Eine bittere Pille

Spielbericht: SK Sturm Graz vs. LASK 0:1 (0:0)

Die bisherige Spielzeit der Sturm-Kampfmannschaft ist weder Fisch, noch Fleisch. Im Duell gegen den extrem formstarken LASK befand man sich eigentlich 90 Minuten lang mit dem Gegner auf Augenhöhe. Ein Beweis für die in der Mannschaft vorhandene Qualität. Die Art und Weise, wie man heute zur ersten Niederlage in der Bundesliga-Spielzeit kam, wird Spielern und Fans dennoch sauer aufstoßen.

Zu Spielbeginn gab es eine eindrucksvolle Choreo der Sturm-Fans. (c) Martin Hirtenfellner Fotografie

Kein Favorit auszumachen

Christian Ilzer setzte auf dieselbe Mannschaft wie zuletzt gegen Altach. Heißt: David Schnegg durfte Dante erneut den Platz als Linksverteidiger streitig machen. Und Jakob Jantscher war zwar fit genug für die Ersatzbank, allerdings noch nicht für die Startelf. Sein Pendant, der neue LASK-Coach Didi Kühbauer, veränderte sein Team immerhin um eine einzige Position. Robert Zulj durfte statt dem angeschlagenen Ex-Grazer Sascha Horvath ran.

Die Wettanbieter konnten sich vor dem Anpfiff auf keinen klaren Favoriten einigen. Zehn Minuten nach eben diesem waren die Zuseher auch nicht viel schlauer. Keines der Teams konnte das Spielgeschehen dominieren. Viele hohe, ungenaue Zuspiele und enge, teils strittige Zweikampfsituationen boten dem ballesterischen Feinschmecker wenig Stoff. Schiri Altmann machte seine sicher nicht einfache Aufgabe soweit trotzdem gut.

Tor! Tor? Abseits!

Einer Aktion werden die Fans sicher noch lange nachtrauern: In Minute 34 gelang der Heimmannschaft der erste richtig gefährliche Angriff. Sarkaria fand im Raum vor der LASK-Abwehrkette viel Raum wieder. Ein Tänzchen und einen Zuckerpass später durfte der in halb Europa heftig umworbene Goalgetter Höjlund einnetzen.

Aus Sturm-Sicht schade, aber Schiri Altmann entschied richtigerweise auf Abseits. Der VAR bestätigt. Ohne Folgen blieb der vermeintliche Treffer trotzdem nicht – fortan wirkten beide Teams in ihren Aktionen zielgerichteter.

Als Prass und Schnegg drei Minuten später Stojkovic die gesamte linke Seite überließen, kam Fortuna Sturm zur Hilfe: der ehemalige Rapid-Captain spielte eine ungewöhnlich schwache Flanke. Die formstarken LASK-Stürmer Nakamura und Ljubicic verpassten den Ball.

Sonst blieben die Highlights aus. Ja, vor dem Abseitstreffer rettete rettete Jörg Siebenhandl vor dem schnellen kroatischen Mittelstürmer Ljubicic. Insgesamt waren die ersten 45 Minuten aber ein Beweis dafür, dass sich ähnliche Spielanlagen zum Leidwesen der Zuseher häufig neutralisieren. Hälfte zwei sollte die Fans aber entschädigen.

Die erste Hälfte war vor allem geprägt von vielen Zweikämpfen. (c) Martin Hirtenfellner Fotografie

Auf Sturm und Drang folgt Ernüchterung

Seine aufdringlichste Phase hatte Sturm in den rund zehn Minuten vor dem bitteren Gegentreffer durch Nakamura. Es kamen gute Chancen für Gazibegovic, Affengruber und Alex Prass zustande. Letztlich musste der gegnerische Goalie aber nie eingreifen. Alle drei Schüsse gingen über oder neben das Tor.

Vielleicht kam da kurzzeitig der Gedanke auf: nicht schlimm, wir bestimmen das Spiel, da kommen noch genügend Gelegenheiten zum Führungstor. Gegen diese Möglichkeit hat sich einer der auffälligsten Spieler der neuen Saison erfolgreich gewehrt. Keito Nakamura bestätigte in 65. Minute seine Topform. Dribbling von der linken Außenbahn zur Mitte. Der Japaner zirkelt den Ball vom Strafraumrand gekonnt ins lange Eck.

