Die Mittelfeldspieler

Saisoncheck der Saison 16/17 #3

Aufgeteilt auf vier wunderbar knackige Ausgaben werden wir euch in den nächsten Tagen ein Fazit über jeden eingesetzten Spieler der Blackies liefern. Hier fließen die durchschnittlichen Noten aus allen Leserzeugnissen, Spieldaten sowie unsere subjektive Meinung mit ein. Wir wünschen viel Spaß!

Foto: © Martin Hirtenfellner Fotografie

James Jeggo: ø-Leserzeugnisnote: 2,42

Herbst-Note: 2,26, Frühjahrs-Note: 2,62

James Alexander Jeggo war DER Dauerbrenner in Sturms Mittelfeld. Nur zwei Gelbsperren und eine Verletzung verhinderten Einsätze in allen 36 Runden. Im Herbst hatte der gebürtige Wiener zusammen mit seinem kongenialen Partner Uroš Matić erheblichen Anteil am Herbstmeistertitel. Nach dem Abgang des Mittelfeldregisseurs in Richtung Kopenhagen war Jeggo oftmals auf sich alleine gestellt. Simon Piesinger konnte die Matić-Lücke nie wirklich schließen und somit musste „Jimmy“ Jeggo oftmals gleich mehrere Aufgaben übernehmen. Trotz einiger Blackouts, woraus auch Gegentore resultierten, war seine Leistung auch im Frühjahr beständig auf hohem Niveau. Der 25-jährige scheute vor hartem Einsteigen nicht zurück, weswegen er auch in 32 Einsätzen ganze elf Mal den gelben Karton zu Gesicht bekam. Zwar wollte ihm bisher noch kein Treffer im schwarz-weißen Trikot gelingen, dafür leistete er die perfekte Vorarbeit zum 0:1 Auswärtserfolg in Salzburg. Mit 78,04% angekommener Zuspielen war er einer der passgenauesten Akteure bei den Grazern. Somit geht die Bestnote der Mittelfeldspieler im Leserzeugnis absolut verdient an den Australier.

Sascha Horvath: ø-Leserzeugnisnote: 2,51

Herbst-Note: 2,27, Frühjahrs-Note: 2,69

Der quirlige 20-jährige sicherte sich die zweitbeste Note im Ranking der Mittelfeldspieler. Der U-21 Teamspieler startete gut in die abgelaufene Saison. Mit vier Assists in acht Spielen hatte auch er großen Anteil an der erfolgreichen Herbstsaison. Nach dem achten Spieltag war Horvath allerdings etwas vom Pech verflogt: Zuerst aufgrund einer schweren Angina außer Gefecht, machte ihm danach auch noch eine entzündete Bauchspeicheldrüse zu schaffen. Insgesamt elf Runden musste der Wiener deshalb pausieren und feierte erst im letzten Spiel vor der Winterpause sein Comeback. Im Frühjahr spielte er allerdings hinter Baris Atik nur die zweite Geige und musste sich meist mit der Joker-Rolle begnügen. Insgesamt kam Sascha Horvath auf 23 Saisoneinsätze, in denen er zwar keine Tore, aber immerhin sechs Torvorlagen verbuchen konnte. Im Mai wurde bekannt gegeben, dass sich der deutsche Zweitligist SG Dynamo Dresden die Dienste des Aktivpostens im Mittelfeld ab kommender Saison sichern konnte.

Baris Atik: ø-Leserzeugnisnote: 2,69

Herbst-Note: -, Frühjahrs-Note: 2,69

Die Leihgabe aus Hoffenheim konnte sich als einziger der Winter-Neuzugänge in der Startelf festsetzen. Seine Spielanlage erinnerte stark an Publikumsliebling Donis Avdijaj. Obwohl er nur eine Halbsaison spielte, schaffte er es auf mehr Einsatzminuten als Sascha Horvath, gegen den er sich auf seiner Position schnell durchsetzen konnte. Für seine offensive Durchschlagskraft sprechen insgesamt fünf Treffer, wobei vor allem sein Tor beim 4:0 Heimerfolg gegen den Wolfsberger AC noch lange in Erinnerung bleiben wird. Mit 70,15% angekommenen Pässen liegt er etwa im Durchschnitt der Bundesliga. Sein wohl letztes Spiel für Sturm bestritt der 22-jährige bei der Auswärtsniederlage in Wolfsberge, bei der er schon vor Spielende mit Gelb-Rot unter die Dusche geschickt wurde. Aktuell scheint ein Verbleib Atiks in Graz als sehr unwahrscheinlich. Aller Voraussicht nach führt sein weiterer Weg in die zweite deutsche Bundesliga oder auch in Richtung Türkei.

