Durchbruch incoming

Spielercheck: SK Sturm Graz vs. Admira Wacker

Die SturmNetz-Leserbewertungen der einzelnen Spieler der Bundesliga-Begegnung  SK Sturm Graz vs. Admira Wacker sind abgeschlossen und alle Einsendungen sind ausgewertet. Wir haben den Durchschnitt aus allen eingegangenen Benotungen zu jedem Spieler berechnet, sowie eine (subjektive) schriftliche Beurteilung hinzugefügt. Nach jedem Match wollen wir nicht nur Noten, sondern auch den ehrenvollen Titel „Man of the Match“ an den Spieler mit der besten durchschnittlichen Gesamtbenotung vergeben.

Man of the Match:

© Martin Hirtenfellner Fotografie

© Martin Hirtenfellner Fotografie

Sascha Horvath – Note: 1,90

Sascha Horvath ist drauf und dran, seinen seit langem erhofften und erwarteten Durchbruch in der Bundesliga zu schaffen. In den letzten Wochen stand Horvath fast jedes Mal in der Startelf und zeigte großteils starke Leistungen. Im Spiel gegen die Admira gelang dem Mittelfeldmann zum zweiten Mal in Folge das frühe Führungstor für die Grazer, insgesamt war es Horvaths drittes Bundesliga-Tor. Gemeinsam mit Edomwonyi konnte er die Admira-Abwehr über weite Teile des Spieles dauerhaft beschäftigen – die Freude am Spiel ist dem Nachwuchs-Nationalspieler deutlich anzusehen.

Michael Esser – Note: 1,95

Der Deutsche zeigte genau das was man von ihm kennt. Ruhe, Sicherheit – und er ist da, wenn er gefordert wird. Beim späten Gegentor chancenlos.

Bright Edomwonyi – Note: 2,02

Edomwonyi rückte in die Startelf, da Kienast und Tadic verletzt ausgefallen sind. Zwar glückte dem Nigerianer auch gegen die Admira kein Tor, jedoch zeigte er sein mit Abstand bestes Spiel seit seiner Verpflichtung. Er erlief mehrmals bereits verloren geglaubte Bälle, setzte die gegnerische Abwehr gut unter Druck und harmonierte hervorragend mit Sascha Horvath. Seine Leistung krönte der Angreifer mit dem bärenstarken Assist zur frühen 1:0-Führung.

Lukas Spendlhofer – Note: 2,87

Es war eine durchschnittliche Leistung von Lukas Spendlhofer. Positiv herausgestochen ist, dass er mehrmals (vor allem vor der Pause) versuchte, das Spiel schnell zu machen und aus der Defensive heraus direkt in die Spitze zu spielen. Negativ, dass dies kaum gelang. Ansonsten agierte der Innenverteidiger souverän, blieb ohne gröbere Fehler und gewann zwei Drittel seiner Zweikämpfe.

Anel Hadzic – Note: 3,08

Eine typische Hadzic-Partie. Der Bosnier stopfte Löcher in der Defensive, verteilte Bälle in der Offensive. Nicht zum ersten Mal war in dieser Saison jedoch zu erkennen, dass seine Leistung unter der seines Nebenmannes leidet. Hadzic benötigt gewisse Freiheiten um sich offensiv in Szene zu setzen, benötigt dafür aber einen Nebenmann der defensiv stark ist – wie Kamavuaka. Knapp 95 Minuten lang konnte man dem Mittelfeldmann gestern aber nichts vorwerfen: Bis er mit einem billigen Ballverlust beim Zeitschinden an der Cornerfahne, den Ausgleich zwar nicht allein verschuldete, aber entscheidend einleitete.

Charalampos Lykogiannis – Note: 3,09

Der Grieche zeigte wahrlich keine Meisterleistung – jedoch eine ganz klare Steigerung, sowohl zu seiner letzten Leistung gegen Mattersburg, als auch zur Leistung von Christian Klem gegen die Austria. Wie schon bei seinem ersten Startelfeinsatz in Salzburg zeigte der Linksverteidiger auch diesmal ganz klar seine Stärken, und auch seine Schwächen. 10 von 15 Zweikämpfen gewonnen, dafür fast die Hälfte seiner Zuspiele (14 an der Zahl) an den Gegner oder ins Out gebracht.

