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Die Spielvorschau gegen den SCR Altach

Man kann das morgige Spiel gegen den SCR Altach durchaus als erstes Endspiel der Saison bezeichnen. Sollten die Schwarz-Weißen morgen vor eigenem Publikum nicht gewinnen, droht das Niemandsland der Tabelle. Derzeit befindet sich der SK Sturm zwar schon in jenem, aber mit einer Niederlage sehe man bereits früh (zumindest vorübergehend) mit der absoluten Belanglosigkeit konfrontiert. Sollten die Gäste in Graz drei Punkte mitnehmen, könnten sie die Blackys sogar überholen.

Beide Mannschaften sind von einigen Verletzungssorgen geplagt, speziell der Ausfall von Louis Ngwat- Mahop dürfte sicher kein Nachteil sein. Simon Piesinger (leichte Leistenprobleme) und Kristijan Dobras sind zwar wieder einsatzfähig, werden aber für die Startformation eher keine Rolle spielen, ebenso wie Sascha Horvath und Andreas Gruber, die beide rekonvaleszent sind. Sandi Lovric dürfte auch für morgen kein Thema sein, zu kräftezehrend sei die Länderspielpause, außerdem hat er aufgrund schulischer Angelegenheiten etwas Trainingsrückstand, wie aus dem heutigen Mediabriefing zu deuten war. Erfreulich wiederum, dass mit Marko Stankovic eine Identifikationsfigur wieder zurück im Mannschaftstraining ist und vielleicht reicht es ja zumindest für einen Kurzeinsatz am Samstag.

Man möge meinen, die Länderspielpause sei für die Grazer zur rechten Zeit gekommen, dies negierte Franco Foda heute jedoch. Bis Mittwoch standen nur zehn bis zwölf Mann am Platz und die Mannschaft wurde mit einigen Amateurspielern aufgestockt. Laut dem Cheftrainer gab es ein gewisses „Feuer“ im Team und dies werde man hoffentlich auch morgen am Platz sehen. Vermehrt wurde die Genauigkeit im Passspiel trainiert und dies ist auch ungemein wichtig, da jene in den letzten Spielen – gelinde gesagt – inakzeptabel war.

Taktisch gesehen dürfte die morgige Partie sehr interessant werden. Das Team um Damir Canadi wird aller Voraussicht nach zu Beginn abwartend agieren und dann versuchen mit ihrem schnellen Umschaltspiel den Blackies Probleme zu bereiten. Dies könnte auch ein sehr guter Plan sein, denn gegen kompakte Mannschaften, wie es auch die Vorarlberger sind, hatte man in der abgelaufenen Saison schon einige Probleme, siehe an den Beispielen Grödig und Admira.

Im Test gegen Haladás Szombathely (lese den Spielbericht HIER nach) wurde taktisch ein 4-3-3 geprobt. Foda hat also erkannt, dass sein System leicht auszurechnen ist und die Spieler meistens zu statisch agieren. Dies sei ihm hoch anzurechnen. Zu befürchten ist jedoch, dass der Deutsche nicht von seinem 4-2-3-1 abweicht, da es lange dauert ein so riskantes Spielsystem einzustudieren. Es ist zu erwarten, dass zu viele Räume speziell im Mittelfeld frei werden würden. Obwohl man mit Anel Hadzic, Wilson Kamavuaka und Simon Piesinger (in der Form der Vorsaison) durchaus intelligente Akteure hätte, die fähig wären, sich geschickt genug zwischen den Reihen zu bewegen um die nötigen Löcher zu stopfen. Das Spielermaterial für ein 4-3-3 hätte der SK Sturm zweifellos, aber auf die Frage ob dieses Spielsystem eine Option für morgen ist, wurde beim heutigen Mediabriefing kaum reagiert.

Wir dürfen uns morgen auf ein spannendes Spiel freuen, denn in der aktuellen Form sind beide Teams wohl in etwa gleich stark. Ein fußballerischer Leckerbissen – ähnlich dem letzten Heimspiel gegen Altach – wird es dennoch wohl eher nicht werden. Derzeit wurden nur 7200 Karten verkauft; trotz der Mitgliederaktion.

Spieldaten:

SK Sturm Graz – SCR Altach
Samstag, 17. Oktober 2015, 18.30 Uhr, UPC Arena, Graz

Mögliche Aufstellung:
Sturm Graz (4-2-3-1) Esser; Potzmann, Spendlhofer, Madl, Klem; Kamavuaka, Offenbacher, Hadzic; Schick, Avdijaj; Kienast

Ersatz: Gratzei, Kayhan, Stankovic, Lovric, Dobras, Edomwonyi, Tadic

Es fehlen: Rosenberger (Kreuzbandriss), Lykogiannis, Schnaderbeck, Ehrenreich

 

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