Eingeschüchtert zeigte sich Sturm davon nicht. Eher wirkte das Team aufgestachelt. Sofort kam Rasmus Höjlund in aussichtsreiche Position. Der Däne bestätigte seine steil nach oben ragende Leistungskurve in dieser Situation nicht. Er ließ sich deutlich zu viel Zeit mit dem Abschluss. Im Verbund eroberten die pink tragenden Schwarz-Weißen das Spielgerät.

Es folgten viele hektische Szenen, einige Torschüsse, aber es wollte nicht sein, man blieb im Rückstand. Besonders schmerzhaft waren auch die zwei vergebenen Gelegenheiten von Tomi Horvat in den Minuten 81 und 83.

David Affengruber kam gegen Nakamura vor dem Gegentor nicht in den Zweikampf. (c) Martin Hirtenfellner Fotografie

Zeit ist ein Konstrukt

Dem LASK blieb nicht verborgen, dass Sturm immer gefährlicher wurde. Sicher, die Defensivleistung der Linzer war ansprechend – was die Gäste zum Spielende hin aufgeführt haben, hat mit Fair Play allerdings wenig bis gar nichts zu tun. Naja, Trainer Didi Kühbauer hat bereits als Spieler durch ähnlich unsportliche Aktionen auf sich aufmerksam gemacht.

Etwas peinlich ist es aber doch, dass eine so spielstarke Mannschaft so exzessiv auf das Prinzip “Zeitschinden” setzt. Die Gäste nutzten jeden Foulpfiff als willkommene Gelegenheit, die Uhr ticken zu lassen. Für die Zuseher sehr frustrierend, die ohnehin das ganze Spiel über extrem laute Nordkurve ließ sich nicht bitten. Dass die Linzer mit einem Pfeifkonzert verabschiedet wurden, ist wohl gerechtfertigt.

Jeder Sturm-Fan wird das Stadion bestimmt mit Wut im Bauch verlassen haben, das ist ganz klar. Dass von der Ost ein Becher Richtung Spielfeld geworfen wurde – der den TV-Kameras aus Vereinssicht glücklicherweise verborgen blieb und Gott sei Dank auch den am Spielfeldrand stehenden Sani verpasste  – weckte trotzdem böse Erinnerungen. Muss auch gesagt werden.

Jedenfalls ein selten bitterer Abend. Ganz eingefunden hat sich die Mannschaft in der neuen Spielzeit noch nicht. Bleibt zu hoffen, dass die bald beginnende EL-Gruppenphase dem Team einen positiven Kick geben wird.

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23 Kommentare

  1. dawuede sagt:

    Unglücklich und unnötig aber nicht ganz unverdient – wenngleich ein X wahrscheinlich das „richtige“ Resultat gewesen wäre für die Partie.

    Zu allererst möchte ich meinen Hass gegenüber den Paschingern ausdrücken. Diese Zeitschinderei, das sterben bei jedem Zweikampf am Ende, das gschissene Ballhalten an der Eckfahne… Solche Sachen hasse ich sogar wenn es unsere Mannschaft macht. Wie sich die Kretzn Nakamura hinsetzt und bei seinen Schnürsenkeln herumfummelt, und dann regen sie sich noch auf weil wir weitergespielt haben. Mattersburg-Vibes einfach, eine komplette Unsympathler-Truppe mit einem Unsympathler-Trainer, Unsympathler-Sportdirektor, Unsympathler-Präsident und diese pinke Hässlichkeit von Trikot noch zum drüberstreuen. Einfach Brechreiz.

    Zur Leistung auch kurz. Leider haben wir in der Offensive die Situationen großteils ganz schlecht zu Ende gespielt, das Abseitstor war richtig unglücklich, das waren gefühlt 2 Millimeter. Ich glaub dass es anders gekommen wäre wenn wir in Führung gehen. Nach dem Gegentor war es ein bisserl wie gegen Kiew, man hat gemerkt wir können nicht mehr zurückschlagen, hatte was von Todesstoß das Tor. Affengruber stellt sich da leider ganz ungeschickt an, bekam dann auch die Höchststrafe mit der positionsgetreuen Auswechslung direkt danach. Aber für meinen Geschmack schaut auch Hierländer nicht gut aus in der Situation. Tut aber nix zur Sache, da man gegen den LASK in der Form nicht davon ausgehen kann zu null zu spielen, das heißt 2 Tore mindestens musste man für einen Sieg eh einplanen. Ich fürchte, wir hätten bei weiteren 5 Stunden Spielzeit auch keines gemacht heute. Schade, aber es fällt bei dieser Truppe und dem Drumherum leicht sowas wegzustecken, der Weg stimmt, dazwischen wird es halt immer wieder Misserfolge wie heute geben, solang wir uns dann wieder aufrichten und liefern ist alles gut. MOTM ganz klar Wüthrich für mich, der ist ein Biest, ein Monster. Mund abputzen und 6 Punkte aus den nächsten 2 Spielen holen

