Dominguez: „Es wäre sicher eine Option, hierzubleiben“

Sturms Spanier Juan Domínguez hat weltfussball ein Interview gegeben und dabei von seiner schwierigen Situation vor seinem Wechsel und dem holprigen Start in der Steiermark erzählt. Der 29-Jährige, der es in seiner Karriere bislang auf 84 Partien in der Primera División gebracht hat, war vor seiner Zeit bei den Blackys beim Zweitligisten Reus Deportiu unter Vertrag, jedoch schlitterte der Klub im letzten Winter in die Insolvenz und wurde vom Ligabetrieb ausgeschlossen. Zudem wurden die Verträge aller Spiele aufgelöst. „Das war eine schwierige Situation. Wir standen ohne Vertrag da, als der Transfermarkt bereits geschlossen war. Die Kaderplanungen bei den Klubs sind zu diesem Zeitpunkt abgeschlossen. Es war schwierig, eine Lücke zu finden“, erinnert sich Domínguez im Gespräch mit dem Fußballportal zurück. Den Entschluss, irgendwann vor dem Ende der Karriere einmal ins Ausland zu gehen, hatte der Mann aus Puentedeume, einem kleinen Küstenstädtchen im äußersten Nordwesten Spaniens, schon vorher gefasst. „Ich wollte diese Erfahrung machen, eine neue Kultur und auch einen neuen Fußball kennenlernen.“ Im Februar 2019 kam, etwas unverhofft, die Gelegenheit dazu. Der Mittelfeldmann hatte laut eigener Aussage mehrere Angebote, entschied sich aber letztendlich für Sturm – vor allem aufgrund der Geschichte des Klubs und wegen einiger Gespräche mit ehemaligen Mitspielern, wie beispielsweise Iván Carril Regueiro, in denen ihm die österreichische Liga ans Herz gelegt wurde. 

(c) Martin Hirtenfellner Fotografie

Anpassungsschwierigkeiten gab es vor allem wegen alltäglichen Dingen, so verrät Dominguez: „Ich landete vorerst alleine hier. Ich konnte kein Deutsch, nicht besonders gut Englisch und es war das erste Mal, dass ich im Ausland lebte. Die ersten Monate waren hart.“ Inzwischen hat er sich jedoch längst an die neue Umgebung gewöhnt. „Ich habe mich gut eingelebt, Leute kennengelernt, auch Spanier, mit denen ich mich hin und wieder treffe.“ Sportlich fühlt sich Dominguez bei Sturm immer wohler, immerhin verpasste er in dieser Saison erst eine Partie, und die nur aufgrund einer Gelbsperre. „Die Saison läuft gut, wir wären schon gerne etwas weiter oben. Die Ergebnisse müssen besser werden, ein Unentschieden auswärts bei Rapid ist nicht schlecht, aber ich denke, wenn jemand den Sieg verdient hätte, dann wir. Aufgrund der spielerischen Leistung und der Torchancen hätten wir auch gewinnen können.“ Auch über die Stärke der Österreichischen Bundesliga zeigt sich der Spanier positiv überrascht. „Ich habe mir das Niveau nicht so hoch erwartet, wie es tatsächlich ist. Der größte Unterschied zur spanischen Liga besteht im Spielstil, der hier viel direkter ist. Sobald sie den Ball erobern, wollen sie so schnell wie möglich zum gegnerischen Tor kommen. Österreichs Topteams könnten auch in der Primera Division spielen“. Ein Top-3-Platz ist sein persönliches Ziel für die aktuelle Saison und er kann sich – trotz im kommenden Sommer auslaufendem Vertrag – ein längerfristiges Engagement durchaus vorstellen. „Warum nicht? Das kommt zuerst einmal darauf an, ob mich Sturm Graz weiterhin haben will. Ich bin auf jeden Fall sehr zufrieden hier und es wäre sicher eine Option, hierzubleiben.“

 

 

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3 Kommentare

  1. blacKnight sagt:

    Würd mich sehr freuen wenn er bleibt

  2. WENN NICHT ER,WER DANN!EINER DER BESTE 6er SEIT LANGEM.

  3. Grazer Fussballwunder sagt:

    Dominguez sollte unbedingt verlängert werden. Verliert selten unnötig den Ball, für einen defensiven Mittelfeldspieler technisch gut und unterbindet gut gegnerische Angriffe.
    Und umso wohler er sich bei ums fühlt, desto noch besser können seine Leistungen erwartet werden.

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