Ein Duo krönt sich verdient zum MOTM!

Spielercheck: SK Sturm Graz vs. Wolfsberger AC

Die SturmNetz-Leserbewertungen der einzelnen Spieler der letzten Partie SK Sturm Graz – Wolfsberger AC sind abgeschlossen und alle Einsendungen sind ausgewertet. Wir haben den Durchschnitt aus allen eingegangenen Benotungen zu jedem Spieler berechnet, sowie eine (subjektive) schriftliche Beurteilung hinzugefügt. Nach jedem Match wollen wir nicht nur Noten, sondern auch den ehrenvollen Titel „Man Of The Match“ an den Spieler mit der besten durchschnittlichen Gesamtbenotung vergeben.

Men of the Match: Potzmann & Huspek

Fotos: © Martin Hirtenfellner Fotografie

Philipp Huspek – Note: 1,56

Der Flankenturbo ist zurzeit so richtig in Form. Nachdem er sich zuletzt zweimal als Torschütze eintragen durfte, präsentierte sich Huspek auch gegen die Wolfsberger bärenstark. Beinahe jeder nennenswerte Angriffsversuch des SK Sturm ging über seine rechte Seite. Den Führungstreffer leitete Huspek mit einer scharfen, flachen Flanke ein, die der Verteidiger der Kärntner nicht gut zu klären wusste und somit Deni Alar perfekt bediente. Auch in der Folge war Huspek das Um und Auf im Offensivspiel der Grazer und bediente nur kurze Zeit nach dem 2:0 Thorsten Röcher mustergültig, dieser scheiterte allerdings. Die Formkurve zeigt somit weiterhin steil nach oben und somit komplettiert Huspek völlig verdient unser diesmaliges Man-of-the-Match-Duo.

Marvin Potzmann – Note: 1,56

Er ist bisher wohl die Sensation der bisherigen Saison. Kaum einer hätte damit gerechnet, dass Marvin Potzmann Woche für Woche mit derart starken Leistungen besticht. Auch gegen den WAC war der Linksverteidiger eindeutig einer der stärksten Grazer am Feld. Er geht oft ins Eins-gegen-eins-Duell, zieht immer wieder stark nach Innen, verlagert mit präzisen Flanken das Spiel und versucht es ab und an auch selbst aus der Distanz. Für den Führungstreffer zum 2:0 konnte er mit seiner Flanke den Assist beisteuern. Zurecht wurde Potzmann von unseren Lesern in das erste Duo-Man-of-the-Match der SturmNetz-Geschichte gewählt.

Sandi Lovric – Note: 1,76

Kaum jemand hätte es im Frühjahr noch für möglich gehalten, es wurde bereits von einem Abgang des Super-Talents gesprochen und jetzt ist es nun doch soweit: Sandi Lovric hat sich beim SK Sturm durchgesetzt. Und wie! Durch die viele Einsatzzeit der letzten Runden kommt der Youngstar immer besser in Fahrt und traut sich von Runde zu Runde mehr zu. Neben tollen Pässen in die Tiefe und punktgenauen Flanken zur Seitenverlagerung übernimmt Lovric am Platz immer mehr Verantwortung. Positiv fallen auch seine richtig starken Balleroberungen im Mittelfeld auf, die immer wieder zu schnellen Umschaltmöglichkeiten führen. Wenn er diese Leistungen Woche für Woche auf den Platz bringen kann, gibt es überhaupt keinen Grund mehr, Lovric aus der Startelf zu nehmen. Weiter so!

Dario Maresic – Note: 1,87

Was soll man dazu noch sagen? Der Youngstar hat mittlerweile eindrucksvoll bewiesen, dass seine guten Leistungen zu Beginn der Saison keine Eintagsfliegen waren, dass er in seinem jugendlichen Alter bereits konstant Leistung bringen kann und dass er dem medialen Druck, der auf einen 17-Jährigen Shootingstar so eintrudelt, gewachsen ist. Auch gegen den WAC zeigte sich das Innenverteidiger-Talent bärenstark, versuchte immer wieder das Spiel von hinten aus zu gestalten. Einzig beim Gegentreffer war das Innenverteidiger-Duo nicht ganz im Bilde und spekulierte auf Abseits. Trotzdem: In dieser Form werden sich die drei wiedergenesenen Kollegen im Verteidigungszentrum bald die Zähne ausbeißen.