    • Ferdi sagt:

      Schon gg Altach hat es sich abgezeichnet das wir aufgrund der Raute auf den Aussenbahnen vor großen Problemen stehen.
      Der Lask hat es übernasert, konnte sich eine ganze Woche lang darauf einstellen, und haben
      mit dem Sushi-Boy welcher von Affengruber sträflich vernachlässigt wurde im Endeffekt die richtige Lösung gefunden.
      Ausserdem gönne ich Affengruber der in letzter Zeit öfters überfordert wirkte mal eine Pause, da wir mit Borkovic welcher in dieser Saison schon sehr überzeugte eh einen mMn verlässlichen Ergänzungsspieler für die IV auf der Bank haben!
      Unser Pressing ist ja schön anzusehen, kann aber nicht über die ganze Spielzeit durchgezogen werden!
      Wenn man dann auch noch bedenkt wieviel einfache Pässe beim Spielaufbau in der Vorwärtsbewegung schon im Mittelfeld beim Gegner landen darf man sich nicht wundern wenn aus dem Nichts hinten der Hut zu brennen beginnt.
      Horvath mag kein schlechter Kicker sein, aber seine Ineffizienz bei den Abschlüssen auf Tor verursacht bei mir mittlerweile Sodbrennen.

  2. kreissl sagt:

    Ich bleib dabei, um solche Spiele zu gewinnen fehlt 1. das nötige Glück welches Sturm fast nie hat (heute nicht, gegen Kiew nicht) und auch ein Kiteishvili … wenn ich sehe dass ein Horvat und Sarkaria die seit Wochen keine Form haben, immer wieder spielen, is das alles keine Überraschung … dazu spielt mit Schnegg jemand der offensiv extrem schwach ist und defensiv um nix besser is als Dante … allgemein können die Außenverteidiger 0,0 Flanken …

    Was ich einfach 0 verstehe is warum man nicht endlich auf den Österreicher Topf verzichtet … was is das bitte für ein Blödsinn freiwillig immer auf einen Legionär zu verzichten? Is man auf diese 400 Tausend so angewiesen dass man sich deshalb in der Kaderplanung total einschränkt ?! Selbst Lustenau und Klagenfurt verzichten darauf … eine weitere Sache die ich auch nicht verstehe sind Themen bezüglich Flexibilität … immer wird geredet von „wir können mehrere Systeme spielen“ aber trotzdem wird immer Stur an der Rauter festgehalten … warum nicht mal während dem Spiel umstellen? Warum nicht mal eine 3 er Kette?

    • kreissl sagt:

      ergänzend, bislang waren alle Transfers dieses Jahr außer Emegha ein Flop … Schnegg schwach, Demaku spielt überhaupt keine Rolle, Horvat schwach … irgendwas Fehlt einfach … ein Hierländer mag viel laufen, aber mittlerweile fehlt total die spielerische Klasse … keiner im Mittelfeld der das Spiel dirigieren kann …

    • Micha Pesseg sagt:

      Alle außer Emegha ein Flop? Emegha stand bislang exakt 41 Minuten für Sturm auf dem Platz. Sry, aber Demaku hatte auch schon sehr starke Momente (Assist in Ried zB) – und das Schnegg-Bashing verstehe ich sowieso nicht. Horvat kann ich noch am ehesten nachvollziehen. Hat viel Spielzeit bekommen, hat als 10er sehr große Verantwortung, aber er wirkt immer noch nicht, als hätte er sich an die Spielweise angepasst.

    • weizenheizer sagt:

      Wie sollen wir auf junge Spieler setzen, wenn sie nach 8 Saisonpartien mit wenig Einsatzzeit (außer Horvat) zum Flop erklärt werden? Gib ihnen bissi mehr Zeit..

    • Moe sagt:

      Also 400.000 musst erstmal lukrieren… ich weiß nicht wieviele Sponsoren Sturm hat die so viel pro Jahr zahlen… da kann man damit schon de ein oder anderen Mitarbeiter (oder auch Spieler) bezahlen. Außerdem ist das auch ein bissl Prestige, denn was wird ein österreichisches Unternehmen sagen wenn Sturm nicht auf Österreicher setzt. Also ich find schon dass man da eine Gewisse Verantwortung hat.