Marc Schmerböck: ø-Leserzeugnisnote: 2,86

Herbst-Note: 2,83, Frühjahrs-Note: 2,89

Dem Feldbacher tat die Leihe zum WAC sichtlich gut. Was man bereits in der Vorbereitung erahnen konnte, wusste der 23-jährige auch in den Pflichtspielen umzusetzen. Schmerböck spielte eine mehr als passable Saison und gefiel vor allem offensiv. Mit sechs Treffern und sieben Vorlagen war er der mit Abstand torgefährlichste Mittelfeldspieler bei Sturm in der abgelaufenen Saison. Unvergessen bleiben wird wohl sein etwas glücklich abgefälschter Treffer zum 2:1 Auswärtssieg gegen Rapid, sowie auch das Traumtor zum 4:0 Endstand gegen Wolfsberg. Die statistische Passgenauigkeit von 65,29% ist aber durchaus ausbaufähig. Insgesamt kam Schmerböck auf 30 Spiele, wovon er 24 von Beginn an bestreiten durfte.

Philipp Huspek: ø-Leserzeugnisnote: 2,87

Herbst-Note: 2,70, Frühjahrs-Note: 3,34

In seiner ersten Saison bei Sturm pendelte Huspek meist zwischen Startelf und Ersatzbank. Den Großteil seiner 3051 Einsatzminuten absolvierte der Oberösterreicher allerdings schon im Herbst. Nach der Winterpause musste sich der variabel Einsetzbare Mittelfeldakteur mehr und mehr mit seiner Backup-Rolle zufrieden geben. In 30 Einsätzen stehen ein Treffer und fünf Torbeteiligungen zu Buche. Mit einer Zweikampfquote von 50,90% war er der Erfolgreichste aller Grazer Mittelfeldspieler.

Stefan Hierländer: ø-Leserzeugnisnote: 2,96

Herbst-Note: 2,91, Frühjahrs-Note: 3,04

Der 27-jährige Villacher kam zwar erst kurz vor Saisonbeginn von RB Leipzig nach Graz, bekam aber schnell das Vertrauen von Trainer Franco Foda. In seinen insgesamt 30 Einsätzen stand Hierländer 27 Mal in der Startformation und entwickelte sich speziell gegen Ende der Saison zu einer echten Mannschaftsstütze. Negativ in Erinnerung geblieben ist seine unnötige Attacke gegen Salzburgs Wanderson, die ihm völlig zu Recht zwei Spiele Sperre einbrachte. Neben den eher durchschnittlichen Werten von 64,08% erfolgreichen Pässen und 45,26% gewonnenen Zweikämpfen, konnte Hierländer immerhin fünf Treffer bejubeln und war an vier weiteren Toren beteiligt. Mit 41,82% an den Mann gebrachten Flanken war er der zielsicherste seiner Zunft bei Sturm.

Simon Piesinger: ø-Leserzeugnisnote: 3,67

Herbst-Note: 2,70, Frühjahrs-Note: 3,74

No Piesi, No Party! Diesen Kurvenschlager bekam man in dieser Saison nicht mehr zu hören. Der 25-jährige zog sich im Frühjahr 2016 einen Kreuzbandriss zu und war damit bis zu Saisonbeginn 2016/17 außer Gefecht. Mit Uroš Matić hatte er im Herbst außerdem einen übermächtigen Gegner auf seiner Position, wodurch er bis zur Winterpause nur 13 Einsatzminuten bekam. Dazu kam auch noch eine weitere Verletzung der Patellasehne, die ihn wieder für neun Runden auf die Tribüne verbannte. Nach dem Abgang von Matic bekam Piesinger das Vertrauen von Foda und war in der Rückrunde auf der Sechserposition zumeist gesetzt. Zu alter Stärke fand Piesinger allerdings nie wieder zurück und wirkte die meiste Zeit über sehr verunsichert. Vor dem Tor war der gebürtige Linzer in 14 Einsätzen ein Mal erfolgreich. Ende Mai wurde bekannt, dass Simon Piesinger und der SK Sturm in Zukunft getrennte Wege gehen werden.

