Ein alter Bekannter

Spielercheck: SKN St. Pölten vs. SK Sturm Graz

Die SturmNetz-Leserbewertungen der einzelnen Spieler der Begegnung SKN St. Pölten vs. SK Sturm Graz sind abgeschlossen und alle Einsendungen ausgewertet. Wir haben den Durchschnitt aus allen eingegangenen Benotungen zu jedem Spieler berechnet, sowie eine (subjektive) schriftliche Beurteilung hinzugefügt. Nach jedem Match wollen wir nicht nur Noten, sondern auch den ehrenvollen Titel „Man of the Match“ an den Spieler mit der besten durchschnittlichen Gesamtbenotung vergeben.

Man of the Match:

© Martin Hirtenfellner – Fotografie

Jörg Siebenhandl – Note: 1,68

Seinen Patzer gegen den LASK vor einer Woche scheint er bravourös weggesteckt zu haben. Der Keeper zeigte eine souveräne Leistung gegen Niederösterreicher, die im Laufe des Spiels eine Vorliebe für Abschlüsse entwickelten. Ganze 26 Schüsse gab die Heimmannschaft auf das Tor der Blackys ab, es sei Jörg und der fehlenden Schussgenauigkeit der Wölfe zu verdanken, dass man schlussendlich die frühe Führung über die Zeit retten konnte.

Markus Pink – Note: 2,16

Drittes Tor im dritten Spiel – da hat jemand einen Lauf! Der Stürmer hat zum wiederholten Male bewiesen, dass es sich auszahlt, wenn man dorthin geht, wo es wehtut, man viele Meter macht, dranbleibt und nicht aufgibt. Die Nummer 14 profitierte gleich zu Beginn vom stümperhaften Dribblingversuch von Michael Ambichl, luchste ihm den Ball ab und ließ anschließend Tormann Riegler mit einem sehenswerten Heber so gar keine Chance. Danach ging über seine Position nur noch wenig, er war dennoch bemüht und absolvierte die meisten Zweikämpfe aller Akteure.

Juan Domínguez – Note: 2,26

In den ersten 45 Spielminuten bekleidete der Spanier die Rolle des Sechsers – nach der Halbzeitpause stellte Trainer Roman Mählich jedoch um und Domínguez bekam fortan Unterstützung durch Ivan Ljubic im Mittelfeld. Diese Umstellung im System hat jedoch keinesfalls mit der Leistung des Routiniers zu tun, vielmehr war es die rote Karte für Fabian Koch, welche den Cheftrainer zu dieser Aktion bewegte. Juan zeigte eine solide Leistung, war vor allem bemüht, der Abwehrreihe in Hälfte zwei die dringend benötigte Stabilität zu vermitteln.

Stefan Hierländer – Note: 2,3

Bevor Sturm nur noch mit neun Feldspielern am Platz stand, bekleidete der Kapitän die Rolle neben Otar Kiteishvili im Mittelfeld. Gefährliche Aktionen am Ball konnte er nicht abliefern, nach dem Ausschluss half er mit seinem unermüdlichen Einsatz auf der rechten Abwehrseite der Mannschaft jedoch ungemein. Doch auch Stefan Hierländer ließ sich gegen Ende der Partie von der herrschenden Hektik in der Hintermannschaft anstecken, drosch den Ball mehrmals unnötig und unkontrolliert weg. Zudem holte er sich bereits in der ersten Hälfte seine fünfte gelbe Karte und ist somit im Heimspiel gegen die Austria gesperrt.

Lukas Spendlhofer – Note: 2,53

In der ersten Hälfte zeigte er noch die beste Leistung der Hintermannschaft, dennoch konnte auch er nur mit Befreiungsschlägen auf sich aufmerksam machen. In Minute 60 agierte er gefährlich passiv, als Ex-Blacky Luan im Sechzehner zum Abschluss kam und der Ersatz-Kapitän weitestgehend mit Reklamieren beschäftigt war. Nichtsdestotrotz fightete der Innenverteidiger wie gewohnt und gab alles, um die drei Punkte nach Graz mitnehmen zu können.