      So richtige Flops seh ich da noch nicht, Horvat hat bis jetzt jedes Spiel gespielt, so richtig schlecht war das was ich gesehen hab jetzt nicht. Schnegg kann sich auf jeden Fall noch steigern, aber katastrophal is das für einen AV in Ö auch nicht. Und Demaku und Triple E hat man einfach noch zu wenig gesehen als dass man da ein echtes Urteil bilden kann.

      Grundsätzlich bin ich dafür die Kirche etwas im Dorf zu lassen. Man hätte sich sicher etwas mehr erwarten können bisher, aber so schlimm ises jetz auch wieder nicht!

    • kreissl sagt:

      @Moe wie gesagt, selbst Klagenfurt und Lustenau die viel viel weniger Geld als Sturm haben verzichten darauf … 400 tausend sind nichts dafür dass man sich so in der Kaderplanung einschränkt … is natürlich wahrscheinlicher einen guten Ausländer zu finden als einen guten ÖSterreicher … und ja Horvat hat bislang jedes Spiel gespielt weil es anscheinend keine anderen Optionen gibt … kann mich an kein Tor bzw keinen Assist erinnern … Schnegg is für einen AV in ÖSterreich durchschnittlich also meilenweit zu schwach für Europa Leagu bzw top 3 Niveau in Österreich …

      Und was für „Außerdem ist das auch ein bissl Prestige, denn was wird ein österreichisches Unternehmen sagen wenn Sturm nicht auf Österreicher setzt“? Denkst du echt irgendeinen Sponsoren juckt es ob bei Sturm viele Österreicher SPielen bzw ob sie auf den Österreicher Topf setzen?

      Wie soll das denn enden wenn Kitehsvili endlich wieder fit is? Dann mpsste man 2 Legionäre auf die Tribüne setzen … is einfach Dumm zB keinen 2. LV auf der Bank zu haben wie gestern Dante … Schicker hat auch erst vor mehreren Monaten selbst gesagt dass man sich nur weiterentwickeln kann wenn man den L Ö Topf nicht mehr in Anspruch nimmt …

    • kreissl sagt:

      @Moe mit Ö Topf nimmt man sich riesige Möglichkeiten … was denkst du warum Sturm mit Yeboah und bald Hojlund so viel eingenommen hat? Richtig weil sie riesiges Talent haben! Hätte keinen einzigen guten talentierten Österreichischen Stürmer gegeben … man raubt sich freiwillig großer Sportlicher Qualitäten … alleine wenn man von 10 Legionären 2 für jeweils 2 Mio verkauft hat man das Geld von 9 Jahren ÖSterreicher Topf

    • Moe sagt:

      Die verzichten wohl darauf weil sie anscheinend wirklich keine Österreicher mit der Qualität bekommen. Ich sag ja nicht dass man nur mit Österreichern spielen soll, aber Legionäre solleb eigentlich immer Führungsspieler sein, bzw so talentiert sein wie es zb Kite oder Højlund (wobei der da wirklich eine Ausnahme darstellt) sind.
      Und ja ich denk schon, dass Unternehmen (vor allem wenn man an langfristige Bindung denkt) drauf schauen welche Philosophie der Verein fährt, und da gehört auch der Ö Topf dazu. Wenn’s natürlich nur um schnelle Kohle geht is das komplett egal.
      Weiß eigentlich wie das mit dem Topf läuft, muss man in jedem BuLi Spiel die Quote erfüllen um überhaupt Anspruch zu haben, oder werden die Spiele in denen man sie nicht erfüllt einfach nicht gezählt?

    • Tobias sagt:

      Vor der Reform wurde der Ö-Topf „quartalsweise“ abgerechnet, dh alle 9 Spiele. Bei allen 9 Spielen durften max. 6 Legionäre am Spielbericht stehen.

      Ich finde es toll, dass Sturm nicht darauf verzichtet! Es geht primär nicht ums Geld. Diese Diskussion nervt mich mittlerweile gewaltig. Da der Verein derzeit ganz gut aufgestellt ist, (2. Jahr EL, Vizemeister, Sturm II, Damen) suchen die Dauernörgler halt irgendwelche Themen, die keinen interessieren, um deren dauerkritische Laune mit aufrechtzuerhalten.

