Die heilige Null steht

Spielercheck: SV Ried vs. SK Sturm Graz

Die SturmNetz-Leserbewertungen der einzelnen Spieler der Begegnung SV Ried vs. SK Sturm Graz sind abgeschlossen und alle Einsendungen sind ausgewertet. Wir haben den Durchschnitt aus allen eingegangenen Benotungen zu jedem Spieler berechnet, sowie eine (subjektive) schriftliche Beurteilung hinzugefügt. Nach jedem Match wollen wir nicht nur Noten, sondern auch den ehrenvollen Titel „Man of the Match“ an den Spieler mit der besten durchschnittlichen Gesamtbenotung vergeben.

Man of the Match:

© sturmnetz.at

Lukas Spendlhofer – Note: 2,10
„Spendi“ feierte ein gelungenes Comeback in der Startelf und wurde prompt Man-of-the-Match. Er spielte sehr souverän und hat mehrmals mit guten Tacklings entscheidend eingegriffen. Er sorgte für einen sicheren Spielaufbau und seine Passquote von 80% kann sich ebenfalls sehen lassen. Weiters ist erwähnenswert, dass der 22-Jährige zum ersten Mal mit Avlonitis im Zentrum der Abwehr spielte und dies ausgezeichnet funktionierte.

Michael Esser – Note: 2,15
Sturms Nummer eins im Tor zeigte eine fehlerfreie Partie, wurde allerdings kaum gefordert. Wenn kein einziger Torschuss auf das eigene Tor kommt, dann hat man es natürlich auch nicht so schwer – er war aber da, wenn er gebraucht wurde. „Bruno“ strahlte die notwendige Ruhe aus und zeigte im Vergleich zu den vergangenen Spielen deutlich verbesserte Abschläge und Abstöße.

Anastasios Avlonitis – Note: 2,41
Wer neben ihm spielt scheint ihm völlig egal zu sein. Ob Kamavuaka oder Spendlhofer, das Zusammenspiel klappt ganz gut. Auch wenn es im Spiel gegen Rapid noch Unsicherheiten gab, mit seiner disziplinierten und soliden Spielweise nimmt er immer mehr die Rolle des Abwehrchefs an.

Charalampos Lykogiannis – Note: 2,46
Gegen Rapid wurde er noch zum Man-of-the-Match gewählt, im Spiel gegen Ried zeigte er sich leider vermehrt fehleranfällig. Lyko bekommt seine Passquote nicht in den Griff (45%), jedoch interpretiert er seine Rolle zumindest so, wie es ein moderner Außenverteidiger eigentlich tun sollte. Konnte auch diesmal wieder ein paar gute Flanken schlagen, war aber defensiv leider manchmal etwas langsam und vor allem unkonzentriert – es gab eindeutig schon bessere Spiele von ihm.

Andreas Gruber – Note: 2,81
Eine solide Leistung vom eingewechselten Gruber. Wusste durchaus auf seiner Seite für Gefahr zu sorgen und lieferte auch den Assist zum Goldtor der Partie. Seine Aufgabe hat er somit zufriedenstellend erledigt. Weiter so.

Wilson Kamavuaka – Note: 2,88
Wilson agierte zu Beginn noch sehr fehleranfällig, hat sich aber zum Glück mit Fortdauer der Partie noch gefangen. Fiel wieder einmal durch extreme Präsenz im Mittelfeld auf, leider sind immer wieder technische Schwächen zu erkennen (so wie bei der gesamten Mannschaft). Hätte der Deutsch-Kongolese einen spielstarken Sechser neben sich, könnte er sich vermehrt auf das Abräumen konzentrieren, was vieles erleichtern würde.

Sascha Horvath – Note: 3,11
Horvath fand gestern leider nicht in die Partie, wurde aber auch nicht wirklich von der Mannschaft eingebunden. Nur selten ließ er seine Stärken aufblitzen, wirkt jedoch im System Foda manchmal etwas verloren. In der Mitte ist er eventuell besser aufgehoben als am Flügel.

