Die Richtung stimmt!

Spielercheck: Wolfsberger AC vs. SK STURM Graz

Die SturmNetz-Leserbewertungen der einzelnen Spieler der Begegnung Wolfsberger AC vs. SK Sturm Graz sind abgeschlossen und alle Einsendungen sind ausgewertet. Wir haben den Durchschnitt aus allen eingegangenen Benotungen zu jedem Spieler berechnet, sowie eine (subjektive) schriftliche Beurteilung hinzugefügt. Nach jedem Match wollen wir nicht nur Noten, sondern auch den ehrenvollen Titel „Man of the Match“ an den Spieler mit der besten durchschnittlichen Gesamtbenotung vergeben.

Man of the Match:

Oti

(c) Martin Hirtenfellner – Fotografie

Otar Kiteishvilli – Note: 1,59

Wie auch schon im letzten Spiel gegen den SCR Altach konnte der Neuzugang aus Georgien abermals über die volle Länge der Partie überzeugen. Er brachte genau das ins Spiel der Grazer, das es zurzeit braucht, nämlich Biss und davon viel. Sein Kampfgeist war im letzten Drittel phänomenal. Vor allem seine Ballführung machte ihn extrem stark, weswegen er teilweise nur durch Fouls vom Gegner zu stoppen war. Der Assist zum Tor von Markus Pink war die Krönung einer tollen Leistung des jungen Legionärs. Man kann nur hoffen, dass die Mannschaft in Zukunft genau den selben Willen wie unser „Oti“ hat. 

Jörg Siebenhandl – Note: 2,43

Nach der überstandenen Verletzungspause stand Sturms „Einser Goalie“ wieder im Kasten, obwohl Tobias Schützenauer seine Sache letzte Woche solide gemacht hat. Gute Reaktionen machten ihn aus, so musste er sich gegen den Ex-Grazer Marc Schmerböck und Dever Orgill öfters auszeichnen. Beim Tor war Siebenhandl jedoch chancenlos. Der wuchtige Schuss von Schmerböck wäre für fast jeden Torhüter unhaltbar gewesen. Vergleichsweise sollte Jörg in Zukunft ein wenig sicherer mit dem Ball im Sechzehner umgehen. Das Zweikampfduell mit Orgill hätte auch ganz anders ausgehen können. Über seinen Patzer in der zweiten Halbzeit verlieren wir lieber nicht zu viele Worte. 

Anastasios Avlonitis – Note: 2,44

Wie auch schon im Spiel gegen Altach konnte der Grieche abermals eine solide Leistung abrufen und war der mit Abstand beste Innenverteidiger am Feld. Seine Reaktionsschnelligkeit war in Wolfsberg von Vorteil, so konnte er glücklich den Patzer von Maresic sowie den von Siebenhandl ausbessern. Auch seine Zweikampfquote war sehr gut. Orgill, seinen direkten Gegenspieler, hatte er gut im Griff, nur an der Schnelligkeit muss Avlo noch arbeiten, so konnte ihn der Jamaikaner einige Male überlaufen. 

Stefan Hierländer – Note: 2,45

Unser Kapitän war heute ein sehr wichtiger Teil der Mannschaft. Seine Akzente in der Offensive blieben leider ohne Erfolg. Vorallem in den ersten 30 Minuten des Spiels konnte er ganz klar seinen Stempel aufdrücken. In der zweiten Halbzeit war Hierli jedoch nur Mitläufer. Weder hop noch flop war die Leistung unseres Kapitäns im Lavanttal.

Lukas Spendlhofer – Note: 2,70

Durch die Kärnter Luft fand Spendlhofer seine Form leider auch nicht. Privat hui, spielerisch pfui. Schön langsam wird das Auftreten zwar sicherer, dennoch kann man die hundertprozentige Sicherheit von Lukas Spendlhofer aus der letzten Saison kaum erkennen. Zu hoffen bleibt, dass sich Spendlhofer beim gefährlichen Spiel von Orgill keine Gehirnerschütterung zugezogen hat. Was man dem Niederösterreicher jedoch nicht vorwerfen kann, ist die Einstellung. Seine Moral stimmt – wer hätte nach so einem Foul sonst noch weiter gespielt? 

Peter Zulj – Note: 2,79

Von der Leistung des besten Spielers der abgelaufenen Bundesliga-Saison ist leider noch nicht viel zu sehen. Peter Zulj ist bemüht, aber wie er auch selbst immer betont, ist er noch nicht bei 100%. Die Chancen, die er gegen den WAC bekommen hatte, hätte Zulj in der abgelaufenen Saison „blind“ in den Kasten gebracht. Bei der Kombination zum Ausgleich der Grazer konnte man schon ansatzweise sein Können sehen. Vielleicht hängt es auch mit der Spiellänge zusammen, denn je länger die Partie dauerte, desto besser ist das Spiel des Oberösterreichers geworden. Die Richtung stimmt, aber am Ziel ist er noch lange nicht. 