    • Moe sagt:

      @Tobias: thx, weißt du auch wie das jetzt gehandhabt wird?

      Ja find auch dass wir auf einem guten Weg sind, man kann halt nicht nur Traumtransfers haben und muss auch die Kaderbreite und Gehaltsgefüge im Auge haben…
      Die Verletzung von Kite und JJ waren halt wirklich hart bis jetzt…

    • Tobias sagt:

      Nun wird die Saison gedrittelt betrachtet. Also 11/11/10.

      Übrigens: die Einsatzminuten von österreichischen U22 Spielern zählen vierfach.

    • Moe sagt:

      Danke, sehr interessant!
      Dann könnte ich mir vorstellen dass man die ersten 11 Spiele schaffen möchte, dann auf die 2. 11 verzichtet und wenn es im Winter zum Højlund Abgang kommt die letzten 10 wieder nimmt…

    • Tobias sagt:

      Das glaube ich nicht.

      Man wird alle 3-4 Tage ein Spiel haben, da wird man ohnehin ständig rotieren müssen. Im Cup und EL ist die Legionärsregel ohnehin egal.

    • kreissl sagt:

      @Tobias du bist auch einer der ohne 100% Tradition nicht zufrieden wäre oder ? Für dich würde bestimmt die Welt untergehen wenn Sturm endlich von Liebenau ausziehen würde, oder auf den Ö Topf verzichten würde oder diverse andere „unwichtige“ Tradionsgedanken beiseite legen würde …

      Du checkst glaub ich nicht dass man sich nur wirklich groß entwickeln kann wenn man endlich von diesem Traditionsgedanken in gewissen Dingen Abstand nimmt ! Würde man nie von Liebenau weggehen, hätte man nie eine eigene moderne Arena und daher nie eine gute Infrastruktur bzw nie Zusatzeinnahmen … diese Leute die nix anderes außer Tradition interessiert sind so nervig … wir haben 2022, nur mit Tradition klommt man nicht weit!

    • Moe sagt:

      @kreissl vielleicht können wir ein bisschen Emotion aus der Diskussion nehmen. Man kann unterschiedlicher Meinung sein und trotzdem Respekt gegenüber der anderen Person aufbringen.
      Ich bin jedenfalls der Meinung das dem SK Sturm die Tradition mehr bringt als Kohle, den Tradition is langfristig, Kohle nicht. Mir is lieber den SK Sturm gibt’s noch 100 Jahre als wir werden 1x Meister.
      Gegen ein eigenes Stadion hätte ich nix, aber es muss wirklich gut durchdacht und solide finanziert sein. Von einem Stadion nur damit wir ein eigenes Stadion haben, koste es was es wolle halte ich nix!

  3. kreissl sagt:

    ergänzend, bislang waren alle Transfers dieses Jahr außer Emegha ein Flop … Schnegg schwach, Demaku spielt überhaupt keine Rolle, Horvat schwach … irgendwas Fehlt einfach … ein Hierländer mag viel laufen, aber mittlerweile fehlt total die spielerische Klasse … keiner im Mittelfeld der das Spiel dirigieren kann …

    • dawuede sagt:

      Spätestens wenn Kiteishvili irgendwann wieder fit ist werden wir uns sowieso vom Österreicher-Topf verabschieden (müssen) weil wie willst 2 Legionäre auf der Tribüne lassen. Wenn ich an die EC Einnahmen denke, an die Transfereinnahmen wie Yeboah letztes Jahr, Højlund wird für noch viel mehr gehen… Diese paar hundert tausend aus dem Österreichertopf brauchen wir wirklich nicht und sie bremsen uns auch in der sportlichen Qualität wenn ich einen Schnegg statt Dante aufstellen muss ist das schon ein massives Downgrade.

      Die Transfers in diesem Sommer waren für die Breite, Schicker wollte den Konkurrenzkampf ankurbeln, und im Hinblick auf viele Partien im Herbst auch die Möglichkeiten zum rotieren schaffen. Das ist ein Gedankengang der absolut nachvollziehbar ist, aber leider sind wir trotzdem keinen Schritt näher dran die Leistungsträger adäquat ersetzen zu können. Der Kader ist zwar größer aber wir haben dennoch nirgends wirklich gleichwertigen Ersatz. Horvat gibt man noch Zeit und Geduld, ich hoffe es wird sich auszahlen, bisher war das noch nicht wirklich was. Schnegg, dazu ist eh alles gesagt. Demaku und Oroz sowieso weit weg von der ersten Elf. So wie mittlerweile auch Kronberger, was da passiert ist möcht ich gern wissen.