Thorsten Schick – Note: 3,17

Seine stärkste Aktion zeigte er nach dem Spiel, als er einen Journalisten im Interview im Neukirchner-Style niederbügelte. Im Spiel blieb der Flügelspieler aber weitestgehend blass. Schick war zwar immer wieder an Kombinationen in der Offensive beteiligt, meistens endeten die Angriffe jedoch bei ihm. Immerhin konnte er dreimal seine Mitspieler Horvath und Edomwonyi stark in Szene setzen, insgesamt fehlt es hier aktuell aber an vielem. In der gegnerischen Hälfte konnte Schick nicht einmal die Hälfte seiner Zuspiele an den Mann bringen, zeigte zudem abermals Schwächen im Dribbling und im Abschluss.

Simon Piesinger – Note: 3,23

Eigentlich mehr oder weniger unsichtbar. Statistisch gesehen jedoch definitiv eines seiner besseren Spiele in dieser Saison (zugegeben, die Latte liegt sehr niedrig). Piesinger war nicht der Spieler mit den meisten Fehlpässen und hatte zudem eine positive Zweikampfbilanz. Beides in Kombination gab es davor erst einmal in dieser Saison. Das war es dann aber auch schon. Weder konnte der großgewachsene Mittelfeldmann in der Defensive Kamavuaka ersetzen (hierfür fehlte vor allem die Entschlossenheit und Agressivität), noch konnte er nach vorne hin etwas nennenswertes beitragen.

Michael Madl – Note: 3,39

Ein Tag zum vergessen für den Kapitän. Schon in Hälfte 1 brachte er mit einer verunglückten Kopfball-Rückgabe Schlussmann Esser stark in Bedrängnis und verschuldete damit einen Eckball. Nach 70 Minuten marschierte er zurecht mit gelb-rot vom Platz. So kann man nicht in den Zweikampf gehen, wenn man zuvor bereits eine (ebenfalls verdiente) gelbe Karte erhalten hatte. Es war dies der erste von zwei Ausschlüssen in schwarz-weiß an diesem Abend – gleichbedeutend mit dem Anfang vom Ende. Da ist eine negative Zweikampfbilanz als Innenverteidiger fast schon nebensächlich, rundet jedoch die Gesamtleistung ab.

Kristijan Dobras – Note: 3,64

Hier die Highlights von Kristijan Dobras aus dem Spiel gegen die Admira:

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Marvin Potzmann – Note: 3,65

Der Rechtsverteidiger war einmal mehr bemüht, ist jedoch fußballerisch limitiert. Augenscheinlich ist vor allem die fehlende Ballsicherheit, seine Ballannahmen und -Mitnahmen sind oft unsauber. Seine erste gelbe Karte sah er wegen Ballwegschießens (unnötig), für die zweite gelbe Karte gilt dasselbe wie bei Michael Madl: Mehr als entbehrlich. So kann man nicht agieren, wenn man bereits verwarnt ist. Der zweite Ausschluss war so etwas wie der Genickbruch.

 

Joker:

Wilson Kamavuaka – Note: 2,90

Christian Klem – Note: 3,54

Tanju Kayhan – Note: 3,39

 

Das SturmNetz – Team bedankt sich für 201 eingegangene Bewertungen und widmet Sascha Horvath folgenden Song:

https://www.youtube.com/watch?v=1NvgLkuEtkA

 

8 Kommentare

  1. JulioGeordio JulioGeordio sagt:

    Wir Fans verlangen, u.a, daß die Mannschaft kämpft und Herz zeigt. Die Noten hier bestätigen meine Sicht der Dinge , daß nicht alle Spieler voll dabei sind. Esser, Spendi, Edi, Schick und Horvath ja, mit den anderen bin ich mir nicht sicher, sind teilweise Mitläufer. Madls rote Karte war unfassbar, so ein erfahrener Spieler springt kopflos in einen unnötigen Zweikampf. Den Edi möchte ich besonders loben, seit Monaten wird er von vielen kritisiert, spielt zum ersten Mal in der Startelf, in einer schwierigen Situation, und brachte eine sehr gute Leistung, weiter so Edi!!! Von „General Franco“ erwarte ich jetzt eine umfassende und ehrliche Erklärung, warum wir in dieser Lage sind und was jetzt sein Plan ist. Ein paar billige Äußerungen in der Pressekonferenz nach dem Spiel sind nicht ausreichend. Die Kommunikation vom Verein an die Fans ist einfach katastrophal.