Stefan Hierländer – Note: 2,05

Es war absolut nicht die beste Partie des Stefan Hierländer, auch wenn man ihm zu Gute halten muss, an beiden Treffern der Grazer maßgeblichen Anteil zu haben. Beim Führungstreffer durch Deni Alar, war es Hierländer, der den wunderschönen Pass auf Philipp Huspek spielte. Das 2:0 konnte er selbst, in Form eines abgefälschten Kopfballs, beisteuern. Zu diesen Lichtblicken gesellten sich allerdings immer wieder simple Fehler im Passspiel und viel zu leichte Ballverluste. Auch beim Gegentreffer ließ sich der Kärntner zu einfach vernaschen. Es war nicht sein Tag, aber trotz alledem hatte er großen Anteil an den Toren der Grazer, was zeigt wie wichtig er für seine Mannschaft ist.

Jörg Siebenhandl – Note: 2,06

Es ist ihm wohl einfach nicht vergönnt endlich einmal zu Null zu spielen. Auch gegen die Kärtner setzte es ein Gegentor, bei dem die neue Nummer eins im Grazer Tor keine Schuld trifft. Ansonsten war das, wie auch schon in den letzten Spielen, eine grundsolide Partie. Siebenhandl überzeugt immer wieder mit sehr platzierten Ausschüssen und versucht das Spiel stets von hinten aufzubauen. Er versteht es gut einzuschätzen, wann er Tempo rausnehmen soll und wann er das Spiel schnell machen muss.

Fabian Koch – Note: 2,24

Defensiv lies Koch wie gewohnt wenig anbrennen und im Offensivspiel harmoniert er von Woche zu Woche besser mit seinem Vordermann Philipp Huspek. Seine Zweikampfstärke und seine unwiderstehlichen Balleroberungen sind von großer Bedeutung für die Blackies. Trotz einer gewohnt soliden Partie haben wir von der Arbeitsbiene speziell im Angriffsspiel schon noch stärkere Partien gesehen, das ist jedoch Kritik auf hohem Niveau.  

Deni Alar – Note: 2,3

Es war eine Partie von Alar, wie man sie schon aus dem vergangenen Herbst kennt. Und das durchaus im positiven Sinne, denn er hat genau das getan, was man von ihm verlangt: getroffen. Beim 1:0 stellte Deni Alar unter Beweis, dass er das Treffen doch noch nicht ganz verlernt hat. Ein schlechter Klärungsversuch der Kärntner Defensivreihe, der Ball fällt Deni Alar vor die Beine, er schaut auf, ein Haken, und schon hämmert er das runde Leder in die Maschen. Das sind die Tore, die man vom Stürmer aus der letzten Saison gewohnt ist – einfach eiskalt. Ansonsten war Alar zwar bemüht, blieb dennoch etwas blass. Sein Soll hat er jedoch definitiv erfüllt.

Thorsten Röcher – Note: 2,34

Es war auch gegen die Kärntner wieder eine ambitionierte Leistung des Sommer-Neuzugangs, gelingen wollte ihm allerdings nicht allzu viel. Seine beste Möglichkeit vergab Röcher alleine vor dem Tor in der zweiten Halbzeit, als Philipp Huspek ihn wunderschön bediente – bei aller Liebe: den muss er machen. Sei’s drum. Mit diesem großen Einsatz und dieser Laufbereitschaft wird auch Thorsten Röcher‘s Spiel demnächst wieder von mehr Erfolg gekrönt sein.

Peter Zulj – Note: 2,37

Der Neuzugang hat in den letzten Spielen die eigene Latte derart hoch gelegt, dass man meinen könnte, es war eine eher unauffällige Partie des Ex-Rieders. Jein. Zwar blieben die großen Momente des Peter Zulj tatsächlich aus, dennoch ist er im Aufbauspiel des SK Sturm kaum mehr wegzudenken. Mit seiner enormen Passsicherheit und seiner großartigen Spielübersicht konnte er auch gegen den WAC immer wieder wichtige Akzente setzen. Der Mittelfeld-Regisseur muss nur aufpassen, dass er mit dem großen Selbstvertrauen, das er sich in den letzten Runden erarbeitet hat, nicht zu lässig wird.

Christian Schulz – Note: 2,56

Der wiedergenesene, deutsche Kapitän kam in der 25. Spielminute für den verletzten Lykogiannis zu seinem Comeback und zeigte eine ansprechende Leistung. Die Mischung aus dem routinierten Schulz und dem 17-jährigen Maresic kann sich auf jeden Fall sehen lassen. Eine gute Leistung der Grazer, auch wenn der Gegentreffer zu einem großen Teil der Innenverteidung anzukreiden ist. Wenn Schulz in Zukunft seine Aussetzer, wie jenen im Heimspiel gegen Podgorica, abstellen kann, dann ist er nach wie vor eine Bereicherung für die Schwarz-Weißen.