Sandi Lovric – Note: 2,88

Über den 6er ist es schwierig, eine Bewertung zu schreiben. Man könnte fast glauben, der Mannschaftsbus ist ohne Lovric nach Kärnten gefahren. Keine Akzente, weder nach vorne noch nach hinten. Die Beschreibung des Mitläufers trifft perfekt auf das Spiel von Lovric zu.  

Lukas Grozurek – Note: 3,09

An seine letzten Leistungen konnte der Niederösterreicher bei weitem nicht anknüpfen. Um die Worte des Sky-Moderators zu zitieren: „Grozurek stolpert über seine eigenen Beine, sinnbildlich für sein heutiges Spiel“. Doch so schlecht war das Auftreten dann doch nicht. In der ersten Halbzeit hatte er ein paar gute Aktionen in der Offensive, konnte jedoch nicht torgefährlich werden. Bei einigen Zweikämpfen war er nur durch ein Foul zu stoppen. Mach so weiter „Grozu“, die Richtung stimmt!

Dario Maresic – Note: 3,12

Der Trainer schenkte „Daki“ wieder das Vertrauen in der Innenverteidigung. Sein Spiel war ebenso wie auch das von Koch von Fehlpässen geprägt. Seine Zuspiele waren sehr ungenau. Positiv zu erwähnen gilt jedoch die Formkurve von Maresic. Man konnte schon eine gewisse Sicherheit, vor allem in den Zweikämpfen, spüren. Abgesehen von seinem schweren Patzer in der zweiten Halbzeit, den glücklicherweise Avlo noch klären konnte, kann man auf dieser Leistung aufbauen.  

Fabian Koch – Note: 3,95

Wie auch schon in den letzten Spielen war die Leistung von Fabian Koch sehr fragwürdig. Sein Spiel war, wie es leider schon zur Gewohnheit geworden ist, von Fehlpässen, Unsicherheiten und Problemen in der Defensive geprägt. So leid er einem auch tun kann, es bleibt nur die Hoffnung, dass der Tiroler schnellstmöglich an die Sicherheit und die Leistung der letzten Jahre in Graz anknüpfen kann, denn so einfach darf man den Tiroler nicht ausspielen, wie es die Kärntner diesmal des Öfteren gemacht haben. 

Philipp Hosiner – Note: 4,46

Den Vollblutstürmer, den man sich erhofft hatte, bekamen wir noch nicht zu sehen. Hosiner war förmlich abgemeldet vom Spiel. Ballannahme sowie Pässe scheinen ihm zurzeit extrem große Probleme zu bereiten. Seine Auswechslung in der Halbzeit war nur allzu gut nachvollziehbar. Es scheint, als ob der Burgenländer noch nicht in Graz angekommen ist. Was nicht ist, kann ja noch werden. Vielleicht sollte man dem Ex-Austrianer eine Spielpause gönnen, um sich vor allem in den Grundtugenden des Fußballs zu stärken. 

Wechselspieler:

Markus Pink – Note: 2,37

Markus Pink kam, sah und traf. So sollte es sein. Kaum 2 Minuten am Feld und schon konnte er seinen dritten Bundesligatreffer verbuchen. Das restliche Spiel des Kärnters war recht unauffällig. Aber wie sollte es auch sein. Seine Aufgabe ist es, Tore zu schießen und das hat er an diesem Nachmittag gemacht. Man kann nur hoffen, dass Heiko Vogel den großgewachsenen Kärntner öfter die Chance gibt, um das ein oder andere Tor zu schießen.

Raphael Obermair – Note: 2,78

Obermair wurde schon recht früh eingewechselt. Philipp Hosiner musste dafür raus. Der Wechsel war auf jeden Fall nachvollziehbar. Dennoch war der Deutsche nicht die erhoffte Offensivzündung. Lediglich sein Zuspiel auf Huspek in den letzten Minuten war eine sehr schöne Aktion, auf die er in der Zukunft gerne aufbauen darf.

Philipp Huspek – Note: 2,95

Huspek, der Lieblingsjoker von Trainer Heiko Vogel konnte in der letzten Viertelstunde gute Akzente in der Offensive setzen. Das Zusammenspiel mit Obermair hatte zeitweise sehr gut funktioniert. Der junge Vater hatte auch das nötige Auge, so konnte er schön einen Konter einleiten, der nur vom Kärntner Keeper abgewehrt werden konnte. Auf dieser Leistung kann Huspek auf jeden Fall aufbauen. Wir fordern mehr!  

Sonstige Bewertungen:

Heiko Vogel – Note: 2,91

Nach dem Remis gegen die Altacher vertraute Heiko Vogel erneut auf Philipp Hosiner in der Offensive. Dies mag für den ein oder anderen Sturmfan sicher nicht nachvollziebar gewesen sein und auch nach Abpfiff kann man nun sagen, dass Pink die bessere Wahl gewesen wäre. In der Defensive konnte man klar einen Aufwärtstrend verbuchen, so konnte die angestrebte „Null“ zwar nicht gehalten werden, jedoch konnten größere Abwehrpatzer gegen doch relativ bemühte Wolfsberger vermieden werden. 