Otar Kiteishvili – Note: 2,63

Der Georgier absolvierte eine unauffällige erste Spielhälfte, traute sich die für ihn so typischen Sololäufe nicht zu. Nach der anfänglichen Drangphase des Gegners in Hälfte zwei konnte er vermehrt Bälle im Mittelfeld abfangen und Konter einleiten. Aufgrund der personellen Unterzahl seiner Mannschaft arbeitete auch er fleißig nach hinten, konnte somit auch für nötige Entlastung sorgen. Mit seinen technischen Fähigkeiten war er in der Lage, das Spiel in den richtigen Momenten zu verzögern und den Sieg über die Zeit zu retten.

Dario Maresic – Note: 2,8

Diesen Leistungsnachweis wird sich Dario Maresic nicht in den Lebenslauf heften. Vor allem in der ersten Hälfte war sein Spiel gezeichnet von unerklärlichen Fehlpässen, hektisch-nervösem Ballwegdreschen und weiteren Unsicherheiten. Zusammen mit seinen Kollegen in der Abwehr wurde auch er gehörig unter Druck gesetzt, konnte jedoch seine Leistung im Laufe der Partie noch steigern.

Jakob Jantscher – Note: 2,8

Auf die Seite des Steirers wurde vermehrt der Fokus gelegt. Jakob Jantscher konnte mit seinen Laufwegen auch Raum schaffen, mit ungenauen Zuspielen wurden jedoch die wenigen Angriffe zunichte gemacht. Er fand 20 Minuten vor Schluss allein vor dem Tor eine Großchance vor, versenkte das Leder auch gelassen, doch das Team um Schiedsrichter Muckenhammer entschied zu Unrecht auf Abseits.

Thomas Schrammel – Note: 3

Der Linksverteidiger stand für den verletzten Gideon Mensah, der aktuell mit muskulären Problemen zu kämpfen hat, in der Startelf. Über 90 Minuten zeigte er eine abwechslungsreiche Leistung, die demnach mit Höhen und Tiefen bespickt war. Zweikämpfe wurden gewonnen, im darauffolgenden Abschlag oder Zuspiel die gewonnen Bälle jedoch zu oft wieder leichtfertig hergegeben. Seine größte Mühe hatte er mit Husein Balic, welcher mehrmals seine Schnelligkeit aufblitzen ließ und damit Schrammel große Probleme bereitete. Dennoch kann man der Nummer vier zutrauen, mit vorhandener Matchpraxis die linke Seite konstant dichtzumachen.

Philipp Huspek – Note: 3,19

Nach überstandener Verletzung und starken Trainingsleistungen fand sich der Flügelflitzer in der Startelf wieder. Es folgte jedoch ein glückloser Auftritt mit wenigen gelungen Aktionen, er fiel auch der Systemumstellung in der Halbzeitpause zum Opfer und musste daher vom Feld.

Fabian Koch – Note: 3,56

Es war ein kurzer Arbeitstag für den Tiroler. Nach nur einer halben Stunde wurde der Verteidiger mit glatt Rot vom Platz gestellt, nachdem ihm Husein Balic im Sprintduell enteilte und er wenige Meter vor dem Strafraum nur noch die Notbremse ziehen konnte. Schade, wusste er doch nach anfänglichen Unsicherheiten mehr und mehr ins Spiel zu finden. Zeitgleich hatte er auch die höchste Passquote im Spiel, welche in der Bewegung nach vorne mit Sicherheit noch mehr zum Tragen gekommen wäre.

Einwechslungen:

Ivan Ljubic – Note: 2,55 (HZ)

Wurde mit Wiederanpfiff eingewechselt, um die Defensive zu stärken. Legte am Sonntag einen starken Auftritt hin, was auch die Zahlen unterstreichen: Der defensive Mittelfeldspieler erreichte die höchste Zweikampfquote aller Blackys (nahezu 67 %). Trotz der immer wieder anlaufenden St. Pöltner versuchte er dennoch, Akzente nach vorne zu setzten und so wichtige Entlastungsangriffe zu generieren.

