Einen „Dreier“ nachlegen

Spielvorschau: SK Sturm Graz vs. FC Flyeralarm Admira

Yes, they can do it on a cold rainy night in Altach! Nach zuletzt acht sieglosen Spielen am Stück konnte der SK Sturm vergangenen Mittwoch im Ländle seiner Ergebnis-Unserie ein Ende setzen und im Nachtragsspiel der 14. Runde voll anschreiben. Bedeutet für die Tabelle: Platz zwei wurde zurückerobert und ein großer Schritt in Richtung Meistergruppe gesetzt. Am Samstag erwartet Sturm mit dem FC Flyeralarm Admira im letzten Bundesliga-Heimspiel des Jahres die nächste schwere Aufgabe, zumal es wieder gegen eine Mannschaft geht, die gegen den Abstieg spielt.

Das X in der Südstadt ist verschwommen in Erinnerung. © Martin Hirtenfellner Fotografie

Unentschieden, Niederlage, Unentschieden?

Nach einer mauen zweiten Hälfte beim ersten Aufeinandertrefen mit der Admira Ende August konnte man bei Sturm mit dem Auswärtspunkt gut leben. Schließlich war die von Andreas Herzog trainierte Mannschaft in Durchgang zwei spielbestimmend und drauf und dran die Partie komplett zu drehen. Nun will das Team aus der Südstadt in Graz drei Punkte einfahren. „Wir haben in den letzten Auswärtsspielen eigentlich immer sehr gut gespielt und Punkte geholt. Während Sturm unter der Woche in Altach ein schweres Match bestreiten musste, konnten wir regenerieren und uns auf das Duell vorbereiten. Ich erwarte mir, dass wir die Intensität und die Wucht der Grazer matchen, oder sogar ein bisschen überpowern können“, gab Herzog vor der Partie zu wissen. Blickt man allerdings auf die jüngsten Spiele des Tabellenzehnten, dürfte unter Statistikfreaks am Samstag wohl mit einem Unentschieden gerechnet werden. Schließlich liefen die letzten sechs Partien für die Admira nach einem bestimmten Muster ab. Auf ein Unentschieden folgte eine Niederlage und auf die Niederlage folgte wieder ein Unentschieden. Und da man sich vergangene Runde gegen den Wolfsberger AC 0:1 geschlagen geben musste, dürfte dem Muster zu Folge die nächste Partie wieder mit einem Remis enden. Die Tabellesituation jedoch im Blick, würde ein Punkt den Südstädtern in ihrer Situation nicht wirklich weiterhelfen – die Konkurrenten aus Altach und Linz sind in der Tabelle auf zwei bzw. einen Punkt dran.

Manprit Sarkaria traf beim Duell in der Südstadt zur Führung. © Martin Hirtenfellner Fotografie

Fernduell mit dem WAC

Während Sturm am Samstag als Zweitplatzierter die Admira empfängt, bekommt es der drittplatzierte WAC am Sonntag mit Altach zu tun, sprich man kann sich eines zeitversetzen Fernduells um Platz zwei erfreuen – in der Tabelle trennt die beiden Teams bloß ihre Tordifferenz. Für die Blackys gilt es zudem, Austria Klagenfurt weiter auf Distanz zu halten, bevor es in der letzten Runde vor der Winterpause zum direkten Duell mit der Pacult-Elf kommt. Dazu ist die Elf von Trainer Christian Ilzer gut beraten, nach dem Sieg über Altach gegen die Admira einen „Dreier“ nachzulegen. Spielerisch muss die Mannschaft im Vergleich zum leistungstechnisch unspektakulären Auswärtssieg im Ländle jedoch mehr zeigen. Schließlich hätte man in Vorarlberg ohne etwas Glück und einen wieder glänzend haltenden Jörg Siebenhandl wohl keine Punkte mitgenommen. „Obwohl es kein glanzvoller Sieg war, war es wahrscheinlich der schönste für uns alle“, resümierte Ilzer nach der Partie.

Kopf-an-Kopf-Rennen mit dem WAC. © bundesliga.at

Lazarett lichte dich!

Rechtsverteidiger Sandro Ingolitsch und Linksverteidiger Vincent Trummer befinden sich bereits wieder voll im Mannschaftstraining. Gegen die Austria und gegen Altach hatten die beiden nach ihren langen Ausfallzeiten noch nicht das benötigte Fitnesslevel erreicht. Doch gegen die Admira könnte es vielleicht schon für einen Platz auf der Ersatzbank reichen. Für Otar Kiteishvili, Franciso Mwepu und Stefan Hierländer kommt das Spiel hingegen noch zu früh. Die beiden erst genannten werden erst im nächsten Jahr wieder am Platz bewundern zu sein, beim Kapitän könnte es schon für das Spiel gegen Klagenfurt reichen. Sicher wieder im Kader stehen wird Andreas Kuen, der gegen die Admira nach abgelaufener Rot-Sperre wieder zurückgehrt.

Spieldaten

SK Sturm Graz vs. FC Flyeralarm Admira

Admiral Bundesliga, 17. Runde

Samstag, 4. Dezember 2021, 17:00 | Sturmstadion Liebenau

Schiedsrichter: Julian Weinberger

Mögliche Aufstellung:

Siebenhandl; Jäger, Affengruber, Wüthrich, Dante; Gorenc Stankovic; Prass, Sarkaria, Kuen; Yeboah, Jantscher

Ersatz:

Schützenauer, Geyrhofer, Schendl, Trummer, Ljubic, Borkovic, Niangbo

Es fehlen:

Hierländer, Mwepu, Kiteishvili, Ingolitsch, Gazibegovic (gesperrt)

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3 Kommentare

  1. fid82 sagt:

    Die Aufstellung passat mir!

    Gazi ist AFAIK aber gelbgesperrt und wird nicht auf der Bank sitzen!

  2. Ennstaler sagt:

    Zu „Blickt man allerdings auf die jüngsten Spiele des Tabellenzehnten, dürfte am Samstag wohl mit einem Unentschieden gerechnet werden.“ – solche Statistikspielereien haben bei einer Spielvorschau nichts verloren, Fakt ist, dass Sturm beweisen muss, dass sie zu Recht auf Platz 2 liegen. Und Ilzer muss wieder zeigen, dass er kein bloßer Schönwettertrainer ist, sondern seine Mannschaft auf den jeweiligen Gegner gut einstellen kann.

  3. fid82 sagt:

    Es gilt dasselbe wie zuletzt in Altach:
    Wurscht wie: 3 Punkte müssen her!

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