber sehr wohl am Verein haben, dadurch die Türe verschließt.

    0
    • Manuel Lampl sagt:

      Ja, tut er weil er selber Angst um seinen Job hat. Der jauk gehört als erstes weg, aber wir sind zu dämlich und wählen den eh nochmal!

      1+
  12. rio sagt:

    So zu tun, als wären diese Leistungen überraschend, hat schon sehr viel gemein mit Verweigerung zum Erkennen des Ist-Zustandes. Die „Qualität“ unseres Kaders besteht aus fulminant gescheiterten Ex-Legionären (Jantscher, Röcher), Fußballpensionisten (Leitgeb), unzähligen Mitläufern (restlicher Kader) und zwei total überschätzten Legionären (Balay & Despodov). Dass in solch einem Team kein Feuer, kein Siegeswillen und bedingungslose Aufopferung stecken muss doch jedem klar sein. Die einen traben ihre fußballerischen Letzttage herunter, die anderen erwarten das Leihende ohne gröbere Verletzungen und der Rest gibt sich damit zufrieden, überhaupt in der österreichischen Liga kicken zu dürfen.
    Möge ich ein „schlechter“ Sturmanhänger sein, aber so einer Truppe entziehe ich meine Unterstützung, weil sie schon auch gar nichts mit dem zu tun hat, wofür ich die letzten 50 Jahre Zeit, Geld und kritische Familiensituationen „geopfert“ habe. Für so eine wild zusammengewürfelte Juxtruppe fehlt mir sämtliches Verständnis – danke GK!

    4+
  13. Ritter2016 sagt:

    Wie der Artikel sagt: man hat einen Toten zum Leben erweckt. Schade. 2-3 Chanxen in der 1 Halbzeit kann man machen. Und mit mehr Nachdruck spielen.

    Leider verstehe ich auch gewisse Trainerentscheide nicht. Ich meine – sorry, egal was man sagt – der Kader ist gut! Wenn man einen Gegner dominiert, warum kann man dann nicht mal was für die Offensive machen? Verstehe ich echt nicht

    1+
  14. Rene90 sagt:

    @RAM6I
    „Den blickt man in die Liga, findet man sehr viele Ex-Sturm-Spieler, selbst welche die angeblich nicht gut genug waren weder als Junger noch jetzt als etwas Älterer Spieler….komisch!“

    du bringst es auf den Punkt. Eine sehr gute Mannschaft hätte der SK Sturm mit vielen Steirern und auch Grazern -> damit könnte man sich so richtig identifizieren, nicht mit dieser Söldnertruppe wo nur wenige das Herz am richtigen Fleck haben und in absehbarer Zeit wird es diesbezüglich auch keine Änderung des Kurses geben ……

    3+

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