Die Steigerung reichte noch nicht für einen Sieg

Spielercheck: SK Sturm Graz vs. SK Rapid Wien

Die SturmNetz-Leserbewertungen der einzelnen Spieler sowie des Trainers und des Schiedsrichterteams der letzten Partie sind abgeschlossen und alle Einsendungen sind ausgewertet. Wir haben den Durchschnitt aus allen eingegangenen Benotungen zu jedem Spieler berechnet sowie eine (subjektive) schriftliche Beurteilung hinzugefügt. Nach jedem Match wollen wir nicht nur Noten, sondern auch den ehrenvollen Titel „Man Of The Match“ an den Spieler mit der besten durchschnittlichen Gesamtbenotung vergeben.

© Martin Hirtenfellner Fotografie

Jon Gorenc-Stankovic – Note: 1,67

Der Abwehrchef spielte eine super Partie. Defensiv ließ er gewohnt wenig anbrennen und hielt die Verteidigung sehr gut zusammen. Durch seine Kommandos hilft er seinen Mitspielern und koordiniert von hinten die Abläufe. Das Zusammenspiel mit Geyrhofer hat sehr gut funktioniert und die beiden Innenverteidiger machten ihren Job solide. Offensiv strahlt der Slowene bei jedem Standard Gefahr aus und stellt den Gegner so immer wieder vor Probleme. Bei seinem Treffer hat er sich sehr gut gegen die Rapid-Abwehr durchgesetzt und seine Größe perfekt in Szene gesetzt. Beim Gegentreffer konnte er in dieser unglücklichen Aktion auch nichts mehr retten.

Jörg Siebenhandl – Note: 1,94

Der Torhüter hat im ersten Heimspiel der Saison eine sehr solide Partie abgeliefert. Er strahlt von hinten Ruhe aus und dirigiert seine Vorderleute wie gewohnt. Im Vergleich zum St. Pölten-Spiel wurde vermehrt versucht, herauszuspielen und das begann oft schon bei unserem Schlussmann. Er probierte mitunter zu kombinieren und es klappte auch fast immer, Situationen spielerisch zu lösen. Dazu kamen einige gute Paraden gegen Kara, Fountas und auch bei einem Kopfball von Ljubic, der gefährlich aufs eigene Tor kam. Beim Gegentor trifft ihn keine Schuld, da sah die ganze Hintermannschaft nicht gut aus.

Niklas Geyrhofer – Note: 1,96

Der Jungblacky kam durch den Ausfall von Gregory Wüthrich zu seinem Startelf-Debüt in dieser Saison. Er löste seine Aufgabe sehr gut und hatte die Rapid Stürmer die meiste Zeit gut im Griff. Mit einer Zweikampfquote von 80 % hatte er den Topwert auf dem ganzen Spielfeld. In der Spieleröffnung konnte er seine Qualitäten ausspielen und brachte viele gute Bälle an den Mann. Er wird auch immer sicherer und versteht es, brenzlige Aktionen abgebrüht zu lösen. In einigen Aktionen hat er Ingolitsch stark unterstützt, wenn dieser Probleme mit den Angreifern bekommen hat. Und wenn es einmal nicht anders geht, ist er auch konsequent genug und haut einen Ball auch mal hoch nach vorne.

Amadou Dante – Note: 2,02

In der neu formierten Verteidigung ist Amadou Dante links hinten gesetzt. Oft setzt er seine Schnelligkeit gut ein und nach vorne bringt er immer wieder frischen Schwung ins Offensivspiel. Spannend wäre es, wenn er die Möglichkeit hätte, im Mittelfeld aufgestellt zu werden. Da kann er das Angriffspiel von Sturm noch mehr beleben. Da Vincent Trummer aber lange ausfällt, wird er die Verteidigung in naher Zukunft aber wahrscheinlich nicht verlassen. Hatte mit 68 Ballaktionen die meisten aller Sturm-Spieler.

Jakob Jantscher – Note: 2,08

Von Beginn an sah man wie aufgezuckert der Grazer ins Spiel gegangen ist. Diesmal im Sturm aufgeboten machte er viele Wege und bemühte sich seinem Team zu helfen. Er versuchte seine Mitspieler anzutreiben und zeigte eine super Körpersprache. 30 angekommene Pässe sind ein richtig guter Wert für einen Stürmer. Das zeigt, dass er oft den Ball haben wollte und ihn auch gut weitergegeben hat. Einige gefährliche Aktionen nach vorne konnte er initiieren, doch wie andere auch, blieb er im Abschluss unglücklich. Ab und zu fehlt das Auge für einen besser platzierten Mitspieler oder die optimale Schussposition. Seine Standards kommen gefährlich und führten auch zum 1:0 von Stankovic. Weitere Flanken von ihm blieben leider ungenutzt. Am Ende muss ein Mann seiner Qualität aus den vorhandenen Chancen ein Tor machen.

Andreas Kuen – Note: 2,10

Der Neuzugang aus Mattersburg durfte das erste Mal von Beginn an am Platz stehen und machte seine Sache wirklich sehr gut. Er löst Aktionen oft sehr unkonventionell und bringt damit frischen Wind ins Grazer Mittelfeld. Nach seiner Verletzung wirkt er jetzt schon wieder sehr spritzig und ist viel unterwegs. Auch wenn es noch nicht für 90 Minuten reicht, ist er eine Bereicherung für das Spiel von Sturm. Das System von Ilzer scheint ihm zu liegen, was er auch mit guten Leistungen bestätigt. Offensiv erarbeitete sich der Tiroler immer wieder Chancen, doch mit einem Tor wollte es noch nicht klappen.