Auch die frühen Wechsel zu Beginn der zweiten Hälfte machten sich bezahlt und so konnte zumindest das Remis geholt werden, auch wenn man meinem mag, dass die Mannschaft sich heute mehr verdient hätte. Nichtsdestotrotz hat Heiko Vogel aufgrund der starken letzten Saison sicher auch noch in den nächsten Wochen mit der zu hohen Erwartungshaltung der Grazer Fans zu kämpfen.

Schiedsrichterteam unter Christopher Jäger – Note: 3,41

Eine solide Leistung des Schiedsrichterteams. Keine nenneswerte Fehlentscheidung in Kärntern. So etwas ist man nur sehr selten gewohnt.

Das SturmNetz – Team bedankt sich für 190 eingegangene Bewertungen und widmet der Mannschaft diesen Song:

 

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13 Kommentare

  1. arrai sagt:

    @Philipp Trantin: zu „…so konnte ihn der Afrikaner einige Male überlaufen.“ – seit wann liegt denn Jamaika in Afrika? 😉

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  2. Orgill ist ein Jamaicaner….und die sind wie wir wissen auch sauschnell. Vielleicht könnten wir ja Usain Bolt holen. Der hat ja ernste Kickerambitionen! 😉

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  3. Luca1111 sagt:

    Wenn das unsere einzigen Probleme sind…. Prost Mahlzeit

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  4. Abo420 sagt:

    „Die Richtung stimmt“! Bezieht sich das jetzt auf das Interview von HV (zu hohe Erwartungshaltung) und auf die Durchreichung in der Tabelle von 4 auf 6 ?

    Zumindest würde so künftig die Überbelastung durch die Europacupspiele wegfallen.

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    • Luca1111 sagt:

      Eigentlich wäre seine Aufgabe der Transferzeit gewesen die richtigen Spieler für die gestiegenen Erwartungen zu holen. Dass nach der letzten Saison die Fans auch mal irgendwas erwarten ist doch auch klar. Wenn man dann kein Geld investiert ist eh logisch dass wieder alles von vorne beginnt. Klingt natürlich einfach man muss die richtigen Spieler natürlich finden und zu Sturm bringen ist mir schon klar. Aber mit dieser Sparefrohpolitik war sowieso klar dass es wieder sehr schwer werden wird. Gar nicht zu hinterfragen warum überhaupt vor der cl quali die halbe Mannschaft abhauen will. Irgendwas muss da intern gewesen sein irgendwo war da der Wurm gewaltig drin.

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  5. Lazarus sagt:

    Oti hat wirklich eine Klassenleistung gezeigt, er zeigt aber auch das man Laufen und Kämpfen kann wenn man neu in eine Mannschaft kommt da können sich ein paar seiner Teamkollegen eine Scheibe davon abschneiden, nur ist dann halt die Frage wie lange er bei uns ist wenn er weiter so überzeugt, sage nur damals Matic der war auch nicht lange bei uns.

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    • Lazarus sagt:

      Ach ja und fast vergessen wann kapiert der Herr Vogel eigentlich das Huspek in die Startelf gehört ist nur meine Bescheidene Meinung.

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  6. flo1909 sagt:

    Hosiner ist Burgenländer!

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  7. maggi1 sagt:

    die fehlende form kanns bei eze und huspek ja eigendlich nicht sein das sie wenig bis gar nicht spielen ! da muß im hintergrund was anderes danebenlaufen,da dürfte zwecks form ja sonst die halbe mannschaft nicht spielen !!! aber wenn HV mit der mannschaft wieder mal zufrieden ist wirds gegen RAPID schon gut gehen !

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    • graz4ever sagt:

      Eze ist nach seiner Verletzung zu früh eingesetzt worden, was ihn noch weiter zurück geworfenen hat! Die sportliche Leitung ist danach zurückgerudert und nun geben Sie ihm Zeit dass er sich ganz in Ruhe wieder an seine alte Form herantasten soll!

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  8. magictriangle sagt:

    Ich bin schon seit dem Frühjahr der Meinung das bei Vogel ein Zwischenmenschliches Problem mit Huspek da ist, denn er bekommt ja nicht mal die Möglichkeit sich zu präsentieren.

    Und er ist sicher mindestens eine Klasse besser als der obermaier .

    Und vielleicht ist Eze auch psychisch nicht so drauf wie vor der Verletzung.

    Mit Röcher, Alar und Edomwonyi hätte er in der Offensive was anfangen können.

    Mit Hosiner und Konsorten nicht, weil ihnen die Qualität fehlt. Ganz klar und eindeutig!!!

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