Kurzeinsätze

Charalampos Lykogiannis – Note: 2,22

Der Grieche spielte über 25 Minuten eine gewohnt starke Partie, ehe er nach einem Zweikampf verletzt aus dem Spiel musste. Die Verletzungsunserie geht also weiter. Gute Besserung Lyko!

Philipp Zulechner – Note: 2,92

Wurde in der 76. Minute für den Torschützen Deni Alar eingewechselt und konnte für keine großen Akzente mehr sorgen.

James Jeggo – Note: 2,51

Kam in der 86. Spielminute für Peter Zulj ins Spiel um die Defensive zu stärken.

Das SturmNetz-Team bedankt sich bei 187 eingegangenen Bewertungen und widmet unserem Man Of The Match-Duo, Marvin Potzmann und Philipp Huspek, folgenden Song:

9 Kommentare

  1. fid82 sagt:

    Beiden hätte ich es nicht zugetraut, so gut zu spielen. Irgendwie ist gerade für die 2 die Verletztenmisere eine super Sache gewesen.

    Vor der Saison habe ich mich geärgert, dass Potzmann verlängert wurde und Huspek hätte ich auch nicht unbedingt gebraucht.

    Jetzt muss man beide schleunigst verlängern und wenn es nach mir ginge, könnte man Lyko auch verkaufen. Potzmann war heuer stärker!

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  2. ds1909 sagt:

    Laut Laola1.at ist der Deal durch.

    Schmid geht zu Red Bull. 🙁

    Könnte kotzen…

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  3. Duddy sagt:

    Darf er halt in Salzburg aufm Bankerl sitzen, statt sich weiter anzubieten und zu nem besseren Team zu wechseln. Und in 3 jahren sitzt er halt in Leipzig am Bankerl, zählt halt nur mehr es geld.

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  4. graz4ever sagt:

    Echt schade um ihn!

    Auch, wenn man seine persönlichen Statemants liest, könnte man fast glauben, da steht a willenlose Hülle, der erst der Berater sagen muss, was sie will..

    Bei uns hätte er a Legende werden können..

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    • ds1909 sagt:

      naja, lt. GK ist es der Wunsch von Romano nach Salzburg zu gehen. Es war weniger vom Berater aus, sagte er vorhin bei der PK.

      Wenn dass nun so sein sollte, ist mir der Abgang völlig egal, weil dann konnte man ihn eh nicht mehr halten. Er ist bei mir jedenfalls unten durch.

      Man hat ihn ja nochmal mehr Geld geboten, aber sein Entschluss stand angeblich schon fest. Somit hatte GK auch keinen Verhandlungsspielraum mehr. Schade ist nicht nur sein Weggang, sondern auch das GK für diese Position niemanden extra geholt hat, weil er ihn fördern und weiterentwickelen wollte. Ich denke dennoch das es der falsche Schritt war.

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    • flo1909 sagt:

      Ich finds nicht schade; er will zu RB, soll er doch gehen. Man hört FF und GK haben ihm Spielzeit und mehr Geld geboten, was willst einem 17-jährigen noch bieten?

      Der geschlossene Vertrag war ungültig, musste erneuert werden und natürlich hatte der Spieler dann alle Trümpfe in der Hand und Horvath geht für eine mini fixe Ablösesumme von der keiner weiß; immer schwer von außen einzuschätzen, aber ich hab wirklich das Gefühl, dass da unter GG vieles garnicht gestimmt hat!!!!

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    • graz4ever sagt:

      Am ehesten könnt i mir no Oliver Filip als „Nachfolger“ vorstellen..

      und wenn er wirklich Slzb – die ihm zur Zeit, außer Geld, nichts mehr bieten können als Sturm – so sehr vorzieht, dann hat er a garnet die Chance verdient, sich bei uns mal Legende nennen zu dürfen..

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    • ds1909 sagt:

      @flo: ja, du hast schon recht. Hab mich da nicht klar ausgedrückt. Ich meinte das ich es schade finde, dass Romano unbedingt zu RB will. Ich finde nur (ohne schwarz/weiße Brille) Romano hätte sich bei uns mehr in Szene setzen können und attraktiv für andere klubs machen können, mit so einen Potenzial brauch ich nicht RB.

      Und ja: die Verträge von  GG fruchten erst so richtig seid er weg ist…

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