Sandro Ingolitsch – Note: 2,18

Ein sehr bemühter Auftritt des Neuzugangs aus St. Pölten. Die meiste Zeit hielt er seine Abwehrseite dicht und ließ nicht viel zu. Es war auf jeden Fall eine Leistungssteigerung zu erkennen, doch aufgrund seiner großen Qualitäten kann durchaus noch etwas mehr vom neuen Rechtsverteidiger erwartet werden. Vor allem im Offensivspiel hat er sicher noch nicht sein gesamtes Potential ausgespielt.

Bekim Balaj – Note: 2,26

Zum Torabschluss kam der bullige Stürmer gegen Rapid nicht wirklich. Er stellte sich in dieser Partie ganz in den Dienst der Mannschaft, eroberte viele Bälle und verteilte sie dann zu den Mitspielern. Auch wenn es nicht mit gefährlichen Torraumszenen klappte, arbeitete er viel und versuchte sich so ins Spiel zu beißen. Ganz am Ende hätte er vielleicht den direkten Weg in den Strafraum suchen müssen, um dadurch Druck zu erzeugen, sein Dribbling entlang der Strafraumlinie brachte dann nichts ein.

Stefan Hierländer – Note: 2,47

Der Kapitän spielte im Mittelfeld eine solide Partie. Nach vorne fehlt es ihm noch an Ideen und da kann man auf jeden Fall mehr erwarten. Man merkt, dass er letzte Saison durch seine vielen verschiedenen gespielten Positionen noch Aufholbedarf in Sachen Kreativität und Spielwitz hat. Die Motivation merkt man ihm aber absolut an. Viele gute Balleroberungen und aggressive Zweikämpfe zeugen von großem Einsatz. Er wirkt sehr fit und spritziger als noch letzte Saison. Nach einem langen Ball und dem Ausflug von Strebinger hatte er eine gute Möglichkeit, doch der Rapid Schlussmann klärte in letzte Sekunde.

Otar Kiteishvili – Note: 2,48

Bälle verteilen, Dribblings, Torvorlagen und Abschlüsse – es war alles dabei beim quirligen Georgier. Und doch wirkte er in manchen Situationen etwas müde. Er wurde oft mit Fouls gestoppt und lag dadurch viel am grünen Rasen. In manchen Situationen spielte er schlampige Bälle und konnte das Grazer Spiel nicht so wie gewohnt lenken. Im Abschluss war er leider weiter glücklos. Sein Schuss in der ersten Hälfte ging knapp vorbei und beim Kopfball bekam er zu wenig Druck auf den Ball, dadurch konnte ihn Strebinger leicht parieren. Auch nach einer Flanke von Jantscher kam er an den Ball, aber konnte ihn nicht im Tor unterbringen. Beim Gegentor rutschte er in einen Pass der Wiener und lenkt diesen unglücklich genau zu Kara ab. In weiterer Folge legte dieser mit der Ferse das Ausgleichstor auf. Einen Vorwurf kann man ihm da aber nicht machen.

Ivan Ljubic – Note: 2,58

Eine solide Partie des defensiven Mittelfeldspielers. Immer wieder versuchte Sturm auch über ihn von hinten herauszuspielen und das funktionierte nicht so schlecht. Er versuchte die Löcher im Mittelfeld zu stopfen und die Zwischenräume zu sichern.

Einwechselspieler

Kevin Friesenbichler – Note: 3,52

Kam für Andreas Kuen in die Partie, aber blieb ohne nennenswerte Aktion.

Lukas Jäger – Note: 3,06

Ist für Otar Kiteishvilli ins Spiel gekommen und konnte keine Akzente setzen.

Sonstige Bewertungen

Christian Ilzer – Note: 2,00

In seinem ersten Heimspiel in Graz-Liebenau stellte er sein Team gut auf Rapid ein. Mit Jantscher als Stürmer überraschte Ilzer gleich mit der Aufstellung. Kuen, Ljubic und Geyrhofer bekamen im Vergleich zum St. Pölten Spiel einen Platz in der Startelf. Gleich zu Beginn sah man ein komplett anderes Spiel als noch letzte Woche. Sturm übernahm die Kontrolle und ließ Rapid nicht ins Spiel kommen. Der Trainer gab der Mannschaft die richtige Taktik mit und diese setzte sie auch gut um. Man merkt die Handschrift von Ilzer immer mehr und der erste Sieg scheint nur mehr eine Frage der Zeit.

Das Schiedsrichterteam um Walter Altmann – Note: 3,71

Die Pfiffe vor allem in der zweiten Halbzeit waren zum Teil etwas fragwürdig. Alles in allem war es aber eine solide Leistung der Unparteiischen.

Das SturmNetz–Team bedankt sich für 234 eingegangene Bewertungen und widmet dem Man of the Match, Jon Gorenc-Stankovic , folgende Nummer:

Hier geht’s zu den Stimmen vom Spiel.

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