Emeka Friday Eze – Note: 4,69 (65.)

Ganz schlechtes Spiel vom Nigerianer. Wirkte in seinen wenigen Minuten lustlos, behäbig und an diesem Tag mit einer gewissen Vorliebe für Stehfußball ausgestattet zu sein. Die Höchststrafe setzte es in der 88. Minute: Der Stürmer wurde nur 23 Minuten nach seiner Einwechslung wieder ausgewechselt – für ihn kam Lukas Grozurek ins Spiel.

Zu kurz eingesetzt:

Lukas Grozurek

Sonstige Bewertungen:

Roman Mählich – Note: 2,95

Setzte zu Beginn erneut auf die 4-1-4-1 Aufstellung, von der Fünfer-Abwehrkette ist man nun gänzlich abgekommen. Statt des jungen Michael John Lema durfte Philipp Huspek ran, welcher sich laut Trainer in den Übungseinheiten anbot. Aufgrund der roten Karte brachte er für die zweite Spielhälfte Defensivmann Ljubic. Eine Entscheidung, die sich als richtig herausstellte. Weniger Glück hatte er mit der Einwechslung von Emeka Eze, diesen Umstand wusste er jedoch selbst schnell zu erkennen. 

Schiedsrichterteam um Dieter Muckenhammer – Note: 2,94

Bereits nach nur zwei Minuten – eine kurze, aber dennoch intensive Diskussion war ausreichend – verwies der Schiedsrichter den Heimtrainer Ranko Popovic auf die Tribüne. In weiterer Folge sparte der Unparteiische nicht mit Karten, die Rote gegen Koch ging absolut in Ordnung. In Halbzeit eins wollte Balic einen Strafstoß schinden, wurde jedoch zu Recht mit einer gelben Karte für die Schwalbe verwarnt. Strittige Szenen gab es nur wenige, rund 20 Minuten vor Schluss sah sein Assistent Blacky Jakob Jantscher jedoch im Abseits stehend, wo keines war. Bitter für Sturm, es wäre dies die Entscheidung gewesen.

Das SturmNetz–Team bedankt sich für 271 eingegangene Bewertungen und widmet dem Man of the Match, Jörg Siebenhandl, folgende Nummer:

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17 Kommentare

  1. Fanatiker sagt:

    Für Eze gibt es nur eine glatte 5!!!

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  2. Supersturm sagt:

    Jörgi – leider mittlerweile Man of the year..
    sehr bedenklich, wie ich finde!

    4+
  3. Lukas sagt:

    Da Frage ich mich, geht das alles vom Super Star Trainer Mählich aus ?

    Trainer Vogel hat es auch geschafft.

    Eines weis ich sicher Trainer Mählich wird nicht alt bei Sturm Graz.

    Da kommt Mählich daher und er schafft es nicht mit diesen Spielern eine Mannschaft zu formen.

    Manager Kreissl hat Spieler mit langzeit Verträge ausgestattet und jetzt will er diese Spieler wieder alle los werden.

    Sturm Graz braucht einen Trainer mit Philosophie, Ideen und ein Spielsystem.

    Die kommende Saison 2019/20 mit Mählich, Bundesliga und ( International ) wird das nächste Horror Jahr !

    Bis jetzt hat Mählich mit der Mannschaft noch nichts gezeigt und bewiesen. Stabilität sieht anders aus.

    Ich befürchte Schlimmes.

    Welcher Trainer könnte Sturm Graz vorwärts bringen ? Franco Foda fällt mir dazu nur ein.

    Danke habe fertig.