Tanju Kahyan – Note: 3,12
Sorgte am Anfang der Partie mit zwei Zweikämpfen gegen Thomas Fröschl für Aufsehen. Einmal hätte es dabei auch einen Elfmeter für Ried geben können – Glück für ihn und Sturm. Insgesamt zeigte er sich wieder zu langsam und integrierte sich nur selten in den Spielaufbau. Offensiv weiterhin eine Vorgabe, defensiv immer wieder mit unnötigen Stellungsfehlern – für einen Spieler mit seiner Erfahrung ist das leider viel zu wenig.  Der Wiener ist nach wie vor nicht auf dem Level, auf dem er sein sollte.

Donis Avdijaj – Note: 3,22
Das sehnsüchtig erwartete Comeback von Donis Avdijaj war geglückt. Donis zeigte viel Engagement, wollte das Spiel an sich reißen und brachte frischen Wind in die Partie – auch wenn ihm vieles noch nicht so gelang wie gewollt. Dass ihm die Spielpraxis fehlt, hat man gemerkt und es braucht natürlich noch Zeit, bis er wieder zum alten Donis wird. Das Bemühen ist ihm aber nicht abzusprechen.

Roman Kienast – Note: 3,25
Kienast hat sich deutlich stärker und vor allem lauffreudiger gezeigt als in den letzten Spielen. Hatte vor seinem Tor einige gute Chancen, die er aber eher stümperhaft vergab. Kurz vor seinem Treffer zog er seinen Gegenspieler zu Boden, wodurch er nur mehr frei ins Netz einzuschieben brauchte. Das Vergehen wurde vom Schiedsrichterteam zu seinen Gunsten nicht gesehen. Das soll uns egal sein und wir wünschen es ihm, dass der Knopf wieder aufgegangen ist und er sich in den nächsten Spielen weiterhin so befreit zeigt.

Kristjan Dobras – Note: 3,59
Dobras durfte für den wegen muskulärer Probleme im Gesäß ausgefallenen Thorsten Schick in der Startelf auflaufen. Leider konnte er wieder nicht überzeugen. Dabei hatte er zu Beginn noch einige gute Momente, wurde aber im Laufe des Spiels immer unauffälliger. Er ist weiterhin die größte Enttäuschung aller Neueinkäufe im Sommer und fällt häufig nur durch ständiges Lamentieren auf.

Daniel Offenbacher – Note: 3,64
Eine leider wie gewohnt schwache Leistung von Offenbacher. Dabei hätte er schon in der ersten Minute die Chance gehabt, die Schwarz-Weißen in Führung zu bringen. Doch mit seinem Schuss traf er nur seinen Mitspieler Sascha Horvath. Als 6er sehr zweikampfschwach (37%), durfte unverständlicherweise viel zu viele Standards ausführen, die allesamt nicht von Erfolg gekrönt wurden. Die Position im zentralen defensiven Mittelfeld dürfte die falsche für ihn sein. Positiv: Mit einem schönen langen Ball auf Gruber leitete er den erfolgreichen Angriff zum 1:0 ein.

Marko Stankovic – Note: 3,68
„Stanko“ ging im Spiel total unter, hatte aber aufgrund der disziplinierten Defensivleistung der Rieder kein leichtes Spiel. Dies unterstreicht auch seine Zweikampfquote von nur 33%. Von einem 10er und „Spielmacher“ darf man sich aber mehr erwarten. Er sollte eigentlich der Leader der Mannschaft sein, davon ist er meilenweit entfernt. Der 30-Jährige kommt einfach nicht in Schwung und ist bis jetzt im Frühjahr leider eine Enttäuschung. Es ist ihm zu wünschen, dass er bald zu alter Form findet.

 

Kurzeinsatz:

Marvin Potzmann – Note: 3,06
Wurde in der Nachspielzeit für die restlichen zehn Sekunden eingewechselt.

 

Das SturmNetz – Team bedankt sich für 197 eingegangene Bewertungen!

 

1 Kommentar

  1. Blacky575 sagt:

    Die Bewertungen kann man so unterschreiben. Offenbacher aber für mich der schwächste Mann am Platz gewesen. Miese Zweikampfbilanz und eine grauenhafte Passquote, vor allem wenn es mal die Chance gab schnell zu kontern. Standards allesamt ungefährlich. Unsere Ecken immer auf den ersten Gegenspieler der ohne Probleme klären kann. Unverständlich. Einzig positve in 90 Minuten der Pass vorm Tor. Das ist viel zu wenig. Da behaupte ich, Lovric hätte die Leistung auch erbracht.

    Spendlhofer sehr abgebrüht und im Spielaufbau bemüht.

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