      Emegha hätte ich eigentlich eher als Perspektivspieler gesehen, der erst im Frühjahr oder nächste Saison den Durchbruch schafft und sich bis dahin eingewöhnt, dass er direkt nach ein paar Spielminuten schon 2 Tore gemacht hat widerlegt diese Ansicht aber etwas. Die Frage ist, ob er der Højlund-Ersatz ist oder „nur“ eine zusätzliche Alternative. Aber zumindest im Gegensatz zu den anderen Transfers vielversprechend.

      Schau ma mal wies weitergeht, in der Liga war es ein bisserl Licht und Schatten bisher, der Sieg gegen Salzburg war natürlich groß aber heute wäre was drin gewesen und das X gegen Ried war sowieso völlig unnötig. Wenn der LASK das was er bisher gespielt hat halbwegs konstant durchzieht über die Saison wird der zweite Platz nicht zu wiederholen sein, aber man muss als Sturm auch zufrieden sein wenn man Dritter wird, wichtig ist dass die Entwicklung stimmt und man sich vom eingeschlagenen Weg nicht abbringen lässt, dann bin ich zuversichtlich.

  4. bianco nero tifoso sagt:

    dawuede, you are my brother, gegen lask kannst scho 1x cerlierem.

  5. sks1909 sagt:

    Grundsätzlich finde ich Sturms Probleme hausgemacht. Wir holen fleißig Spieler, die als Verstärkung gepriesen werden und dann doch bei Ilzer untergehen. Ich denke hier an Oroz, der bisher heiße 4 Minuten gespielt hat. Wie soll so ein Spieler bei uns gut reinkommen, wenn er keine Spielzeit bekommt? Was mit Kronberger passiert ist, ist auch seltsam, vielleicht. hat er aufgemuckt und sich was Sagen getraut 🙂

    Scherz beiseite, Ilzer spielt einfach zu oft mit der gleichen Startelf, da wunderts mich nicht, dass wir nach oft starken 30-35 Min. das restliche Spiel nicht mehr zulegen können.

    Affengruber hat in der 1.Runde beim WAC schon eine Graus-Partie gehabt, das IV-Du Wüthrich-Borkovic hats dann gegen Salzburg super gemacht…was macht Hr. Ilzer??? Stellt Borkovic wieder raus. Wie man sieht ein Fehler gewesen.

    Was hilfts, wenn wir Spieler holen und sie spielen einfach nie oder zu wenig…die gehen dann alle wieder…Ilzer und sein Team müssen gewaltig umdenken, sonst wirds noch bitter heuer..von wegen fix oberes Play-Off..so nicht…

    • sks1909 sagt:

      Nachtrag : und keiner soll kommen, dass das Jammerei nach einer Niederlage ist. Gegen Altach täuscht das 4:0 auch, weil wir bei Stand 1:0 und Überzahl mal auf Konter gegangen sind…bevor das 2:0 gefallen ist. Die Problemfelder sind lang, aber es wird gern schön geredet!

    • TW1 sagt:

      Ich finde auch das Ilzer eine Fehlentscheidung nach der anderen trifft.
      Man sieht es ja deutlich am Abschneiden in den letzten beiden Jahren.
      Mit diesen blöden Platzierungen so weit vorne in der Tabelle sind doch nur diese lästigen internationalen Spiele verbunden, wo man so weit Reisen muss und wir Fans müssen noch öfter ins Stadion gehen.

      Auch der Schicker macht nur Fehler.
      Einerseits kauft er andauernd Spieler, nur um sie nach kurzer Zeit um ein vielfaches wieder zu verkaufen. Ich meine, ist ihm nicht klar wieviel wir an Steuern abdrücken müssen, wenn wir Millionengewinne machen?
      Andererseits holt er junge Spieler um sie über die zweite Mannschaft aufzubauen, damit sie uns dann bei bevorstehenden Abgängen zur Verfügung stehen. Durch so ein verantwortungsloses Handeln ist es durchaus möglich, dass Sturm II der Klassenerhalt gelingt.

      Aber wenn Ilzer und Schicker so weiter machen wird sich das Problem ohnehin von selbst lösen, da wir sie nicht halten werden können.

      Wenn wir dann wieder einen Trainer wie Maestro oder Mählich bekommen, wirst auch Du hoffentlich wieder zufrieden sein.

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