Backups:

Sandi Lovric: ø-Leserzeugnisnote: 2,81

Herbst-Note: 3,03, Frühjahrs-Note: 2,14

Das oft betitelte „Riesentalent“ hatte keine leichte Saison bei Sturm. Zu Beginn großteils nur bei den Amateuren eingesetzt, rutschte Lovric erst im Oktober in den Kader. In der gesamten Saison reichte es gerade einmal zu 82 Einsatzminuten. Am 1. April 2017 stand Sandi zum ersten Mal in der abgelaufenen Saison in der Startelf, musste aber bereits nach 23 Minuten aufgrund eines Außenbandanrisses das Spielfeld verlassen. Dies war zugleich sein letzter Saisoneinsatz im Profiteam. Trotz dem wenigen Vertrauen, das im Foda schenkte, wurde der Vertrag des U-19 Teamkapitäns um ein weiteres Jahr verlängert.

Kristijan Dobras: ø-Leserzeugnisnote: 2,85

Herbst-Note: 2,77, Frühjahrs-Note: 3,36

Dobras kam über die Backup-Rolle kaum hinaus und stand insgesamt nur zwei Mal in der Startformation. Weitere elf Mal wurde der gebürtige Kroate mit österreichischem Pass eingewechselt und konnte sich an vier Treffern beteiligen. Zuletzt wurde er bei der 1:4 Niederlage im Happel-Stadion in der Schlussphase eingewechselt und stand danach nicht mehr im Kader.

Romano Schmid: ø-Leserzeugnisnote: 3,02

Herbst-Note: -, Frühjahrs-Note: 3,02

Der 17-Jährige feierte im letzten Saisonspiel in Wolfsberg sein Bundesliga-Debüt. Sein großes Talent zeigte er aber schon des Öfteren bei den Amateuren, bei denen er bereits trotz seines jungen Alters eine große Mannschaftsstütze ist. Man darf gespannt sein, ob man Romano bereits in der kommenden Bundesliga-Saison bewundern kann!

Marko Stankovic: ø-Leserzeugnisnote: 3,37

Herbst-Note: 3,37, Frühjahrs-Note: –

Stankovic verfolgte die Saison zumeist abseits des Rasens auf der Tribüne. Insgesamt reichte es nur zu einer Stunde Spielzeit, im Frühjahr war er gar nicht mehr am Feld zu sehen. Wie im Mai bekannt wurde, verlässt der 31-jährige Sturm zu Saisonende. Wohin sein Weg führen wird, wurde noch nicht geklärt.

Martin Ovenstad: ø-Leserzeugnisnote: 3,51

Herbst-Note: -, Frühjahrs-Note: 3,51

Viele Hoffnungen setzte man in den Winter-Neuzugang, die er aber leider nicht erfüllen konnte. Der Norweger stand in 15 Runden zehn Mal im Kader und kam nur zu enttäuschenden vier Einsätzen, davon zwei in der Startelf.

Andreas Gruber: ø-Leserzeugnisnote: 3,82

Herbst-Note: 3,72, Frühjahrs-Note: 3,85

Der Eigenbauspieler konnte sich in der abgelaufenen Saison kaum beweisen und erhielt bei den Amateuren mehr Einsätze als bei den Profis. In der Bundesliga stand der 21-Jährige nur fünf mal am Feld. Zuletzt wegen einer Fußprellung außer Gefecht, muss Gruber nach einem neuen Verein Ausschau halten. Gerüchten zufolge könnte der SV Mattersburg Interesse an dem U21-Teamspieler haben.

 

 

*Statistiken beziehen sich auf die Bundesliga (Quelle: Bundesliga.at)

 

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