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  2. Max Lamot Max Lamot sagt:

    Diese ewige und unnötige Kritik nervt schon langsam.  Diese verplemperte Energie sollte genutzt werden, um die Spieler und den Verein mit allen Kräften zu unterstützen. Gerade jetzt,wo man diese Unterstützung so richtig braucht.

    1+

    • sturm3gak0 sturm3gak0 sagt:

      Du sprichst mir aus der Seele!!!!

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    • Arch Stanton sagt:

      Hier Kritik zu üben schließt ja nicht aus, dass man die Mannschaft im Stadion unterstützt.

      1+

    • Schworza99 Schworza99 sagt:

      Also die Kritik könnte vlt. besser formuliert werden und müsste nicht öffentlich gezeigt werden, jedoch ist sie mehr als nötig.

      Wenn man sich selbst als Ausbildungsverein bezeichnet sollte man auch auf junge Spieler setzen. Alleine was man sich für Lovric für Entschuldigungen sucht warum er nicht im Kader ist (Schule, Verdauungsproblem etc.). Alleine dieses Beispiel zeigt das man nicht auf die eigenen Reihen setzt.

      Auch im Scoutingbereich MUSS man Kritik üben. Mit der Ausnahme von Esser hat man in den letzen Jahren nicht viel zusammengebracht (Barbaric, Smithies (ganze 0 Spiele), Sharifi um nur einige zu nennen)

      Auch der Umgang mit den Fans ist schon seit Jahren (finde ich zumindest) eine „Driwafohr“ Politik. Obs as Bier im Wappen is oder Andi „The Finger“ Gruber. Wenn ich mich auch „Traditionsverein“ nenne muss ich auch ein bisschen auf die Fans hören. Keiner sagt man muss die Fans die sportlichen Entscheidungen treffen lassen aber auch die noch so kleinste Kritik einfach nicht zu akzeptieren ist auch kein Geschäft. Ich meine das der Verein selbst Sturm Medium Nr. 1 sein will zeigt doch, dass man schön steuern will, was über den Verein gesagt wird. Und Sturm wird sich wohl kaum selbst kritisieren.

      Die Kritik zeigt ja überhaupt erst, dass man sich um den Verein schert. Die Unterstützung ist ja da, aber wenn man mit sehr viel Glück gegen den Aufsteiger ein Remis rausholt wird auch keiner jubeln. Wenn die Mannschaft beißt, kratzt und se lafn bis speim wird kein EINZIGER buhn wenn ma a Spü verlieren. Nur gekämpft wird eben sehr sehr selten.

       

      Die Kritik ist durchaus angebracht. Wenn die Kommunikation zwischen Fanclubs und Verein nicht funktioniert, wird sie eben öffentlich gemacht. Ist zwar Offensiv aber völlig legitim. Weder Spieler noch die Führungsebene wurden persönlich angegriffen. Und wenn man Kritik nicht akzeptieren kann, gibt es nur eine Lösung: Leistung bringen.

       

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  3. Rene90 sagt:

    Edi klar stärkster Spieler am Platz hätte sich MOTM aus meiner Sicht absolut verdient

    Schick Interview: solche Statements gehen ja überhaupt nicht und deswegen würde ich ihm eine Nachdenkpause geben und am Samstag mal auf die Tribüne setzen. Da seine Leistungen, wie angeführt, ja eh nicht zufriedenstellend sind, kann man ja auf ihn eh ganz leicht verzichten, denn eine Passquote unter 50% in der gegnerischen Hälfte spricht ja eh dafür. Es gibt genug Alternativen dafür, Horvath auf rechts und dafür Stanko hinter Edi, oder eben Gruber oder Dobras auf rechts.

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  4. Moe sagt:

    Find ich sehr schön das Edo wengistens einmal ein bisserl zeigen konnte was er drauf hat. Ob das jemals passiert wäre wenn Kienast sich nicht verletzt hätte ist fraglich. Zeigt nicht wirklich viel Weitsicht von Foda ihn so lange links liegen gelassen zu haben.

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