    2+
  4. Schworza99 Schworza99 sagt:

    Angeblich sind wir an Djuricin dran…

    Djuricin, Eze (falls er sich fängt), Avdijaj, Pink, Jaku (kaufen und an KSV etc. Leihen, von mir aus auch den Sabitzer kaufen und gleich weiterverleihen an sie um den Preis zu drücken)…würde mir nicht so schlecht gefallen. Wenn die absteigen wäre Djuricin gratis bis billig…bedeutet man könnte ordentlich in die AVs investieren (evtl. Mensah wenn die Chance besteht…)

    1+
    • Marchanno Diaz Rabihou sagt:

      Zuerst das Spielsystem ändern. Alleine vorne gegen die gegnerische Verteidigung hilft uns nicht einmal Suarez. Und wennst Messi und Suarez holst, und nur die Beiden vorne sind ists auch fürn Hugo

      2+
    • Nock-74 sagt:

      An den Sabitzer hab ich auch schon gedacht, scheint echt das Talent seines Cousins in sich zu haben. Auch in unserer 2. Liga musst mal als 18jähriger 10 Tore und 4 Assists in 22 Spielen schaffen. Den Jakupovic würde ich auch nicht aufgeben.

      2+
    • Fanatiker sagt:

      Wirklich dran an Djuricin, oder dein persönlicher Wunsch?

      0
    • Erzschwoarza sagt:

      Wie stützt du diese Aussage mit Djuricin oder streust du nur Unwahrheiten aus?

      0
    • Jakomini1909 sagt:

      Steht heute in der „Steirerkrone“….
      Laut dieser stehen, neben Djuricin, 5 ausländische Stürmer in der engeren Auswahl! Keine Ahnung, ob das alles wieder nur frei erfunden ist….

      0
  5. Luca1111 sagt:

    Versteh nicht warum Kreissl hier so ein tam tam macht. Alle Kandidaten die genannt wurden sollten eigentlich in unseren Planungen keine Rolle spielen. Avlonitis für einen routinierten Legionär viel zu fehleranfällig. Gefühlte 2 Elfer in jedem Spiel nein. Lackner versteh ich nicht mal warum er überhaupt je geholt wurde. Huspek wäre ok ist aber auch nur mehr verletzt stellt sich halt auch die Frage was er noch bringen kann. Grozurek passt einfach nicht zu Sturm ist aber nur meine persönliche Abneigung vielleicht zu kritisch von meiner Seite. Jantscher hat ein gutes Spiel gezeigt seit er hier ist schwieriger Fall. Koch kämpft aber das ist wirklich alles was er zeigt. Also warum sollte man mit diesen Spielern planen?ich würde denen keine Steine in den Weg legen. Kreissls job wäre bessere Alternativen zu diesen Spielern zu finden. Ehrlich gesagt hat keiner von denen wirklich eine gute Leistung gebracht. Oder ich seh es einfach zu kritisch.

    3+
  6. rio sagt:

    Auch wenn ich gebeutelt werde, ich möchte eine Lanze für Mählich brechen:
    Wie sollte ein Trainer mit den zwei langsamsten IV der Liga spielen lassen? Da wäre ein hohes Pressing wohl Selbstmord, da kannst du nur „hinten dicht“ machen und versuchen Laufduelle zu vermeiden. Um unsere „Schnecken“ hinten halbwegs abzusichern braucht es eben die Doppelsechsen und damit fehlt es natürlich am spielerischen Überbrücken des Mittelfeldes. Schnelles Umschalten wird auch nicht einfacher, wenn dieses vom eigenen 16er erfolgen muss. Bleibt somit der lange Pass in die Spitze und da sind unsere nächsten Probleme, wer spielt so einen langen Pass (erfolgreich) und wer kann einen solchen (erfolgreich) aufnehmen und verwerten.
    Ich bleibe dabei, dieses derzeitige Mannschaftsgefüge ist weder Fisch, noch Fleisch. In dieser Zusammensetzung wird sich kein Trainer finden, der daraus schönen & erfolgreichen Fußball bastelt. Lasst Mählich 5-6 Spieler seiner Wahl holen und GK soll „stillhalten“ (er sollte sich lediglich um den Weiterverkauf seiner Irrtümer bemühen), dann werden wir ab Sommer eine andere, bessere Sturmmannschaft erleben!

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  7. Lukas sagt:

    MHD23 fällt dir etwas auf …….????

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